Liebe Gemeinde!
Das hat man nun davon, wenn man die Sängerin am Songwriting teilhaben läss. Da verlangt die Dame doch allen Ernstes ein Gitarrensolo und auch noch klar und deutlich ein langes, jawohl.
Da stehe ich nun und soll ein Solo spielen, gleichzeitig muss ich natürlich die Begleitung zusammenhalten. Nun gut, das ist nun mal ein Problem im Duo aber damit werde ich schon irgendwie klar kommen.
Heute habe ich geübt und sozusagen komponiert, wobei der Wortstamm Komposition irgendwas mit Kompost zu tun haben soll, aber das am Rand. Nun werde ich bei der nächsten Probe "mein Solo" spielen. Bei der übernächsten ungefähr dasselbe, bis ich etwas habe, was mir gefällt. Das wird dann Bestandteil des Songs und ich werde es mehr oder weniger immer so spielen.
Jetzt - und damit komme ich mal endlich zum Punkt - möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Gruß
Matthias
Übersicht
- (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen - gestartet von Matthias 4. August 2003 um 22:24h
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
the stooge
am 6. August 2003 um 15:49
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Andreas Falke
am 5. August 2003 um 21:16
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
woody
am 5. August 2003 um 13:29
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:31
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:31
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Torsten H.
am 5. August 2003 um 13:06
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Kurt
am 5. August 2003 um 14:00
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Kurt
am 5. August 2003 um 14:00
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Lothy
am 5. August 2003 um 09:10
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:21
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:21
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Tom(2)
am 5. August 2003 um 08:58
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:22
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
bO²gie
am 5. August 2003 um 09:16
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Tom(2)
am 5. August 2003 um 10:18
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Tom(2)
am 5. August 2003 um 10:18
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Matthias
am 5. August 2003 um 19:22
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Oliver
am 5. August 2003 um 07:51
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
Oli
am 4. August 2003 um 23:16
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
emil
am 4. August 2003 um 23:03
- Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen
- von
the stooge
am 6. August 2003 um 15:49
...ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt...
servus matthias,
deine frage beinhaltet ein widerspruch in sich, denn per definition ist die improvisation : ohne vorbereitung, aus dem stegreif dargebotenes; stegreifschöpfung, [an ein thema gebundene] musikalische stegreiferfindung u. -darbietung.
käme die improvisation nicht "so locker aus der hüfte", wäre das keine improvisation.
alles andere ist nur stures pauken. geht auch und manche bringe´s so sicher vor, dass es durchaus als ob "locker aus der hüfte" kommt.
die improvisation ist stimmungsbedingt, zumindest bei mir, und zeichnet sich damit aus, das sie bei dem gleichen stück immer verschieden ist. halt improvisiert.
grüsse - emil
servus matthias,
deine frage beinhaltet ein widerspruch in sich, denn per definition ist die improvisation : ohne vorbereitung, aus dem stegreif dargebotenes; stegreifschöpfung, [an ein thema gebundene] musikalische stegreiferfindung u. -darbietung.
käme die improvisation nicht "so locker aus der hüfte", wäre das keine improvisation.
alles andere ist nur stures pauken. geht auch und manche bringe´s so sicher vor, dass es durchaus als ob "locker aus der hüfte" kommt.
die improvisation ist stimmungsbedingt, zumindest bei mir, und zeichnet sich damit aus, das sie bei dem gleichen stück immer verschieden ist. halt improvisiert.
grüsse - emil
Hallo Matthias,
...möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Aus meiner 6-köpfigen Coverband ist ein unplugged-Projekt zu dritt entstanden. Vieles vom Repertoire wurde übernommen, und ursprünglich wollte ich keine vorgefertigten Soli mehr spielen - denn das hätte einen Haufen Arbeit bedeutet, da ich (spieltechnich) nur im seltensten Fall die Möglichkeit gehabt hätte, die "elektrischen" Soli unverändert zu übernehmen.
Vor 3 1/2 Wochen kam der erste Gig, mittelgrosse Kneipe am Mittwochabend. Anfahr, Aufbau ohne Probleme; wir kamen sehr gut an, auch die durchweg improvisierten Soli haben so gut geklappt wie in den Proben.
Ne gute Woche später der zweite Auftritt. Freitagabend, grössere Kneipe und Equipmentstress. Soli? Nichts geht mehr. Als Höhepunkt in einem Song ein paar Sekunden vor dem Solo ein totaler Aussetzer - was spielt der dar für Akkorde? Welche Tonart?
Es hat dann doch noch halbwegs geklappt, aber von einem guten Resultat kann ich nicht sprechen; die Publikumsreaktionen beschränkten sich auf höflichen Applaus.
Ich hab also Soli geschrieben bzw. werde das bis zum nächsten Gig für alle Songs tun. Zumindest in meinem Fall ist die Qualität improvisierter Soli - abhängig von der Anzahl der Zuschauer, dem Vorfeld des Gigs, den Publikumsreaktionen, meiner Gefühlslage - noch zu schwankend.
Abgesehen davon sind vorher festgelegte Soli musikalisch meist besser. Aus diesem Grund hab ich auch nicht zwangsläufig weniger Spass daran als an der Improvisation.
