Vor kurzem entschloss ich mich, etwas gegen den Kabelsalat in der Umgebung meines Verstärkers zu unternehmen. Mein Vorhaben: alle Tretminen auf ein Brett schrauben, Patchverkabelung befestigen und eine Steckdosenleiste für Netzteile+Verstärker dazu. Nun meine Frage: ist es unklug Intrumenten/Patch Kabeln in die Nähe von Streckdosenleisten, deren Netzkabel oder Travos (für die Tretminen) zu bringen (Induktion?)? Muss Spulenbildung vermiden werden? Welche Geräte stellen sonst nach eine 'Gefahr' für das Signal dar?
U.U. muss ich dann wohl die ganze Stromversorgung von meinem Board irgendwo anders unterbringen. Sicherheitsabstand? :)
Beiträge die über die Beantwortung meiner Frage in Form von Kommentaren hinausgehen sind ebenfalls gerne erwünscht *g*
Übersicht
- (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel - gestartet von Fabian 18. März 2001 um 18:27h
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
- von
ullli
am 18. März 2001 um 19:47
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
- von
Fabian
am 18. März 2001 um 20:26
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
- von
Christoph
am 19. März 2001 um 08:59
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
- von
Harvey
am 18. März 2001 um 21:34
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
- von
Christoph
am 19. März 2001 um 08:59
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
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Fabian
am 18. März 2001 um 20:26
- Re: (Gitarre) Netzkabel + Instrumentenkabel
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ullli
am 18. März 2001 um 19:47
:
: Beiträge die über die Beantwortung meiner Frage in Form von Kommentaren hinausgehen sind ebenfalls gerne erwünscht *g*
Moin! Du hast den aktuellen "Geschmack" des Aussensaiters ja gut erschnueffelt. Hier aber ein paar Antworten: Besser ist schon, wenn a) Kabel immer nur so kurz wie noetig sind, um Spulungen zu vermeiden! b) Netzanschluesse und besonders Trafos wenigstens irgendwo anders sind ¦¬] c) An sich sollte es nicht schlimm sein, wenn ein Instrumentenkabel in die Naehe eines Netzkabels geraet, was man jedoch vermeiden sollte, sind lange Straenge parallel zu haben. (DC [Gleichstrom] hingegen kann man ruhig mit in den Kabelbaum packen, unter ein paar hundert Volt sollten die Kapazitaeten da brav still sein... )So, das ist die, Dir offensichtlich schon bekannte, Theorie. Praktisch habe ich schon einen Haufen merkwuerdiger Stressbretter gesehen, und die Nutzer waren alle ganz zufrieden. Auch hier heisst also im Zweifelsfalle ausprobieren.
Da ich in dieser Hinsicht typisch deutsch bin, und ausserdem bisher immer fuer solche Jobs bezahlt wurde, grins, habe ich allerdings immer den obigen Regeln gehorchend schoen grosszuegig verkabelt. Trafos alle beiseite, wenn nicht gar extern, grosszuegig eben: Gruendlich, mit Planung und keine Einladungen an das Elektro-Chaos. Chaot bin ich naemmich selbst ¦¬]
gut Brumm!
ullli
ach ja: selbstverstaendlich Erdschleifen vermeiden! Und Roehren kontrollieren! Und so weiter :0)
: Beiträge die über die Beantwortung meiner Frage in Form von Kommentaren hinausgehen sind ebenfalls gerne erwünscht *g*
Moin! Du hast den aktuellen "Geschmack" des Aussensaiters ja gut erschnueffelt. Hier aber ein paar Antworten: Besser ist schon, wenn a) Kabel immer nur so kurz wie noetig sind, um Spulungen zu vermeiden! b) Netzanschluesse und besonders Trafos wenigstens irgendwo anders sind ¦¬] c) An sich sollte es nicht schlimm sein, wenn ein Instrumentenkabel in die Naehe eines Netzkabels geraet, was man jedoch vermeiden sollte, sind lange Straenge parallel zu haben. (DC [Gleichstrom] hingegen kann man ruhig mit in den Kabelbaum packen, unter ein paar hundert Volt sollten die Kapazitaeten da brav still sein... )So, das ist die, Dir offensichtlich schon bekannte, Theorie. Praktisch habe ich schon einen Haufen merkwuerdiger Stressbretter gesehen, und die Nutzer waren alle ganz zufrieden. Auch hier heisst also im Zweifelsfalle ausprobieren.
