Aussensaiter Forum

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(Philosophie) Peace! ... oder: hat denn nicht alles seine Berechtigung?!

Hi Volks!

Im Grünen fragte ein Jens, wie denn das Wah Wah im Boss SE-70 (Multi) gegen ein Hardware Wah abschneiden würde. Hier ist meine Antwort:

Das ist immer schwierig zu beurteilen. Was willst Du?! Ich habe schon Leute NUR über ein SE-70 spielen sehen. Anschließend haben sie alle Trümphe in der Hand, denn sie können gleich ran ans Bier und die Mädels ... ohne großartig abzubauen.

Mein Statement: Es hat alles seine Berechtigung - es kommt nur auf Dich an, was Du willst.

Oder anders: Müsli-Mischungen sind praktisch. Tiefkühl-Pizzen sind praktisch. Stereo-Anlagen am Henkel sind praktisch ... aber ... there ain't nothin´ but the real thing, oder?!

P.S.: Das Wah in meinem POD (Jehova! Jehova!) blew entgegen aller Erwartungen my mind!

Back to the Aussensaiters:

Ich fand Fragestellung so allgemeingültig, dass ich nicht anders konnte, als dieses Forum hier auch zu infizieren ...

Muß es denn immer der Sound sein ... oder sind wir nicht auch ab und zu mal darüber froh, auch mal Bekanntschaften nach einem Gig zu schließen, die nicht mit den Worten: "...na, geht´s mit dem Rücken wieder?! ... sah ja echt böse aus vorhin, als Du da unter der Last Deine Half-Stacks zusammengebrochen bist! - Zufälliger Weise leide ich unter dem Helfer-Syndrom und würde Dich gerne mal auf einen netten Abend "Krankengymnastik" bei MIR zu Hause einladen ..."

...den Rest kennen wir ja. Was haltet Ihr von Dingen, die einfach nur praktisch sind?!

Grüße, Clem

NP: Allman Bros. @ Fillmore East

Re: (Philosophie) Peace! ... oder: hat denn nicht alles seine Berechtigung?!

Gute Sache, der Fortschritt...
Wie Du schon sagtest, alles eine Frage der Perspektive: In meinen digitalen 8-Spurrekorder kann ich meine Gitarre (oder meinen Stick) einstöpseln, und eine Gitarrenampsimulation anwählen. Dann klingts nach Marshall-Stack (oder Jazz-Chorus etc.). Einen echten Audio-Freak werde ich damit wohl nicht überzeugen, aber meinen Kreditberater schon - mal ganz abgesehen von meinem Orthopäden.
Natürlich, wenn ich einen echten Fender-Sound haben will, stelle ich ein Mikro vor meinen Amp. Aber einen Marshall habe ich halt nicht. Und so erfahren bin ich im Aufnehmen auch noch nicht, daß ich nicht erstmal ziemlich rumprobieren müßte, um selbst mit meinem echten Fender einen optimalen Sound hinzubekommen.
- Und meine Nachbarn würden sich auch bedanken, wenn ich nachts um 2 plötzlich inspiriert werde und endlich das Höllensolo für meine Demo-Aufnahme auf die Platte brenne...
Obwohl, der eine Nachbar ist Bildhauer, und der bekommt auch manchmal ziemlich spät seine Inspirationen... vielleicht sollte ich das doch mal ausprobieren :-)

Johannes

wie ging der Spruch bloss?

moin!

habe ja auch schon mehrmals den Paisley gemacht, von wegen, es kommt auf alle Begelitumstaende an. Kompromisslos war ich eine Zeitlang im Studio, aber auf der anderen Seite: Wer hoert denn wirklich den UNterschied, wenn Du Dir zehn Stunden die Augen und Ohren an der Mastering-Maschine verbogen hast... Ich will es trotzdem wieder machen, denn einer oder zwei hoeren es eben doch, und vor allem bin ich ja der Esoteriker, der behauptet, dass man es nicht hoeren muss, um die Qualitaet zu erfahren. Langfristig...

Anderes Beispiel: habe gerade PGP installiert, und dem Custom-Key widerstehen koennen... wie wahrscheinlich ist es denn, dass ich a) wirklich sensitive Daten transportiere UND b) jemand wirklich daran will.
Also, nicht alles was moeglich ist, muss auch sein, solange nicht alle anderen high-gear haben.

Ergo: selbst wenn der POD nicht gut klingen wuerde, haette er eine Berechtigung!

