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(Effekte) Multieffektgeräte

Hallo Leute, bin durch Zufall auf eure Seite gestossen. Prima hier, erst mal n dickes Lob.
Ich hab ne Frage oder bin einfach neugierig auf eure Meinung zu Multieffektgeräten.
Vor kurzem habe ich mir ein Boss VF 1 Gerät zugelegt und dachte, so den Testberichten usw. zufolge, da hab ich jetzt einfach mal was gutes gekauft. Angeschlossen, Manual gelesen(Mehrere Tage *g*) und ausprobiert. Früher hatte ich mal so n Fußtreter von Boss, einen Flanger, am Start und nun dachte ich, prima, das machen wir jetzt alles mit dem Multi-Teil. Also entweder ich bin zu blöd zum programmieren oder ich kann meinen Ohren nicht trauen. Ich kann da schrauben und editieren wie ich will, es klingt immer irgendwie künstlich und so nach Casio-Kinderorgel. Stunden schon alleine im Proberaum gehockt und versucht, das Clean-Signal so n bissle mit Hall usw. aufzupeppen. Dann nach langer Editierei zum Schluß noch mal zum Endvergleich den Effekt ausgemacht und: Das pure Verstärkersignal ist einfach lebendiger, dynamischer und "echter". Außerdem um einiges durchsetzungsfähiger innerhalb der Band. Pegelanpassung usw. hab ich hinbekommen, also daran liegts vermutlich nicht.
Hat jemand son Teil und kann mir n paar Tipps geben?? Gehts jemand genauso(Ich trau echt so langsam den Ohren nicht mehr)
Gibts eigentlich so Grundeinstellungen für nen Hall oder z.B. für den Kompressor? Bringts n Kompressor überhaupt bei Gitarren?
Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Übrigens: die Ampsimulationen sind ja wohl der Witz bei dem Ding, also, nee, und die Fachpresse schreibt, s wär cool. Ich wollte vor kurzem im Studio ne kleine Session mit dem Teil direkt ins Pult einspielen, also da kriegt man ja n Weinkrampf. Nach Amp klingt das nicht. Soll aber nicht Thema sein, ich wills ja als Effektgerät nutzen.

Grüße

Peter

P.S.: Restliche Hardware is n Engl-Savage-120-Top mit JCM 900 Box und ne Music-Man Shilouette. Das Gerät ist im Einschleifweg, der ist voll aufgedreht, d.h. 100 % des Signals werden durchs Effektgerät geleitet.

Re: (Effekte) Multieffektgeräte

: P.S.: Restliche Hardware is n Engl-Savage-120-Top mit JCM 900 Box und ne Music-Man Shilouette. Das Gerät ist im Einschleifweg, der ist voll aufgedreht, d.h. 100 % des Signals werden durchs Effektgerät geleitet.

Hallo Peter,
leider kann ich Dir zu dem Teil im speziellen nichts sagen, aber im allgemeinen hat möchtest Du doch dem Signal nur ein bischen (oder ein bischen mehr) Effekt, also z.B. Hall zumischen. Daher betreibt man den Parallelen Einschleifweg normalerweise auch als solchen und stellt das Effektgerät so ein, daß es nur die Hallfahne, aber nicht das Originalsignal ausgibt. Das Problem, daß Multieffektgeräte das Originalsignal nicht gerade Highendmäßig durchleiten ist nämlich weit verbreitet und bringt daher auch Verstärkern, die nur einen seriellen Einschleifweg besitzen (so wie Du Deinen Amp im Moment betreibst) bei Tests minuspunkte ein.

Bei Mischpulten z.B. würde man über einen (oder mehrere) "Aux-weg(e)" das Signal zum Effektgerät schicken und dann über den Aux-Return wieder beigeben. Also dasselbe Prinzip.

Der Vorteil ist, das die Authentizität und dynamik und überhaupt der Klang des Originalsignals erhalten Bleibt und der Effekt trotzdem schön dazukommt.
Gruß Winni

Re: (Effekte) Multieffektgeräte

Hi Peter,

sorry - ich kann dir zwar keine Antwort geben - hab' aber 'ne Frage: Hast du das Teil einfach nur so nach Testberichten gekauft? Ohne vorher zu probieren? (Im Laden probier ich so Teile auch nicht, aber ich mach den Verkäufern immer klar, daß ich das Teil zurückbringe, wenn es mir nicht gefällt.)

