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(Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo.

Ich hab' vor kurzem viel experimentiert was Potis angeht. Ich hatte leider viel Gelegenheit zum Experimentieren, weil ich durch wilde Pickup Hin- und Herlöterei quer durch meine Gitarrensammmlung fast alle Vol-Potis zerschossen habe.

Jedenfalls habe ich bei linear vs. logarithmisch festgestellt : Das eine funktioniert für mich, das andere nicht. Jetzt habe ich aber bei dem ganzen Gemetzel die Übersicht verloren und mein einziger Anhaltspunkt ist der letzte mir verbleibende Poti, von dem ich als einzigem weiß, dass er den Kurvenverlauf hat, den ich brauche.

Frage jetzt : Wie entlocke ich ihm sein Geheimnis, ob er nun linear oder logarithmisch ist? Ich kann in meiner Kollektion kaputter Potis keine Kennungen ausmachen, die konstant wären so dass ich ein Kennungsschema erahnen könnte. Das muss doch aber irgendwie auszumachen sein, oder ?


suche Hilfe, biete Dank.
groby

P.S.
Übrigens hätte ich nie gedacht, dass es bei so etwas elementarem wie Potis eine so grosse Streuung im Regelweg gibt. Selbst wenn ich weiss, ob linear oder nicht, kann es drei Potis kosten bis ich zufrieden bin.

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi Groby,

am einfachsten nimmst Du ein normales Meßgerät (Ohmmeter) und hälst die zwei Meßspiten an den Eingang und an den Ausgang des Potis (wenn die Achse nach unten zeigt, ist das der linke und der mittlere Anschluß, der rechte ist ja beim Vol.Poti gegen die Gehäuse-Masse gelötet) und drehst an der Potiachse. Bei einem linearen Poti verläuft der Regelweg auf
dem Meßgerät gleichmäßig von 0 bis 250 bzw. 500kOhm. Bei einem logarythmischen Poti würde der Regelweg innerhalb eines sehr kleinen Regelbereiches sprunghaft ansteigen und auf dem großen restlichen Regelweg des Potis tut sich fast nichts mehr. Für die Gitarre, vor allem Volumen, aber auch Ton, ist ein logarythmisches Poti immer besser. Die besten und langlebigsten Potis sind die amerikanischen CTS Potis, die Gibson, Fender, PRS und viele andere benutzen. Diese gibt es im Zubehörhandel.

Viele Grüße & viel Spaß beim löten

André

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi André

Danke. Leider ist mein Multimeter über'n Jordan. Wieso gibt es auch keine Möglichkeit, sowas von außen zu erkennen?
Ich meine allerdings, linear wäre mein Favorit. Wow, wie individiuell von mir. Aber egal.

Wo ich Dich schon mal am Draht habe: Ein Kondensator am Vol-Poti beeinflusst den Sound auch bei gänzlich offenem Regler?


"Arrghhh." schreien jetzt viele. (Stichwort Manuel: "Ich hab auch überhaupt keine Lust, mich mit Zwanzigjährigen zu unterhalten und dauernd im Hinterkopf `hatten wir alles schon mal´ zu denken".)
Für Standardfragen - den Merksatz haben wir ja alle ins Schönschreibheft kopiert - muß man sich nämlich schämen oder entschuldigen. Also: Sorry, Manuel et al. Lest schnell weg.


groby (27)

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo Groby

Wieso gibt es auch keine Möglichkeit, sowas von außen zu erkennen?
Bei manchen Potis (mit Vorliebe solche aus Industrie- Anwendungen) steht irgendwo ein "log" oder "lin" drauf. In Gitarren scheint dies der seltenere Fall zu sein. Naja, angesichts der Tatsache dass es Leute gibt, die für ein "Original"- Poti aus den 60ern ein paar hundert Dollärchen hinblättern kein Wunder, man will ja schliesslich noch was vom Voodoo bewahren :-))

Ein Kondensator am Vol-Poti beeinflusst den Sound auch bei gänzlich offenem Regler?
Kommt drauf an. "Normalerweise" wird der Kondensator von Poti- "Eingang" zu "Abgriff" (da wo dann das Nutzsignal ebgeht) gelötet. Ist dies der Fall, dann ist bei voll geöffnetem Poti der Abgriff (Schleifer, Signal- "Ausgang") voll mit dem Signal- Eingang verbunden, will heissen der Kondensator ist damit kurzgeschlossen und ausser Betrieb! Fazit: die Antwort auf Deine Frage lautet: normalerweise nein.

