Hallo Leute
Ich möchte ein wenig tiefer in den Bereich der Jazz - Gitarre eindringen und suche daher ein Buch oder besser noch den entsprechenden pdf - file im Netz, in dem ich Jazz Standards finden kann. Am besten Standards die beliebt auf Sessions gespielt werden, das wäre klasse !
Martin
Übersicht
- (Gitarre) Jazz Standards - gestartet von martin 22. Januar 2001 um 14:49h
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
U. Giebeler
am 23. Januar 2001 um 13:05
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Raphael Garbe
am 22. Januar 2001 um 19:23
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 08:03
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 09:50
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 11:56
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 12:31
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 12:58
- Die Sprache der Musik ...
- von
Pepe
am 23. Januar 2001 um 18:45
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Manuel
am 24. Januar 2001 um 07:53
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Matthias
am 24. Januar 2001 um 08:55
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Christoph
am 24. Januar 2001 um 09:25
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Christoph
am 24. Januar 2001 um 09:25
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Matthias
am 24. Januar 2001 um 08:55
- Re: Die Sprache der Musik ...
- von
Manuel
am 24. Januar 2001 um 07:53
- Die Sprache der Musik ...
- von
Pepe
am 23. Januar 2001 um 18:45
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 12:58
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 12:31
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 09:56
- Re: (Gitarre) Jazz Standards - sorry, weit nach unten gerutscht k.T.
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 09:58
- Re: (Gitarre) Jazz Standards - sorry, weit nach unten gerutscht k.T.
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 09:58
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 11:56
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Juergen
am 23. Januar 2001 um 09:00
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Christoph
am 23. Januar 2001 um 09:40
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Juergen
am 23. Januar 2001 um 10:56
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Juergen
am 23. Januar 2001 um 10:56
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Johannes
am 23. Januar 2001 um 09:24
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Christoph
am 23. Januar 2001 um 09:40
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Manuel
am 23. Januar 2001 um 09:50
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
Matthias
am 23. Januar 2001 um 08:03
- Re: (Gitarre) Jazz Standards
- von
U. Giebeler
am 23. Januar 2001 um 13:05
: Hallo Leute
:
: Ich möchte ein wenig tiefer in den Bereich der Jazz - Gitarre eindringen und suche daher ein Buch oder besser noch den entsprechenden pdf - file im Netz, in dem ich Jazz Standards finden kann. Am besten Standards die beliebt auf Sessions gespielt werden, das wäre klasse !
:
: Martin
Na da würde ich einfach das New Real Book empfehlen, die Jazzstandart-Bibel schlechthin. Ist leider recht teuer, aber ne Anschaffung fürs Leben (Ca. 90-100 DM). Das ist auch meist Grundlage für Sessions etc. Gibts in jedem bessersortierten Musikgeschäft. Du brauchst für Gitarre die Fassung für C-Instrumente.
:
: Ich möchte ein wenig tiefer in den Bereich der Jazz - Gitarre eindringen und suche daher ein Buch oder besser noch den entsprechenden pdf - file im Netz, in dem ich Jazz Standards finden kann. Am besten Standards die beliebt auf Sessions gespielt werden, das wäre klasse !
:
: Martin
Na da würde ich einfach das New Real Book empfehlen, die Jazzstandart-Bibel schlechthin. Ist leider recht teuer, aber ne Anschaffung fürs Leben (Ca. 90-100 DM). Das ist auch meist Grundlage für Sessions etc. Gibts in jedem bessersortierten Musikgeschäft. Du brauchst für Gitarre die Fassung für C-Instrumente.
Hi!
: Na da würde ich einfach das New Real Book empfehlen,
Dazu habe ich auch mal eine klammheimliche Frage. Mit welchen Standards soll man am besten anfangen? Bislang bin ich ja auch nicht so der Jazzer - weder im intensiven Hören noch im Spielen.
Das bedeutet in meinem Fall (Notenlesen mangelhaft), dass ich mir erst Aufnahmen dieser Standards besorgen müsste. Nun gibt es auf dem Grabbeltisch selten "Best of Real-Book-Standards" für 9,99 Tacken. Daher muss ich ja ein wenig sortieren.