Gruß, Oli
...möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Aus meiner 6-köpfigen Coverband ist ein unplugged-Projekt zu dritt entstanden. Vieles vom Repertoire wurde übernommen, und ursprünglich wollte ich keine vorgefertigten Soli mehr spielen - denn das hätte einen Haufen Arbeit bedeutet, da ich (spieltechnich) nur im seltensten Fall die Möglichkeit gehabt hätte, die "elektrischen" Soli unverändert zu übernehmen.
Vor 3 1/2 Wochen kam der erste Gig, mittelgrosse Kneipe am Mittwochabend. Anfahr, Aufbau ohne Probleme; wir kamen sehr gut an, auch die durchweg improvisierten Soli haben so gut geklappt wie in den Proben.
Ne gute Woche später der zweite Auftritt. Freitagabend, grössere Kneipe und Equipmentstress. Soli? Nichts geht mehr. Als Höhepunkt in einem Song ein paar Sekunden vor dem Solo ein totaler Aussetzer - was spielt der dar für Akkorde? Welche Tonart?
Es hat dann doch noch halbwegs geklappt, aber von einem guten Resultat kann ich nicht sprechen; die Publikumsreaktionen beschränkten sich auf höflichen Applaus.
Ich hab also Soli geschrieben bzw. werde das bis zum nächsten Gig für alle Songs tun. Zumindest in meinem Fall ist die Qualität improvisierter Soli - abhängig von der Anzahl der Zuschauer, dem Vorfeld des Gigs, den Publikumsreaktionen, meiner Gefühlslage - noch zu schwankend.
Abgesehen davon sind vorher festgelegte Soli musikalisch meist besser. Aus diesem Grund hab ich auch nicht zwangsläufig weniger Spass daran als an der Improvisation.
Gruß, Oli
Hi Matthias,
noch eine Anregung, falls nicht schon selbst im Hinterkopf..
Wenn Du solierst, ist es ja schwer (aber nicht unmöglich) die Grundbegleitung (Akkorde, Bassläufe oder was auch immer Du zu den Strophen und Refrains spielst) beizubehalten.
Wie wärs da mit einem Wechsel der Rollen?
Sie summt den Songverlauf übers Mikro (ist dabei also nicht ganz tatenlos) und Du spielst Dein Solo...
Der Gedanke kam mir gerade so, als ich mir versucht hab vorzustellen, wie sowas auf der Bühne aussehen würde.
ciao
Oliver
noch eine Anregung, falls nicht schon selbst im Hinterkopf..
Wenn Du solierst, ist es ja schwer (aber nicht unmöglich) die Grundbegleitung (Akkorde, Bassläufe oder was auch immer Du zu den Strophen und Refrains spielst) beizubehalten.
Wie wärs da mit einem Wechsel der Rollen?
Sie summt den Songverlauf übers Mikro (ist dabei also nicht ganz tatenlos) und Du spielst Dein Solo...
Der Gedanke kam mir gerade so, als ich mir versucht hab vorzustellen, wie sowas auf der Bühne aussehen würde.
ciao
Oliver
Moin Matthias,
: Jetzt - und damit komme ich mal endlich zum Punkt - möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
als ausgesprochener solo-gewichse-hasser war es für mich ein ziemlicher akt, als ich auf einmal gezwungenermassen in einem cover-song herumsolieren musste. glücklicherweise war die vorlage (motorpsycho's "sinful youth undone") derart gespielt, dass ich nicht umhin kam, statt das solo ton für ton zu lernen und nachzuspielen, mir das solo quasi selbst zu stricken um die paar ankerpunkte herum - also ein paar feste töne an festen stellen und der rest dazwischen frei, improvisiert. das ergebnis lag erstaunlch nahe am original, und machte einen heidenspass, so dass ich diese herangehensweise mittlerweile auch in unseren songs anwende.
wenn also ein solo her muss, dann ist es nie festgelegt, sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
Im Laufe dr Zeit entwickeln sich dann natürlich eingespielte Linien, aber es bleibt immernoch Platz für Neues - und das hat zweierlei Vorteile:
Zum einen wird es nicht langweilig beim spielen und verkommt nicht zur Fingerübung, zum anderen aber, und das halte ich für den wichtigeren Punkt, zwingen wir (die Band) uns dadurch, wirklich zusammen zu spielen und einander ständig zuzuhören - weil die Songs in Teilen eben "frei" sind... und dann entsteht "in guten Momenten mehr als die Summe der einzelnen Teile" (so sangen es einst Kante) - und das ist für uns spannend, macht Spass - und dieser Spass rückkoppelt auch wieder mit dem Publikum - auch wenn wir das Set zum Xten Mal spielen.
gruß
Tom
: Jetzt - und damit komme ich mal endlich zum Punkt - möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
als ausgesprochener solo-gewichse-hasser war es für mich ein ziemlicher akt, als ich auf einmal gezwungenermassen in einem cover-song herumsolieren musste. glücklicherweise war die vorlage (motorpsycho's "sinful youth undone") derart gespielt, dass ich nicht umhin kam, statt das solo ton für ton zu lernen und nachzuspielen, mir das solo quasi selbst zu stricken um die paar ankerpunkte herum - also ein paar feste töne an festen stellen und der rest dazwischen frei, improvisiert. das ergebnis lag erstaunlch nahe am original, und machte einen heidenspass, so dass ich diese herangehensweise mittlerweile auch in unseren songs anwende.