: groby (27)
Jungspund :-))

Gruss: Christoph


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi Groby,

"Arrghhh." schreien jetzt viele. (Stichwort Manuel: "Ich hab auch überhaupt keine Lust, mich mit Zwanzigjährigen zu unterhalten und dauernd im Hinterkopf `hatten wir alles schon mal´ zu denken".)
Für Standardfragen - den Merksatz haben wir ja alle ins Schönschreibheft kopiert - muß man sich nämlich schämen oder entschuldigen. Also: Sorry, Manuel et al. Lest schnell weg.

hmm, ich glaube ihr habt bei Manuels Antwort weiter unten das :-)))))))) im Beitrags-Titel übersehen. Ich denke nicht das Manuel das so scharf gemeint hat wie es formuliert war oder Manuel????

Standardfragen werden immer wieder auftauchen. Leider bin ich mit meiner FAQ immer noch nicht fertig/zufrieden. Siehe aber auch hier etwas zu Anfängerfragen im Forum.

Guido

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo!

: Bei manchen Potis (mit Vorliebe solche aus Industrie- Anwendungen) steht irgendwo ein "log" oder "lin" drauf. In Gitarren scheint dies der seltenere Fall zu sein.

Alternativ dazu gibt's noch das "A" und das "B", wobei "A" meines wissens nach für log. steht. Sicher bin ich da aber nicht mehr, bei mir technisch anspruchslosem Musiker gibt's eh' nur "an" und "aus", da ist mir das Poti Latte wie Rost...

Gruß
Felix

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo Groby

Wieso gibt es auch keine Möglichkeit, sowas von außen zu erkennen?
Bei manchen Potis (mit Vorliebe solche aus Industrie- Anwendungen) steht irgendwo ein "log" oder "lin" drauf. In Gitarren scheint dies der seltenere Fall zu sein. Naja, angesichts der Tatsache dass es Leute gibt, die für ein "Original"- Poti aus den 60ern ein paar hundert Dollärchen hinblättern kein Wunder, man will ja schliesslich noch was vom Voodoo bewahren :-))

Ein Kondensator am Vol-Poti beeinflusst den Sound auch bei gänzlich offenem Regler?
Kommt drauf an. "Normalerweise" wird der Kondensator von Poti- "Eingang" zu "Abgriff" (da wo dann das Nutzsignal ebgeht) gelötet. Ist dies der Fall, dann ist bei voll geöffnetem Poti der Abgriff (Schleifer, Signal- "Ausgang") voll mit dem Signal- Eingang verbunden, will heissen der Kondensator ist damit kurzgeschlossen und ausser Betrieb! Fazit: die Antwort auf Deine Frage lautet: normalerweise nein.

: groby (27)
Jungspund :-))

Gruss: Christoph


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Alternativ dazu gibt's noch das "A" und das "B", wobei "A" meines wissens nach für log. steht.

A-ha. Dann ham wa doch schon mal was. Danke. Meine Favoriten haben alle ein "B". Wofür das steht, ist ja letztendlich schnuppe. Hauptsache, mein Gehirn erinnert sich beim nächsten Kauf "B = gut".

... da ist mir das Poti Latte wie Rost...
Ist "Lattenrost" eigentlich eine Bezeichung für einen Teil eines Bettes oder für eine Geschlechtskrankheit?


Tut mir leid. Wenn sich ein Kalauer anbietet, ist meine Selbstbeherrschung dahin.

groby

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo André

"Für die Gitarre, vor allem Volumen, aber auch Ton, ist ein logarythmisches Poti immer besser"

Tja, das ist wie bei anderen Dingen auch hier eine Geschmacksache. Ich komme mit linearen Vol-Potis besser klar, da ich so feinfühliger die Lautstärke im oberen Bereich regeln kann. Viele meiner Gitarren sind schon von Haus aus mit lin.Potis versehen, so z.B.meine SG, Les Paul oder AS200. Fast alle anderen habe ich auf lin.Vol-Potis umgerüstet.
Man kann übrigens bei nahezu allen Gitarren von Aussen messen, um was für ein Vol.-Poti es sich handelt(Widerstandswert und Charakteristik-besonders interessant z.B. bei Jazzgitarren bei denen man ja nicht rankommt).
Die haben meinen Tipp mal vor ca. 2Jahren im G&B als Leserbrief abgedruckt. Wenn´s jemanden interessiert suche ich mal die Ausgabe heraus.