Welches sind denn nun DIE Standards, da man ja nich mit allen gleichzeit anfangen kann? Spielt "man" überhaupt noch die klassischen Standards, sprich ollen Kamellen?
Oder soll ich doch erstmal die Melodie von diesem Song mit den Treppen...?
Matthias
: Na da würde ich einfach das New Real Book empfehlen,
Dazu habe ich auch mal eine klammheimliche Frage. Mit welchen Standards soll man am besten anfangen? Bislang bin ich ja auch nicht so der Jazzer - weder im intensiven Hören noch im Spielen.
Das bedeutet in meinem Fall (Notenlesen mangelhaft), dass ich mir erst Aufnahmen dieser Standards besorgen müsste. Nun gibt es auf dem Grabbeltisch selten "Best of Real-Book-Standards" für 9,99 Tacken. Daher muss ich ja ein wenig sortieren.
Welches sind denn nun DIE Standards, da man ja nich mit allen gleichzeit anfangen kann? Spielt "man" überhaupt noch die klassischen Standards, sprich ollen Kamellen?
Oder soll ich doch erstmal die Melodie von diesem Song mit den Treppen...?
Matthias
: Welches sind denn nun DIE Standards, da man ja nich mit allen gleichzeit anfangen kann? Spielt "man" überhaupt noch die klassischen Standards, sprich ollen Kamellen?
:
Auf der Session wurden u.a. folgende Klassiker gespielt:
All Blues - Miles Davis, CD Kind of Blue (bei 2001 günstig)
Cantaloupe Island - Herbie Hancock (CD Best of Herbie Hancock, Blue Note; hat den Vorteil, daß da auch Watermelon Man drauf ist, wird auch immer gern genommen) Cantaloupe war dat Stück, bei dem ich hartnäckig immer G statt F gespielt habe; Christoph is´ mir trotzdem nicht an die Gurgel gesprungen :-))
Dann war da noch Mercy Mercy Mercy, daß von Joe Zawinul für Cannonball Adderly komponiert wurde; leider keine Quellenangabe.
Was die Sessionstücke angeht: Kannst Du hier weitermachen, Christoph?
Ein sicherer Tip ist auch Blue Bossa von Joe Henderson; wahrscheinlich hast Du diese Melodie schon 100mal gehört, ohne zu wissen, was es war.
Start jazzin´
Juergen
:
: Dann war da noch Mercy Mercy Mercy, daß von Joe Zawinul für Cannonball Adderly komponiert wurde; leider keine Quellenangabe.
Ist das nicht auf der "Cannonball in Japan" drauf?
Johannes
Hallo zusammen
Die Quelle von Mercy mercy mercy weiss ich leider auch nicht. Für mich wäre das einfach ein "Traditional" :-))
Weitere "Muss"- Standards (IMHO)
- Billy's Bounce (Blues in F)
- Girl from Ipanema (Bossa Nova)
- Footprints (6/8- Groove)
- Affirmation (George Benson)
- One Note Samba (ja was wohl?:-))
Reicht das für den Anfang? Die Komponisten weiss ich leider nicht auswendig, sind aber im Real Book bestimmt notiert.
Gruss: Christoph
PS:
Wegen einem etwas komplizierteren, polyphonen Akkord ;-) springe ich niemandem an die Gurgel, nicht mal wenn ich davon etwas MERKE! ;-))
Die Quelle von Mercy mercy mercy weiss ich leider auch nicht. Für mich wäre das einfach ein "Traditional" :-))
Weitere "Muss"- Standards (IMHO)
- Billy's Bounce (Blues in F)
- Girl from Ipanema (Bossa Nova)
- Footprints (6/8- Groove)
- Affirmation (George Benson)
- One Note Samba (ja was wohl?:-))
Reicht das für den Anfang? Die Komponisten weiss ich leider nicht auswendig, sind aber im Real Book bestimmt notiert.
Gruss: Christoph
PS:
Wegen einem etwas komplizierteren, polyphonen Akkord ;-) springe ich niemandem an die Gurgel, nicht mal wenn ich davon etwas MERKE! ;-))
: Dazu habe ich auch mal eine klammheimliche Frage. Mit welchen Standards soll man am besten anfangen? Bislang bin ich ja auch nicht so der Jazzer - weder im intensiven Hören noch im Spielen.
