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Infos zum Behringer Sharc

Moin,

ich gedenke, in unserer kleinen PA was gegen die Rückkopplungen vom Voc-Mic. zu unternehmen und bin dabei auf den Behringer Sharc gestoßen.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit gemacht?
Ist es evtl. auch zum entpfeifen einer Akk.-Git. geeignet?
Über Tips und Ratschläge wär ich dankbar.

Gruß

Andy

Re: Infos zum Behringer Sharc

: Moin,
:
: ich gedenke, in unserer kleinen PA was gegen die Rückkopplungen vom Voc-Mic. zu unternehmen und bin dabei auf den Behringer Sharc gestoßen.
: Hat jemand von Euch Erfahrungen damit gemacht?
: Ist es evtl. auch zum entpfeifen einer Akk.-Git. geeignet?
: Über Tips und Ratschläge wär ich dankbar.
:
: Gruß
:
: Andy

Gibt's dafür nicht den Feedback Destroyer?

Re: Infos zum Behringer Sharc


: Gibt's dafür nicht den Feedback Destroyer?

Stimmt schon, der müßte aber entweder in den Insertweg eingeschliffen werden oder in den Summen- / Auxweg zur zu entpfeifenden Box. Dieser Sharc schein direkt zw. Mikro und Pult zu kommen, und diese Lösung würd ich bevorzugen, da ich dann abhängig vom Mikro und nicht abhängig vom Ausspielweg wäre...

Gruß

Andy

Re: Infos zum Behringer Sharc

Servus!

Ob das Teil zwischen Mikro und Pult oder im Insert des Mikro-Kanals hängt ist doch Jacke wie Hose...?

Den Shark kenn ich nicht, die Feedback-Destroyer von Behringer gehen gemessen am Preis in Ordnung (sind halt keine Sabine...), ziehen aber oft zu viel raus - also nicht zu viele Filter freischalten!

Grüsse
Udo


Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Servus,
    Jacke wie Hose
nein, das kommt auf das Pult an.

Denn der Shark (DSP110) hat einen _Mikrofonvorverstärker_ und einen Hochpaß (leider nur bis 150 Hz und z.B. für eine Frauenstimme ist das normalerweise noch zu niedrig) mit der Möglichkeit zu komprimieren und zu gaten und eignet sich daher besser für Mikrofonabnahmen als der FB-Destroyer (DSP1100P), den man allerdings in den Insert-Weg einschleifen müßte (dafür hat man dann aber auch 2*12 vollparametrische EQs zur Verfügung, die jedoch nur über Menüpfriemelei einstellbar sind - für Live-Anwendungen überhaupt nicht das Wahre ...).
    nicht zu viele Filter freischalten
Das wird für beide Geräte gelten. Wenn der FB-Destroyer Feedbackfrequenzen findet (das können je nach Signalfluß auch Gitarrenverstärkerklänge sein), dann flitert er sie zuerst schmalbandig raus, vergrößert aber bei weiteren Feedbacks u.U. die Filterbreite und das kann man dann schon mal hören.

Also bitte überlegen:
Treten die FB-Probleme auf der Bühne (Monitor) auf oder (sogar) bei den Publikumslautsprechern (PA)?
Wenn's nämlich aus der PA pfeift, dann stimmt normalerweise irgendwas nicht.
Pfeifen auf der Monitoranlage passiert leider häufiger und ist weniger leicht in den Griff zu kriegen. Beim FB-D. hat es sich bewährt, die Monitore "einzupfeifen" und die gefundenen Frequenzen zu sichern. Dann senkt das Gerät nämlich schmalbandig ab und verändert den Klang nicht zu sehr. Da das Teil 12 Bänder auf zwei Kanälen hat, kann man da schon einiges damit anfangen und z.B. auf zwei Monitorwegen jeweils mit 6 Bändern die FB-Frequenzen (sehr) schmalbandig und feststehend absenken, 2 Bänder kann man "automatisch" nach FBs suchen lassen und 4 vollparametrische (!) Bänder bleiben übrig, um den Monitor klangmäßig zu entzerren ...
Aber dieses Teil ist extrem _UN_übersichtlich, deshalb für Live-Anwendungen doch lieber Terzband-EQs (die sind aber im Vergleich _UN_billig).

