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(Philosophie) Smoke

Hi zusammen!

Nochmal was zum Thema Rauchen –aber nicht in Bezug auf die Session. Mich hat die Diskussion darüber nur nochmal zum Nachdenken gebracht.

Mir geht es wie Lothy – ich habe es auch noch nicht geschafft mit dem Rauchen anzufangen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass meine Dosis als Passivraucher meinen Nikotin- und Teerbedarf bis lange nach meinem Ableben decken wird. Und wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich meine Dosis hauptsächlich über mein Hobby: Live-Musik. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unter den Leuten die Musik machen und Musik lieben überdurchschnittlich viele starke Raucher sind.

Es fängt an in meiner Band. Wir sind 7 und davon rauchen 3. Die allerdings soviel, dass es normalerweise für eine komplette Feuerwehrkapelle reichen würde. Und geraucht wird vor allem auch auf der Probe. Geraucht wird auch bei den Gigs – von den Bandrauchern und vor allem auch im Publikum. Bei Auftritten drinnen ist es einfach der Wahnsinn – selbst mir als geübtem Passivraucher fällt es schwer, keine Kopfschmerzen zu bekommen. Wenn ich von Proben oder Gigs nach Hause komme, dann rieche ich (bzw. meine Klamotten) nicht wie ein Musiker, sondern eher wie der Oberheizer auf der Titanic am Ende der Nachtschicht. (Und wie sieht es erst in meiner Lunge aus?)

Wenn man so ein Konzert mal unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsschutzes betrachten würde – dürfte es dann überhaupt stattfinden? Überall sonst wo kleinste Spuren von Schadstoffen auftreten könnten, muss mit Atemschutz gearbeitet werden oder es gibt Arbeitszeitbeschränkungen. Bei Live-Konzerten (am besten bei Umweltschutz-Benefiz-Konzerten) darf dagegen "giftmäßig" aus dem Vollen geschöpft werden.

Es geht weiter als Zuhörer in meiner Lieblings-Live-Kneipe. Je besser die jeweilige Band spielt, umso mehr wird gequarzt. So behalte ich jedes gute Konzert nicht nur musikalisch in guter Erinnerung. (Inzwischen habe ich kaum noch Lust dahin zu gehen).

Ironie einmal beiseite. Ich will nicht jammern. Bei meiner Band habe nach der ersten Probe gewusst worauf ich mich einlasse. Und ich habe auch gewusst, wie es bei den Auftritten sein wird. Ich hätte nicht einsteigen müssen, aber ich wollte und will es – trotz der Qualmerei. Der Spaß den ich habe ist immer noch größer als meine Abneigung gegen (übermäßiges) Rauchen. Damit man mich nicht falsch versteht – ich hab kein Problem damit, wenn die Leute sich bei etwas Tabakqualm entspannen. Ich find es auch absolut ok wenn jemand Live-Musik mit einer Flasche Bier in der einen und einer Kippe in der anderen Hand genießen will. Ich sehe es nur als Problem an, wenn bei solchen Veranstaltungen fast jeder ständig die Kippe anhat.

Mit etwas weniger Qualm hätte ich jedenfalls noch mehr Spaß an der Live-Musik, ob als Musiker oder im Publikum.

Wenn es jetzt tastsächlich ein Rauchverbot für öffentliche Veranstaltungen geben sollte – kommt dann niemand mehr zu Rockkonzerten?

Nachdenkliche Grüße
Bernd

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Bernd,

obwohl ich selbst Raucher bin, stört mich Rauch in Räumen auch. Ich rauche zuhause seit bald 30 Jahren nur draußen, auch bei Regen, Eis und Schnee, Rauchen im Proberaum war eh immer untersagt. Das Problem ist in vielen Fällen die Indisziplin und Selbstherrlichkeit vieler Raucher, denen ihr Gegenüber schlichtweg egal ist. Vielleicht ist es ein wenig seltsam, aber Rauchen im Schlafzimmer war für mich unvorstellbar, auch in meiner eigenen Wohnung.

Und da halt einige Kollegen meinen ihnen gehöre die Welt und sie könnten Andere zuquarzen bis zum Umfallen, wird es wohl nur per Gesetz möglich sein. Und selbst dann wird es immer noch einige Leute geben, die sich darüber hinwegsetzen.

Gehe ich nicht mehr in Restaurants, in denen nicht geraucht werden darf? Nein. In klassischen Konzerten, oder auch bei Jazz etc. ist mittlerweile auch nichts mehr mit Rauchen. Kein Thema, man kann es ja mal ein paar Stunden ohne Zichte aushalten. Das Problem sind wie üblöich die Menschen, nicht die Sache selbst.

Rainer

Re: (Philosophie) Smoke

Tach Bernd!

: Wenn es jetzt tastsächlich ein Rauchverbot für öffentliche Veranstaltungen geben sollte – kommt dann niemand mehr zu Rockkonzerten?

Das ist letztlich genau die Frage, die sich wohl im Rahmen der Diskussion um Rauchverbote in Restaurants und sonstigen öffentlichen Räumen stellt - gehen die Leute denn dann noch aus, wenn nicht mehr geraucht werden darf?

Nun, da dürfte die Empirie helfen - in Irland besteht seit (ich glaube) 2004 ein Rauchverbot innerhalb von Gaststätten. Seitdem hat der Umsatz der Gaststätten zugenommen. Wahrscheinlich, weil nur wenige Raucher weggeblieben sind und die anderen vor die Tür gehen, während viele Nichtraucher sich auf einmal wieder in die Kneipe trauen. Schätze ich jedenfalls.

Auf Rockkonzerten könnte das allerdings anders aussehen, da kann man nämlich nicht mal kurz vor die Tür gehen. Obwohl, hier in Luxemburg gibt's das "Atelier", da ist seit Anfang 2005 auch Rauchverbot im Konzertsaal, und die meisten halten sich auch daran. Bei den drei Malen, die ich 2005 im Atelier war, war trotzdem ausverkauft. Geht also auch, glaube ich. Und wer es nicht schafft, mal zwei oder drei Stunden ohne Kippe auszuhalten, der hat tatsächlich ein grösseres Problem.

Ich könnte mit dieser Schlussfolgerung natürlich den ersten Satz des letzten Absatzes löschen, um von vorne bis hinten konsequent zu wirken. Mir ist heute aber ein wenig nach Stream of Consciousness, also lass ich's drin.

Nos vemos en infierno, Pepe

Re: (Philosophie) Smoke

: Und wer es nicht schafft, mal zwei oder drei Stunden ohne Kippe auszuhalten, der hat tatsächlich ein grösseres Problem.

Moin!

Stellen wir uns doch 'mal vor, jemand käme keine 2-3 Stunden ohne Flasche Bier oder Cuba Libre aus - dem würden wir doch alle mit Recht den Weg zu den Anonymen Alkoholikern empfehlen. Die viel geringere Sensibilität der Nikotinsucht gegenüber kann ich mir nur mit der noch größeren Verbreitung erklären, denn die Gesundheitsgefährdung ist bei beiden gleich hoch.
Aber wer heute, vor dem allseits bekannten Hintergrund, dass die Tabak-Konzerne absichtlich suchtfördernde Chemikalien in die Ziggies mischen, und die Raucher damit vorsätzlich in ihr meistens viel zu frühes Grab treiben, für das die dann auch noch satt Kohle bezahlen, noch weiterraucht, der . . . nene, den Satz kann sich besser jeder selber zuende denken . . .

Nix für ungut, liebe Raucher.
Martini


Re: (Philosophie) Smoke

Ähem, Herrschaften,

Konsequenz muss auch Konsequenz bleiben, nämlich in Bezug auf Konzerte:

Ich habe nichts gegen ein Rauchverbot bei Konzerten, wenn man den auch konsequent bleibt. Hier wird die Gesundheitsschädigung vorgeschoben, schlichtweg lachhaft. Es ist hier nichts weiter als eine Unannehmlichkeit (bei Rockkonzerten)! Denn die weitaus größere Gesundheitsschädigung entsteht durch das Konzert selbst. Ist es nicht pervers, Eintritt zu bezahlen um sich die Ohren vollblasen zu lassen und womöglich sich noch teuren Gehörschutz kaufen zu müssen, damit man sich die Ohren vollblasen lassen kann? Hinterher zu sagen: Scheiße, meine Ohren pfeiffen!

Arbeitsschutz? Gesundheitsschutz? Wo bleibt da die Konsequenz?