Gruß
Der Nominator

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi @ all!

Öhmn.... Also "B" ist definitiv logarithmisch, hab eben nachgemessen. "A" hab ich auch als Kurzzeichen für linear in Erinnerung. Werd auf alle Fälle nochmal stöbern... Die Potis, die ich in Verstärkern benutze, tragen alle "Lin" oder "Log" in der Bezeichnung (gekapselte Plastedinger, aber sehr gut!).
In der Ostzone war früher "1" linear und "2" logarithmisch.

Zu Falk seinem langen Regelweg: Logarithmische Potis ("B") gibt es deshalb, weil das Ohr (Schalldruckempfinden) gewissermaßen umgekehrt logarithmisch zum Poti ist. Ergo: linearer Lautstärkezuwachs: Bei der HIFI-Anlage erwünscht, bei einigen Gitarristen nicht so, die mögen lieber den schnellen Zuwachs am Anfang, wie er mit einem linearen Poti erzielbar ist (Ich auch, wenn ich kurz nach dem Anreißen den Ton mit dem kleinen Finger (Strat) rein"faden" will. *knopfmakel*: "Telegraph road"). Mister Knopfler benutzt aber nicht den Knopfler and der Ketarre, sondern ein Vol.-Pedal.

Durch das lineare Poti wird der Spannungszuwachs linear, der vom Ohr bewertete Schalldruckpegel (nich hauen, liebe Akustiker, is bestimmt nicht ganz korrekt) wächst aber logarithmisch.

Grüße, Ingo Z.

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo groby,

es war in der Ausgabe 8/98 - doch schon 3 Jahre her.
Aber ich hab´noch den Text gefunden, wie man das Vol-Poti bei fast allen passiven Gitarren von Aussen messen kann ohne dieses auszubauen.

So wird’s gemacht:

Bei ganz aufgedrehtem Volume-Poti kann man mit einem Meßgerät den Gleichstrom-Widerstand eines PU an den beiden Kontakten eines eingesteckten Kabels messen.

Dreht man nun das Poti langsam zu, so erhöht sich der Widerstand, erreicht einen Maximalwert und nimmt dann wieder ab - bei ganz zugedrehtem Poti sollte der Meßwert Null Ohm betragen. Dieser Maximalwert liegt je nach Poti bei ca. 60...250kOhm.
Multipliziert man den gemessenen Maximalwert mit 4 und zieht von dem Ergebnis den Gleichstromwiderstand des PU ab, so erhält man (welch ein Wunder) den Widerstandswert des Poti. Warum das so ist ? Ich glaube das ist uninteressant (Hinweis: angewandte E-Technik- der Einsender ist Diplom-Inschinör)

Liegt das Maximum bei einem Regelbereich des Potis von 1...10 bei ca. 5 so handelt es sich um ein lineares Poti, liegt der Maximalwert bei ca. 8 , ist ein logarithmisches Poti eingebaut.

Natürlich ist diese Methode nicht zu 100% richtig (für alle Akademiker), aber der Fehler ist kleiner 0,1% (hängt von dem Verhältnis PU-Widerstand zu Poti-Widerstand ab - je kleiner desto genauer)

Gruß
Der Nominator


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

: Hallo André
:
: "Für die Gitarre, vor allem Volumen, aber auch Ton, ist ein logarythmisches Poti immer besser"
:
: Tja, das ist wie bei anderen Dingen auch hier eine Geschmacksache. Ich komme mit linearen Vol-Potis besser klar, da ich so feinfühliger die Lautstärke im oberen Bereich regeln kann. Viele meiner Gitarren sind schon von Haus aus mit lin.Potis versehen, so z.B.meine SG, Les Paul oder AS200. Fast alle anderen habe ich auf lin.Vol-Potis umgerüstet.
: Man kann übrigens bei nahezu allen Gitarren von Aussen messen, um was für ein Vol.-Poti es sich handelt(Widerstandswert und Charakteristik-besonders interessant z.B. bei Jazzgitarren bei denen man ja nicht rankommt).
: Die haben meinen Tipp mal vor ca. 2Jahren im G&B als Leserbrief abgedruckt. Wenn´s jemanden interessiert suche ich mal die Ausgabe heraus.
:
: Gruß
: Der Nominator


