Re: (JET) Tabakgenuss und Secondhand-Tisch


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Beitrag von Pepe vom Dezember 18. 2007 um 17:25:15:

Als Antwort zu: Re: (JET) Tabakgenuss und Secondhand-Tisch geschrieben von ferdi am Dezember 18. 2007 um 16:55:29:

Und nochmal Tach!

: Mich stört, dass du einen Scheissdreck drum gibst, ob sich irgendjemand davon gestört fühlen könnte oder ob du anderen vielleicht sogar damit schadest, jedenfalls kommt deine Aussage so rüber.
:
: wo genau?

Genau an der Stelle, an der du sagst, dass ein auch nur teilweises Rauchverbot (bzw. eine unter den Teilnehmern getroffene Absprache, in bestimmten Räumen nicht zu rauchen) unzumutbar sei.

: Ich glaube, du kennst mich nicht gut genug, um einschätzen zu können, welche innere Einstellung mit welcher Wortwahl korrelliert.

Das mag durchaus sein, und ich habe vielleicht in die eine oder andere deiner Aussagen mehr reininterpretiert als erlaubt. Die Formulierung im Urprungsposting war aber ziemlich eindeutig, jedenfalls für mich.

: In der Hinsicht bin ich hoffnungslos liberal: soll der Wirt selbst entscheiden, was in seinem Lokal getan werden kann, und auch von wann bis wann. Die Kunden entscheiden dann schon. So wie die Kunden einer Session auch. Ist es eine hundertprozentige Nichtrauchersession, hat das Auswirkungen, ist es eine hundertprozentige Rauchersession, auch. Mischformen sorgen immer für Diskussion. Mein Voting kennst du.

Ja, kenne ich, akzeptiere ich auch. Aber das war ja auch nie der Punkt.

Und zur Liberalität - die hat zwei Haken. Erstens ist anscheinend unter den Gastwirten, genau wie unter Musikern, ein sehr hoher Prozentsatz selbst Raucher. Hab ich jedenfalls den Eindruck, keine Ahnung, woran das liegt. Die werden dann natürlich einen Teufel tun und in ihrem eigenen Laden das Rauchen verbieten. Dann ist es natürlich leicht zu sagen "guck mal, die Nichtraucher gehen ja doch in die verrauchten Läden". Klar, weil sie keine andere Wahl haben. Zweitens, und das dürfte der eigentliche Knackpunkt sein: Für die meisten steht die Gleichung Kneipe=verraucht in Stein gemeisselt, das war so, und das wird auch immer so sein. Da würde einfach niemand auf die Idee kommen, das zu ändern, weil die Vorstellungskraft fehlt. Wenn in Irland und Frankreich jetzt das gesetzliche Rauchverbot aufgehoben würde, kann ich mir vorstellen, dass viele Kneipen trotzdem das Rauchverbot aufrechterhalten würden, weil sich herausgestellt hat, dass es trotzdem geht. Dann hätten wir einen Markt, der sich tatsächlich selbst regulieren würde. Bis dahin muss man es mit Verboten regeln, wenn Leute wie mein Kollege (einziger Raucher in einem Betrieb von 20) trotz mehrfacher Bitten der Mitarbeiter immer noch in Küche und Toilette rauchen und nicht vor die Tür gehen. Das Recht des Skrupelloseren, halt. Und diese Art von Liberalität gefällt mir nicht.

Nos vemos en infierno, Pepe


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