: Welches sind denn nun DIE Standards, da man ja nich mit allen gleichzeit anfangen kann? Spielt "man" überhaupt noch die klassischen Standards, sprich ollen Kamellen?
:
: Oder soll ich doch erstmal die Melodie von diesem Song mit den Treppen...?
:
Tach Matthias
Da stellt sich bei mir doch die Frage; wieso wollt ihr das Zeug überhaupt spielen wenn ihr's ja doch nicht hört?
Zur Verdeutlichung; ich bin aufgewachsen mit den ganzen Geschichten, BeBop, Hardbop, Postbop, Westcoast und der Schweinereien mehr. Nicht unbedingt freiwillig, meine Vater spielte Schlagzeug in so einer Kapelle, da gehörte das einfach dazu. Für mich haben viele dieser Melodien den gleichen Effekt wie bei anderen Leuten Beatlesongs (für die war meine Mamma zuständig, und für Elvis auch). Ich hör die Sachen auch heute noch manchmal, einfach weils Spass macht.
Wenn Christoph an der Session ein Stück anzieht, hab ich zwar keine Ahnung wie es heisst, aber ich kenn die Melodie und kann mir vorstellen was als nächstes kommt. Ich habe zwangsläufig gelernt Jazz zu "denken".
Stellt euch doch mal die umgekehrte Situation vor. Da kommt ein ausgewiesener Jazzer mit seiner L5, den CD-Schrank voll mit Christian und Montgommery und sagt:"ich möchte noch ein bisschen Heavy Metall spielen, wie geht denn das?" Auch komisch oder?
Also mein Tipp an euch beide, wenn ihr ein Stück hört dass euch gefällt, schaut nach von wem das ist und ob's noch mehr in der Richtung gibt.
Ansonsten sind die sog. "Rythm-changes" immer noch ein todsicherer Wert bei Sessions. Das sind die Akkordfolgen von "I got Rythm", die werden bei jedem zweiten Jazz-Standard verbraten.
Gruss Manuel
: Welches sind denn nun DIE Standards, da man ja nich mit allen gleichzeit anfangen kann? Spielt "man" überhaupt noch die klassischen Standards, sprich ollen Kamellen?
:
: Oder soll ich doch erstmal die Melodie von diesem Song mit den Treppen...?
:
Tach Matthias
Da stellt sich bei mir doch die Frage; wieso wollt ihr das Zeug überhaupt spielen wenn ihr's ja doch nicht hört?
Zur Verdeutlichung; ich bin aufgewachsen mit den ganzen Geschichten, BeBop, Hardbop, Postbop, Westcoast und der Schweinereien mehr. Nicht unbedingt freiwillig, meine Vater spielte Schlagzeug in so einer Kapelle, da gehörte das einfach dazu. Für mich haben viele dieser Melodien den gleichen Effekt wie bei anderen Leuten Beatlesongs (für die war meine Mamma zuständig, und für Elvis auch). Ich hör die Sachen auch heute noch manchmal, einfach weils Spass macht.
Wenn Christoph an der Session ein Stück anzieht, hab ich zwar keine Ahnung wie es heisst, aber ich kenn die Melodie und kann mir vorstellen was als nächstes kommt. Ich habe zwangsläufig gelernt Jazz zu "denken".
Stellt euch doch mal die umgekehrte Situation vor. Da kommt ein ausgewiesener Jazzer mit seiner L5, den CD-Schrank voll mit Christian und Montgommery und sagt:"ich möchte noch ein bisschen Heavy Metall spielen, wie geht denn das?" Auch komisch oder?
Also mein Tipp an euch beide, wenn ihr ein Stück hört dass euch gefällt, schaut nach von wem das ist und ob's noch mehr in der Richtung gibt.
Ansonsten sind die sog. "Rythm-changes" immer noch ein todsicherer Wert bei Sessions. Das sind die Akkordfolgen von "I got Rythm", die werden bei jedem zweiten Jazz-Standard verbraten.