(ich warte diesbezueglich auf den Bass-Pod, denn die Boogie-Endstufen auf den 9x102ern ist wirklich etwas unhandlich! - egal wie geil sie klingt!)

die Politiker und Strategen haben da so einen guten Spruch mit "...Mitteln", ich krieg ihn nicht zusammen, kann jemand helfen?

oh gott, das ist ja schon wieder so ein unzusammenhaengendes Text-Monster geworden...

sorry
#ullli

(Technik) Kommt gut?

Hey Johannes

Das riecht nach VS-840...

Ist da drin was draufsteht??? Frage nur aus reiner Neugierde, da ich niemanden sonst kenne der das Gerät hat.
Mach doch mal so nen unobjektiven Test wie Christoph mit den Monsterkabeln! Würde mich noch interessieren,falls Du Zeit hast!

Gruäss

Silvio

Re: (Technik) Kommt gut?

: Das riecht nach VS-840...

Close, but no cigar... Es ist das VS-880 EX, also das etwas komfortablere Modell.

: Ist da drin was draufsteht???
: Mach doch mal so nen unobjektiven Test wie Christoph mit den Monsterkabeln!

OK, ich versuche mal mein Glück...
Aaalso.... ich fange mal von vorne an. In den Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, spielte ich in einer Band, die ein Demo aufnehmen wollte. Dafür mieteten wir uns in einem netten kleinen Bauernhof im Elsaß ein, bauten unser Equipment in der Scheune auf und machten ein paar Tage lang Musik. (So was kann ich übrigens nur weiterempfehlen, das waren die entspanntesten Demoaufnahmen, die ich je gemacht habe.) Am dritten Tag kam dann ein WG-Mitbewohner unsreres Trommlers dazu, auf dessen VS-880 wir dann das Demo aufnahmen. Ich war von der Qualität dieses kleinen Geräts ziemlich beeindruckt. Die Band ruht inzwischen in Frieden und ich spiele in einer ihrer Splittergruppen. Inzwischen ist das Nachfolgemodell des VS-880 auf dem Markt, eben das VS-880 EX. Als ich dieses Jahr genug Geld beisammen hatte, habe ich es mir dann auch zugelegt.
Dabei stand ich auch vor der Frage: VS-840 oder VS-880 EX? Ich habe mich dann aus verschiedenen Gründen für letzteres entschieden: Das 880 hat eine interne Festplatte, das 840 speichert auf ZIP-Disketten. Inzwischen gibt es zwar auch ZIP-Laufwerke mit 250 MB, als ich mich entschied waren's noch 100 MB. Das ist ziemlich wenig, wenn man eine aufwendigere Songproduktion machen will und alle Möglichkeiten des Geräts (virtuelle Spuren für alternative Takes etc.) nutzen will. Außerdem hat das 880 die Möglichkeit, einen CD-Brenner anzuschließen für Datenbackups und um die Songs direkt auf Audio-CDs zu brennen. Nachteil ist, daß die Benutzerführung auf dem 880 lange nicht so gut ist. (Und die Bedienungsanleitung ist ein Graus.)
Das Gerät habe ich jetzt ein halbes Jahr, und inzwischen habe ich einige Aufnahmen mit dem Gerät gemacht - die bisher größte Aktion waren 8 Schlaflieder für meine Patentochter, die ich mit einem Mit-Paten aufgenommen habe. Also Gesang, Akustische bzw. E-Gitarre, Geige, Stick, Glockenspiel und Percussion. Die akustischen Instrumente haben wir mit einem Paar dynamischen Sennheiser-Mikros aufgenommen, die elektrischen haben wir direkt eingestöpselt.
Mit der Klangqualität bin ich so weit sehr zufrieden, und ich denke, mit mehr Erfahrung (und einem guten Preamp) kann man auch noch mehr herausholen. Demnächst werde ich die Lieder dann auf CD brennen - mit kommerziellen CDs kann ich noch nicht konkurrieren, aber in die Nähe kann man glaube ich schon kommen.
Die Möglichkeiten, die das Ding bietet, sind mehr als ausreichend für meine Zwecke (Homerecording & Banddemos). In den zwei Effektboards ist so ungefähr alles drin, was man braucht, vom Kompressor über Hall bis hin zu abgefahreneren Sachen wie Vocoder etc. - Allerdings muß man hier dazu sagen, daß Audio-Profis mit den Parametern z.B. der Kompressoren wahrscheinlich nicht glücklich würden. Da gibt es relativ kryptische Werte, die echte Profis wohl lieber in Millisekunden o.ä. ausgedrückt hätten. Für mich ist das OK.
Eine nette Sache sind die Simulationen: Es gibt Verstärkersimulationen (Marshall, Fender, Jazz Chorus, Soldano etc.), Mikrofonsimulationen (Aufnehmen mit SM 57, nach Simulation klingts z.B. wie ein SM 58) und sogar Lautsprechersimulationen. Natürlich alles nicht "the real thing" aber meinen Geldbeutel schont's gewaltig und für Demoaufnahmen reicht's allemal.
Was die Bedienung angeht - siehe oben - das Gerät ist nun mal sehr kompakt, das heißt, daß jede Taste mindestens doppelt belegt ist. Nach einem halben Jahr Einarbeitung habe ich aber jedenfalls eine Vorstellung davon, was alles machbar ist, und meistens bekomme ich's dann auch hin. Die ersten Aufnahmen habe ich zwar ziemlich schnell gemacht, aber um es richtig zu bedienen braucht es schon ein längeres Studium.
Im Vergleich mit dem Fostex-Vierspurgerät, mit dem ich vorher ein bißchen Homerecording gemacht habe, ist es jedenfalls ein großer Schritt nach vorne. Vor allem die Möglichkeiten, die ein digitales Gerät bietet, genieße ich sehr, wie virtuelle Spuren, punktgenaues Punch-In und -Out, Spuren kopieren und Mischen ohne hörbaren Klangverlust etc.
Gestern habe ich das Gerät auf das neue Betriebssystem aufgerüstet, das bietet vor allem fürs Mastering neue Funktionen wie z.B. Multiband-Kompression, mit denen habe ich allerdings noch keine Erfahrungen gemacht.
Im Januar will ich dann mit einer befreundeten Band die ersten "richtigen" Demoaufnahmen machen. Das wird dann das erste Mal sein, daß ich Rockmusik aufnehmen werde - Für mich spannend, z.B. habe ich noch keine Erfahrung mit Schlagzeug-Abnahme.
So - ich hoffe, das war nicht zu konfus, was ich hier zusammengehackt habe... Falls Du noch Fragen hast, erzähl ich auch gerne noch mehr.

