Re: (Effekte) Axe-FX) und Hallo zusammen


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Beitrag von Piazza vom Juli 22. 2007 um 12:09:58:

Als Antwort zu: (Effekte) Axe-FX) geschrieben von Yeti am Juli 22. 2007 um 10:11:25:

So, hallo erstmal. Ich schleiche schon eine ganze Weile um das Forum herum, aber jetzt hat es mich zu sehr in den Fingern gejuckt, auch mal meine 31cent dazu zu geben. Vorstellung erfolgt andermal noch an anderer Stelle :)

Der Forenhype (nicht nur hier) um das Axe ist ja nicht von schlechten Eltern :)

Was mich an den Digitalen Amp usw Simulationen extrem stört, ist die Tatsache, dass spätestens nach 2 Jahren die Technologie wieder hoffnungslos veraltet sein wird. Ein Dual Core mit 500mHz (der laut g66.de im AXE drinsteckt) ist ja heute schon eher die Generation von vorgestern. Sprich, in 2 Jahren wird es wieder irgendein neues Digitales Spielzeug geben, das noch mehr Rechenpower hat, daher auch noch kompliziertere Algorithmen zur Sounderzeugung in noch kürzerer Zeit ausführen kann (wenn ich mir die Soundclips anhöre, meine ich, dass da schon noch einiges an Luft nach oben ist, vor allem im verzerrten Bereich). Und die Geräte von heute landen mittelfristig auf dem Elektroniksondermüll. Siehe auch Produktzyklen bei Handys, oder PCs und Notebooks. Und irgendwie finde ich es schade, dass dieser Wahnsinn nun auch die Musikerkreise erreicht.

Das Herzstück von so einem Teil ist ja die Software, nicht die Chips etc worauf die Software läuft. Chips selbst haben keinen Sound, und auch keine Unschärfe, wodurch ein Chip/Prozessor 'anders' als der andere klingt. 1+1=2, egal ob das nun der Chip des AXE berechnet, ein M-Prozessor im PC oder der Core2 Duo in meinem Machbook. Deshalb, falls es tatsächlich mal den unschlagbaren legendären AXE-Sound geben sollte, wird man den auch immer replizieren können.

Im Gegensatz dazu klingt ein VOX aus den 60ern nach 40 Jahren immernoch gigantisch, und kein Mensch würde auf die Idee kommen, ihn zu entsorgen. Wer spielt noch ernsthaft den allerersten POD, und meint es gäbe nichts besseres? Die Halbwertszeit des ganzen digitalen Spielzeugs ist so unglaublich kurz, dass es echt weh tut. Und der daraus resultierende Sondermüll wird dann nach Afrika exportiert, weil wir hier mit dem Recyclen schon lange überfordert sind.

Wenn es den AXE auf CD-Rom als ProTools oder sonstwas Plugin geben würde, für maximal 400 Euro, fände ich ihn interessant (wobei diese Nische ja schon durch Amplitube und GuitarRig besetzt ist). Aber in der aktuellen Form als Rackeinschub, ohne Endstufe, finde ich ihn zu teuer.

Vielen Dank fürs Lesen meiner höchst subjektiven Meinung :)

Viele Grüße,
Piazza


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