Da ich in dieser Hinsicht typisch deutsch bin, und ausserdem bisher immer fuer solche Jobs bezahlt wurde, grins, habe ich allerdings immer den obigen Regeln gehorchend schoen grosszuegig verkabelt. Trafos alle beiseite, wenn nicht gar extern, grosszuegig eben: Gruendlich, mit Planung und keine Einladungen an das Elektro-Chaos. Chaot bin ich naemmich selbst ¦¬]
gut Brumm!
ullli
ach ja: selbstverstaendlich Erdschleifen vermeiden! Und Roehren kontrollieren! Und so weiter :0)
: Moin! Du hast den aktuellen "Geschmack" des Aussensaiters ja gut erschnueffelt.
Naja, dieses Forum ist eben auch genau nach meinem Geschmack. Foren in denen man Leute trifft die theoretisch Ahnung haben gibts es ein paar. Aber dass diese sich dazu bewegen mal zu antworten und das auch noch so schnell wie hier gibts selten. Wenn ich noch das Argument der Sprache hinzunehme, gibts keine Alternativen zum Aussensaiterforum. Schade dass ich erst jetzt darauf gestoßen bin - hätte ichs früher entdeckt hätte ich jetzt nicht so viele dumme Standardfragen (ich les schon fleißig das Archiv *g*)
:Hier aber ein paar Antworten: Besser ist schon, wenn a) Kabel immer nur so kurz wie noetig sind, um Spulungen zu vermeiden! b) Netzanschluesse und besonders Trafos wenigstens irgendwo anders sind ¦¬] c) An sich sollte es nicht schlimm sein, wenn ein Instrumentenkabel in die Naehe eines Netzkabels geraet, was man jedoch vermeiden sollte, sind lange Straenge parallel zu haben.
Mist - hatte ich ja befürchtet :(
: Da ich in dieser Hinsicht typisch deutsch bin, und ausserdem bisher immer fuer solche Jobs bezahlt wurde, grins, habe ich allerdings immer den obigen Regeln gehorchend schoen grosszuegig verkabelt. Trafos alle beiseite, wenn nicht gar extern, grosszuegig eben: Gruendlich, mit Planung und keine Einladungen an das Elektro-Chaos. Chaot bin ich naemmich selbst ¦¬]
Frage zu den Travos: irgendwie sollte man ja mehrere Effektgeräte über einen einzigen Travo betreiben können. Kann man einfach bei 2 9V Geräten eine 18V DC Spannung zum Boardhinlegen und eben entsprechend Polarität verdrahten? Dann hätte ich von Verstärker (da wird Travo/Steckdosen plaziert) in Richtung Board nur DC Leitung und das Gitarrenkabel könnte parallel verlegt werden. Wie sehen denn Deine bezahlten Lösungen normal so aus? :)
: ach ja: selbstverstaendlich Erdschleifen vermeiden! Und Roehren kontrollieren! Und so weiter :0)
ohm.. zum Glück noch nie mit zu tun gehabt. A propos, zum Thema Elektronik in Zusammenhang mit Musik brauch ich wohl etwas Nachhilfe, damit ich nicht jede 100mal gestellte Frage wiederhohle. Irgendwelche externen links die weiterhelfen (das archiv lese ich ja schon)? Z.B. wie kann eine Spannungsquelle niederohmig sein. Ein Spannung ist für mich eine Spannung, die einen Strom zum fließen bringt, abhängig von der Ohmzahl des Leiters. Strom I geteilt durch t ergibt dann wohl die Ladungen in Coulomb die fließen. In deiser Physik LK Theorie kann ich mir das Wort niederohmige Stromquelle schonmal nicht ganz erklären... ich könnte noch tausend Fragen dieser Art tippen :(
Naja, dieses Forum ist eben auch genau nach meinem Geschmack. Foren in denen man Leute trifft die theoretisch Ahnung haben gibts es ein paar. Aber dass diese sich dazu bewegen mal zu antworten und das auch noch so schnell wie hier gibts selten. Wenn ich noch das Argument der Sprache hinzunehme, gibts keine Alternativen zum Aussensaiterforum. Schade dass ich erst jetzt darauf gestoßen bin - hätte ichs früher entdeckt hätte ich jetzt nicht so viele dumme Standardfragen (ich les schon fleißig das Archiv *g*)
:Hier aber ein paar Antworten: Besser ist schon, wenn a) Kabel immer nur so kurz wie noetig sind, um Spulungen zu vermeiden! b) Netzanschluesse und besonders Trafos wenigstens irgendwo anders sind ¦¬] c) An sich sollte es nicht schlimm sein, wenn ein Instrumentenkabel in die Naehe eines Netzkabels geraet, was man jedoch vermeiden sollte, sind lange Straenge parallel zu haben.