Und noch 'ne Frage am Rande (ist nicht ironisch oder abfällig gemeint): was meinsten du mit "im Studio"?

Mir fällt nämlich in letzter Zeit immer häufiger (vor allem im Grünen) auf, daß da Begriffe benutzt werden, die dann im Endeffekt 'n paar Nummern kleiner sind, als es vermuten läßt. Klasse fand ich da z.B. dieses "morgen spielen wir auf 'nem Open-Air-Konzert" und dann kam heraus, daß der Poster in seinem Garten 'ne Party gefeiert hat :-))

Wie gesagt - diese Frage ist nicht abschätzend o.ä. gemeint - nur ich persönlich mag es nicht, wenn man mit solchen Ausdrücken etwas darstellen will, was nicht ist.

In diesem Sinne und sei herzlich hier im Forum begrüßt

Oly

Re: (Effekte) Multieffektgeräte

: Hallo Leute, bin durch Zufall auf eure Seite gestossen. Prima hier, erst mal n dickes Lob.
: Ich hab ne Frage oder bin einfach neugierig auf eure Meinung zu Multieffektgeräten.
: Vor kurzem habe ich mir ein Boss VF 1 Gerät zugelegt und dachte, so den Testberichten usw. zufolge, da hab ich jetzt einfach mal was gutes gekauft. Angeschlossen, Manual gelesen(Mehrere Tage *g*) und ausprobiert. Früher hatte ich mal so n Fußtreter von Boss, einen Flanger, am Start und nun dachte ich, prima, das machen wir jetzt alles mit dem Multi-Teil. Also entweder ich bin zu blöd zum programmieren oder ich kann meinen Ohren nicht trauen. Ich kann da schrauben und editieren wie ich will, es klingt immer irgendwie künstlich und so nach Casio-Kinderorgel. Stunden schon alleine im Proberaum gehockt und versucht, das Clean-Signal so n bissle mit Hall usw. aufzupeppen. Dann nach langer Editierei zum Schluß noch mal zum Endvergleich den Effekt ausgemacht und: Das pure Verstärkersignal ist einfach lebendiger, dynamischer und "echter". Außerdem um einiges durchsetzungsfähiger innerhalb der Band. Pegelanpassung usw. hab ich hinbekommen, also daran liegts vermutlich nicht.
: Hat jemand son Teil und kann mir n paar Tipps geben?? Gehts jemand genauso(Ich trau echt so langsam den Ohren nicht mehr)
: Gibts eigentlich so Grundeinstellungen für nen Hall oder z.B. für den Kompressor? Bringts n Kompressor überhaupt bei Gitarren?
: Ich bin für jeden Tipp dankbar.
: Übrigens: die Ampsimulationen sind ja wohl der Witz bei dem Ding, also, nee, und die Fachpresse schreibt, s wär cool. Ich wollte vor kurzem im Studio ne kleine Session mit dem Teil direkt ins Pult einspielen, also da kriegt man ja n Weinkrampf. Nach Amp klingt das nicht. Soll aber nicht Thema sein, ich wills ja als Effektgerät nutzen.
:
: Grüße
:
: Peter
:
: P.S.: Restliche Hardware is n Engl-Savage-120-Top mit JCM 900 Box und ne Music-Man Shilouette. Das Gerät ist im Einschleifweg, der ist voll aufgedreht, d.h. 100 % des Signals werden durchs Effektgerät geleitet.