wenn also ein solo her muss, dann ist es nie festgelegt, sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
Im Laufe dr Zeit entwickeln sich dann natürlich eingespielte Linien, aber es bleibt immernoch Platz für Neues - und das hat zweierlei Vorteile:
Zum einen wird es nicht langweilig beim spielen und verkommt nicht zur Fingerübung, zum anderen aber, und das halte ich für den wichtigeren Punkt, zwingen wir (die Band) uns dadurch, wirklich zusammen zu spielen und einander ständig zuzuhören - weil die Songs in Teilen eben "frei" sind... und dann entsteht "in guten Momenten mehr als die Summe der einzelnen Teile" (so sangen es einst Kante) - und das ist für uns spannend, macht Spass - und dieser Spass rückkoppelt auch wieder mit dem Publikum - auch wenn wir das Set zum Xten Mal spielen.
gruß
Tom
Moin Matthias,
: Da stehe ich nun und soll ein Solo spielen, gleichzeitig muss ich natürlich die Begleitung zusammenhalten. Nun gut, das ist nun mal ein Problem im Duo aber damit werde ich schon irgendwie klar kommen.
Uffz, das hört sich schwer na Leo Kottke bzw. Tuck & Patti an. Extreeeem Fingerpicking. :-)
: Jetzt - und damit komme ich mal endlich zum Punkt - möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Ich habe gottseidank immer ne Band im Rücken (obwohl diese auch manchmal aus der Konserve kömmt), dh. ich kann locker aus der Hüfte improvisieren.
:-)
Cheers
Lothy
: Da stehe ich nun und soll ein Solo spielen, gleichzeitig muss ich natürlich die Begleitung zusammenhalten. Nun gut, das ist nun mal ein Problem im Duo aber damit werde ich schon irgendwie klar kommen.
Uffz, das hört sich schwer na Leo Kottke bzw. Tuck & Patti an. Extreeeem Fingerpicking. :-)
: Jetzt - und damit komme ich mal endlich zum Punkt - möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Ich habe gottseidank immer ne Band im Rücken (obwohl diese auch manchmal aus der Konserve kömmt), dh. ich kann locker aus der Hüfte improvisieren.
:-)
Cheers
Lothy
Moinsens,
: ...sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
so kenn ich das auch. Ausserdem bin ich aus dem Alter raus wo ich mir meine eigenen Soli noch merken könnte. Bei den meisten Songs gibt es 2-3 verankerte Elemente um die der Rest drumrumimproviesiert wird.
: ... zwingen wir (die Band) uns dadurch, wirklich zusammen zu spielen und einander ständig zuzuhören ...
das kenn ich wiederum nicht *g* (ok, bei CBATFOW hören wir uns schon gegenseitig zu, aber bei O-feindt versuche ich das zu vermeiden).
scnr on ...
bO²gie
: ...sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
so kenn ich das auch. Ausserdem bin ich aus dem Alter raus wo ich mir meine eigenen Soli noch merken könnte. Bei den meisten Songs gibt es 2-3 verankerte Elemente um die der Rest drumrumimproviesiert wird.
: ... zwingen wir (die Band) uns dadurch, wirklich zusammen zu spielen und einander ständig zuzuhören ...
das kenn ich wiederum nicht *g* (ok, bei CBATFOW hören wir uns schon gegenseitig zu, aber bei O-feindt versuche ich das zu vermeiden).
scnr on ...
bO²gie
: das kenn ich wiederum nicht *g* (ok, bei CBATFOW hören wir uns schon gegenseitig zu, aber bei O-feindt versuche ich das zu vermeiden).
hähähä.
danke übrigens für die CD - das Gegenstück ist in der Post unterwegs gen Norden - rocken doch ganz gut, die keinegehörgangfreunde... :-))
harleylulia sog i, harleylulia
Tom
hähähä.
danke übrigens für die CD - das Gegenstück ist in der Post unterwegs gen Norden - rocken doch ganz gut, die keinegehörgangfreunde... :-))
harleylulia sog i, harleylulia
Tom
Hallo Matthias,
endlich mal ein Thema wo ich mich auskenne.
Wie erarbeite ich mir ein Solo?
Grundsätzlich, wenn sich meine Band und ich einen Song erarbeiten wird zunächst mal improvisiert. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit bildet sich aber immer das gleiche Muster heraus: Ich habe einen definierten Einstieg, einen Höhepunkt (ja, oh ja!) und einen definierten Ausstieg und Übergang in den Rhythmus (Wie war ich?). Um diese drei Punkte herum wird improvisiert. Sollte auch für das Publikum kein Problem sein, wenn Du zwei oder drei Höhepunkte setzt. Wichtig ist aber, daß Ein-, Ausstieg und Höhepunkte wirklich gut kommen, weil das eben die wesentlichen Punkte sind die das Publikum wahrnimmt, vor allem der Ausstieg.
Vom reinen Improvisieren halte ich eigentlich bei Auftritten (!) nichts, weil:
1. keine Sau in der Band mit Sicherheit weiß wann der Gitarrist endlich fertig ist, und sich dadurch Unsicherheit breit macht. Besser ist: vorher ausmachen, 12 Takte, dann wieder Gesang.
