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(Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Habe ich kein Talent für E-Gitarre?

Mein status: Alter 37, vor 23 Jahren etwas Konzert-Gitarre gelernt,
kam (leidlich) bis zu leichten Etüden. Danach nur noch geklimpert,
und nichts dazu gelernt.

Seit Januar versuche ich etwas ernsthafter E-Gitarre zu lernen. Ich
dachte, bevor ich irgendein Lehrbuch kaufe, sorge ich zuerst einmal
für etwas Fingerfertigkeit. Mein "Lehr-Programm":

- C-Dur Tonleiter über 2 Oktaven

- G-Dur Tonleiter über 3 Oktaven

(Ich dachte, durch Lagenwechsel alle Tonleitern damit später zu haben)

- ein Bluestonleiter

- chromatische "Tonleiter" über alle Saiten der Bünde 1-4

- "irgendwo" 4 Töne hintereinander, dann Saitenwechsel u.s.w.

- Akkorde

- und ein bißchen Klimpern ("Improvisieren")


Langsam denke ich, daß ich nie ordentlich spielen lerne (untalentiert/
zu alt). Häufige Fehler und Unsauberkeiten sollten doch langsam auf-
hören, zumindest wenn man schon 100te Male eine Tonleiter gespielt hat.
Die Finger treffen oft nicht die richtige Saite (bzw. nur halb), und
das Plektrum stößt oft ins Leere oder die falsche Saite. Frustierend!!!

Sagt mir, es ist hoffnungslos. Dann spare ich mir eine Menge Zeit und
Mühe!

Echte Helden...

...weinen nicht! Du Superhero @ Firemail. Was moechtest Du denn hoeren?

Ehrlich, mir ist nicht so ganz klar, worauf das hinauslaeuft. Von den hier anwesenden, mich eingschlossen, wirst Du kaum jemals die Antwort kriegen "Vergiss es, Alter, das wird nie was!"

: Habe ich kein Talent für E-Gitarre?

...das kann naemlich erstens keiner von uns beurteilen, und zweitens ist die Frage meiner Meinung nach falsch formuliert. Ich habe schon Leute erlebt, denen ich persoenlich jedes Talent abgesprochen habe, die aber dennoch Zugang zu etwas gefunden haben, sei es Gitarre spielen, oder sonstwas. Kann natuerlich sein, dass Du und die Gitarre sich nie anfreunden werdn, sowas soll vorkommen, aber das kannst Du nur selber feststellen.

: Seit Januar versuche ich etwas ernsthafter E-Gitarre zu lernen.

Meiner Meinung ist das noch kaum eine nennenswerte Zeitspanne und sollte mal noch nicht ernsthaft als Indikator genommen werden!

Deinen Selbstlehranspruch kann ich nicht beurteilen, ich habe nie Tonleitern gelernt, aber haette es rueckblickend gerne... aber zu den Unsauberheiten kann ich Dir was verraten - die sind wie Maeuse - immer dann wenn man nicht hinschaut! In meinen kurzen zeiten des Instrumentlernens ist mir immer wieder passiert, dass ich ab und zu verbluefft festgestellt habe, das sirgendetwas klappt, wenn ich gar nicht dran gedacht hate... Waehrend ich mir vorher stundenlang einen abgebogen hatte, und nix wurde...

Wenn Du allerdings irgendeine bloedsinnige Handhaltung ranzuechtest, waere es natuerlich doof, also, warum nicht mal ein paar Probestunden bei Gitarrenlehrern nehmen ? Gint auch immer gleich inspiration (ich hatte zwei Stunden Bass-Unterricht in meinem Leben, von beiden zehrte ich jahrelang - mann, wo waere ich, wenn ich mehr genommen haette? (Genau hier? Gut moeglich (sorry, is schon spaet...))


: Langsam denke ich, daß ich nie ordentlich spielen lerne (untalentiert/
: zu alt)

Also, wie gesagt, das mit dem Talent wuerde ich mal nicht so Statussymbol-maessig betrachten, und das mit dem Alter... nun ja, ich bin noch juenger, aber keineswegs der Meinung, dass Du mit 37 irgendwo waerest, wo man kein Instrument mehr erlernt. Und ueberhaupt, hier gehts doch um Spass haben, macht es denn ueberhaupt keinen Spass???