Also bitte nicht immer so einseitig! Es gibt mittlerweile nur noch eine begrenzte Anzahl Raucher, ich schätze 20%, wenn überhaupt soviele.

Gruß Wolfgang

Re: (Philosophie) Smoke

Tag.

Ich finde diese plumpe Polarität Raucher-Nichtraucher zum Brechen:

Raucher stinken, sind rücksichtslos, süchtig wie nur was, sterben früh, und zwar alle - rin in den Sack und immer feste druff.

Nichtraucher hingegen rauchen nicht nur nicht, sie stinken nicht (kommt drauf an wonach...), sind nicht rücksichtslos (denke sich jeder was er will), leben irre gesund und werden gaaaanz alt.


Was für eine gequirlte Sch**ße. Bernd, dass ich das jetzt auf dein Posting antworte, heißt nicht, dass ich nicht zur Kenntis nähme, dass du eine durchaus vermittelnde Haltung einnimmst - das sehe ich sehr wohl und danke dir dafür, dass du den aufgebauten Dualismus in Frage stellst.

Ich zB rauche weder im Haus noch im Auto, und im Schnitt genau EINE Zigarette pro Tag. Ich finde es beleidigend, mich nicht zu meinem TabakGENUSS bekennen zu können, ohne dass mir die oben genannten Attribute angeheftet werden.

Der Schnitt von einer Zigarette pro Tag erhöht sich auf Bandproben (80% Raucher), Konzerten und Sessions. Der Alkoholgenuss übrigens auch.

cu, ferdi

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Waufel,

Ist es nicht pervers, Eintritt zu bezahlen um sich die Ohren vollblasen zu lassen und womöglich sich noch teuren Gehörschutz kaufen zu müssen,

...in diesem Punkt gebe ich Dir Recht. Bei etwas reduzierter Lautstärke würden mir manche Konzerte noch mehr Spaß machen. Es ist so ähnlich wie beim Qualm - es gibt einen bestimmten Pegel, ab dem es mir unangenehm wird (und ich rausgehe). Das ist eine sehr subjektive Sache. Auch der Rest meines Postings ist ein subjektiver Erfahrungsbericht. Ich wil keine Front aufmachen und find es eigentlich schade, dass es diese Diskussion um das generelle Rauchverbot geben (muss?).

Für mein persönliches Emfinden ist es allerdings wirklich so, dass mein Spaß an der Sache durch übvermäßiges Rauchen doch stark eingeschränkt ist. Mehr wollte ich eigentlich gar nicht sagen.

Grüße
Bernd







Re: (Philosophie) Smoke

Hi Ferdi,

: Ich finde es beleidigend, mich nicht zu meinem TabakGENUSS bekennen zu können, ohne dass mir die oben genannten Attribute angeheftet werden.

vermutlich ist das Problem eine Verfehlung der Zielgruppe. Jemand sagt "die Raucher" und meint sie alle zusammen. Denn nur in der Vielzahl wird der Zigarettenrauch lästig. Der einzelne Raucher fühlt sich aber als Individuum angesprochen und oft genug auch angepisst.

Ähnlich mit der Lautstärke (die wir ja im Bezug auf die Session nicht diskutieren müssen und auch nicht wollten; übrigens sieht man hier mal wieder, daß der gemeine Aussensaiter sich halt neuen Problemen zuwendet, wenn er ein Problem gelöst hat ;-)): der Einzelne spielt nicht zu laut oder nur fast. Wenn jetzt aber 10 Leute alle - mit ihrem jeweiligen guten Recht - fast zu laut spielen, dann ist es anschließend viel zu laut. Ohne daß man dem Einzelnen einen Vorwurf machen kann.

Noch ein Beispiel: als ich nach 21 Stunden auf den Beinen um halb Drei in der Nacht von Freitag auf Samstag mein kahles Haupt zur Ruhe gebettet hatte und gerade am eindösen war, kam alle halbe Stunde jemand rein, suchte einen Schlafplatz, stolperte hier und da, packte raschelnd den Schlafsack aus, ging nochmal raus zum Zähneputzen, kam leise stolpernd wieder zurück usw. Nachher lagen da sieben Mann. Das hat mich in der Summe so effektiv am Schlafen gehindert, daß ich nach fünf Stunden aufgegeben habe und wieder aufgestanden bin. Trotzdem kann ich keinem einzelnen der Leute einen Vorwurf machen, denn jeder hat sich vorbildlich verhalten: möglichst leise und ohne Licht usw. Die Summe machts. Ich schreibe das hier jetzt auch nicht, um mich zu beklagen, hätte es eigentlich überhaupt nicht geschrieben, aber es ist halt ein gutes Beispiel für Gruppeneffekte.

So ist es wohl auch beim Rauchen.

Deshalb: niemand sollte sich einen Schuh anziehen, der nicht für ihn gedacht ist.

Keep rockin'
Friedlieb


Re: (Philosophie) Smoke

Hi Ferdi,


Was für eine gequirlte Sch**ße. Bernd, dass ich das jetzt auf dein Posting antworte, heißt nicht, dass ich nicht zur Kenntis nähme, dass du eine durchaus vermittelnde Haltung einnimmst

So war es auch gemeint. Ich wende mich lediglich gegen Qualm-Exzesse.

:
Ich zB rauche weder im Haus noch im Auto, und im Schnitt genau EINE Zigarette pro Tag.

...somit warst Du auf keinen Fall gemeint.

In Deiner Gesellschaft würde ich wahrscheinlich Entzugserscheinungen bekommen ;-)

Grüße
Bernd


Re: (Ökonomie) Smoke

Mojn ferdi,

TabakGENUSS

Das Problem ist, dass der 'Genuss' von Tabak die Sucht bereits voraussetzt. Vorher reagiert der Körper auf Nikotin wie jeder gesunde Körper auf einen Giftstoff: mit Husten, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Dünnflitsch etc. Erst wenn diese nicht unerheblichen Widerstände überwunden sind und das Nikotin in den Stoffwechsel eingebaut ist, wird die Linderung der Entzugserscheinungen durch Nikotinzufuhr als 'Genuss' erlebt. Und so war meine elementare Erfahrung nach dem Entzug vor nunmehr 17 1/2 Jahren, dass ich absolut NICHTS vermisse.

Kurz und schlecht: Die Bilanz von Gesundheitsrisiko und Genuss ist bei Tabak (beispielsweise im Vergleich zu Alkohol oder Cannabis) vernichtend. Und ich frage mich heute, wie ich jemals so blöd sein konnte, mit dem Rauchen angefangen zu haben.

Liebe Grüße, Mathias

Re: (Ökonomie) Smoke

Moin Mathias,

nichts für ungut, aber ich kann diesen missionarischen Unterton von Exrauchern echt nicht sooo gut leiden.

Ich komme mit meinem Tabakkonsum gut zurecht, andere noch besser, die meisten weniger gut, und das ist okay für mich.

Ich hab vor vielen Jahren 40/Tag geraucht, irgedwann mal ein ganzes Jahr Test-Entzug, und heute eine am Tag, bei den genannten Gelegnheiten mehr. Ist genau das, was ich will. Die Option, ganz auf das Rauchen zu verzichten, steht für mich überhaupt nicht zur Diskussion.

cu, ferdi

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Friedlieb,

es ist ja löblich, daß Du mal wieder versuchst, zu schlichten. Allein Dein Vergleich hinkt ein wenig. Der Unterschied liegt einfach darin, daß die nächtlichen Ruhestörer sich ihres Störens bewußt waren und zumindest versuchten, Rücksicht zu nehmen. Für viele Raucher scheint es aber selbstverständlich zu sein, daß sie ein Anrecht auf Ihren Genuß haben, ganz egal, ob sie anderen damit massivst auf den Sack gehen oder nicht.
Ich sage ganz bewusst „viele Raucher“ und nicht „die Raucher“, denn sonst regen sich wieder diejenigen auf, die’s am wenigsten angeht – wie z.B Groby, der zum Rauchen extra auf die Terrasse ging (während andere zeitgleich einen entsprechenden freundlichen, vorsichtigen Hinweis ignorierten).

Ich bin kein militanter Nichtraucher, kann einigen Gestank ertragen, und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, die Sache hier zum Thema zu machen. Aber ich muß mich schon sehr wundern, welchen abstrusen Verlauf diese Diskussion nimmt.