2. es gehört beim reinen Improvisieren viel Disziplin dazu auch mal was Neues zu probieren, was nicht so leicht von der Hand geht und noch holzig klingt. So gerne ich improvisiere, bei der Vielzahl der Soli würde ich mich wiederholen. Beispiel: in meiner Band haben wir drei langsame Bluestitel: "The sky is cryin'" bietet sich natürlich an das im SRV Stil zu spielen."Ramblin' on my mind" das machen wir mit B.B. King."Red House", zum Glück haben wir einen Geiger, der übernimmt das Solo.
Referat Ende
Gruß Torsten
endlich mal ein Thema wo ich mich auskenne.
Wie erarbeite ich mir ein Solo?
Grundsätzlich, wenn sich meine Band und ich einen Song erarbeiten wird zunächst mal improvisiert. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit bildet sich aber immer das gleiche Muster heraus: Ich habe einen definierten Einstieg, einen Höhepunkt (ja, oh ja!) und einen definierten Ausstieg und Übergang in den Rhythmus (Wie war ich?). Um diese drei Punkte herum wird improvisiert. Sollte auch für das Publikum kein Problem sein, wenn Du zwei oder drei Höhepunkte setzt. Wichtig ist aber, daß Ein-, Ausstieg und Höhepunkte wirklich gut kommen, weil das eben die wesentlichen Punkte sind die das Publikum wahrnimmt, vor allem der Ausstieg.
Vom reinen Improvisieren halte ich eigentlich bei Auftritten (!) nichts, weil:
1. keine Sau in der Band mit Sicherheit weiß wann der Gitarrist endlich fertig ist, und sich dadurch Unsicherheit breit macht. Besser ist: vorher ausmachen, 12 Takte, dann wieder Gesang.
2. es gehört beim reinen Improvisieren viel Disziplin dazu auch mal was Neues zu probieren, was nicht so leicht von der Hand geht und noch holzig klingt. So gerne ich improvisiere, bei der Vielzahl der Soli würde ich mich wiederholen. Beispiel: in meiner Band haben wir drei langsame Bluestitel: "The sky is cryin'" bietet sich natürlich an das im SRV Stil zu spielen."Ramblin' on my mind" das machen wir mit B.B. King."Red House", zum Glück haben wir einen Geiger, der übernimmt das Solo.
Referat Ende
Gruß Torsten
Hallo Matthias,
vorweg, ich kann von mir nicht behaupten, ein fähiger Solist zu sein.
Aber ich arbeite dran.
Meine Meinung übers Solieren ist, das es sich von einem Gespräch nicht großartig unterscheidet. Um sich zu unterhalten, braucht man Wörter und eine Grammatik. Entweder man hat das Glück, und hat es bereits nebenbei gelernt, wie eine Muttersprache, oder man muß es halt lernen, wie ein fremdes Idiom.
Jeder würde unterschreiben, daß sich eine Unterhaltung spontan aus dem Bauch heraus abspielt, aber bis man soweit ist, dauert es doch eine ganze Weile.
Auf der Bühne sehe ich mich in gewisser Weise als Schauspieler.
Entweder ich improvisiere also einen Vortrag, einen Text, oder ich lege mich mehr oder weniger fest.
Alles nicht ehrenrührig, imho.
In meinem Duo stehe ich jetzt vor dem gleiche Problem, meine Sängerin und ich haben uns ja in erster Linie auf Standards geeinigt, und jetzt haben wir halt ein parr Stücke soweit, das wir ganz gut durchkommen, und uns musikalisch aufeinander eingeschossen, und jetzt kommt halt die Phase, in der wir aus den Stücken was machen wollen.
Standards haben nur den großen Nachteil, im wesentlichen einstrophig und verhältnismäßig kurz zu sein, also läuft es auch auf Soli heraus.
Gesangssoli sind da verhältnismäßig unkritisch für mich als Gitarristen, weitestgehend Business as usual, allerdings muß ich im Moment noch klarere Voicings liefern und mich rhythmisch etwas zurückhalten.
Gitarrensoli sind allerdings echt ziemlich böse.
Ich habe in den letzten Tagen mal ein bißchen meinen Plattenschrank daraufhin durchwühlt.
Da gibt es halt Joe Pass, Tuck Andrews, Tal Farlow usw. usf. die mal locker eben klasse Gitarrensoli aus dem Ärmel schütteln.
So gut bin ich aber nicht ;-)
Dann gebt es Leute wie Eddie Nünning, die ganz extrem starre, reißbrettartige Soli verzapffen, das mag ich aber auch nicht.
Mal sehen, durch Kalusuren u.Ä. haben wir in den letzten paar Wochen nicht geprobt, das geht aber bald wieder los.
Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß ich mir ein Konzept zurechtlegen werde mit ein paar Anhalltspunkten, desweiteren werde ich mir Soli vorbereiten, um dann in der akuten Spielsituation entweder mehr oder weniger vom Konzept abweichend frei zu solieren, oder halt ein sicheres Solo im Ärmel zu haben.
Imho ist Gitarresoloallein auch viel Arbeit im stillen Kämmerlein.