Kopf hoch, Gitarre mal eine zwei tage an die Wand lehnen, wieder ransetzen und ein paar von den Uebungen aus Gitarre & Bass rannehmen (was, die hast Du nicht? Ja, wie bist Du dann hierhergekommen ? ¦¬] )

gut Ton!
und hoffentlich Spass!
ullli

Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hallo Michael

erst einmal, Argumente wie "zu alt" oder "untalentiert" gelten nicht. Da gibt es keine Hindernisse. Es kommt halt auf jeden selbst an, seine Staerken zu betonen und Schwaechen zu verdecken.
Also, nach hundertmal Durchspielen immer noch Unsauberkeiten ? Dann vielleicht Lerntaktik aendern. Vielleicht bringt es mehr, besagte Uebung nicht zu ausdauernd zu bearbeiten, sondern immer mal ein wenig, ein paar Minuten am Takt.
Beim Lernen und Ueben kommt es nicht drauf an, wie lange man uebt, sondern wie effektiv man uebt. Was effektiv ist, da kann man lange drueber diskutieren, aber am besten fuer sich selbst entdecken.
Ich habe lange Zeit stundelang Gitarre geuebt und am shredding gearbeitet... Geschwindigkeit etc. Metronom an, und stundelnag Skala rauf / runter. Dann irgendwann war ich frustriert, ahbe nach ein paar Minuetn aufeghoert, die Gitarre weggestellt, ne Pause eingelegt udn was anderes gemacht.
Als ich nach ca. einer Stunde doch wieder zur Gitarre griff, fiel die Uebung, in der ich scheinbar so festgefahren war, ploetzlich um so viel leichter... einfach weil ich Pause gemacht hatte und nicht zuverbissen war.

Was ganz wichtig ist: Wenn es keinen Spass mehrmacht oder nur noch frustriert, an etwas anderem arbeiten oder Pause machen.
Spass, Motivation, Erfolgserlebnisse, "Cool bleiben", das sind genauso wichtige Eigenschaften, was Gitarre spieln betrifft, wie "Ehrgeiz", "Geduld" und "hard work".
Denk mal drueber nach,
hoffe es hilft
Eric


: Habe ich kein Talent für E-Gitarre?

: Mein status: Alter 37, vor 23 Jahren etwas Konzert-Gitarre gelernt,
: kam (leidlich) bis zu leichten Etüden. Danach nur noch geklimpert,
: und nichts dazu gelernt.

: Seit Januar versuche ich etwas ernsthafter E-Gitarre zu lernen. Ich
: dachte, bevor ich irgendein Lehrbuch kaufe, sorge ich zuerst einmal
: für etwas Fingerfertigkeit. Mein "Lehr-Programm":

: - C-Dur Tonleiter über 2 Oktaven

: - G-Dur Tonleiter über 3 Oktaven

: (Ich dachte, durch Lagenwechsel alle Tonleitern damit später zu haben)

: - ein Bluestonleiter

: - chromatische "Tonleiter" über alle Saiten der Bünde 1-4

: - "irgendwo" 4 Töne hintereinander, dann Saitenwechsel u.s.w.

: - Akkorde

: - und ein bißchen Klimpern ("Improvisieren")

:
: Langsam denke ich, daß ich nie ordentlich spielen lerne (untalentiert/
: zu alt). Häufige Fehler und Unsauberkeiten sollten doch langsam auf-
: hören, zumindest wenn man schon 100te Male eine Tonleiter gespielt hat.
: Die Finger treffen oft nicht die richtige Saite (bzw. nur halb), und
: das Plektrum stößt oft ins Leere oder die falsche Saite. Frustierend!!!

: Sagt mir, es ist hoffnungslos. Dann spare ich mir eine Menge Zeit und
: Mühe!


Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hi Michael!

Also erstmal muß ich Dich (und Ullli, hä hä!) enttäuschen! Tatsächlich gehen Lernvorgänge mit zunehmendem Alter nicht mehr so locker vonstatten. Das kann ich aus meiner Erfahrung heraus auch schon bestätigen - ich bin 25.