Ich will mal versuchen, anhand eines Beispiels zu verdeutlichen, was hier gerade abläuft. Man stelle sich vor, ich würde bei meinem rechten Nachbarn regelmäßig an die Haustür pinkeln. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber nehmen wir mal an, es wäre mir ein Genuß. Ich vermute, es würde gar nicht lange dauern, und er würde mich zur Rede stellen. (Wenn’s der linke, kräftig gebaute und dafür weniger intelligente Nachbar wäre, hätte ich wahrscheinlich ganz fix die Lippe dick.) Um eine Antwort gar nicht verlegen sag ich ihm dann rotzfrech: “Ja das hättest Du mir doch vorher sagen müssen. Nachkarten ist Scheiße. Das ist nicht fair.“

Hallo? Sacht ma, geht’s noch? Die einzig richtige Antwort wäre doch wohl gewesen: „Sorry, es war gedankenlos von mir, daß ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich werde in Zukunft nicht mehr an Deine Haustür sondern in den Rinnstein pinkeln. Das stinkt dann zwar immer noch, aber ich geh Dir damit nicht so dolle auf’n Keks.“

Und nun verratet mir doch mal, wieso bitteschön kommt hier keiner der VERURSACHER auf die selbstverständliche Idee, wenigstens einen der drei Räume als Rückzugsmöglichkeit rauchfrei zu halten? Nein, statt dessen werden die wenigen, die den Arsch in der Hose haben, ihr Veto einzulegen (vorher und nachher), plattgemacht, so daß sie sich z.T. sogar entschuldigen. Kinners, das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein. Schämt Euch! Echt mal.

Aber wahrscheinlich sind diese merkwürdigen Sicht- und Verhaltensweisen repräsentativ, und der Zwang per aktueller Gesetzesänderung ist bitternötig. Ich freu mich drauf. Insofern dürft Ihr mich ausnahmsweise mal zum Mainstream zählen.

Ach ja – ich bin übrigens viel entspannter als das hier klingen mag. Ich muß mich nur sehr, sehr wundern, wie Ihr miteinander umgeht.

Gruß Falk

Re: (Ökonomie) Smoke

Mojn ferdi,

nichts für ungut, aber ich kann diesen missionarischen Unterton von Exrauchern echt nicht sooo gut leiden.

Du musst Dich verlesen haben, in meinem Post waren weder missonarische Unter- noch Obertöne angelegt. Ich habe bloß bezweifelt, dass man beim Rauchen von "Genuss" reden kann, und dies in der Tat aus der Perspektive eines Ex-Raucherrs, der es ja nun wissen sollte.

Aber nu is gut.

Liebe Grüße, Mathias

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Falk,

auch wenn Dein Vergleich (wie alle Vergleiche) irgendwie auch hinkt, unterschreibe ich dieses Posting zu 100%.

Und wenn ich die Diskussion verfolge, dann war es wohl richtig, dieses Thema anzusprechen.

WIe ich schon schrob, habe ich auf der Rückfahrt am Sonntag darüber reflektiert und die gedanklichen Ergebnisse dieser "Sozialstudie" gepostet.

Ich bin fern davon, missionarischen Eifer gegen Raucher zu entwickeln, zeige keine Bilder von Raucherlungen und will auch nicht mit Kacke werfen...

Eigentlich bin ich so tolerant, dass, wer rauchen will, das tun soll (dass ich seine Folgekrankheiten mit meinem Krankenkassenbeitrag bezahlen muss, ist ein anderes Thema, welches ich auch nicht weiter verfolgen will).

Aber das definitiv gedankenlose Verhalten ist dem Raucher zu eigen. Und da spreche ich aus eigener Erfahrung, denn ich habe mich ja gleichzietig gefragt, ob ich mich denn auch so als Raucher verhalten habe und ja, überall wo man es mir nicht verboten habe, habe ich alles vollgequalmt.....beidhändig zu "besten" Zeiten.

Und daher halte auch ich den gesetzlichen Zwang für mehr als überfällig.

Wie gesagt, vor der nächsten Session (oder der übernächsten) klären wir das vorher ab und dann vertragen wir uns wieder alle.

Liebe GRüße

Uli

Re: (Philosophie) Smoke

Tach Uli!

: Eigentlich bin ich so tolerant, dass, wer rauchen will, das tun soll (dass ich seine Folgekrankheiten mit meinem Krankenkassenbeitrag bezahlen muss, ist ein anderes Thema, welches ich auch nicht weiter verfolgen will).

Hmm, da gibt es aber auch Stimmen, die behaupten, dass Raucher wegen der Folgekrankheiten so viel früher sterben, dass die ganzen Alterskrankheiten und die damit verbundenen Kosten nicht mehr auftreten, was zur Konsequenz hat, dass die Krankenkassenbeiträge höher wären, wenn niemand mehr an Rauchfolgeschäden stürbe ... sehr makaber, ich weiss ... und ob das eher eine provokante These oder ein halbwegs seriös durchgerechnetes Modell ist, weiss ich nicht, ebensowenig, ob man das überhaupt halbwegs seriös durchrechnen kann ...

Nos vemos en infierno, Pepe

... den alle zwei Monate mal kurz die Lust nach einer Zigarette überkommt, was aber spätestens nach 1.5 Sekunden wieder vorbei ist. Ich glaube, die würden mir jetzt nicht mehr schmecken, zum Glück. Ich bilde mir zwar ein, damals ein halbwegs rücksichtsvoller Raucher gewesen zu sein (im Vergleich zu anderen), aber in Duisburg habe ich auch immer gequarzt wie nix Gutes, und zwar drinnen und überall, ohne nachzudenken. War doof, und damit ist das Thema auch für mich durch.

Re: (Philosophie) Smoke

.....

aber in Duisburg habe ich auch immer gequarzt wie nix Gutes, und zwar drinnen und überall, ohne nachzudenken. War doof, und damit ist das Thema auch für mich durch.

Ein geileres Schlusswort hätte man nicht schreiben können !

Hasta la proxima

Uli


Re: (Philosophie) Smoke

Lieber Falk,

: Hallo? Sacht ma, geht’s noch? Die einzig richtige Antwort wäre doch wohl gewesen: „Sorry, es war gedankenlos von mir, daß ich da nicht selbst drauf gekommen bin. ...

Nein, statt dessen werden die wenigen, die den Arsch in der Hose haben, ihr Veto einzulegen (vorher und nachher), plattgemacht, so daß sie sich z.T. sogar entschuldigen. Kinners, das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein. Schämt Euch! Echt mal.



wäre das in einer akzeptablen Form - wie Deiner beispielsweise - vorgetragen worden, hätte es sicher auch nicht die 'Eskalation' gegeben, die Dich offenbar jetzt wütend macht.

Ich vertrete den Standpunkt, daß gegenseitiger Respekt und ein bisschen Hirnschmalz jedem Problem disbezüglich den Boden nehmen sollte. Ich habe beispielsweise nirgends die Forderung gelesen, daß ein Veranstaltungsort komplett rauchvoll sein soll, andersherum allerdings wohl.

Nur werde auch ich fuchsig, wenn ich durch dieses pseudoelitäre Geseier als minderbemittelt dargestellt werde.

Und das sich mancher dagegen wehrt, daß die Sessions durch Regularien zum Altherren-Jazzschuppen verkommen, kann ich völlig nachvollziehen.

Grüße
::alex

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Alex,


Und das sich mancher dagegen wehrt, daß die Sessions durch Regularien zum Altherren-Jazzschuppen verkommen, kann ich völlig nachvollziehen.

Mit Verlaub, grad laberst Du ziemliche Scheisse.

Wenn nur vollgequalmte, am besten mit abgestandenen Aschenbechern und haufenweise leeren Kisten Bier vollgemüllte Proberäume für Dich Rock 'n' Roll sind, dann bin ich gerne Mainstream......

Uli

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Falk,
ich danke Dir für Deine Darlegungen. Mit meinem Hinweis zum Einsatz von Hundekot wollte ich in etwa dasselbe darstellen. Mir ist dies nur leider nicht so klar gelungen wie Dir.

Bisher hat mich persönlich auch nicht viel getroffen; na ja und den Ausfall des Dr. jur. M.H. schreibe ich mal einer Art Glückstaumel, in dem er sich da noch befunden haben mag, zu. Schade ist so was schon und es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Die sonstige Ignoranz vieler Raucher ist wohl ein typisches Verhalten von Suchtkranken ?!?!

Na ja, hoffen wir auf gute Luft im Forum und gut Gesundheit für alle.
Schöne Zeit,
Rolli

Re: (Philosophie) Smoke

Hi, Uli.

Praeteritio heißt die rhetorische Drehung, ein Thema mit der Schutzbehauptung, es hier gerade nicht nennen zu wollen, dann doch zu nennen.

