Re: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen


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Beitrag von The stooge vom August 06. 2003 um 15:49:36:

Als Antwort zu: (Philosophie) Das Gitarrensolo, das unbekannte Wesen geschrieben von Matthias am August 04. 2003 um 22:24:18:

: möchte ich gerne mal wissen, ob ihr eure Soli wirklich improvisiert oder ob ihr das so locker aus der Hüfte spielt.

Hi Matthias,

Darauf kann ich nur mit einem entschiedenen "sowohl - als auch" antworten. Wenn ich locker aus der Hüfte improvisiere, kommen i.d.R. nicht viel mehr als die üblichen Pentatonik-Phrasen dabei raus, mit der Tendenz zum 'hört sich immer gleicher an'. Wenn also nicht die Langeweile ausbrechen soll, beherzige ich den Spruch eines Gitarrenlehrers; "Ein Solo muss an einem bestimmten Punkt anfangen und einem bestimmten Punkt aufhören". Ich überlege mir also den Anfang - die Melodielinie oder ein Begleitriff aufzunehmen ist nie verkehrt - und den 'approach' - soll gebendet werden, double-stops, schnell oder langsam, Question & Response etc. - dann einen 'freien' Mittelteil, was das schwierigste ist; am Ende kommt man meist von dem 'freien' Teil peu à peu zur Melodielinie/Begleitmuster zurück. Dann schließlich noch die Länge, damit die Mitmusiker wissen, woran sie sind.

Soweit meine Überlegungen zum Thema,

Schöne Grüße, Mathias


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