Dennoch lasse ich den Spruch: "Was Hänschen nicht lernt - lernt Hans nimmermehr." ... nicht gelten.

DaS Problem ist meiner Meinung nach auch gar nicht die Alterstrotteligkeit, die dem ganzen Lernprozeß im Wege steht, sondern vielmehr das Gefühl, eigentlich ja bereits Gitarre spielen zu können. (Klassik-Ausbildung!)

Schnapp Dir mal 'ne Mundharmonika (gesetzt den Fall, Du beherrschst das Spiel derselben noch nicht) und Du wirst über jeden verdammten Quietscher glücklich sein, den Du diesem Teil entlocken kannst.

Und letztendlich: (Ich weiß DAS willst Du jetzt garantiert nicht hören) Aber letztendlich ist doch immer der Weg das Ziel. Hab Spaß und entspann Dich - und anstatt Dich vor den Fernseher zu hocken und dabei Skalen zu nudeln, versuche lieber mal die Gitarre wegzustellen und die Übungen im Kopf durchzugehen.

Grüße, Clem

Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hi Michael!

Vielleicht ist Dein "ernsthaft" einfach etwas zu ernst. Vielleicht willst Du zu viel gleichzeitig lernen, gehst zu schnell und zu verkrampft vor, bist zu kritisch und Du verlierst den Spaß bei der Sache. Den Spaß beim Spielen zu verlieren ist schlimmer als ab und zu ein kleiner Klops in Deiner Tonleiter.

Denk mal an die Zeit zurück als Du klassische Gitarre gelernt hast. Hat Dein Lehrer da mit Dir fast nur Tonleitern geübt? Ich hoffe nicht? Lös Dich mal einfach etwas von den Tonleiter-Etuden. Spiel weniger Tonleitern und dafür mehr Melodien.

Und wenn Du Tonleitern übst, spiel zunächst mal so langsam, daß Du jeden Ton sauber raushaust. Die Geschwindigkeit kommt irgendwann von alleine.

Das wichtigste ist die Einstellung zur Sache. Es soll Spaß bleiben. In unserem Alter müssen wir nicht mehr versuchen zu Virtuosen zu werden.

Gruß
Bernd


Mein Senf zur E-Gitarre

Hallo Michael,

Ich schließe mich inhaltlich meinen Vorrednern an und möchte noch hinzufügen: Versuch bei allem, was Du spielst und übst, Musik zu machen. Wenn Du Dir aus Skalen und Übungen versuchst, kleine Melodien oder Stücke zu basteln, macht's viel mehr Spaß und die Grenze zum Frust ist nicht so schnell erreicht. Bei mir endet das dann zwar manchmal damit, daß ich ein kleines Stück bastle und aufnehme, wo ich doch eigentlich irgendwelche Technik üben wollte. Aber egal, das wichtigste ist für mich, daß es mir Spaß macht, auch wenn ich so nie (oder erst in hohem Alter :-) eine wirklich hieb- und stichfeste Technik haben werde.
Wie Ullli schon sagte: Januar bis Anfang Juni ist keine lange Zeit. Was meinst Du, wie ich mich nach 6 Monaten auf dem Stick angehört habe?! Darüber schweige ich lieber - obwohl ich da schon über zwanzig Jahre auf diversen Saiteninstrumenten gespielt hatte, kam da wirklich nichts überliefernswertes.
Deshalb: Nicht den Mut verlieren, und schon gar nicht den Spaß an der Sache!

Gruß,
Johannes

Ullli und seine Rundumschläge ...

Aber er hat schon recht.

1.) Was das Alter angeht, würde ich Einschränkungen machen. Mir fällt heute mit fast 44 Einige leichter, Anderes schwerer. Was die Musik angeht, fällt es mir leichter, sowohl theoretisch als auch praktisch.

2.) Um mit einem Instrument halbwegs vertraut zu werden, dauert es aus meiner Sicht Minimum 2-3 Jahre, gehöriges Übungspensum vorausgesetzt. Also keine Eile.