Was soll es denn werden?
Vielleicht habe ich für Dich ja mal eine passende Platte im schrank, oder Material oder so.
Du kannst mich ja mal auf dem laufenden halten, vielleicht kommt man ja zusammen schneller vorwärts...
Gruß,
Woody
vorweg, ich kann von mir nicht behaupten, ein fähiger Solist zu sein.
Aber ich arbeite dran.
Meine Meinung übers Solieren ist, das es sich von einem Gespräch nicht großartig unterscheidet. Um sich zu unterhalten, braucht man Wörter und eine Grammatik. Entweder man hat das Glück, und hat es bereits nebenbei gelernt, wie eine Muttersprache, oder man muß es halt lernen, wie ein fremdes Idiom.
Jeder würde unterschreiben, daß sich eine Unterhaltung spontan aus dem Bauch heraus abspielt, aber bis man soweit ist, dauert es doch eine ganze Weile.
Auf der Bühne sehe ich mich in gewisser Weise als Schauspieler.
Entweder ich improvisiere also einen Vortrag, einen Text, oder ich lege mich mehr oder weniger fest.
Alles nicht ehrenrührig, imho.
In meinem Duo stehe ich jetzt vor dem gleiche Problem, meine Sängerin und ich haben uns ja in erster Linie auf Standards geeinigt, und jetzt haben wir halt ein parr Stücke soweit, das wir ganz gut durchkommen, und uns musikalisch aufeinander eingeschossen, und jetzt kommt halt die Phase, in der wir aus den Stücken was machen wollen.
Standards haben nur den großen Nachteil, im wesentlichen einstrophig und verhältnismäßig kurz zu sein, also läuft es auch auf Soli heraus.
Gesangssoli sind da verhältnismäßig unkritisch für mich als Gitarristen, weitestgehend Business as usual, allerdings muß ich im Moment noch klarere Voicings liefern und mich rhythmisch etwas zurückhalten.
Gitarrensoli sind allerdings echt ziemlich böse.
Ich habe in den letzten Tagen mal ein bißchen meinen Plattenschrank daraufhin durchwühlt.
Da gibt es halt Joe Pass, Tuck Andrews, Tal Farlow usw. usf. die mal locker eben klasse Gitarrensoli aus dem Ärmel schütteln.
So gut bin ich aber nicht ;-)
Dann gebt es Leute wie Eddie Nünning, die ganz extrem starre, reißbrettartige Soli verzapffen, das mag ich aber auch nicht.
Mal sehen, durch Kalusuren u.Ä. haben wir in den letzten paar Wochen nicht geprobt, das geht aber bald wieder los.
Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß ich mir ein Konzept zurechtlegen werde mit ein paar Anhalltspunkten, desweiteren werde ich mir Soli vorbereiten, um dann in der akuten Spielsituation entweder mehr oder weniger vom Konzept abweichend frei zu solieren, oder halt ein sicheres Solo im Ärmel zu haben.
Imho ist Gitarresoloallein auch viel Arbeit im stillen Kämmerlein.
Was soll es denn werden?
Vielleicht habe ich für Dich ja mal eine passende Platte im schrank, oder Material oder so.
Du kannst mich ja mal auf dem laufenden halten, vielleicht kommt man ja zusammen schneller vorwärts...
Gruß,
Woody
Auch Hallo zusammen,
ich würde sagen, es gibt prinzipiell 3 Arten von Soli:
1. Die ausgeschriebenen & Ton für Ton eingeübten. So eins mußt du imho bringen bei Stücken die absolut jeder kennt wie Dire Straits' "Sultans of Swing" oder Pink Floyds "Another Brick in the Wall, Part II".
2. Die absolut frei erfundenen, im Moment des Spielens kreierten Lines. Das passiert z.B. ungeübten Solisten beim allerersten Probieren eines Stücks, wie mein Vorredner sagte:
: Grundsätzlich, wenn sich meine Band und ich einen Song erarbeiten wird zunächst mal improvisiert.
Wird ein Stück zum wiederholten Male gespielt, dann machen das auch unter den Mega-Profis (und ich spreche da v.a. von
Jazzern, bei denen Solis ja dazugehören wie das Bier zur Weißwurst) nur gaaaanz wenige, auch wenn sich deren Solis von mal zu mal komplett anders anhören! Miles Davis soll so ein kongenialer Solist gewesen sein. Bei Charlie Parker streitet sich die Fachwelt, die einen sagen, seine Soli, so
abgefahren wie sie klingen, können nur frei und spontan kreiert sein, die anderen haben irgendwo gelesen, auch "Bird" himself habe nur die Methode 3 benutzt:
3. Der Musiker verfügt über ein mehr (Profi) oder weniger (Amateur) großes Repertoire an Motiven (rhytmisch, melodisch), Arpeggien, Fingerpatterns ... kurz: Licks, die er mehr (Profi) oder weniger (Amateur) spontan&geschickt aus der Kiste holen, transponieren, verändern, chromatisch verschieben, wiederholen etc. kann. Aus diesen Bausteinen baut er sich sein Solo oder zumindest die Kernstücke zusammen, und wandelt dieses Solo je nach Fähigkeit von Mal zu mal ab. Ein Amateur wird sich vielleicht eher von Mal
zu Mal eine feste Struktur mit denselben Bausteinen schaffen und daran festhalten, siehe Vorredner:
:Nach einer gewissen Einarbeitungszeit bildet sich aber immer das gleiche Muster heraus: Ich habe einen definierten Einstieg, einen Höhepunkt (ja, oh ja!) und einen definierten Ausstieg und Übergang in den Rhythmus (Wie war ich?). Um diese drei Punkte herum wird improvisiert.