p.s.
Den DSP110 kann man auch für eine Delay-Line einsetzen, das kann er nämlich auch ...

p.p.s
Preis und Leistung(-svermögen) hängen miteinander zusammen!

redi

Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Moin redi - wenn man schon einpfeift, dann koennte man sich die Kohlen fuer den FBD doch sparen, oder? Ich dachte immer, das waere ein Gimmick fuer Leute, die nicht einpfeifen moegen. Nicht, dass es unter anderen Bedingungen, wo man nicht pfeifen kann (also im vollbesetzten Haus) nicht seine Anwendung haette. Aber die Tonleute, die beim Aufbau zu Bandabenden statt einzupfeifen lieber zwei FBDs einschleifen haben bei mir immer erstmal verschissen :0)

gut Ton!
ullli

Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Moin, Moin (heißt das wohl und hat nix mit "Guten Morgen") zu tun,

also:

Ich muß doch die Anlage (oder was auch immer) einpfeifen, wenn ich die feststellbaren FB-Filter benutzen will. Wie sonst soll das Gerät denn die finden können?

Und:
Allzuviel headroom sollte man da natürlich nicht ausreizen ...

Und:
Nach dem ersten Set schieb ich die Monitorfader (bei uns geht alles vom FOH aus) standardmäßig so um 3 dB runter - dann kann man wieder später was zugeben, ohne daß man Angst haben muß, _gleich_ pfeift's ...

redi

Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Ok - will auch mal wieder klugscheissen... ;-)

Was im Zusammenhang mit Feedbacks nie zur Sprache kommt oder einfach ignoriert wird ist doch folgendes:
FB ist ja eigentlich kein reines Pegelproblem sondern ein Phasenproblem. Soll heissen, der Schall aus der Monitorbox muß phasengleich in das Mikro strahlen, damit da ein FB draus wird. Der kritische Faktor auf der Bühne ist also der Abstand Mikro-Box. Anderer Abstand ergibt andere Frequenz des FBs (kennt man ja, daß die Frequenz eines FBs sich ändert, wenn der dadurch "verschreckte" Mikrofonbenutzer das Mikro von der Box weg bewegt).
Worauf will der Gröger jetzt raus? Also Einpfeifen der Monitore ist eine feine Sache, setzt aber voraus, daß die FB-kritischen Frequenzen gleich bleiben. Also dürfen sich die Positionen von Mikros und Monitorboxen nicht verändern (sag das mal einem Vokalartisten: scheiss auf die Show - don't move!!!). Außerdem muß das FB ja auch nicht vom Direktschall verursacht werden, sondern kann auch aus einer Reflektion (Echo) entstehen, wie sie auftritt, wenn jemand vor dem Mikro steht um reinzusingen (in der Regel wird ja nicht mit den Akteuren vor den betreffenden Mikros eingepfiffen). Verändert der Sänger/in den Abstand zum Mikro, so treten auch wieder andere Reflektionen auf - klar!
Moral von der Geschichte: mit dem Grafik-EQ kann ich FBs nicht 100%ig beikommen. Bei einem Sänger, der sich wenig bewegt mag's ja funktionieren, bei einer Girlgroup mit fetter Tanzshow wohl nicht mehr...
Für den Eigenbedarf pfeife ich die Monitore mit dem Grafik-EQ ein, habe aber dahinter einen FB-Destroyer mit vier freien Bändern sitzen, der im Notfall eingreift und von mir während der Show laufend kontrolliert wird, ob die erfolgten Eingriffe auch dauerhaft notwendig sind.

Gut pfeif
Udo


Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Hallo Groeger!