3.) Es kann schon sein, dass die Guitarre nicht Dein Instrument ist. Warum dieses Helden-Werkzeug? Bass ist doch viel geiler ... :-))

4.) Ich habe viel beim Transkribieren gelernt, bring auch Gehör-Training und ein Feel für's Instrument.


Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hallo Michael

Ich habe während meiner Zeit an der Mittelschule Gitarrenstunden gegeben und kann Dir sagen: Einfach so am Anfang mal eine C-Dur-Tonleiter über 2 Oktaven oder eine G-Dur über 3 Oktaven zu lernen, ist happig.

Ich würde Dir empfehlen, ein gutes Lehrbuch zu kaufen oder auch zu einem Gitarrenlehrer zu gehen...schau mal Kleinanzeigen durch, da sollte sich schon was kostengünstiges finden (evtl. bei einem (Musik)Schüler etc.).

Der sinnvolle Ansatz besteht IMHO darin, dass man am Anfang in der ersten Lage (Bünde 1 - 4) spielt, inklusive Leersaiten, und dass man dann so quasi mal C-Dur Ton für Ton weiter erforscht. Und da es ja nicht darum gehen kann, einfach Tonleitern zu lernen, sollten sich in einem guten Buch auch massenweise Kenntnis-gerechte Songs mit einem guten Playback finden - so als Motivation.

Nebenbei sollte man sich mit den wichtigen Akkorden in C-Dur vertraut machen (C, Dm, Em, F (schwierig!), G, Am). Die 7. Stufe kann man vergessen und dann lernen, wenn man endgültig zum Jazzhero werden will! :-)

Und noch was solltest Du nicht vergessen: E-Gitarre und Konzertgitarre sind zwei total verschiedene Instrumente, vor allem vom spieltechnischen Aspekt her. Ich würde nie behaupten, ich könnte die ersten 15 Seiten eines Anfängerwerkes für Klassische Gitarre einfach mal so aus dem Stegreif spielen...(obwohl ich natürlich ein Hero auf der E-Klampfe bin... :-)

: Sagt mir, es ist hoffnungslos. Dann spare ich mir eine Menge Zeit und Mühe!

Du denkst wohl, mit 37 habe man das Recht, zu resignieren, wenn etwas nicht auf Anhieb geht...FALSCH! Also los, Klampfe packen, Tips lesen und marsch! ;-)))

Gruäss

Silvio

Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hi Michael

Dein Übungspensum "für den Anfang" ist ja ganz schön happig. Damit kann man sich schnell überfordern. Und wie einige der Vorangegangenen Antworten denke ich auch das es darauf ankommt Spaß zu haben und locker zu bleiben. Es interessiert nicht in welcher Zeit Du das Vorgenommene schaffst und wie viel es ist, sondern das Du dir Ziele steckst die auch realistisch sind zu erreichen. Also immer locker bleiben und lieber einen Gang runter schalten.
Vielleicht noch einige Tipps: Die Fehler die Du beschreibst deuten eventuell daraufhin das du zu schnell (Geschwingigkeit) übst. Je langsamer desto besser. Schau dir genau an wo deine Finger hin müssen, am besten in Zeitlupe und dann langsam steigern.
Stell das Metronom auf eine Geschwindigkeit ein, bei der Du kaum Fehler machst, auch wenn dir das Tempo viel zu langsam vorkommt, das kannst du steigern wenn du sicher bist. Wie Satriani (ich bin nicht sicher ob er es war) so treffend sagte: "Geschwindigkeit ist ein Nebenprodukt von Präzision".
Ansonsten findest du auf meiner Homepage:
http://members.aol.com/kiesellutz/ bei den Workshops auch noch ein Ausfürliches Skalendiagramm zum Thema verbindung von Durtonleitern und Bluespetatonik.

Gruß Lutz

Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

: Habe ich kein Talent für E-Gitarre?

Hallo Martin !

