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(Technik) Kurzschluß hinterm Trafo

Hi!

Ich hab hier wieder mal was zur Reparatur. Ein Marshall Lead 100 Mosfet (3210). Stellt man das Gerät an geht SOFORT die Sicherung durch. Nachdem ich den Trafo vom "Rest", also Vor- und Endstufeneinheit (übrigens alles auf einer Platine) getrennt habe gab's keine Probleme mehr, abgesehen davon, daß das Gerät so natürlich auch nixht seinen Sinn erfüllt.
Ich komme also zu dem Schluß, daß sich irgendwo auf der Platine ein dicker Kurzschluss befinden muss. Die Seibelkos (2) sind an beide Enden ein ganz klein wenig schwarz-bräunlich, nur ein ganz kleiner Punkt, ich denke mal, das liegt noch im Rahmen, zumal ein Kaputter Elko ja irgendwie keinen Kurzschluss hervorrufen kann, oder??

Habt zufällig jemand 'ne Ahnung, woran's liegen kann? Oder hat jemand 'nen Schlatplan da?? Wäre ganz nett. Ich weiß ja, wenn man nicht gerade Elektrotechnik studiert hat sollte man sich vielleicht auch nicht anmaßen sowas reparieren zu können, aber das Gerät war sehr günstig und die Reparatur ist zwar nicht unbedingt nötig (Gehäuse sehr gut in Schuss...) wäre aber halt schon schön etc. Blabla
Also kurz: Hilfe!!

Danke
Gruß
Felix

PS: Für die, die's evt. nicht wissen: Ist 'n Volltransentop!

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo

Es könnten sein: Netzteil (Gleichrichter, Elkos, Abblock-Kos), Endstufe (Treiber- oder Endstufen-Transistoren), Kabel-Schlüsse oder was auch immer. Eventuell als erstes mal Endstufen-Transistoren hochlegen (beide!), eventuell auch Treiber + Endstufen. Elkos mit Schluss haben ihn meistens permanent, Transistoren auch nicht, also so nicht mesbar, mit dem Ohmmeter meine ich.

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo

: Es könnten sein: Netzteil (Gleichrichter, Elkos, Abblock-Kos), Endstufe (Treiber- oder Endstufen-Transistoren), Kabel-Schlüsse oder was auch immer. Eventuell als erstes mal Endstufen-Transistoren hochlegen (beide!), eventuell auch Treiber + Endstufen. Elkos mit Schluss haben ihn meistens permanent, Transistoren auch nicht, also so nicht mesbar, mit dem Ohmmeter meine ich.
Das heißt für die Praxis: Zum Multimeter greifen, dann erstmal den Gleichrichter mit einem durchmessen (mit dem "Diodentester" bzw. Durchgangsprüfer) Sollte von beiden "~" Pins aus richtung "+" und von "-" Richtung "~" leitend sein und in der anderen richtung nicht. Wenn das so ist mal den Widerstand an den Elkos messen -> steigt er auf dem meßgerät langsam richtung unendlich an, sollten die (mit nicht absoluter, aber doch einigermaßener Sicherheit) OK sein. tut das so nicht, mußt du sie entweder rausnehmen und dann vermessen, oder den Rest stück für stück abklemmen und das Experimentchen wiederhohlen. Wenn der Verstärker schon ein paar jahre auf dem Puckel hat, kann es schon sein, daß die Elkos den Geist aufgeben.
Wenn es die halbleiter in der Endstufe sind, ist die Sache nicht ganz so einfach (kannst dann höchstens die Typen der Leistungsfets nachschauen und wenn sie spannungsfrei sperrend sind, kannst Du mal nachmessen, ob Source und Drain im abgeklemmten Zustand leitend verbunden sind -> wenn ja, hast Du zumindest eine der Ursachen) Wenn das so nicht ist, wirds komplizierter.
Ach ja, befor man an den bauteilen rumfummelt sollte man vorsichtshalber die elkos entladen - bei gezogenem Netzstecker versteht sich- was man durch kurzschließen mit einem leitenden gegenstand mit Isoliertem Griff erreicht. Waren sie anständig geladen, gibt es einen schönen "Britz" bis Knall)
Gruß Winni

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo - Untersuchungsergebnisse!

: Das heißt für die Praxis: Zum Multimeter greifen, dann erstmal den Gleichrichter mit einem durchmessen (mit dem "Diodentester" bzw. Durchgangsprüfer) Sollte von beiden "~" Pins aus richtung "+" und von "-" Richtung "~" leitend sein und in der anderen richtung nicht.