"Von XYZ gar nicht zu reden" und so.

Wir machen aus, wer wo das nächste Mal rauchen darf und im Gegenzug dafür dass ich dann nichts mehr gegen das schlimme Rauchen hören muss, lass ich die Nicht-Raucher ihr schönes Billigfleisch essen, ihr tolles Bier in Massen saufen oder ihr Kontroll-Verlust-Kiffen oder was es sonst noch gibt.

Wenn wir erstmal anfangen, was am ekelligsten ist oder was Krankenkassenbeiträge am schlimmsten belastet, wären die einzigen die nachher noch in intakten Glashäusern säßen dröge, monogame, abstinente Veganer names Kassiopeia und Fürchtegott ohne Führerschein und Freundeskreis.

Dann doch lieber Session, oder?

Das bißchen Mindest-Regeln aufstellen kann so schlimm nicht sein.

(....sagt mein Mann)


Gruß,
robert
/



Re: (Philosophie) Smoke

Moinsen allerseits. Da ich jetzt nicht mehr krank bin, habe ich kaum Zeit fuer den Aussensaiter, und habe auch die Threads hierzu noch nicht durchgelesen. Dieses Thema liegt mir aber sehr am Herzen (oder an den Atemwegen?) und daher schreibe ich hier mal ein paar Takte aus Britischer Sicht :0)

Ich bin naemmich allergisch gegen Rauch aller Arten. Frueher habe ich als Live Soundmann gejobbt, und halt die Zaehne zusammengebissen und gehustet. Die Tage danach hatte ich verquollene Augen. Interessanterweise haben Jazzer zwar ein Raucherimage, ich habe aber bei vielen Gigs mit Blaesern gemerkt, dass die meisten Leute im Publikum Respekt fuer die Musiker hatten, und sich das Rauchen fuer den Kloen nach dem Gig aufbewahrt. Ich habe also noch ein paar Jazz Gigs gemacht, aber selbst da wurde es mir zu viel.

Mein Sozialleben hat unter dem Gerauche arg gelitten. So schoen es zu Hause vor dem Kamin ist, ich vermisse eben doch auch Cafes und Kneipen. Und £60.00 fuer ein Konzert auszugeben, um dann nach einer halben Stude meine Lungen rauszuhusten ist es mir auch nicht wert. Genauso wie der ueble Gestank der den Klamotten entweicht und sich im Haus festsetzt nach so einer Nacht.

Nun haben die Schotten schon seit einem Jahr Rauchverbot. Und seitdem besuche ich meine Freunde da oben noch viel lieber als ohnehin schon.
Und jedesmal wenn ich da bin, gehen wir zu konzerten, und hinterher tanzen. Mann, vorgher war ich vier Jahre lang nicht auf der Tanzflaeche, das war geil.

Ok, das ist also meine ganz persoenliche Sicht, fein. Aber was ist mit den Rauchern? Die wenigen meiner Freunde, die Rauchen, die haben sich ganz locker damit abgefunden. Die paar die Musiker sind und Rauchen, die haben sich nicht ganz so locker damit abgefunden. Denen faellt so ein Gig schon schwer.

Letztlich hoert das Rauchen ja nicht ploetzlich auf, es hat sich nur auf die Strasse verlagert. Das ist allerdings auch der Haken an der Sache. Waehrend man in Edinburgh wunderbar eine Nacht lang in einem Club herumhaengen kann, und dabei frei atmet, kann es vorkommen dass man auf dem Weg zum Bus seine Dosis Passiv-Qualm abkriegt, weil man sich durch Trauben von Rauchern zwaengt. Manche sind so dicht gedraengt, dass man auf die Strasse ausweichen muss - das Risiko des nichtrauchens...

Wie dem auch sei, Berichte aus Irland und Schottland zeigen ganz klar, dass es an Besuchern fuer Konzerte nicht mangelt, seit es das Rauchverbot gibt, und auch Kneipen verkaufen weiter reichlich Bier!

Ab April wird auch heir in Wales das Rauchen in oeffentlichen Gebaeuden verboten - und ich kann es kaum erwarten. Endlich wieder abends ausgehen.

Deutschland hat seit jeher eine viel verquarzterer Luft als hier - ich erinnere das letzte Mal, dass ich in Hamburg aus dem Flugzeug stieg, und durch eine Rauchergruppe durchmusste, um zu meinem Gepaeck zu kommen. Das hat mich echt umgehauen!

Was die Sessions angeht, so erinnere ich von meiner letzten nicht unbedingt das Rauchen als kompletten Spassverderber - fand mich aber doch ziemlich oft im Flur, in Jochen's Buero oder vor der Tuer, wo die Luft eben schoener war. Solange jemand mitrauskommt zum nichtrauchen und kloenen ist das ja ok. Trotzdem wuerde ich mich riesig freuen, wenn Sessions rauchfrei waeren. Ich will ja ohnehin mal wieder kommen, das waere dann noch extra Motivation!

gut Ton!
ullli

P.S. Ich habe mir ja gerade einen Jazz Bass gekauft. Der war angepriesen als "Mint condition" - abgesehen davon, dass die Elektronik kracht, das Ding war mit einer fetten Patina von 20 Jahren Rauch ueberzogen. Igitt!

Re: (Philosophie) Smoke

Tach Robert!

: Wir machen aus, wer wo das nächste Mal rauchen darf und im Gegenzug dafür dass ich dann nichts mehr gegen das schlimme Rauchen hören muss, lass ich die Nicht-Raucher ihr schönes Billigfleisch essen, ihr tolles Bier in Massen saufen oder ihr Kontroll-Verlust-Kiffen oder was es sonst noch gibt.

Nee, nee, nee. Und das von dir. Eigentlich wollte ich nix mehr zu dem Thema schreiben, jetzt muss ich aber doch.

Billigfleisch geht ausschliesslich in meinen Magen. Bier geht ausschliesslich auf meine Leber (von den Leuten, die von Alkohol ausfallend werden und sich unbedingt prügeln müssen, mal abgesehen). Zigarettenrauch, bis Ende 2005 auch meiner, geht in alle Lungen der Umgebung. Ich zwinge niemanden, mein Bier zu trinken, aber ich habe meine Mitmenschen gezwungen, meine Zigarette mitzurauchen. Das ist schon ein fundamentaler Unterschied.

Der Ärger der meisten über riechende Klamotten dürfte inzwischen verraucht sein (pun intended), ist aber inzwischen einem Ärger über einige wenige gewichen, die das Recht darauf, den eigenen Körper zu schädigen (was niemand hier irgendjemandem abgesprochen hat), mit einem Recht auf Beeinträchtigung anderer verwechseln. Kompromisse sind problemlos denkbar - rauchen nur an der Theke, rauchen überall ausser in der Cafeteria. Die Extreme wären überall rauchen oder nur draussen rauchen. Es hat niemand verlangt, dass gar nicht geraucht wird.

So, jetzt aber Hugh.

Nos vemos en infierno, Pepe

Re: (Philosophie) Smoke

Lieber Alex,

nein, ich bin überhaupt nicht wütend. Nicht ein bißchen, ehrlich. Ich mach mir halt nur meine Gedanken.

: Ich vertrete den Standpunkt, daß gegenseitiger Respekt und ein bisschen Hirnschmalz jedem Problem disbezüglich den Boden nehmen sollte.

Genau darum geht's. Dazu wollte ich anregen.

: Ich habe beispielsweise nirgends die Forderung gelesen, daß ein Veranstaltungsort komplett rauchvoll sein soll, andersherum allerdings wohl.

Es ist doch wohl so, daß Zigarettenrauch (mindestens) immer auch eine Belästigung darstellt. Ohne Rauch keine Belästigung. Ich denke nicht, daß die beiden von Dir beschriebenen Forderungen eine gleichwertige Daseinsberechtigung hätten.

: Nur werde auch ich fuchsig, wenn ich durch dieses pseudoelitäre Geseier als minderbemittelt dargestellt werde.

Och nö, jetzt fühl Dich mal bitte nicht persönlich angegriffen. Von mir aus soll doch jeder soviel rauchen, wie er will. Das ist doch völlig ok. Nur ihm muß dann auch bewußt sein, daß das andere stört, auch, wenn es ihm nicht jedesmal gesagt wird. Ich denke, man sollte voraussetzen können, daß der Raucher sich auch von selbst Gedanken macht, wie er diese Belästigung minimieren kann. Zumindest einen Raum - wie hier zB. die Cafeteria - rauchfrei zu halten - das drängt sich doch förmlich auf.