Probier mal ein altbekanntes Stück, über das du immer gut, gern und sicher improvisiert, aber lange nicht mehr gespielt hast, und spiel ein Solo drüber. Du wirst feststellen, daß dein Solo jetzt anders ist als früher (wo du dich immer in den Kernpunkten wiederholt hast). Warum? Weil Dir mittlerweile andere Licks geläufig sind, die du jetzt in Dein Solo über das alte Stück einbaust.
: Vom reinen Improvisieren halte ich eigentlich bei Auftritten (!) nichts, weil:
... es können nur wenige wirklich gut.
:
: 1. keine Sau in der Band mit Sicherheit weiß wann der Gitarrist endlich fertig ist, und sich dadurch Unsicherheit breit macht. Besser ist: vorher ausmachen, 12 Takte, dann wieder Gesang.
Kann man natürlich machen, ist vielfach auch sehr empfehlenswert. Aber es ist kein Widerspruch zum frei kreierten Solo. Auch über 12 Takte läßt sich sowas machen.
Und das allerbeste ist: rechtzeitig der Band ein Zeichen geben, daß am Ende des gerade begonnenen Chorus' auch das Solo zu Ende ist.
:
: 2. es gehört beim reinen Improvisieren viel Disziplin dazu auch mal was Neues zu probieren, was nicht so leicht von der Hand geht und noch holzig klingt. So gerne ich improvisiere, bei der Vielzahl der Soli würde ich mich wiederholen.
Richtig, du müßtest dich frei machen von den Licks, die du gestern bei diesem Solo gespielt hast. Wenn Du kein Genius bist oder eben nicht im Proberaum mit NEtz und doppeltem Boden sondern auf der Bühne stehst, dann spiele ein Solo mit dir geläufigen Licks! Das machen 98 % aller Ober-Profis genauso, sie haben halt nur so viel so gut drauf, daß du's nicht merkst.
Du hast vollkommen recht: Was wirklich Neues klingt meistens holzig und nicht ständig seine vertrauten Licks zu spielen ist schwer.
Da merkt man mal, wie schwer das ist, gut klingenden aber echten Free Jazz zu spielen.
Matthias, ich kenne ein Duo (git,voc), bei dem singt der Sänger eine Baßlinie (walking bass z.B.) während der Gitarrist ein Solo spielt.
Gruß,
Kurt
P.S. Nix für ungut, Torsten, ich wollte dich nicht beurteilen. Ich weiß ja auch nicht, ob Du ein "Profi" oder Amateur bist. Die Vorgehensweise, die Du beschrieben hast, entspricht im Jazzbereich eher der eines Amateurs (also auch meiner). "Amateur" ist auch gar nicht abwertend gemeint. Immerhin ist das einer - wie der Name schon sagt - der aus Liebe zur Musik spielt.
ich würde sagen, es gibt prinzipiell 3 Arten von Soli:
1. Die ausgeschriebenen & Ton für Ton eingeübten. So eins mußt du imho bringen bei Stücken die absolut jeder kennt wie Dire Straits' "Sultans of Swing" oder Pink Floyds "Another Brick in the Wall, Part II".
2. Die absolut frei erfundenen, im Moment des Spielens kreierten Lines. Das passiert z.B. ungeübten Solisten beim allerersten Probieren eines Stücks, wie mein Vorredner sagte:
: Grundsätzlich, wenn sich meine Band und ich einen Song erarbeiten wird zunächst mal improvisiert.
Wird ein Stück zum wiederholten Male gespielt, dann machen das auch unter den Mega-Profis (und ich spreche da v.a. von
Jazzern, bei denen Solis ja dazugehören wie das Bier zur Weißwurst) nur gaaaanz wenige, auch wenn sich deren Solis von mal zu mal komplett anders anhören! Miles Davis soll so ein kongenialer Solist gewesen sein. Bei Charlie Parker streitet sich die Fachwelt, die einen sagen, seine Soli, so
abgefahren wie sie klingen, können nur frei und spontan kreiert sein, die anderen haben irgendwo gelesen, auch "Bird" himself habe nur die Methode 3 benutzt:
3. Der Musiker verfügt über ein mehr (Profi) oder weniger (Amateur) großes Repertoire an Motiven (rhytmisch, melodisch), Arpeggien, Fingerpatterns ... kurz: Licks, die er mehr (Profi) oder weniger (Amateur) spontan&geschickt aus der Kiste holen, transponieren, verändern, chromatisch verschieben, wiederholen etc. kann. Aus diesen Bausteinen baut er sich sein Solo oder zumindest die Kernstücke zusammen, und wandelt dieses Solo je nach Fähigkeit von Mal zu mal ab. Ein Amateur wird sich vielleicht eher von Mal
zu Mal eine feste Struktur mit denselben Bausteinen schaffen und daran festhalten, siehe Vorredner:
:Nach einer gewissen Einarbeitungszeit bildet sich aber immer das gleiche Muster heraus: Ich habe einen definierten Einstieg, einen Höhepunkt (ja, oh ja!) und einen definierten Ausstieg und Übergang in den Rhythmus (Wie war ich?). Um diese drei Punkte herum wird improvisiert.