Gruss Manuel
: Ansonsten sind die sog. "Rythm-changes" immer noch ein todsicherer Wert bei Sessions. Das sind die Akkordfolgen von "I got Rythm", die werden bei jedem zweiten Jazz-Standard verbraten.
:
Ich war mal eben im Netz, mal schauen obs klappt
I got rythm
Ý
Gruss Manuel
:
Ich war mal eben im Netz, mal schauen obs klappt
Ý
| Bb | Gm | Cm7 | F7 | Bb | Gm | Cm7 | F7 | ||||||||||||
| Bb | Gm | Eb | Ebm | Bb | F | Bb | F7 | ||||||||||||
| Bb | Gm | Cm7 | F7 | Bb | Gm | Cm7 | F7 | ||||||||||||
| Bb | Gm | Eb | Ebm | Bb | F | Bb | |||||||||||||
| D7 | D7 | G7 | G7 | ||||||||||||||||
| C7 | C7 | F7 | F7 | ||||||||||||||||
| Bb | Gm | Cm7 | F7 | Bb | Gm | Cm7 | F7 | ||||||||||||
| Bb | Gm | Eb | Ebm | Bb | Ab7 | G7 | |||||||||||||
| C7 | F7 | Bb | |||||||||||||||||
Gruss Manuel
:
: - Girl from Ipanema (Bossa Nova)
Stan Getz/Astrud Gilberto (jaja komponiert von jemand anders, Carlos Antonio Jobim glaub ich; aber die Getz Fassung ist die populärste)
: - Footprints (6/8- Groove; )Ist von Wayne Shorter auf seiner ersten Solo-Platte; erschienen wie so viele dieser Standards auf Blue Note Records
Jazz geht´s los,
Juergen
Stan Getz/Astrud Gilberto (jaja komponiert von jemand anders, Carlos Antonio Jobim glaub ich; aber die Getz Fassung ist die populärste)
: - Footprints (6/8- Groove; )Ist von Wayne Shorter auf seiner ersten Solo-Platte; erschienen wie so viele dieser Standards auf Blue Note Records
Jazz geht´s los,
Juergen
Hi!
:Da stellt sich bei mir doch die Frage; wieso wollt ihr das Zeug überhaupt spielen wenn ihr's ja doch nicht hört?
Da ist nur zum Teil etwas dran.
Spielen und hören sind schon unterschiedliche Dinge. Gerade bei Jazz habe ich an CDs häufig wenig Spaß. Live mag ich das sehr gern. Ich höre auch selten einen Großteil der Sachen, bei denen ich bei Session III begeistert mitgemacht habe.
: Stellt euch doch mal die umgekehrte Situation vor. Da kommt ein ausgewiesener Jazzer... und sagt:"ich möchte noch ein bisschen Heavy Metall spielen, wie geht denn das?" Auch komisch oder?
Nein, gar nicht! Bei einer Metaller-Session wirst Du mit Stücken von einer wenig bekannten Band wohl wenig Mitstreiter finden - bei Enter Sandman steigt dann auch der Bassist ein, weil es eben ein IG Metall-Standard ist. Wenn ich also bei einer Metallersession mitmachen will, wäre es gut, das zu können.
: Also mein Tipp an euch beide, wenn ihr ein Stück hört dass euch gefällt, schaut nach von wem das ist und ob's noch mehr in der Richtung gibt.
Das ist klar, hilft aber nicht unbedingt für den Sessiongebrauch weiter. Auch bei unserer blues- und rocklastigen Session III wurden eben Rock-Standards gespielt - die Sachen, die ich sehr gerne höre, hätte kaum wer mitgespielt.
Gerade im Jazzbereich bleibt aber das _gemeinsame_ Spielen und Improvisieren doch im Vordergrund, so lange man nicht spielen kann wie Joe Pass.
Und was nützen mir die schönsten Modes, Fingersätze und Läufe, Licks, Tipps und Tricks, wenn einfach keiner eine Begleitung dazu spielt?
Matthias
:Da stellt sich bei mir doch die Frage; wieso wollt ihr das Zeug überhaupt spielen wenn ihr's ja doch nicht hört?
Da ist nur zum Teil etwas dran.