Den hatte ich mir auch als erstes angesehen, denn er ist ja nunmal auch der erste im Bunde. Ergebnis:

~1 nach + --> Dauerdurchgang!
~2 nach + --> Garnüscht!

- nach ~1 --> Immer für etwa 1sec. Durchgang, dann Polarität wechseln.
- nach ~2 --> Schonwieder vergessen, ich glaube aber auch gar nüscht!

Für mich scheint der Fall klar. Wie steht's bei Euch/Dir??

Der Gleichr. Ist quadratisch mit 'nem Loch inner Mitte, ist sowas heute noch erhältlich? Wenn ja, wo? (Ich hab die Dinger entweder Rund oder länglich/rechteckig in Erinnerung...)

Danke soweit
Gruß
Felix

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo - Untersuchungsergebnisse!


: Für mich scheint der Fall klar. Wie steht's bei Euch/Dir??

Moment, ein kaputtes Teil gefunden zu haben, das macht leider noch keinen klaren Fall... bevor Du jubelnd den Gleichrichter austauscht, um dann ein anderes Glied durchzuschiessen, wuerde ich raten, weitere Komponenten zu testen. So ein Gleichrichter geht heutzutage eigentlich nicht so leicht hinueber (Anders als in fruehen Tagen der Selen-Fabrikate - da entstand der Name: "Gleich riecht er...")

: Der Gleichr. Ist quadratisch mit 'nem Loch inner Mitte, ist sowas heute noch erhältlich?

Kicher - sowas wuerde ich als relativ modern und schlicht Leistungsbruecke bezeichnen, und Du wirst ihn in jedem anstaendigen Katalog finden. Das Loch tut aber nix zur Sache, solange die Daten stimmen ¦¬]

gut Loet!
ullli

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo - Untersuchungsergebnisse!

: : Das heißt für die Praxis: Zum Multimeter greifen, dann erstmal den Gleichrichter mit einem durchmessen (mit dem "Diodentester" bzw. Durchgangsprüfer) Sollte von beiden "~" Pins aus richtung "+" und von "-" Richtung "~" leitend sein und in der anderen richtung nicht.
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: Den hatte ich mir auch als erstes angesehen, denn er ist ja nunmal auch der erste im Bunde. Ergebnis:
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: ~1 nach + --> Dauerdurchgang!
: ~2 nach + --> Garnüscht!
:
: - nach ~1 --> Immer für etwa 1sec. Durchgang, dann Polarität wechseln.
: - nach ~2 --> Schonwieder vergessen, ich glaube aber auch gar nüscht!
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: Für mich scheint der Fall klar. Wie steht's bei Euch/Dir??
:
: Der Gleichr. Ist quadratisch mit 'nem Loch inner Mitte, ist sowas heute noch erhältlich? Wenn ja, wo? (Ich hab die Dinger entweder Rund oder länglich/rechteckig in Erinnerung...)
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: Danke soweit
: Gruß
: Felix
Klingt so, als ob wenigstens der Gleichrichter kaputt ist, was aber nicht heißt, daß das der auslösende Fehler ist. es kann auch sein, daß de eigentliche Fehler weiter hinten liegt und der Gleichrichter nur als Folgefehler kaputtgegangen ist.

Die quadratischen mit dem Loch in der Mitte sind für große Leistungen und es gibt sie immer noch :-)
meistens haben sie flache breite "Beine", wo man Kabelschuhe draufstecken kann. Du mußt dir wohl mal nen Schaltplan besorgen, oder den Typ ablesen und bei irgendeinem Elektronikladen nachfragen.
Gruß Winni

Re: (Technik) Kurzschluß hinterm Trafo: Lass es!

Hi Felix,

Du kannst natürlich eins nach dem anderen der relevanten Bauteile (Leistungstransistoren etc. ab- und wieder anlöten und jedes mal dabei eine Sicherung zerschießen (und vielleicht noch ein paar andere Beuteile) und auf diese Weise schöne Stunden verbringen. Aber Du kannst Deine Zeit auch besser anlegen und statt an der falschen Stelle ein paar Mark zu sparen ihn gleich zum Onkel Doktor bringen.
Bei Röhrenverstärkern ist sowas noch eher zu machen, da man die Röhren rausziehen kann, um zu sehen, wo der Wurm drin ist, aber auch dort bin ich bei Netzteilfehlern sehr vorsichtig und lass lieber jemanden dran, der professionell Ahnung davon hat.

Gruß'n Blues, stooge