Auch auf die Gefahr hin das von den anderen schon gesagte zu
wiederholen, gebe ich auch nochmal meinen Senf dazu:

Dein Uebungsprogramm klingt fuer einen Anfaenger auf der
Stromgitarre erstaunlich gut. Vielleicht resultiert daraus
auch Deine hohe Erwartungshaltung an Dich selbst, worin ich
bei Dir das einzige Problem sehe. Ein knappes halbes Jahr
reicht meiner Meinung nach nicht, um sauber und sicher
spielen zu koennen. Die Koordination der Bewegungsablaeufe
von rechter und linker Hand braucht eine Weile, um sich in
den entspr. Regionen des Gehirns im Rueckenmark zu festigen.

Der Anschlag der Saiten mittels Plekrum (oder neudeutsch
Pick) ist fuer Dich wahrscheinlich auch neu ? Siehste, das
braucht wirklich Zeit.

Dein Uebungsprogramm ist soweit ok, sollte aber nur die
Haelfte des Pensums ausmachen, denn beim ausschliesslichen
Nudeln von Tonleitern geht wohl auch beim Haertesten die
Motivation in den Keller. Besorg Dir erstmal ein gutes Lehr-
buch (was es da momentan empfehlenswertes gibt, koennen Dir
andere hier besser sagen, ich bin da nicht so auf dem
laufenden...), dass eine gute Mischung aus Technikuebungen
und 'realer' Musik mit Playalong-CD bietet. Alternativ ist
natuerlich etwas Unterricht - soweit in Deiner Region
verfuegbar - eine feine Sache.

Ich persoenlich plaediere fuer den Anfang immer dafuer, eine
solide Wechselschlagtechnik (Alternate-Picking) anhand von
Tonleiteruebungen UND bekannten Melodien zu verinnerlichen.

Tscha, wenn ich Dich so lese hoere ich die selben Probleme,
die ich von jedem Anfaenger gleich welchen Alters kenne.
Wenn ich bei mir so einige Jahre zurueckdenke - DejaVu !

Noch etwas zum Ueben: Wenn etwas partout nicht funktioniert,
lass es eine Weile liegen und komm spaeter darauf zurueck.
Wenn das nach einigen Malen immer noch nichts bringt,
ueberlege, ob das Gewuenschte die eigenen Moeglichkeiten
evt. noch uebersteigt. Gerade starke Streckungen der
linken Hand brauchen wirklich Zeit und koennen bei nicht
trainierten Sehnen-/Muskelapparat ernsthafte Verletzungen
verursachen.

Wenn die E-Gitarre wirklich das Instrument ist, dass Du
spielen moechtest, bleib dabei und lass Dich nicht
entmutigen - ist alles gaaanz normal.
Ich z.B habe mich beim Bassspielen auf diversen Sessions
immer zu Tode gelangweilt und war froh, die duennen 6-Saiten
wieder unter den Fingern zu haben <;^P


Viel Geduld und damit Erfolg beim Ueben wuenscht Oliver

Re: Vielen vielen Dank an ALLE!!!

Hallo Leute!!!!!!

Bin ich schlichtweg begeistert über die vielen Antworten! Absoluter
Wahnsinn! Ein Super-Dankeschön an ALLE.

Ich mache weiter... :-) (Ich hätte wahrscheinlich sowieso nicht die
Finger vom Brett lassen können)

Ich kann ja wohl kein Viritouse mehr werden, aber einen so hohen An-
spruch habe ich auch nicht. "Weniger ist oft mehr!!!" Ich war eben
nur unsicher, ob meine hohe Fehlerquote unnormal ist. Generell möchte
ich nicht nur vorgekautes durch eindrillen spielen können, sondern zu-
erst den Ton treffen den ich haben will (das Instrument verinnerlichen).
Improvisieren macht mir Spass (da kann man auch ruhig einmal eine
falsche Note spielen).

Was die Instrumentenwahl angeht. Ich habe es zuerst mit einem Keyboard
probiert, aber irgendwie steht mir dieser Anzug nicht.

Du hast recht Oliver, das Plektrumspiel ist für mich völlig neu, aber
ich wollte es direkt richtig machen, und auch direkt im "Wechselschlag"
(wie heißt der Fachbegriff??? :). Ich denke mir nämlich, daß es schwe-
rer ist, später umzulernen als direkt etwas schwieriger anzufangen.