Noe, kannste ja ruhig sagen. Im uebrigen nicht nur eine Frage des Abstandes, sondern auch ncoh der Richtung. Die Richtcharakteristik eine Mics wird naemlich auch mit Phasendrehungen erkauft!

Darum gehts aber bei den wenigsten Feedbacks, die ich erlebt habe. Normalerweise sind das indirekte Feedbacks, die durch Resonanzfrequenzen in der Signalkette und auch durch Resonanzen in der Raumakkustik entstehen. Und die pfeife ich aus, denn die sind immer da, die kann man feinbandig abdaempfen!

Teil zwei - mein reden - mit einem Grafik-EQ kann man ueberhaupt wenigen miesen Dingen beikommen... Mit einem guten parametrischen EQ hingegen ist schon viel zu gewinnen! Viel? Fast alles!!

gut Ton!
ullli

Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

: Moin, Moin (heißt das wohl und hat nix mit "Guten Morgen") zu tun,

Willst Du mir als altem Duvenstaedter jetzt Nachilfe in Plattduetsch geben?? lach...

Im Alten Land reicht gemeinhin auch ein Moin! Alles andere ist Energieverschwendung (und fuer ullli eine Chance fuer einen Tippfehler, grins)

Anyway, Hi redi!

: Ich muß doch die Anlage (oder was auch immer) einpfeifen, wenn ich die feststellbaren FB-Filter benutzen will. Wie sonst soll das Gerät denn die finden können?

Axo - schulle, da sieht man, dass ich den noch nie benutzt habe - die von mir angescprochenen Tonleute haben cool erklaert, dass man den einfach nur einschleift, und der regelt dann bei Feedback ganz gemuetlich runter...


: Nach dem ersten Set schieb ich die Monitorfader (bei uns geht alles vom FOH aus) standardmäßig so um 3 dB runter - dann kann man wieder später was zugeben, ohne daß man Angst haben muß, _gleich_ pfeift's ...


Sehr weise - bei fast allen Leuten jedoch zieht doch nach der Helfte der Show jeder Toni verzweifelt am Fader fuer die Gitarren - und kleiner als aus geht einfach nicht ;-)

gut Ton!
ullli

Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

Gut wir sind uns einig: FB gibt's und tun kann man nix ;-)

... wollte eigentlich nur darauf hinaus, daß man nie alle FB-Frequenzen im Voraus wegfiltern kann, da theoretisch bei jeder x-beliebigen Frequenz irgendann im Laufe der Show ein FB auftauchen kann.
Bei uns kämpfen auch erfahrene Tonleute immer wieder einen mehr oder weniger aussichtslosen Kampf gegen die FBs (bei sechs Gesangsmikros und drei mobilen Frontleuten)...

Grüsse
Udo


Re: Infos zum Feedback Destroyer und Anmerkungen zu Gitarrenverstärkerspielern

Servus,
    altem Duvenstaedter jetzt Nachilfe in Plattduetsch
... oh, äh - *hüstel* ...
    den einfach nur einschleift, und der regelt dann bei Feedback ganz gemuetlich runter
allerdings, doch würde ich mich nur darauf nicht verlassen. Wenn die Mikros dort bleiben, wo Sie beim Soundcheck waren, kann man schon ein paar kritische Frequenzen bestimmen und vorbeugend absenken. Der B. FBD hat dazu die Programm-Einstellungen "manuell" (wie ein vollparametrischer EQ), "automatisch" (regelt also ganz gemuetlich runter) und "SI" (da weiß ich jetzt gerade nicht, wofür diese Abkürzung steht, jedenfalls werden da schmale Frequenzbänder, die - einstellbar - 3 bis 9 dB über dem Durchschnittspegel des gesamten Signals liegen, als FB erkannt und entsprechend abgesenkt. Diese Frequenzen werden dann gesperrt - Betriebsart "LO" wie "locked" - und bei Bedarf noch weiter abgesenkt und/oder deren Bandbreite vergrößert. Deshalb ist es schon wichtig, daß mobile Mikros bzw. Sänger vorallem im "Auto-Modus" entzerrt werden, denn sonst zieht der "SI-Modus" viel zu viel runter, was man dann auch hört)
    zieht doch nach der Helfte der Show jeder Toni verzweifelt am Fader fuer die Gitarren - und kleiner als aus geht einfach nicht
Dazu hab ich mal vor längerer Zeit mal was geschrieben, das stell ich einfach hier (noch-)mal rein ...
    Natürlich ist wichtig, "was hinten rauskommt", aber zuvor muß vorne erst mal was ("Gescheites") reingekommen sein. Und da fehlt's halt oft (weniger am musikalischen _Einzel_-können als am) am (disziplinierten) _Zusammen_-S_p_i_e_l_. Ich kann einfach nicht glauben, daß sich bei manchen Bühnenlautstärken die Leute auf derselben noch vernünftig gegenseitig hören können.