Spielen und hören sind schon unterschiedliche Dinge. Gerade bei Jazz habe ich an CDs häufig wenig Spaß. Live mag ich das sehr gern. Ich höre auch selten einen Großteil der Sachen, bei denen ich bei Session III begeistert mitgemacht habe.
: Stellt euch doch mal die umgekehrte Situation vor. Da kommt ein ausgewiesener Jazzer... und sagt:"ich möchte noch ein bisschen Heavy Metall spielen, wie geht denn das?" Auch komisch oder?
Nein, gar nicht! Bei einer Metaller-Session wirst Du mit Stücken von einer wenig bekannten Band wohl wenig Mitstreiter finden - bei Enter Sandman steigt dann auch der Bassist ein, weil es eben ein IG Metall-Standard ist. Wenn ich also bei einer Metallersession mitmachen will, wäre es gut, das zu können.
: Also mein Tipp an euch beide, wenn ihr ein Stück hört dass euch gefällt, schaut nach von wem das ist und ob's noch mehr in der Richtung gibt.
Das ist klar, hilft aber nicht unbedingt für den Sessiongebrauch weiter. Auch bei unserer blues- und rocklastigen Session III wurden eben Rock-Standards gespielt - die Sachen, die ich sehr gerne höre, hätte kaum wer mitgespielt.
Gerade im Jazzbereich bleibt aber das _gemeinsame_ Spielen und Improvisieren doch im Vordergrund, so lange man nicht spielen kann wie Joe Pass.
Und was nützen mir die schönsten Modes, Fingersätze und Läufe, Licks, Tipps und Tricks, wenn einfach keiner eine Begleitung dazu spielt?
Matthias
Tach Mathias
:
: Spielen und hören sind schon unterschiedliche Dinge.
Sorry, aber da muss ich Dir ganz energisch wiedersprechen. Ein Instrument lässt sich erlernen wie man z.B. auch Schreibmaschine erlernen kann. Hier drücken, da zupfen und es macht, richtig ausgeführt, den gewünschten Ton. Das ist ein rein mechanischer Vorgang. Allerdings hat das mit Musik noch nicht all zuviel zu tun.
Musik selbst vergleiche ich mit einer Sprache. Neben der reinen Grammatik gibt's noch andere Eigenschaften wie semantische und pragmatische Eigenheiten. Wenn man einen Satz eins zu eins von einer Sprache in die andere übersetzt wirkt das doch meist sehr merkwürdig. Aber auch dass lässt sich noch erlernen, wenn auch schon schwieriger.
Wo es aber endgültig klemmt, ist bei den Gedanken und Ideen die Du via Sprache, oder eben Musik, transportieren willst. Erst wenn man in einer Sprache denken und fühlen kann, wirkt es echt und authentisch. Und das geht nur über erleben und erfühlen. Einfach nur erlernen lässt sich das nicht.
Was nun die Session betrifft. Was wir da gemacht haben, war ja in dem Sinne kein Jazz. "Little Wing" ist so betrachtet einiges komplizierter als "mercy, mercy, mercy" oder "Watermelon man". Aber gerade deswegen bieten sich die beiden letzteren ja so schön an für Sessions. Ein bisschen Thema ohne grosse Akkordwechseln, ne Bridge, ein Refrain und hopp... wieder von vorne.
Leider ohne mich an der nächsten Session. Berlin kann ich leider nicht. Mein Papi/Tochter-Urlaub fällt genau in die anvisierte Woche. Jetzt hoffe ich ganz fest auf die Bayern-Bauer-Ranch-Session im Herbst.
Gruss Manuel
:
: Spielen und hören sind schon unterschiedliche Dinge.
Sorry, aber da muss ich Dir ganz energisch wiedersprechen. Ein Instrument lässt sich erlernen wie man z.B. auch Schreibmaschine erlernen kann. Hier drücken, da zupfen und es macht, richtig ausgeführt, den gewünschten Ton. Das ist ein rein mechanischer Vorgang. Allerdings hat das mit Musik noch nicht all zuviel zu tun.