Was meine Geschwindigkeit betrifft: Ich gebe zu (ich wußte auch vorher
schon, daß dies ein Fehler ist), daß ich gerne (Fast-) Vollgas gebe.
Aber selbst wenn ich gaaaaaaanz langsam spiele gibts "Black-Holes".
Manchmal, wenn ich gut drauf bin, dann geht das schnelle Spiel wunder-
bar (zwar etwas unsauber, aber dafür schön flüssig). Und dadurch, meine
ich dann, würden die Neuronen extra gut programmiert... :-)


Noch eine Frage: Vor wenigen Tagen habe ich meine Haltung der Gitarre
geändert, weil vorher der kleine Finger der linken Hand nicht mit der
Spitze, sondern seitlich (unsauber) auflag. Nun habe ich den Hals mehr
nach Oben, damit der Daumen der linken Hand (ähnlich wie bei der Kon-
zertgitarren-Haltung) auf der Rückseite des Halses sitzt, und nicht
mehr weit über dem Griffbrett hervor lugt. Ich meine es wäre besser so,
richtig??? [Aus diesem Grund mußte ich einen Draht vom Gurt zum oberen
Teil des Halsen spannen. Das sieht zwar etwas eigenartig aus, aber ich
finde, die Gitarre ist nun viel stabiler, und nicht mehr so ein schwab-
beliges Etwas...]

Vielen vielen Dank an (ABC-Order): Bernd,Clem,Eric,Johannes,Lutz,Oliver,
Rainer,Silvio,Ulli.


Gruß

Michael


P.S. Was mein Mail-Namen angeht: Da er falsche Assoziationen erzeugt,
hier die Erklärung. Damals brauchte ich einen Namen, und da mir
nichts besseres einfiel, benutze ich den Titel eines Songs, des-
sen Text (der Anfang) gut zu mir passt.
Wild West Hero: "Some times I look up high and then I think there
might, just be a better life. Away from all we know thats where I
wanna go..."



Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

Warum dieses Helden-Werkzeug? Bass ist doch viel geiler ... :-))

Hallo Rainer
In einem Anfall von euphorisch frecher Bosheit hab ich einen kurzen Moment lang überlegt, dem Initianten dieses Threads vorzuschlagen, doch Bass zu lernen, wenn er die Gitarre nicht rafft :-)) Doch dann haben Vernunft und Nettigkeit gesiegt! :-))
Gruss: Christoph

Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hallo Bernd
Freut mich, Dich hier wieder öfter zu lesen!! :-)

:In unserem Alter müssen wir nicht mehr versuchen zu Virtuosen zu werden.

Na,na, nur nicht schon resignieren! Ich würde das ein Bisschen anders formulieren: mit fortschreitendem Alter werden ja bekanntlich mit Intelligenz gesegnete Menschen vernünftiger und reifer, erkennen deshalb dass Virtuosität nicht das allein Seligmachende ist und konzentrieren sich konsequenterweise auf das Wesentliche: SPASS!!
Gut, nicht? :-))

Gruß: Christoph


Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Ich sag ja auch immer: Ein Glück, daß ich nicht mehr 18 bin!
(Und das meine ich jetzt ganz ehrlich :-)

Johannes

NP: ProjeKct X: Heaven And Earth - von King Crimson: der Kompagnon zur Studioplatte mit Zusammenschnitten aus Proben und Improvisationen während der Aufnahmen. Sehr abgefahren! Da muß sogar ich noch überlegen, ob mir das wohl gefällt ;-)


: mit fortschreitendem Alter werden ja bekanntlich mit Intelligenz gesegnete Menschen vernünftiger und reifer, erkennen deshalb dass Virtuosität nicht das allein Seligmachende ist und konzentrieren sich konsequenterweise auf das Wesentliche: SPASS!!
: Gut, nicht? :-))

: Gruß: Christoph


Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

: In einem Anfall von euphorisch frecher Bosheit hab ich einen kurzen Moment lang überlegt, dem Initianten dieses Threads vorzuschlagen, doch Bass zu lernen, wenn er die Gitarre nicht rafft :-)) Doch dann haben Vernunft und Nettigkeit gesiegt! :-))

Ich empfinde das gar nicht als boshaft. Ich habe auch mit zwei Jahren Unterricht klassische Gitarre angefangen, und würde auch heute noch gern damit weitermachen. Auch festgestellt habe ich, das sich spieltechnisch klassische Gitarre und Bass näherstehen als Bass und E-Gitarre (ausgenommen, man malträtiert seinen Bass mit diesen kleinen Plastik-Schnipseln, oder prügelt mit dem Daumen auf dem Griffbrett herum, weil man sonst die Saiten nicht trifft ...).