Johannes

ja sog emol...

...was kost denn sowas zur Zeit in Deutschland?
Ich habe immer gedacht, wer sowieso einen PC zu Hause hat, kauft sich bloss 'ne gute Soundcard und die Software....
Es muss doch einen Grund geben, dass Leute Dein Geraet kaufen. Okay, es ist handlicher, (aber ich habe auch keine Probleme, den PC ind der Scheune aufzubauen! Und wenn die TFTs erst billiger wreden...) aber ist der Preisvorteil gegeben?

gut Ton!
ullli

Re: ja sog emol...

Naja, mein PC zu Hause ist ne bessere Schreibmaschine: 486 mit 8 MB Speicher. Reicht mir eigentlich. Aber für Soundkarte und vernünftige Aufnahmesoftware reicht das natürlich nicht mehr.
Der Transport war auch ein Grund für die Entscheidung. Ich habe nun mal kein Auto, und auch nicht vor, mir in nächster Zeit eins zu kaufen, und das Gerät kann ich in einer größeren Tasache gut mit mir rumschleppen. Außerdem hatte ich bis jetzt noch keine Probleme mit Abstürzen, was ich bis jetzt bei wenigen PCs oder Apples erlebt habe, und wenn, war das Betriebssystem mit dem Pinguin drauf. Das wäre doch wirklich ärgerlich: Du machst einen Konzertmitschnitt, und mittendrin gibt es einen schweren Ausnahmefehler (oder Fehler 11 oder was auch immer....)
Kostenpunkt: ca. 3000 Schleifen.

Gruß,
Johannes

Ja ja, das ...

hat schon was so ein SE70. Mensch, wäre das schön, einfach ein Gerät dranzustecken mit zwei Kabeln und alles drinhaben...
Leider leider, aber der Typ mit dem Wawah - also meine Meinung - in den meisten Fällen genügt ein Teil das quak quak macht, egal woher das kommt.
Nicht die Mehrheit kann überhaupt hören, ob ein Effektgerät gut klingt. Deswegen gibts ja auch soviele - und soviele Schlechte - weil für gewöhnlich ein Test im Magazin (keine Namen) als Aufruf für den Kaufrausch dient und zwecks Mangel an eigenem Gehör + Persönlichkeit andere (hier z.B. Forum) herhalten müssen um eine Meinung "zu bilden".