Gruß Falk

Re: (Philosophie) Smoke

Hi nochmal,

mit dem Positing wollte ich eigentlich gar nicht das Rauchen auf der Session noch einmal zum Thema machen. Ich hatte das Gefühl, dass das schon mit dem Ergebnis einer akzeptablen Lösung diskutiert war. Mein heutiger Blick ins Forum hat mir jedoch das Gefühl vermittelt dass ich auf eine Mine getreten bin.

Danke für die Rege Beteiligung und die Argumente, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Viele Grüße
Bernd

P.S: Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass wenigstens im Forum nicht geraucht wird ;-)




Re: (Philosophie) Smoke

Jaja,

freut euch mal alle über eine weitere staatliche Beschränkung von Bürgerrechten. Wenn das durch ist, findet die Politik sicher den nächsten Sündenbock, der mit seinem Verhalten den TOD ALLER BILLINGEND IN KAUF NIMMT (Verbot von lauten Konzerten z.B., bei den "Killerspielen" sind wir ja schon.) Gibt ja sonst keine dringenden Probleme hier.

Also, Nichtraucher, seid stolz auf das Erreichte, solange ihr noch könnt. Ihr kommt auch noch dran.

MAddin

NP: Scott Walker - Tilt

Re: (Philosophie) Smoke

Moin Uli,

Mit Verlaub, grad laberst Du ziemliche Scheisse.
Wenn nur vollgequalmte, am besten mit abgestandenen Aschenbechern und
haufenweise leeren Kisten Bier vollgemüllte Proberäume für Dich Rock 'n'
Roll sind, dann bin ich gerne Mainstream......


mein Posting beschreibt den Ansatz der Problemlösung, nicht das Problem ansich. Kein Grund ausfallend zu werden, ich tu es auch nicht.

Und:

Rock'n'roll is not about saving the world. Rock'n'roll is about fucking whoever you want whereever you want, and not caring who sees it.
Poison Ivy, The Cramps

lockerste Grüße
::alex

Re: (Ökonomie) Smoke

Mojn Mathias,

Ich habe bloß bezweifelt, dass man beim Rauchen von "Genuss" reden kann,


auf die eine Zigarre pro Jahr, die ich mit großem Genuss rauche, sind wir noch gar noicht zu sprechen gekommen. Das Gefühl, irrsinnige Mengen an Nikotin einzig über die Mundschleimhäute aufzunehmen, ist erlebenswert.

Ich sehe das Problem einzig und allein in der Menge, Mathias, nicht im ob. Ein graduelles Problem, kein kategorisches.

cu, ferdi

Re: (Philosophie) Smoke

Mojn,

freut euch mal alle über eine weitere staatliche Beschränkung von Bürgerrechten.

Genau. Lever dod üs Slav!
Schluss mit der Geschwindigkeitsbeschränkung in Wohnvierteln und freien Zugang für Kampfhunde zu Kinderspielplätzen!

Liebe Grüße, Mathias

Der findet, dass Du mit diesem Post Deine Intelligenz wacker verleugnet hast.

Re: (Philosophie) Smoke

Nein Martin, da liegst Du komplett daneben. Solch einen Unsinn hätte ich Dir gar nicht zugetraut. Es geht hier nicht um Beschränkung von Bürgerrechten. Es geht einzig und allein um Rücksichtnahme. Und die kann ich erwarten, wenn ich irgendwo essen gehe.

Gruß Falk

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Robert,

Praeteritio heißt die rhetorische Drehung, ein Thema mit der Schutzbehauptung, es hier gerade nicht nennen zu wollen, dann doch zu nennen.

Oh, das muss ich mir merken.....denn hauet abend im Stadtrat muss ich auch mal wieder anmerken, dass ich mich ja nicht traue zu sagen, wir wären alle bekloppt.......höhöhö


Liebe Grüße

Uli

Re: (Philosophie) Smoke

:Gibt ja sonst keine dringenden Probleme hier.
Also ca 660.000 Tote in Europa pro Jahr durch die Folgen des Rauchens findest Du also keine dringendes Problem?

Ahhh ja, dann ist ja mal gut! Oder erzähl mir mal was dringendere Probleme sind?


Grüße
Rolli



Quelle:
http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=522417&CFID=57840498&CFTOKEN=51722292

Re: (Ökonomie) Smoke

Hi Ferdi,

schönes Argument, aber leider bei uns Ex-Rauchern fehl am Platze.

Ich kenne Leute, die schon 13 jahre nicht mehr rauchen und dennoch immer wieder mal Verlangen danach haben.(Aber wissen, dass es nie bei einer einzigen Zigarette bleiben würde)

Daher stelle ich mal die These auf, dass wir Ex-Raucher keine Nichtraucher geworden sind, sondern nur trockene Raucher. Und das geht - wie beim Alkoholiker - nur Kategorisch !

Was dann wiederum zur vermeintlichen Intoleranz führt.

Oder doch ganz anders?

Uli


Re: (Ökonomie) Smoke

Naja,

das an meiner vermuteten Intelligenz gezweifelt wird, bin ich gewöhnt... Ich hätte da auch noch andere Beispiele auf Lager, aber lassen wir das.

Falk: Nein, es geht eben nicht um Rücksichtnahme, sondern um ein Verbot. Ist was anderes.

Rolli: Klimaerwärmung! Poltiker! Arbeislosigkeit! :) Auserdem sehe ich den Zusammenhang von besagtem Gesetzentwurf und Deiner Zahl nicht. Es soll ja nur nicht mehr in Kneipen geraucht werden, um ein generelles Rauchverbot geht es (noch) nicht.

Hier übrigens ein - wie ich zumindest finde -interessanter Artikel aus der, *hüstel*, Welt.

Ich bin übrigens seit mehr als einem halben Jahr Nichtraucher, allerdings weniger aus gesunddheitlichen Gründen als aus einer Verachtung für die Zigaretten- und Werbeindustie heraus. Aber wenn ich mich für die sympathischere Gruppe entscheiden müsste...

Naja.

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Maddin,

: freut euch mal alle über eine weitere staatliche Beschränkung von Bürgerrechten.

Ging die Diskussion denn hier um Verbote? Hat hier jemand mit der Staatsgewalt gewedelt, um seine Interessen durchsetzen zu können? Muss ich überlesen haben. Insofern denke ich, Dein Beitrag passt nicht wirklich zur Diskussion.

Ich halte ja selber oft wenig von kategorischen Verboten von Staatsseite. Wenn sich allerdings Nichtraucher beschweren, dass ihre Bitte, in einem Raum nicht zu rauchen, völlig ignoriert wurde, und dass es bei der Session keinen einzigen rauchfreien Raum gab, dann habe ich dafür schon Verständnis. Denn Leute, die Raumluft nicht mit Rauch versehen haben wollen, haben nicht weniger Rechte als Raucher, die in den Räumen rauchen wollen.

Und darum sollte man sich vor solch einem Event überlegen, was wo erlaubt ist und so zu einem Kompromiss kommen. Dann haben Nichtraucher und Raucher ihr "Revier" und können sich nicht beschweren, wenn in der Raucherzone Nebelkerzen Konkurrenz gemacht wird und in der Nichtraucherzone schon ein Husten für mahnende Blicke sorgt.

Generell hilft Rücksichtnahme viel. Ich als Nichtraucher habe Verständnis dafür, dass meine rauchenden Kumpels nicht immer vor die Tür rennen wollen, wenn sie bei mir zu Besuch sind. Dann müssen sie in die Küche, und da bei offenem Fenster rauchen. Umgekehrt haben meine Kumpels Verständnis dafür, dass ich Rauchen im Rest meiner Wohnung nicht erlaube. Solche Kompromisse sind bei Sessions sicherlich auch möglich.

: Also, Nichtraucher, seid stolz auf das Erreichte, solange ihr noch könnt. Ihr kommt auch noch dran.

Ich als Nichtraucher fühle mich durch diesen Satz in einen unpassenden Topf geworfen. Aber egal.

Schönen Tag noch,

Klauß

Re: (Philosophie) Smoke

Hallo Uli,

interessante Wendung in Deinem Beitrag:

: Eigentlich bin ich so tolerant, dass, wer rauchen will, das tun soll

Oh. Wie nett.

: Aber das definitiv gedankenlose Verhalten ist dem Raucher zu eigen.

Der Raucher. Aha. Ich wusste gar nicht, dass es nur einen (Typus) gibt.