Ich finde es erheblich schwieriger, mit dem Drummer einen fundierten Groove hinzubekommen als auf einer Gitarre Powerchords vor sich hinzuschrammeln. Es sind eben verschiedene Aspekte der Musik, und ich würde niemals Instrumente in irgendeine Kategorie abstellen, sei es Bass, Gitarre, Drums oder Percussion. Sicher braucht ein guter Drummer (auch 'oller Felleverklopper' genannt) nicht den theoretischen Hintergrund wie ein guter Gitarrist. Da kommen eben andere Qualitäten zum Wirken, und so sehe ich das mit Bass und Gitarre auch.

Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

Hi Rainer,

: Auch festgestellt habe ich, das sich spieltechnisch klassische Gitarre und Bass näherstehen als Bass und E-Gitarre

Sehe ich ähnlich.

: (ausgenommen, man malträtiert seinen Bass mit diesen kleinen Plastik-Schnipseln, oder prügelt mit dem Daumen auf dem Griffbrett herum, weil man sonst die Saiten nicht trifft ...)

Klingt irgendwie ...hmmm... politisch inkorrekt? ;-)

: Ich finde es erheblich schwieriger, mit dem Drummer einen fundierten Groove hinzubekommen als auf einer Gitarre Powerchords vor sich hinzuschrammeln.

Es ist ja auch erheblisch schwieriger, mit ner Geige eine Caprice von Pagannini zu spielen als mit einem Klavier Alle meine Entchen. Was ich sagen will, Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Du kannst auch auf dem Bass Powerchords dahinschrammeln oder als Gitarrist den Groove mit Deinem Drummer suchen. Beides hat was mit Schwierigkeitsgrad zu tun und nicht mit dem Instrument.

Wenn Du gegen dieses Märchen "war nicht gut genug für Gitarre und spielt jetzt Bass" angehen willst - da hast Du natürlich recht. Und es mag auch "schwierige" Instrumente (Saxophon) geben und "leichtere" (Triangel), aber zwischen Bass und Gitarre ist da imho kein großer Unterschied im Schwierigkeitsgrad.

Keep rockin'
Friedlieb

Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

Hallo Rainer
Natürlich unterschätze ich das Bass- Spiel keineswegs, zumal ich zur Zeit sehr viel häufiger Bass als Gitarre spiele! Aber manchmal sind halt die selbstironischen Witze die besten:
Fritze geht in seine erste Bass- Lektion. Der Lehrer zeigt ihm die E- Saite, E- Saite zupfen, E- Saite streichen, laut, leise usw.
Nächste Woche die zweite Lektion: diesmal A- Saite: streichen, zupfen, laut usw.
Zur dritten Lektion erscheint Fritze nicht! Die Woche darauf fragt ihn der Lehrer: "He Fritze, wieso bist du letzte Woche nicht in die Stunde gekommen?" Darauf Fritze: "Sorry, konnte nicht! Hatte einen Gig!"

Den hat mir mal ein Basslehrer erzählt! :-))

Gruss: Christoph

Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

: Klingt irgendwie ...hmmm... politisch inkorrekt? ;-)

Ich war noch nie politisch korrekt, und werde es auch niemals sein ... :-)

: Du kannst auch auf dem Bass Powerchords dahinschrammeln

Aber es klingt dann auch Scheisse (huch, schon wieder political incorrectness ...)

: oder als Gitarrist den Groove mit Deinem Drummer suchen.

Aber das ist seltener ...

: Beides hat was mit Schwierigkeitsgrad zu tun und nicht mit dem Instrument.

Da bin ich wieder bei Dir. Scheinen es sich aber doch manchmal die Gitarristen da sehr einfach zu machen, sonst würden Line6 und Ibanez ja nicht so viel verkaufen.