Zum Glück bleibt für diese Fragen a la "welches Wawa quäkt froschiger nach Hendrix" das grüne - und das braune bleibt verschont.

GRuSS C.B.

P.S. Versteht das jetzt einer??

very interessant

huhu!

was de da sagst ueber die Sicherheit ist voellig richtig! Allerdings habe ich fuer die letzten Demos ein Roland-8-Spur (didital)(ich weiss nicht mehr, welchen Typ) und eben einen PC gehabt... der PC ist abgestuerzt, und man konnte was retten. Den Roland haben wir direkt auf ein Jaz aufnehmen lassen (was im uebrigen auch mit dem VS-840 gehen muesste, oder?) denn das JAZ ist schnell genug fuer realtime mehrere Spuren aufnehmen. Leider hat das Roland Teil irgendwie eine dermassen schlechte Organisation, dass es ab und zu die Spur verloren hat. Was zunaechst nicht so auffaellt. Aber dadurch sind ploetzlich irgendwelche Loops entsatnden, und am JAZ lags nicht, das hat ein Kumpel auf Kopf und Niere getestet. Naja, war vielleicht auch ein Enzelfall, wenn Deines funktioniert, ist das ja wirklich ein Grund... Und das mit dem PC ist auch richtig, wenn er nicht so fix ist, ist er nicht so fix...

Danke fuer die Aufklaerung!

ullli

Re: very interessant

Klar, 100% Sicherheit hat man auch mit einem Standalone-Gerät nicht (Schulligung, da ist mir jetzt kein deutsches Wort für eingefallen) - und gerade bei Aufnahmen kann sowas sehr ärgerlich sein. Ich bin auch in einer Mailingliste drin zum Thema Roland V-Studios, und manchmal (eher selten) kommen auch verzweifelte Mails von Leuten, deren Gerät nicht mehr läuft. Aber ich denke, das ist bei Geräten dieser komplexität wahrscheinlich schwer vermeidbar (oder? ich lasse mich da auch gerne eines Besseren belehren).
Ich selbst hatte jedenfalls bis jetzt noch keine Probleme (toitoitoi und auf Holz geklopft).

Johannes

Re: (Technik) Kommt gut?

Reguläres Speichern (also während des normalen Arbeitens) passiert auf der internen Festplatte.
Fürs Backup gibts verschiedene Möglichkeiten:
- auf CD-R brennen
- auf CD-RW brennen
- auf externes SCSI-Laufwerk speichern (ZIP oder Festplatte o.ä.)
- über Digitalausgang (optisch und koaxial vorhanden) auf DAT.
Wechselplatte hat das Ding nicht, nur eine interne Festplatte.
(noch ein Vorteil übrigens gegenüber dem VS-840: weil die Festplatte schneller ist als ein ZIP, werden beim Kopieren von Daten nur neue Zeiger gesetzt, aber die Daten nicht physikalisch kopiert. Wenn ich also eine Stelle 200mal hintereinander kopiere, kostet mich das keinen Plattenspeicher. Beim 840er ist das anders, weil sonst der Zugriff zu langsam wäre.)

Grüße,
Johannes

oh nein!

liebster JoNec, auf diesen allgegenwaertige und oft missbrauchten Spruch waere ich sogar in England in weniger als drei Sekunden gekommen... Nein, ich suchte nach etwas, das so in etwa

Verhaeltnismaessigkeit der Mittel

bedeutet, und gerne im Bereich der Tagesploitik, Kindererziehung etc (ueberall da wo "der Zweck..." eher nicht angebracht ist ;-]) gebraucht wird. Vielleicht heisst es einfach nur "Verhaeltnismaessigkeit der Mittel" aber ich bilde mir ein, es gaebe noch einen geschliffeneren Ausdruck!


gut Ton!
(mit verhaeltnismaessig viel Mitte(l)n (oha, das riecht ja schon wieder nach P...., das habe ich nicht gewollt! Warum muss Zweideutigkeit gleich immer vieldeutig werden?)

anyway - ullli

was ist denn los? Unglaublich!

gestern denke ich an Mike watt, und prompt hoert ein Aussensaiter selbiges!

Also, ich tue meine Guns'n'Roses scheibe rein, und schreibe schoensten Code zu Mister B. - und nun das!

kann mir mal jemand erklaeren, was hier abgeht?

Sollen wir uns in "BorgSaiter" umbenenen?

Fasziniert
ullli