: Und daher halte auch ich den gesetzlichen Zwang für mehr als überfällig.

Mit dem "gesetzlichen Zwang" meinst Du ein Rauchverbot in Gaststätten, nehme ich an. Jetzt, wo Du aufgehört hast zu rauchen. Ist ja praktisch.

Bist Du Dir Deiner Toleranz so sicher?

Schönen Gruß,
Klaus

Re: (Philosophie) Smoke


: Kompromisse sind problemlos denkbar - rauchen nur an der Theke, rauchen überall ausser in der Cafeteria. Die Extreme wären überall rauchen oder nur draussen rauchen. Es hat niemand verlangt, dass gar nicht geraucht wird.
:
: So, jetzt aber Hugh.

Doppel-Hugh.

Klaus

Re: (Ökonomie) Smoke

Hallo!

: Das Problem ist, dass der 'Genuss' von Tabak die Sucht bereits voraussetzt.

Also, ICH habe in meinem Leben vielleicht 2 Schachteln Zigaretten geraucht. Und ICH habe von diesen Zigaretten viele als Genuss empfunden.
Bei anderen mag das ja anders aussehen.

Gruß,
Klaus

Re: (Ökonomie) Smoke


: Rolli: Klimaerwärmung! Poltiker! Arbeislosigkeit! :) Auserdem sehe ich den Zusammenhang von besagtem Gesetzentwurf und Deiner Zahl nicht. Es soll ja nur nicht mehr in Kneipen geraucht werden, um ein generelles Rauchverbot geht es (noch) nicht.

Hi Martin, schau einer an ....die Klimaerwärumung... ah ja... wahrscheinlich kühlen die glühenden Kippen das Klima auch noch und die Schmelze der Gletscher und an den Polen wird beim Genuß(?) von Ohnefilter-Zigaretten gar noch zurückgehen :o)

Allein wenn Raucher keine Kreislauf- und Durchblutungsprobleme mehr hätten, würde einiges an Heizkosten eingespart. Bei so schlechter Durchblutung der Haut frieren Raucher schneller und heizen daher mehr! Du siehst Raucher sind an allem Schuld. Impotenz, Magersucht, Mundgeruch, Realitätsverlust, Wahnvorstellungen... ach die Liste ist lang.

Der Zusammenhang der Zahlen und zum hoffentlich bald kommenden Nichtraucherschutz-Gesetz besteht einfach darin, dass eine Mehrheit von vernünftigen - oftmals nichtrauchenden - Menschen nicht mehr gezwungen werden möchte, den Rauch anderer einzuatmen und es grandios fände, mehr Menschen ein gesuenderes Leben zu ermoeglichen.

Egal! Als ich noch am Glimmstängel hing, habe ich mir auch alles mögliches aus den Fingern gesaugt um mich rechtfertigen zu kennen. Von wegen des Artikels...PFFF....Lustfeindlichkeit .... Raucher schmecken doch eh kaum was mit ihren verquartzen Geschmackspapillen.

Helau aus dem immer naerrichem Mainz

Rolli

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Alex,

: Nur werde auch ich fuchsig, wenn ich durch dieses pseudoelitäre Geseier als minderbemittelt dargestellt werde.

: Und das sich mancher dagegen wehrt, daß die Sessions durch Regularien zum Altherren-Jazzschuppen verkommen, kann ich völlig nachvollziehen.

ich habe Dich gar nicht auf der letzten Session in Duisburg wahrgenommen. Haben wir uns irgendwie verpasst? Wahrscheinlich habe ich Dich vor lauter Qualm nicht gesehen. Schade! Aber ich bring Dir gerne auch 'ne Tüte mit :-)

Liebe Grüße nach Bärlin

Rolli II-V-0.5er


Re: (Philosophie) Smoke

Die Tage danach hatte ich verquollene Augen. Interessanterweise haben Jazzer zwar ein Raucherimage, ich habe aber bei vielen Gigs mit Blaesern gemerkt, dass die meisten Leute im Publikum Respekt fuer die Musiker hatten, und sich das Rauchen fuer den Kloen nach dem Gig aufbewahrt.

Ihr werdet es nicht glauben, es ist allgemeiner Konsens dass waehrend kleinen und grossen Jazzkonzerten (gilt nicht fuer Sessions) nicht geraucht wird. Da soll man ja auch gefaelligst auf die Musik hoeren. Ist jedenfalls bei fast allen so gewesen, die ich besucht habe. Ein Grund mag sein, dass bei Jazzkonzerten der einzelne nicht so anonym in der Masse steht, wie bei einem Rockkonzert, sondern zumeist exponiert von der Buehne sitzt, und ein boeser Blick vom Musiker die meisten schnell dazu bringt, die Zigaretten auszumachen, falls welche angesteckt werden. Das finde ich schon sehr sinnvoll.

Hier übrigens ein - wie ich zumindest finde -interessanter Artikel aus der, *hüstel*, Welt.

Sehr schoen und lesenswert, Danke. Trifft meine Gedanken ziemlich genau.

Servus,
Markus

P.S.: Rolli, schick mir doch mal deine Adresse, ich hab' hier was fuer dich rumliegen.

Re: (Ökonomie) Smoke

...als aus einer Verachtung für die Zigaretten- und Werbeindustie heraus. Aber wenn ich mich für die sympathischere Gruppe entscheiden müsste...

Is' das Dein Ernst?? Du rauchst nicht nicht weil Du das Gequalme und den dicken Kopp alle hattest oder weil Dich Deine Liebsten noch lieber haben?!! Du rauchst nicht um es diesen imperialistischen und Geldsäckigen Schweinenasen von BAT und konsorten zu zeigen??!!!!! Ich hab so ein paar Kumpels die sich regelmässig bei G8 Treffen kloppen gehen, und da hört man auch so einiges. Aber das hier ist besser, viel besser.

Hier im Forum bin ich mir ja nie ganz sicher wo der Humor anfängt.... Wow..

Also ich rauch nicht mehr weil ich dann viel mehr saufen kann als früher ohne gleich Kopfschmerzen zu bekommen :-))

Gruss Manuel

Re: (Ökonomie) Smoke

Hallo Manuel,

schön, das Du über mich lachen kannst.

: Du rauchst nicht um es diesen imperialistischen und Geldsäckigen Schweinenasen von BAT und konsorten zu zeigen??!!!!!

Ich wüsste nicht, wo ich das geschrieben habe. Aber jeder liesst ja eh was will. Aber da spare ich mir dann auch jedwede Erläuterung.

Ich leg' mich wieder hin.

MAddin

Re: (Ökonomie) Smoke

Ich wüsste nicht, wo ich das geschrieben habe.

Naja, du sagst doch "... Ich bin übrigens seit mehr als einem halben Jahr Nichtraucher, allerdings weniger aus gesunddheitlichen Gründen als aus einer Verachtung für die Zigaretten- und Werbeindustie heraus..."

Wie, wenn nicht so, soll ich das denn verstehen??!!! Zugegeben ich habe es aus Spass und Dollerei sprachlich überhöht, aber sonst....

Und, ganz im ernst, ich habe schon viele Gründe für's Nichtrauchen gehört, aber der war resp. ist echt neu.

Gruss Manuel

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Martin
:
freut euch mal alle über eine weitere staatliche Beschränkung von Bürgerrechten.

...jetzt wird es aber sehr bizarr. Unter Bürgerrechte fallen für mich andere Sachen, z.B. das Recht dahin zu reisen wo man will, das Recht sich aus allgemein zugänglichen Quellen frei zu unterrichten, dass niemand außer dem Empfänger einen Brief aufmachen und lesen darf, dass man ab und zu mal geheim wählen darf und so weiter und so fort. Dass Rauchen außerhalb der eigenen vier Wände ein Bürgerrecht ist, habe ich erst jetzt gelernt. Gibt es im Grundgesetzt zwischen Artikel 20 und 21 noch einen anderen, den ich bisher immer überlesen habe. Dann wäre ein allgemeines Rauchverbot ja verfassungswidrig. Gegen solche Aktivitäten hat jeder Deutsche das Recht zum Widerstand.

Verzeih mir meinen Sarkasmus - aber das Rauchen in Zusammenhang mit Bürgerrechten zu bringen halte ich für sehr abwegig. Wahrscheinlich habe ich Dich auch komplett falsch verstanden.

Grüße
Bernd

Re: (Ökonomie) Smoke

Mojn Uli,

Daher stelle ich mal die These auf, dass wir Ex-Raucher keine Nichtraucher geworden sind, sondern nur trockene Raucher. Und das geht - wie beim Alkoholiker - nur Kategorisch !