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo Nominator,

::"" "Für die Gitarre, vor allem Volumen, aber auch Ton, ist ein logarythmisches Poti immer besser"
:
: Tja, das ist wie bei anderen Dingen auch hier eine Geschmacksache. Ich komme mit linearen Vol-Potis besser klar, da ich so feinfühliger die Lautstärke im oberen Bereich regeln kann."":::

Dann löte mal einfach eine 150kOhm (plus/minus 30kPhm gehen auch) Widerstand zwischen Eingang und Ausgang des Vol-Potis sowie ein 820 bis 1.200 nF Kondensator, und Dein Regelweg wird bei den meisten Amps ziemlich "linear" erscheinen und vor akkem kaum Sound einbüßen (funktioniert leider nicht bei allen Amps gleich gut).

Viele Grüße

André

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hallo André,

danke für den Tipp.
Noch ´ne Nachfrage: R & C parallel oder in Reihe verdrahten?

Ich werd´s mal ausprobieren. Was die Auswirkung der Potistellung auf den Sound betrifft muss ich jedoch sagen, daß ich gerade auch das beim Spielen einsetze um verschieden Sounds zu erzeugen. Gleichzeitig habe ich deshalb noch ein Fußcontrol-Vol-Pedal via Midi.

Gruß
Der Nominator


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

hi ingo!

: Öhmn.... Also "B" ist definitiv logarithmisch, hab eben nachgemessen.

jetzt fang ich langsam an, an mir selbst zu zweifeln.

: Zu Falk seinem langen Regelweg:

hö! hö! mein regelweg ist nicht lang! ;-))

:Logarithmische Potis ("B") gibt es deshalb, weil das Ohr (Schalldruckempfinden) gewissermaßen umgekehrt logarithmisch zum Poti ist. Ergo: linearer Lautstärkezuwachs:

da hast du meine (fast) volle zustimmung. nur daß eben bei meinen log. "A" draufsteht. (oder bin ich jetzt total bescheuert?) ich hab doch gerade meine ganze sammlung mit "A"-potis ausgestattet und dabei die "B"-potis rausgeschmissen. nunmehr habe ich reinakustisch gesehen einen lineares Lautstärkezuwachs - ergo logarithmische potis drin.

mensch sag doch mal hier einer, daß ich recht hab! ;-))

gruß falk

ps.: den begriff ostzone mag ich nicht besonders - aber nix für ungut.

Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi Nominator,

: Hallo André,
:
: danke für den Tipp.
: Noch ´ne Nachfrage: R & C parallel oder in Reihe verdrahten?

--paralell--

Viele Grüße

André

:
: Ich werd´s mal ausprobieren. Was die Auswirkung der Potistellung auf den Sound betrifft muss ich jedoch sagen, daß ich gerade auch das beim Spielen einsetze um verschieden Sounds zu erzeugen. Gleichzeitig habe ich deshalb noch ein Fußcontrol-Vol-Pedal via Midi.
:
: Gruß
: Der Nominator


Re: (Technik) Potis: linear oder logarithmisch. Wie ablesen?

Hi Falk!

Ich werd' mal versuchen, Licht in das log/lin-Gewirr zu bringen, melde mich dann. Um die Verwirrung komplett zu machen: Es gibt sogar unterschiedliche Logarithmische Potis (positiv/negativ oder so, für passive Klangregelnetzwerke). In Instrumenten kommt aber meines Wissens nach nur eine Art der Log-Potis zum Einsatz.

Vorher muß ich aber mein Auto reparieren, hab So nach einer ganz guten Mugge in Forst/Lausitz auf der Rückfahrt ein Wildschwein kaputtgefahren, leider ist nun auch der AUDI etwas gefaltet: Totalschaden :-(, jedenfalls für die Versicherung, weiler schon 274 Tkm aufm Zähler hat. Also, Gummihammer raus und blous nich auf'n Bass-Daumen haun!!!

Grüße, Ingo

Achso: Ostzone war eher mit ":-)" gemeint! Außerdem komme ich daher.