: Wenn Du gegen dieses Märchen "war nicht gut genug für Gitarre und spielt jetzt Bass" angehen willst - da hast Du natürlich recht. Und es mag auch "schwierige" Instrumente (Saxophon) geben und "leichtere" (Triangel), aber zwischen Bass und Gitarre ist da imho kein großer Unterschied im Schwierigkeitsgrad.

Ich wollte sagen: es gibt solche und solche Instrumente, aber eben nicht leicht oder schwierig. Nimm doch mal die erwähnten Kongas und gib sie Nippy Noya. Da springt Dir aber der Draht aus der Mütze. Das würde ich in Jahren nicht hinkriegen, weil mir dazu einfach der Feel fehlt. Dagegen traue ich mir zu, bis zur Rente ein passabler Bassist zu werden.

Bescheidenheit ist eine tieftoenende Tugend...

: : Dagegen traue ich mir zu, bis zur Rente ein passabler Bassist zu werden.

: Immer diese unnötige Bescheidenheit der Bassisten ;-)
Sind halt keine Helden ;)

: Also, was ich auf der Session von Dir gehört habe, fand ich mehr als passabel.
Ich find's mehr als mehr als passabel und muss/darf das jede
Woche hoeren :)

Ciao, Oliver

NP: Various Artists - The sound of the office...
Noch im Ohr: DT - Scenes from a memory

Re: Ullli und seine Rundumschläge ...

Hi Rainer,

: Ich war noch nie politisch korrekt, und werde es auch niemals sein ... :-)

:-)))

: Da bin ich wieder bei Dir. Scheinen es sich aber doch manchmal die Gitarristen da sehr einfach zu machen, sonst würden Line6 und Ibanez ja nicht so viel verkaufen.

Auch das hat nix miteinander zu tun. Ibanez ist nicht schlecht. Der von Dir zitierte Nippy Noya wird auf einem alten Schuh deutlich hörenswerter percussionieren als ich auf seinem 10000-Euro-Deluxe-Ensemble.

Will sagen: Nicht nur die Gitarristen machen es sich manchmal einfach. Auch die Bassisten tun das (was dann die Grundlage für diese Bassistenwitze ist), und die Menschen schlechthin tun es halt. (Gäb es sonst so viele Outlook-User?) (Nur mal am Rande gefragt...)

Keep rockin'
Friedlieb

Noch ein letzter ... :-))

: (Gäb es sonst so viele Outlook-User?) (Nur mal am Rande gefragt...)

Ich benutze seit ein paar Tagen wieder WinPegasus, nicht mehr Outlook, seitdem WP eine komplette IMAP4-Engine hat (Version 3.12). Und siehe da: der PC ist deutlich entspannter, Speicher satt, ich kann endlich wieder vernünftig Mail-Verteiler verwalten, kann mir die Reply-Adresse aussuchen, die ich haben will, verstehe die Menüs und und und ...


Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

Hi Christoph!

" mit fortschreitendem Alter werden ja bekanntlich mit Intelligenz gesegnete Menschen vernünftiger und reifer, "

....mein lieber Christoph, da gibt es viele Gegenbeispiele ;-))


erkennen deshalb dass Virtuosität nicht das allein Seligmachende ist und konzentrieren sich konsequenterweise auf das Wesentliche: SPASS!!
: Gut, nicht? :-))

Ja, so trifft es das was ich sagen wollte.

Oder andersherum: man muß sich was die Virtuosität betrifft auch mal bremsen können ;-))

Grüße
Bernd


: Gruß: Christoph


Re: (Gitarre) Kein Talent für E-Gitarre?

: Oder andersherum: man muß sich was die Virtuosität betrifft auch mal bremsen können ;-))

Nur ... ist die Virtuosität kostenlos, sie kostet noch nicht einmal viel Zeit. Sie fordert lediglich, sich etwas mehr Freiheiten zu nehmen.

Natürlich hängt sie _auch_ mit Üben zusammen, aber in der Hauptsache kommt sie aus dem Gefühl für's Spielen und für's Instrument.