Was dann wiederum zur vermeintlichen Intoleranz führt.


Genauso ist es. Und es ist immer noch besser, ich gehe als Ex-Raucher meinen rauchenden Mitmenschen auf die Nerven, als dasss ich als rückfälliger Raucher weiter meine nichtrauchenden Mitmenschen mitvergifte.

Liebe Grüße, Mathias

Re: (Philosophie) Smoke

: ...jetzt wird es aber sehr bizarr. Unter Bürgerrechte fallen für mich andere Sachen, z.B. das Recht dahin zu reisen wo man will, das Recht sich aus allgemein zugänglichen Quellen frei zu unterrichten, dass niemand außer dem Empfänger einen Brief aufmachen und lesen darf, dass man ab und zu mal geheim wählen darf und so weiter und so fort. Dass Rauchen außerhalb der eigenen vier Wände ein Bürgerrecht ist, habe ich erst jetzt gelernt.

Ich bin in Gesetzestexten nicht recht heimisch. Ich weiß also auch nicht, ob meine Argumentation nach deutschem Recht irgendeine Relevanz hat.

Ich finde nur: Nenne ich eine Kneipe mein Eigentum, so kann ich damit machen, was ich will, solange ich niemanden störe, der außerhalb der Kneipe ist, z.B. Nachbarn. Ich kann dort den Alkohol verkaufen, den ich möchte, zu den Preisen, die ich für richtig halte. Ich kann Leuten mit Hunden / Pelzmänteln / Wolfgang-Petry-T-Shirts den Eintritt verwehren. Und ich kann dort Leuten das Rauchen (eine generell erlaubte Tätigkeit) erlauben oder verbieten. Denn das ist mein Grund und Boden. Andere Leute können sich auf ihrem Grund und Boden ja anders entscheiden.

Gruß,
Klaus

Re: (Philosophie) Smoke

Hi Klaus,

Ich finde nur: Nenne ich eine Kneipe mein Eigentum, so kann ich damit machen, was ich will, solange ich niemanden störe, der außerhalb der Kneipe ist, z.B. Nachbarn.

...und jeder der draußen ist, kann sich überlegen, ob er in Deiner Kneipe Gast sein will oder nicht.

Was ist aber mit denen, die in Deiner Kneipe Kellnern und in ihrer Entscheidung ob drinnen oder draußen nicht wirklich frei sind. Die haben - wenn wir schon von Bürgerrechten reden - ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich bin kein Jurist, aber soviel ich weiß hat nach unserem Grundgesetz der Staat die Pflicht, dieses Recht auf Unversehrtheit durchzusetzen. Und er macht es ja auch fast überall, z.B. an meinem Arbeitsplatz, bisher allerdings nicht in Kneipen.

Aber nochmal - dass das Ganze zum Problem geworden ist, ist meiner Meinung nach nur eine Frage von Maß und Übermaß. Dass in Keipen oder bei Veranstaltungen auch geraucht wird, ist für mich ok. Aber es gibt da halt häufig Exzesse.

Viele Grüße
Bernd


Re: (Philosophie) Smoke

: :Gibt ja sonst keine dringenden Probleme hier.
: Also ca 660.000 Tote in Europa pro Jahr durch die Folgen des Rauchens findest Du also keine dringendes Problem?
:
: Ahhh ja, dann ist ja mal gut! Oder erzähl mir mal was dringendere Probleme sind?
:

Alkoholismus gilt als die folgenschwerste Suchtkrankheit. In Deutschland werden pro Jahr etwa 40 000 Alkoholtote gezählt, laut Statistik sind 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängig und 600 000 bis 1 Million gelten als Alkoholiker. Ca. 10% aller Verkehrstoten sterben an den Folgen eines Alkoholunfalls. Rein statistisch sind bei jeder AS-Session 2-3 Leute dabei, die zumindest schwer gefährdet sind.
Mir als trockenem Alkoholiker (seit 23 Jahren) gibt es nichts schlimmeres als in einer Bier-/Wein/-was auch immer für ein Fusel-geschwängerten Luft zu sitzen, was bei AS-Sessions ja wohl Standard ist. Es gibt kaum ein Foto, auf dem nicht irgendein volles, halbleeres oder gerade geleertes Bierglas zu sehen ist. AS-Sessions im Winter zu besuchen, die witterungsbedingt ausschliesslich in geschlossenen Räumen stattfinden, sind für mich praktisch unbesuchbar. Ich war mal bei einer im September, da konnte man mal raus und dem Dunst entfliehen (wir Alkis haben eine sehr feine Nase, was das angeht).
Irgendwie ist das alles ziemlich absurd, wie hier argumentiert wird. Auf der einen Seite einen auf Gesundheitsapostel zu machen (die Ex-Raucher, die mal gerade so ein paar Monate ohne Fluppe geschafft haben, sind da sie Schlimmsten), auf der anderen Seite sich den Alk hinter die Binden kippen.
Wenn ich mir die Alkvernichtungsstatistik der letzten Session anschaue (diese Statistiken werden übrigens immer mit so einer "Booa Ey was sind wir doch für Kerle"-Attitüde verkündet, die doch zeigt, dass sich bez. dieser Droge überhaupt keiner Gedanken macht im Gegensatz zum Rauchen ...), dann sind an diesem Wochenende nicht unerhebliche Schäden an Nerven und Zellen einzelner Teilnehmer angerichtet worden.
Alkohol ist übrigens die Droge, die wohl die grössten Schäden (auch schon in kleiner Dosis) anrichtet.






Re: (Philosophie) Smoke

: Was ist aber mit denen, die in Deiner Kneipe Kellnern und in ihrer Entscheidung ob drinnen oder draußen nicht wirklich frei sind.

Die können sich - salopp gesagt - ja einen gesünderen Job suchen, wenn der Rauch sie stört. Ich weiß, dass es einfach ist, das so dahinzuschreiben wie ich.

Nichtsdestotrotz spielt die Debatte an einem Punkt, an dem ein Recht eingeschränkt werden wird. Entweder das "Recht auf Unversehrtheit",dass sich auch darin ausdrückt, dass - da man zum Lebensunterhalt arbeiten muss - der Gesetzgeber fordert, dass dieser Arbeitsplatz möglichst sicher ausgestaltet wird.

Oder das "Recht des Eigentums", in dem ich tun kann, was ich will, unter anderem eben auch als Kneipier in meiner "Raucherkneipe" Leute beschäftigen, die den Rauch abbekommen (die aber auch keiner gezwungen hat, genau bei mir zu arbeiten).

Nun kann der Gesetzgeber nicht alle Risiken am Arbeitsplatz ausschalten. Einen LKW-Fahrer wird er nicht vor dem verschuldeten oder unverschuldeten Unfall schützen können. Das liegt einfach in der Natur der Arbeit, die mit Risiken verbunden ist.

Fraglich ist nun, ob es in der Natur einer Arbeitsumgebung wie einer Kneipe liegt, dass man mit Zigarettenrauch rechnen muss. Gehört Zigarettenrauch zu einer geselligen Runde dazu, ist die Frage. Das kann ich nicht entscheiden.

: Aber nochmal - dass das Ganze zum Problem geworden ist, ist meiner Meinung nach nur eine Frage von Maß und Übermaß. Dass in Keipen oder bei Veranstaltungen auch geraucht wird, ist für mich ok. Aber es gibt da halt häufig Exzesse.

Sehe ich auch so. Deshalb finde ich Totalverbote, wie sie zurzeit in Deutschland diskutiert werden, übertrieben. Warum können die Städte nicht "Raucherkneipen" Konzessionen erteilen. Jede Konzession kostet einen bestimmten Betrag pro Jahr und pro qm, und ohne Konzession ist Rauchen dort illegal.

Wird der Betrag halbwegs vernünftig gewählt, so dürfte es nach einer Eingewöhnungsphase viele Raucher- und viele Nichtraucherkneipen geben. Wäre damit nicht allen gedient?

Gruß,
Klaus


Re: (Philosophie) Smoke

Ok du willst es nicht anders, Du outest Dich als trockenen Alkoholiker, und sofern es Dir selber dabei wohl ist, gratuliere ich Dir zum Trockensein. Aber Du erzählst Müll.

Ich selber komme aus einer Familie wo Suchtprobleme (Alkohol und Opiate) mehr als bekannt sind.