Musik selbst vergleiche ich mit einer Sprache. Neben der reinen Grammatik gibt's noch andere Eigenschaften wie semantische und pragmatische Eigenheiten. Wenn man einen Satz eins zu eins von einer Sprache in die andere übersetzt wirkt das doch meist sehr merkwürdig. Aber auch dass lässt sich noch erlernen, wenn auch schon schwieriger.
Wo es aber endgültig klemmt, ist bei den Gedanken und Ideen die Du via Sprache, oder eben Musik, transportieren willst. Erst wenn man in einer Sprache denken und fühlen kann, wirkt es echt und authentisch. Und das geht nur über erleben und erfühlen. Einfach nur erlernen lässt sich das nicht.
Was nun die Session betrifft. Was wir da gemacht haben, war ja in dem Sinne kein Jazz. "Little Wing" ist so betrachtet einiges komplizierter als "mercy, mercy, mercy" oder "Watermelon man". Aber gerade deswegen bieten sich die beiden letzteren ja so schön an für Sessions. Ein bisschen Thema ohne grosse Akkordwechseln, ne Bridge, ein Refrain und hopp... wieder von vorne.
Leider ohne mich an der nächsten Session. Berlin kann ich leider nicht. Mein Papi/Tochter-Urlaub fällt genau in die anvisierte Woche. Jetzt hoffe ich ganz fest auf die Bayern-Bauer-Ranch-Session im Herbst.
Gruss Manuel
Hello again!
Schade, dass Du nächstes Mal nicht dabei bist, das wäre ein nettes Thekenthema gewesen. Deinen Vergleich Musik-Sprache benutze ich auch immer wieder. Da sind wir durchaus zusammen. Nun aber zu "Fremdsprachen".
Ich bin in der Lage, mich englisch auszudrücken. Sicherlich nicht so gut wie in deutscher Sprache, aber ich kann mich verständlich machen. Wenn ich Dir nun erzähle, dass ich Madame liebe, kann ich das deutsch oder englisch tun. Der Inhalt meiner Rede ist von der Sprache zum größten Teil unabhängig - Zwischentöne ausgenommen!
Nun könntest Du erwidern, dass Jazzer eben über andere Dinge reden/musizieren als Blueser oder Rocker. Das glaube ich aber nicht. Wir "reden" oder musizieren hoffentlich mit Gefühl - ob das Vokabular nun rockig oder jazzig ist, halte ich für nebensächlich.
Interessantes Thema, mal sehen, wo es hinführt.
Matthias
Schade, dass Du nächstes Mal nicht dabei bist, das wäre ein nettes Thekenthema gewesen. Deinen Vergleich Musik-Sprache benutze ich auch immer wieder. Da sind wir durchaus zusammen. Nun aber zu "Fremdsprachen".
Ich bin in der Lage, mich englisch auszudrücken. Sicherlich nicht so gut wie in deutscher Sprache, aber ich kann mich verständlich machen. Wenn ich Dir nun erzähle, dass ich Madame liebe, kann ich das deutsch oder englisch tun. Der Inhalt meiner Rede ist von der Sprache zum größten Teil unabhängig - Zwischentöne ausgenommen!
Nun könntest Du erwidern, dass Jazzer eben über andere Dinge reden/musizieren als Blueser oder Rocker. Das glaube ich aber nicht. Wir "reden" oder musizieren hoffentlich mit Gefühl - ob das Vokabular nun rockig oder jazzig ist, halte ich für nebensächlich.
Interessantes Thema, mal sehen, wo es hinführt.
Matthias
Hi Martin,
geh doch mal zu www.guitar-pro.com (der Bindestrich ist wichtig, sonst landest du auf einer anderen Gitarren-Homepage), dort gibt es eine kostenlose Demo-Version des Programms und über tausend Stücke zum runterladen. Die haben eine Sammlung von Jazz-Standards dabei und auch gute Bossa-Stücke. Auf derHomepage findest du auch einen link zu jazzguitar-corps, dort sind einige Jazz-Stücke in aufsteigender Reihenfolge hinsichtlich Schwierigkeitsgrad. Diese Tabs in Verbindung mit den Originalaufnahmen könnten dir bestimmt weiterhelfen.
