(Band) Die leidige Lautstärke-Diskussion


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Beitrag von Friedlieb vom November 01. 2007 um 13:37:51:

Ihr Lieben,

vielleicht weiß einer von euch Rat. Ich bin ja sehr glücklich mit meiner aktuellen Band. Wir passen menschlich gut zusammen, verstehen uns prima, die Musik und die Arbeit daran macht Spaß, wir haben Gigs und da kommen sogar Leute hin - es könnte perfekt sein, wäre nicht das Problem mit der Lautstärke im Proberaum.

Wir proben einfach viel zu laut. Da kann ich betteln und flehen, dann wird mal bißchen leiser gedreht und kurz danach sind wieder die alten Level da. Ich kann mich natürlich selbst leiser machen mit dem Ergebnis, daß ich mich nicht mehr höre, aber erstens macht das dann kaum noch Spaß und es fällt auch kaum mal jemandem auf.

Jetzt probe ich erstmal mit Gehörschutz (eigentlich ein Unding) und habe den anderen gesagt, daß es ihre eigene Angelegenheit ist, wenn sie ihr Gehör ruinieren. Auch nicht so toll.

Nun sind allerdings Gitarristen ja nie besonders objektiv, wenn es um die Einschätzung ihrer eigenen Lautstärke geht, will sagen, natürlich bin ich befangen. Ich kann nicht so objektiv wie ein Mischermensch oder Toningenieur beurteilen, ob meine eigene Lautstärke und die des anderen Gitarristen angemessen im gesamten Sound der restlichen Band ist. Selbst wenn der andere Gitarrist mal objektiv zu laut ist, kommt das nicht an, wenn ich es sage, weil man ja automatisch an das übliche Gezicke unter Gitarristen denkt und ich *bin* dann ja nun mal befangen.

Wie macht ihr das? Gibt es einen unter euch, der den Seiltanz zwischen dem objektiven Produzenten und dem subjektiven Mitmusiker hinbekommt? Oder geht das bei demokratischen Bands überhaupt nicht?

Und wie geht ihr mit der Lautstärkeproblematik um? Es muß doch eine Lösung jenseits von "aus der Band aussteigen" geben.

Für eure Statements und Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar.

Keep rockin'
Friedlieb


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