Re: (Band) In wie vielen Bands darf ein Musiker spielen?


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Beitrag von bO²gie vom Juni 04. 2003 um 17:54:07:

Als Antwort zu: Re: (Band) In wie vielen Bands darf ein Musiker spielen? geschrieben von ferdi am Juni 04. 2003 um 15:58:54:

Moinsen Ferdi -

: Meine Erfahrung mit Musikern, egal wieviel Freizeit sie haben, ist, dass man es deutlich merkt, ob ihr Herzblut nur in eine Band fließt oder auf mehrere verteilt wird.

Your milage may vary ... ich habe bisher beste Erfahrung mit Musikern gemacht die bewußt und gern auch in zeitlich begrenzten Projekten spielen. Aber ich steh auch dem "Herzblut"-Aspekt eher skeptisch gegenüber. Mal aus der Chauviecke beleuchtet: ich kann lieben und f*cken, aber ich kann auch lieben ohne f*cken und vice versa.

Oder mal anhand eine Beispiels beleuchtet: eine meiner beiden Hamburger Bands ist ein "Hau-die-Ziege"-Bikerrock Trio. Musikalisch irgendwo im Rose Tattoo/AtzeDatze Umfeld angesiedelt. Ich besitz nicht eine AtzeDatze Scheibe und hab bei "Whole lotta Rosie" oder "Highway to Hell" nie glänzende Augen bekommen (ok, bei "Highway to Hell" schon mal blutende Ohren, als die Akustikfraktion der letzten Berliner Session zuschlug ;-)). Mit der Art Musik verbindet mich null Herzblut. Trotzdem bringts Spaß, manchmal sogar richtig richtig Spaß. Wenn wir live spielen gibt's 101% Einsatz von mir. Genauso wie mit meiner zweiten Band. Sehr akustischer, teils strange Country-Walzer mit Hundehüttenbass, Schneebesendrums und viel Mandoline. Das Zeug liegt mir viel mehr als das Rockistentrio und trotzdem: mehr als 101% Spaß und Einsatz gibts da auch nicht. Die zweite Kapelle ist übrigens von vornherei als offenes Projekt ausgelegt. Ziel ist es mal in jeder Stadt 2-3 Gastmusiker dabeizuhaben. Find ich sehr spannend, sowas. Im Kern besteht die Band aus Voc/Tasten, Kontrabass, Gitarre (gespielt von einem Bassisten) und Mandoline (obwohl mich das Instrument noch mehr beherrscht als ich die 8 Saiten). Geplant sind noch 1-2 Drummer als Dauergäste.

Für mich ist es eine Bereicherung mich mit verschiedenen musikalischen Welten auseinanderzusetzen. Davon profitieren auch die Bands untereinander. Es sind ja nicht nur eine Handvoll Licks die man von Proberaum zu Proberaum trägt ... wobei ich gestehen muß, das ich kein großer Proben Fan bin. Mit meiner Osnabrücker Band haben wir seit 3 Jahren nicht mehr richtig geprobt, mit dem Hamburger Walzerhaufen sinds mehr Wohnzimmerproben zu zweit und das Rockistentrio ist eigentlich die einzige Kapelle die im Schnitt 2-4 mal im Monat probt.

slide on ...
bO²gie




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