Probier mal ein altbekanntes Stück, über das du immer gut, gern und sicher improvisiert, aber lange nicht mehr gespielt hast, und spiel ein Solo drüber. Du wirst feststellen, daß dein Solo jetzt anders ist als früher (wo du dich immer in den Kernpunkten wiederholt hast). Warum? Weil Dir mittlerweile andere Licks geläufig sind, die du jetzt in Dein Solo über das alte Stück einbaust.
: Vom reinen Improvisieren halte ich eigentlich bei Auftritten (!) nichts, weil:
... es können nur wenige wirklich gut.
:
: 1. keine Sau in der Band mit Sicherheit weiß wann der Gitarrist endlich fertig ist, und sich dadurch Unsicherheit breit macht. Besser ist: vorher ausmachen, 12 Takte, dann wieder Gesang.
Kann man natürlich machen, ist vielfach auch sehr empfehlenswert. Aber es ist kein Widerspruch zum frei kreierten Solo. Auch über 12 Takte läßt sich sowas machen.
Und das allerbeste ist: rechtzeitig der Band ein Zeichen geben, daß am Ende des gerade begonnenen Chorus' auch das Solo zu Ende ist.
:
: 2. es gehört beim reinen Improvisieren viel Disziplin dazu auch mal was Neues zu probieren, was nicht so leicht von der Hand geht und noch holzig klingt. So gerne ich improvisiere, bei der Vielzahl der Soli würde ich mich wiederholen.
Richtig, du müßtest dich frei machen von den Licks, die du gestern bei diesem Solo gespielt hast. Wenn Du kein Genius bist oder eben nicht im Proberaum mit NEtz und doppeltem Boden sondern auf der Bühne stehst, dann spiele ein Solo mit dir geläufigen Licks! Das machen 98 % aller Ober-Profis genauso, sie haben halt nur so viel so gut drauf, daß du's nicht merkst.
Du hast vollkommen recht: Was wirklich Neues klingt meistens holzig und nicht ständig seine vertrauten Licks zu spielen ist schwer.
Da merkt man mal, wie schwer das ist, gut klingenden aber echten Free Jazz zu spielen.
Matthias, ich kenne ein Duo (git,voc), bei dem singt der Sänger eine Baßlinie (walking bass z.B.) während der Gitarrist ein Solo spielt.
Gruß,
Kurt
P.S. Nix für ungut, Torsten, ich wollte dich nicht beurteilen. Ich weiß ja auch nicht, ob Du ein "Profi" oder Amateur bist. Die Vorgehensweise, die Du beschrieben hast, entspricht im Jazzbereich eher der eines Amateurs (also auch meiner). "Amateur" ist auch gar nicht abwertend gemeint. Immerhin ist das einer - wie der Name schon sagt - der aus Liebe zur Musik spielt.
Hallo!
: Uffz, das hört sich schwer na Leo Kottke bzw. Tuck & Patti an. Extreeeem Fingerpicking. :-)
Beides ist für mich absolut unspielbar. Das macht für mich aber nichts, denn beides finde ich auch unhörbar.
Fingerpicking vermeide ich, wo immer es geht. Das "Solo" ist dann eher ein Umdrehen der Chordvoicings, so dass sich aus den Top-notes (nennt man die höchsten Töne im Akkord nicht so?) ein Sinn ergibt. Wenn ich weiß, dass ich ein Solo spielen werde, bleibe ich bei der Begleitung bewußt sparsam, damit ich danach aufdrehen kann, bleibe z.B. bei Pfadfinderakkorden und gehe beim Solo mal in die höheren Lagen. Dazu mal ein paar Licks, Doublestops etc. Plus gerne mal Rhythmus-Solo oder schlicht ein "C-Teil".
Klingt alles wahnsinnig wichtig, ist aber noch müderes Geklampfe als meine Rhythmussachen. ;-)
Gruß
Matthias
: Uffz, das hört sich schwer na Leo Kottke bzw. Tuck & Patti an. Extreeeem Fingerpicking. :-)
Beides ist für mich absolut unspielbar. Das macht für mich aber nichts, denn beides finde ich auch unhörbar.
Fingerpicking vermeide ich, wo immer es geht. Das "Solo" ist dann eher ein Umdrehen der Chordvoicings, so dass sich aus den Top-notes (nennt man die höchsten Töne im Akkord nicht so?) ein Sinn ergibt. Wenn ich weiß, dass ich ein Solo spielen werde, bleibe ich bei der Begleitung bewußt sparsam, damit ich danach aufdrehen kann, bleibe z.B. bei Pfadfinderakkorden und gehe beim Solo mal in die höheren Lagen. Dazu mal ein paar Licks, Doublestops etc. Plus gerne mal Rhythmus-Solo oder schlicht ein "C-Teil".