Hallo,

ich glaube Dein letzter Absatz ist das Problem. Ich hatte
genau das gleiche Problem und habe meinen Digitech Bodenmulti in meinen Amp eingeschliffen und den Effektweg voll aufgerissen. Esklang alles sehr künstlich. Ein gutes Ergtebnis habe ich dann erzielt, wenn ich am Bodenteil maximal machbare Sounds eingestellt habe und den Effektweg nur zu 50% geöffnet habe. Ich vergleiche dann immer mit Effektweg/ohne Effektweg und der eigentümliche Röhrensound meines Amps ändert sich überhaupt nicht. Also versuchs damit mal. Generell bei Ampsimulationen würd ich versuchen nicht über Einschleifen sondern direkt am besten auf eine Endstufe zu gehen. Ich hatte mal ein GX 700 von Boss auf eine Engl 2X50 gespielt. Einfach spitze. Ich denke die Simulationen im VF1(COSM) sind vergleichbar. Aber bei Deiner Ausstattung, ist da noch Ampsimulation notwendig. Denn so gut wie das Original sind die natürlich nie.

Hannes


Re: (Effekte) Multieffektgeräte

Hi folx,

: leider kann ich Dir zu dem Teil im speziellen nichts sagen, aber im allgemeinen hat möchtest Du doch dem Signal nur ein bischen (oder ein bischen mehr) Effekt, also z.B. Hall zumischen. Daher betreibt man den Parallelen Einschleifweg normalerweise auch als solchen und stellt das Effektgerät so ein, daß es nur die Hallfahne, aber nicht das Originalsignal ausgibt. Das Problem, daß Multieffektgeräte das Originalsignal nicht gerade Highendmäßig durchleiten ist nämlich weit verbreitet und bringt daher auch Verstärkern, die nur einen seriellen Einschleifweg besitzen (so wie Du Deinen Amp im Moment betreibst) bei Tests minuspunkte ein.

Genau das wird es sein. Die heutigen Effektgeraete werden in der Hinsicht schon etwas besser sein, wie Peter aber selbst festgestellt hat, kommt das Originalsignal immer noch "abgestumpft" durch. Ich habe den selben Effekt vor Jahren mit meinem ollen Digitech DSP128+ drastisch erfahren. Meine gut klingenden Preamps klangen seriell durch das DSP gespielt total "kastriert". Die Dynamik war total geplaettet, alles klang irgendwie sehr indirekt und weniger brilliant. Ein direkter A/B Vergleich offenbarte Welten. Darauf habe ich es durch den Effektweg eines Linemischers zum Direktsignal gemischt und alles war gut. Selbst so ein alter 16-Bit Hobel wie das DSP klingt dann noch richtig gut.
Genau das solltest Du (Peter) mit dem Einschleifweg Deines Engls machen. Den Effektanteil des Boss voll aufreissen und parallel zum Direktsiganl mischen - der Engl hat den parallelen Effektweg nicht ohne Grund ;)

Cheerio, O//i

Re: (Effekte) Multieffektgeräte

Hiho und willkommen!

Neben den Hinweisen der anderen zum parallelen Effektweg gibt es noch einen kleinen Hinweis: Vielleicht magst Du das Teil einfach nicht. So what? Das war ein Fehlkauf, dumm gelaufen, Geld aus dem Fenster, über den Tisch gehauen und über´s Ohr gehauen, weiß der Teufel.

Magst Du vielleicht gar keine Effekte? Oder nur den Sound dieses Teils -das ich nicht kenne- nicht?

Ich habe Dutzende von Choruspedalen und Rackteilen hinter mir und nie das Richtige gefunden. Warum? Weil ich Chorus-Sounds auf meiner Gitarre einfach hasse.

Nur so ein Gedanke.

Matthias

Re: (Effekte) Multieffektgeräte

Den Kommentaren bisher nur beipflichten also gebe ich nur meinen subjektiven Sen(p)f dazu :
Ich habe die erfahrung gemacht, dass multipedale
vor nem amp oder vor der Endstufe immer etwas zehobelt und platt klingen (q.e.d.) und vor allem beim jamen das durchsetzungsvermögen eines amps zu matsch reduzieren,
jedoch klingen viele pedale ins pult geschaltet und abgemischt wesentlich besser (je nach einstellung)
und nicht immer an den character des amps gebunden sind.
Bei langen aufnametagen belebt das die fantasie und kitzelt
mehr aus dem musiker als ein einziger amp.