Viele Grüsse
U. Giebeler
geh doch mal zu www.guitar-pro.com (der Bindestrich ist wichtig, sonst landest du auf einer anderen Gitarren-Homepage), dort gibt es eine kostenlose Demo-Version des Programms und über tausend Stücke zum runterladen. Die haben eine Sammlung von Jazz-Standards dabei und auch gute Bossa-Stücke. Auf derHomepage findest du auch einen link zu jazzguitar-corps, dort sind einige Jazz-Stücke in aufsteigender Reihenfolge hinsichtlich Schwierigkeitsgrad. Diese Tabs in Verbindung mit den Originalaufnahmen könnten dir bestimmt weiterhelfen.
Viele Grüsse
U. Giebeler
Tach Matthias!
: Nun könntest Du erwidern, dass Jazzer eben über andere Dinge reden/musizieren als Blueser oder Rocker. Das glaube ich aber nicht. Wir "reden" oder musizieren hoffentlich mit Gefühl - ob das Vokabular nun rockig oder jazzig ist, halte ich für nebensächlich.
Njjjaaein ... der Vergleich "Musik/Sprache" ist nicht umsonst so treffend. Und die verschiedenen Stile sind quasi die verschiedenen Dialekte der großen Sprachsuppe Musik.
(*Metapher-Mode on*)
Ich bin Düsseldorfer. Den Dialekt versteh' ich und kann ich sprechen. Durch Marinezeit/Verwandtschaft sind mir auch norddeutsch, balinarüsch und ein wenig hessisch zumindest passiv vertraut. An das moselfränkische Sprachverbrechen hab' ich mich auch schon gewöhnt; inzwischen kann ich's sogar fast sprechen. Aber wenn sich zwei Schwärzestwälder unterhalten, versteh' ich nix, vom Imitieren ganz zu schweigen. (Black Forest=Black Metal, z.B.)
(*und wieder off*)
Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
Nos vemos en infierno, Pepe
: Nun könntest Du erwidern, dass Jazzer eben über andere Dinge reden/musizieren als Blueser oder Rocker. Das glaube ich aber nicht. Wir "reden" oder musizieren hoffentlich mit Gefühl - ob das Vokabular nun rockig oder jazzig ist, halte ich für nebensächlich.
Njjjaaein ... der Vergleich "Musik/Sprache" ist nicht umsonst so treffend. Und die verschiedenen Stile sind quasi die verschiedenen Dialekte der großen Sprachsuppe Musik.
(*Metapher-Mode on*)
Ich bin Düsseldorfer. Den Dialekt versteh' ich und kann ich sprechen. Durch Marinezeit/Verwandtschaft sind mir auch norddeutsch, balinarüsch und ein wenig hessisch zumindest passiv vertraut. An das moselfränkische Sprachverbrechen hab' ich mich auch schon gewöhnt; inzwischen kann ich's sogar fast sprechen. Aber wenn sich zwei Schwärzestwälder unterhalten, versteh' ich nix, vom Imitieren ganz zu schweigen. (Black Forest=Black Metal, z.B.)
(*und wieder off*)
Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
Nos vemos en infierno, Pepe
Tach Ihr Beiden
: Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
:
Yupp, Ich glaub das war's was ich sagen wollte. Ist nicht immer ganz einfach :-)
Noch ein Tipp an Matthias, ist mir gestern Nacht im Bett eingefallen. Wenn man sich am Anfang in Jazz reinhören will macht imho wenig Sinn mit dem Brötzmann-Kollektiv und ähnlich abgedrehten Sachen anzufangen.
Ich empfehle da eher Aufnahmen aus der Amateur-Liga. Semiprofis und Freizeitjazzer die mal ne Platte aufnehmen. Am besten so im Swingbereich. Da kannst Du sicher sein, dass die das Schulbuchmässig runterspielen. Die Arangements sind sauber und nachvollziehbar und die einzelnen Solos zwar nicht aufregend aber verständlich. Das Realbook auf der richtigen Seite aufgeschlagen und los gehts.
Oder gleich die play-along Geschichten von Abersold. Das sind diese Aufnahmen ohne das Soloinstrument, oder Bass oder was auch immer gewünscht ist. Am besten eigentlich beides; die Amateure und Aebersold.