    Dann verlangen die also "Monitor LAUTER".
    "Halt", sagt da der Mischer, "könnten die Gitarrenspieler nicht ihre Endstufen leiser stellen?"
    "Klar, machen wir." (Aber nur mit dem Gitarristengriff: *Links-rechts*
    "Bitte", sagt dann der Mischer, "noch etwas leiser."
    "Nooch leiser??"
    "Ja, noch leiser, Eure Verstärker sind lauter als die PA."
    So, jetzt dreht der (eine oder andere) Gitarrenverstärkerspieler (vielleicht) seinen Mainregler nach rechts ("Nein! REECHTS, niicht links rum!") - aber er hat ja noch seine Gitarrenregler und die Bodentreter und außerdem, schnell mal hingelangt, keiner hat's gesehen, und so laut ist's doch gar nicht, und außerdem klingen die Röhren doch nur gesättigt, und außerdem, was wissen schon Mischer vom (richtigen, dem meinigen) Sound ...

    Also schiebt der Mischer die Gesangsregler hoch, mit dem Resultat, daß die Stimmen wieder zu hören sind, die Verstärker aber in die Gesangsmikros übersprechen und mitverstärkt werden mit dem weiteren Resultat, daß jetzt das Schlagzeug zu schwach kommt ...
    "MEHR MONITOR, ICH HÖR MICH NICHT!" - Weshalb nur sagen die so selten: "Ich hör ... nicht."? Meistens nur: "Ich hör MICH nicht."
    Also noch mehr Monitor. Hoffentlich hat man die beim Soundcheck vernünftig eingepfiffen. Wieviel Headroom bleibt denn noch? Ah, kommt schon langsam ...

    So hab ich's erst neulich wieder (mit-)erlebt (- ich mußte nicht mischen -) bei einer Band (Southern Rock wie z.B. "Lynyrd Skynyrd" und "Molly Hatchet"), die mit drei E-Gitarren (mindestens zwei davon immer verzerrt) aufgetreten ist, und ein Zelt halb leer geblasen hat.

    redi

    ps Was kann man da machen?


redi


Re: Infos zum Behringer Sharc und Feedback Destroyer

: : Gut wir sind uns einig: FB gibt's und tun kann man nix ;-)
: :
:
: aber auch wenn ihr euch einig seid, haben andere wieder was gelernt, ich zum Beispiel :-)

Hi Johannes - erstens habe ich ja auch einen Haufen gelernt, udn ausserdem habe ich ja noch gar nicht zuestimmt, grins :0) (...wie frueher, wenn meine Mama meiner Schwester und mir sagte, wir sollten uns halt einigen, und ich sie zwei Stunden spaeter heulend anrief "Sie einigt mich nicht!")

Feedbacks ohne Klangeinbussen einen Abend lang im Voraus abschaffen geht nicht. Eine Reihe Feedbacks mit etwas Ohr und den richtigen Geraeten ueber weite Zeitbereiche vermeiden geht schon ¦¬]

gut Ton!
ullli
:
: Gruß,
: Johannes