Also hören wir auf zu beschönigen; Suchtmittel sind ein Problem. Irgendwie sind alle einbezogen und alle versuchen sich damit zurechtzufinden. Opfer oder sonstwie Betroffene. Die legalen wie Alkohol, Nikotin, von mir aus auch Sex und schnelle Autos. Die gesellschaftlichen nicht akzeptierten und damit illegalen wie Opiate bis hin zu Pädophylie (ich meine das genau so wie es hier steht).

Hier macht niemand auf Gesundheitsapostel. Es gibt nicht EIN (in Zahlen 1) Argument für den Gebrauch von Suchtmitteln die zum Unvorteil der Umwelt und der Mitmenschen führt.

Mir ist klar, es gibt qualitative Unterschiede, meine Freunde die rauchen (tun sie und habe ich auch), mein Bruder der fixt ( hat er, tut er nicht mehr dafür hat er Aids) oder mein Vater der kleine Mädchen missbraucht ( hat er nicht, dafür hat er gesoffen) kann man nicht in den gleichen Top werfen und haben sie auch nicht verdient.

Aber wenn mich irgendjemand mit seiner Sucht belästigt dann soll er sich gefälligst nicht moralisch rechtfertigen.

Ich habe Verständniss für alles, nur mir zusätlich noch die Probleme anderer aufladen, nee, da geht nicht.

Nachdenklicher Gruss Manuel

Re: (Philosophie) Smoke

: Ok du willst es nicht anders, Du outest Dich als trockenen Alkoholiker, und sofern es Dir selber dabei wohl ist, gratuliere ich Dir zum Trockensein. Aber Du erzählst Müll.
:
: Ich selber komme aus einer Familie wo Suchtprobleme (Alkohol und Opiate) mehr als bekannt sind.
:
: Also hören wir auf zu beschönigen; Suchtmittel sind ein Problem. Irgendwie sind alle einbezogen und alle versuchen sich damit zurechtzufinden. Opfer oder sonstwie Betroffene. Die legalen wie Alkohol, Nikotin, von mir aus auch Sex und schnelle Autos. Die gesellschaftlichen nicht akzeptierten und damit illegalen wie Opiate bis hin zu Pädophylie (ich meine das genau so wie es hier steht).
:
: Hier macht niemand auf Gesundheitsapostel. Es gibt nicht EIN (in Zahlen 1) Argument für den Gebrauch von Suchtmitteln die zum Unvorteil der Umwelt und der Mitmenschen führt.
:
: Mir ist klar, es gibt qualitative Unterschiede, meine Freunde die rauchen (tun sie und habe ich auch), mein Bruder der fixt ( hat er, tut er nicht mehr dafür hat er Aids) oder mein Vater der kleine Mädchen missbraucht ( hat er nicht, dafür hat er gesoffen) kann man nicht in den gleichen Top werfen und haben sie auch nicht verdient.
:
: Aber wenn mich irgendjemand mit seiner Sucht belästigt dann soll er sich gefälligst nicht moralisch rechtfertigen.
:
: Ich habe Verständniss für alles, nur mir zusätlich noch die Probleme anderer aufladen, nee, da geht nicht.
:
: Nachdenklicher Gruss Manuel

Das kann ich leider nicht unkommentiert stehen lassen...

Rolli frug in seinem Posting, ob es wohl noch etwas Schlimmeres gäbe als die Raucherei. Darauf musste ich antworten. Es gibt nämlich Schlimmeres.
Die volkwirtschaftlichen Schäden des Alkoholkonsums sind immens und liegen höher als die durchs Rauchen verursachten Kosten. In der EU werden sie auf rund 125 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Es ist vorhersehbar, dass wir in einigen Jahrzehnten diesbezüglich eine ähnliche Diskussion haben werden, wie wir sie jetzt mit dem Thema "Rauchen und seinen Folgen" erleben. Vor 25 Jahren noch hätte wohl niemand damit gerechnet, dass ein allgemeines Rauchverbot überhaupt jemals zur Debatte stehen und von der Mehrheit befürwortet würde. Leider ist das Thema "Alkohol und seine Folgen" noch zu stark tabuisiert und wird in sträflicher Weise bagatellisiert. Die zweistelligen Zuwachsraten, die die deutschen Krankenhäuser jährlich bei zu behandelnden Vollräuschen von Kids unter 15 Jahren verzeichnen, sind schon alarmierend.
Solange aber immer noch ein hoher Alkoholkonsum bei jeder Art von Festivität (wie früher übrigens auch der starke Nikotingenuss) gesellschaftlich akzeptierte Norm ist, sind wir wir von einer ernsthaften Diskussion über das Thema noch weit entfernt. Es hat sich zumindest eines in den letzten Jahren gebessert: noch vor 10 Jahren musste man begründen, ja sich quasi rechtfertigen, warum man keinen Alkohol trinkt. Das wird heute ohne Probleme akzeptiert.
Es geht auch nicht darum, "alkoholfreie Zonen" zu errichten oder es mal wieder mit Prohibition zu versuchen. Ich bin mir aber sicher, dass es in einigen Jahren sehr wohl ein Thema sein wird, ob ein paar hundert Liter Bier für eine handvoll Leute in nicht ganz 2 Tagen wirklich nötig sind.
Auch wollte ich erwähnen, dass nicht nur Exraucher mit ihrer Umwelt problematische Erfahrungen machen. Bei uns ist das fast noch etwas heftiger, wenn man sich mal vor Augen führt, wo das Zeugs überall drin ist: Arzneimittel, Backwaren, Saucen, als Konservierungsmittel wirds auch häufig eingesetzt,etc.

"und sofern es Dir selber dabei wohl ist, gratuliere ich Dir zum Trockensein"
"Aber wenn mich irgendjemand mit seiner Sucht belästigt"
"nur mir zusätlich noch die Probleme anderer aufladen"
Was soll das denn ?
Ich leide an einer vorwiegend genetisch bedingten chronischen Krankheit, die leider nicht heilbar ist. Warum sollte ich das nicht erwähnen ? Mit Exrauchern, die rauchfreie Zonen einfordern, hast Du merkwürdigerweise keine Probleme. Das "belästigt" Dich nicht. Würdest Du z.B. einen Diabetiker, der sich als chronisch Kranken "outet" und anmerkt, dass er Sahnetorten und ähnliches Zuckergebäck zeit deines Lebens meiden muss, ebenso anmassend antworten ? Es gibt gesellschaftlich akzeptierte Krankheiten und welche, die tabuisiert und mit einem Redeverbot belegt sind. Die Erwähnung dieser Krankheiten "belästigt", der Gegenüber hat den Eindruck, dass allein diese Erwähnung ihm "Probleme aufläd". Nicht ich habe mit der Sache ein Problem, sondern Du. Dass Du in Deinem familiären Umfeld Erfahrungen mit der Suchtproblematik machen musstet, ist sicher nicht sehr angenehm gewesen. Es gibt Dir aber in keinster Weise das Recht, so mich herzuziehen.
Solange dieses Redeverbot - und das ist die eigentliche Kernaussage Deines Postings- eingefordert wird, haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Schade eigentlich...


Re: (Philosophie) Smoke

Lieber Michael,
Dein Anliegen kann ich verstehen, aber ich persönlich findest, daß Du da ein paar Dinge durcheinander bringst.

: Würdest Du z.B. einen Diabetiker, der sich als chronisch Kranken "outet" und anmerkt, dass er Sahnetorten und ähnliches Zuckergebäck zeit deines Lebens meiden muss, ebenso anmassend antworten ?


Nun, einem Diabetiker werden herumstehende Sahnetorten kaum auf den Blutzuckerspiegel schlagen.

Und Dein (berechtigtes) Problem mit dem Alkoholkonsum and AS-Sessions liegt qualitativ anders, als die Rauchfrage.

Akohol wird durch die Luft kaum in Dein Blut diffundieren.
Daß Du Lust auf ein Bier verspürtst, wenn Du es riechst, das glaube ich; allerdings halten sich die direkten gesundheitlichen Folgen in Grenzen, wenn Du dieser Lust nicht nachgibst.
Und mit Verlaub, für Deine persönliche "Schwachstelle" kannst Du andere Leute kaum verantwortlich machen.

Die Problemstoffe des Zigarettenrauches gehen alle Leute im RAum direkt was an,
aber es ist ja nicht so, als würde Dir jeder Schnaps in Deine Cola kippen.


Das alles ist nicht asl persönlicher Angriff gemeint ( das mag ich bei dieser Debatte doch gern noch mal explizit dazuschreiben.)

Gruß,
Woody