Klingt alles wahnsinnig wichtig, ist aber noch müderes Geklampfe als meine Rhythmussachen. ;-)
Gruß
Matthias
Hallo!
: wenn also ein solo her muss, dann ist es nie festgelegt, sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
: Im Laufe dr Zeit entwickeln sich dann natürlich eingespielte Linien, aber es bleibt immernoch Platz für Neues -
Ja, so ungefähr ist das bei mir auch. Wobei das auch daran liegt, dass ich 100 % des Solos ohnehin nicht wieder hinbekommen würde.
Gruß
Matthias
: wenn also ein solo her muss, dann ist es nie festgelegt, sondern nur lose verankert, und der rest muss halt in dem moment des spielens her.
: Im Laufe dr Zeit entwickeln sich dann natürlich eingespielte Linien, aber es bleibt immernoch Platz für Neues -
Ja, so ungefähr ist das bei mir auch. Wobei das auch daran liegt, dass ich 100 % des Solos ohnehin nicht wieder hinbekommen würde.
Gruß
Matthias
Hi Gereon,
: Um sich zu unterhalten, braucht man Wörter und eine Grammatik.
Jein. Sicherlich ist eine Unterhaltung ohne Wörter und Grammatik schwierig. Viel schwieriger ist es meiner Ansicht nach aber - und seien beide Gesprächspartner noch so eloquent - wenn man nichts zu sagen hat.
"Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten."
: Was soll es denn werden?
Och, so eine Mischung aus Eddie Van Halen/Bob Mould/The Edge/Chris Jones/SRV/Jan Garbarek/Kenny Burrell/David Qualey/Brian May to name but a few.
: Vielleicht habe ich für Dich ja mal eine passende Platte im schrank, oder Material oder so.
Da wäre ich ja überrascht, um ehrlich zu sein! ;-)
Gruß
Matthias
: Um sich zu unterhalten, braucht man Wörter und eine Grammatik.
Jein. Sicherlich ist eine Unterhaltung ohne Wörter und Grammatik schwierig. Viel schwieriger ist es meiner Ansicht nach aber - und seien beide Gesprächspartner noch so eloquent - wenn man nichts zu sagen hat.
"Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten."
: Was soll es denn werden?
Och, so eine Mischung aus Eddie Van Halen/Bob Mould/The Edge/Chris Jones/SRV/Jan Garbarek/Kenny Burrell/David Qualey/Brian May to name but a few.
: Vielleicht habe ich für Dich ja mal eine passende Platte im schrank, oder Material oder so.
Da wäre ich ja überrascht, um ehrlich zu sein! ;-)
Gruß
Matthias
Moin matthias,
scheiß auf's Solo, komm vorbei, lass uns ein' spielen.
Regina singt, du spielst Solo.
;-)
SpalterSoloSession?
groetjes
Andreas
scheiß auf's Solo, komm vorbei, lass uns ein' spielen.
Regina singt, du spielst Solo.
;-)
SpalterSoloSession?
groetjes
Andreas
: möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.
Hi Matthias,
Darauf kann ich nur mit einem entschiedenen "sowohl - als auch" antworten. Wenn ich locker aus der Hüfte improvisiere, kommen i.d.R. nicht viel mehr als die üblichen Pentatonik-Phrasen dabei raus, mit der Tendenz zum 'hört sich immer gleicher an'. Wenn also nicht die Langeweile ausbrechen soll, beherzige ich den Spruch eines Gitarrenlehrers; "Ein Solo muss an einem bestimmten Punkt anfangen und einem bestimmten Punkt aufhören". Ich überlege mir also den Anfang - die Melodielinie oder ein Begleitriff aufzunehmen ist nie verkehrt - und den 'approach' - soll gebendet werden, double-stops, schnell oder langsam, Question & Response etc. - dann einen 'freien' Mittelteil, was das schwierigste ist; am Ende kommt man meist von dem 'freien' Teil peu à peu zur Melodielinie/Begleitmuster zurück. Dann schließlich noch die Länge, damit die Mitmusiker wissen, woran sie sind.
Soweit meine Überlegungen zum Thema,
Schöne Grüße, Mathias
Hi Matthias,
Darauf kann ich nur mit einem entschiedenen "sowohl - als auch" antworten. Wenn ich locker aus der Hüfte improvisiere, kommen i.d.R. nicht viel mehr als die üblichen Pentatonik-Phrasen dabei raus, mit der Tendenz zum 'hört sich immer gleicher an'. Wenn also nicht die Langeweile ausbrechen soll, beherzige ich den Spruch eines Gitarrenlehrers; "Ein Solo muss an einem bestimmten Punkt anfangen und einem bestimmten Punkt aufhören". Ich überlege mir also den Anfang - die Melodielinie oder ein Begleitriff aufzunehmen ist nie verkehrt - und den 'approach' - soll gebendet werden, double-stops, schnell oder langsam, Question & Response etc. - dann einen 'freien' Mittelteil, was das schwierigste ist; am Ende kommt man meist von dem 'freien' Teil peu à peu zur Melodielinie/Begleitmuster zurück. Dann schließlich noch die Länge, damit die Mitmusiker wissen, woran sie sind.
Soweit meine Überlegungen zum Thema,
Schöne Grüße, Mathias