Leider hab ich bei den Amateuren keinen Vorschlag. Meine heissgeliebten "Zürich-Tenors" - 5 Saxophone langweilen sich gegenseitig zu Tode - wirst du in Deutschland kaum bekommen.
Gruss Manuel
: Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
:
Yupp, Ich glaub das war's was ich sagen wollte. Ist nicht immer ganz einfach :-)
Noch ein Tipp an Matthias, ist mir gestern Nacht im Bett eingefallen. Wenn man sich am Anfang in Jazz reinhören will macht imho wenig Sinn mit dem Brötzmann-Kollektiv und ähnlich abgedrehten Sachen anzufangen.
Ich empfehle da eher Aufnahmen aus der Amateur-Liga. Semiprofis und Freizeitjazzer die mal ne Platte aufnehmen. Am besten so im Swingbereich. Da kannst Du sicher sein, dass die das Schulbuchmässig runterspielen. Die Arangements sind sauber und nachvollziehbar und die einzelnen Solos zwar nicht aufregend aber verständlich. Das Realbook auf der richtigen Seite aufgeschlagen und los gehts.
Oder gleich die play-along Geschichten von Abersold. Das sind diese Aufnahmen ohne das Soloinstrument, oder Bass oder was auch immer gewünscht ist. Am besten eigentlich beides; die Amateure und Aebersold.
Leider hab ich bei den Amateuren keinen Vorschlag. Meine heissgeliebten "Zürich-Tenors" - 5 Saxophone langweilen sich gegenseitig zu Tode - wirst du in Deutschland kaum bekommen.
Gruss Manuel
Moin!
:
: : Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
: :
: Yupp, Ich glaub das war's was ich sagen wollte. Ist nicht immer ganz einfach :-)
:
Da bin ich ja fast einverstanden. Ein guter Hiphopper wird aus mir auch nicht, Metaller nicht, Rapper nicht, Technokrat nicht - weil es mich nicht berührt.
Das ist bei Jazz ganz was anderes, sonst würde ich ihn nicht spielen wollen. Vielleicht war die Anfangsfrage falsch. Besser wäre vielleicht gewesen: "Womit sollte man sich "einhören"? " und das hat mir Manuel (thanxs) ja beantwortet.
Gruß in #dom7++9/11 ;-)
Matthias
:
: : Soll heißen: Ich kann vom Radio noch so mit R'n'B und Black Music zugeschmissen werden, aber ich werde bei 80% der Songs nicht verstehen, was sie ausmacht. Und dann kann ich's auch nicht spielen. Geht mir mit Metal genauso. Persiflieren, jau, das mag klappen, aber ich werde nie vernünftigen Metal spielen können (oder wollen :-) ).
: :
: Yupp, Ich glaub das war's was ich sagen wollte. Ist nicht immer ganz einfach :-)
:
Da bin ich ja fast einverstanden. Ein guter Hiphopper wird aus mir auch nicht, Metaller nicht, Rapper nicht, Technokrat nicht - weil es mich nicht berührt.
Das ist bei Jazz ganz was anderes, sonst würde ich ihn nicht spielen wollen. Vielleicht war die Anfangsfrage falsch. Besser wäre vielleicht gewesen: "Womit sollte man sich "einhören"? " und das hat mir Manuel (thanxs) ja beantwortet.
Gruß in #dom7++9/11 ;-)
Matthias
Hallo Matthias
: Gruß in #dom7++9/11 ;-)
Ich würde vielleicht eher einen etwas einfacheren Einstieg wählen :-)) Z.B. E7, A7, E7, A7, ...("Funkaroma" by Ronald Muldrow, Eddie Harris Funk Project)
Gruss: Christoph
PS:
Jazz muss nicht kompliziert sein :-))
: Gruß in #dom7++9/11 ;-)
Ich würde vielleicht eher einen etwas einfacheren Einstieg wählen :-)) Z.B. E7, A7, E7, A7, ...("Funkaroma" by Ronald Muldrow, Eddie Harris Funk Project)
Gruss: Christoph
PS:
Jazz muss nicht kompliziert sein :-))