Mist - hatte ich ja befürchtet :(
: Da ich in dieser Hinsicht typisch deutsch bin, und ausserdem bisher immer fuer solche Jobs bezahlt wurde, grins, habe ich allerdings immer den obigen Regeln gehorchend schoen grosszuegig verkabelt. Trafos alle beiseite, wenn nicht gar extern, grosszuegig eben: Gruendlich, mit Planung und keine Einladungen an das Elektro-Chaos. Chaot bin ich naemmich selbst ¦¬]
Frage zu den Travos: irgendwie sollte man ja mehrere Effektgeräte über einen einzigen Travo betreiben können. Kann man einfach bei 2 9V Geräten eine 18V DC Spannung zum Boardhinlegen und eben entsprechend Polarität verdrahten? Dann hätte ich von Verstärker (da wird Travo/Steckdosen plaziert) in Richtung Board nur DC Leitung und das Gitarrenkabel könnte parallel verlegt werden. Wie sehen denn Deine bezahlten Lösungen normal so aus? :)
: ach ja: selbstverstaendlich Erdschleifen vermeiden! Und Roehren kontrollieren! Und so weiter :0)
ohm.. zum Glück noch nie mit zu tun gehabt. A propos, zum Thema Elektronik in Zusammenhang mit Musik brauch ich wohl etwas Nachhilfe, damit ich nicht jede 100mal gestellte Frage wiederhohle. Irgendwelche externen links die weiterhelfen (das archiv lese ich ja schon)? Z.B. wie kann eine Spannungsquelle niederohmig sein. Ein Spannung ist für mich eine Spannung, die einen Strom zum fließen bringt, abhängig von der Ohmzahl des Leiters. Strom I geteilt durch t ergibt dann wohl die Ladungen in Coulomb die fließen. In deiser Physik LK Theorie kann ich mir das Wort niederohmige Stromquelle schonmal nicht ganz erklären... ich könnte noch tausend Fragen dieser Art tippen :(
Frage zu den Travos: irgendwie sollte man ja mehrere Effektgeräte über einen einzigen Travo betreiben können. Kann man einfach bei 2 9V Geräten eine 18V DC Spannung zum Boardhinlegen und eben entsprechend Polarität verdrahten?
Es heißt Tra-Fo (kommt von Transformator) ;-)).
2x9 sind zwar 18, aber in diesem Fall nicht. Du kannst mehrere 9VDC-Effektgeräte an ein einziges 9VDC-Netzgerät hängen, aber alle schön PARALLEL schalten.
Das Netzgerät solte stabiliert sein (d.h. es muß die Spannung von 9V konstant halten, egal ob es belastet wird oder nicht - billige Teile aus dem Baumarkt tun das i.A. nicht) und eine Brummfilterung besitzen.
Wieviele Effekte Du an einem Netzteil gleichzeitig betreiben kannst, hängt von der Leistungsaufnahme dieser Geräte ab - ein Wah (ohne LED) zieht etwa 2-4 mA Strom, ein Chorus vielleicht 20, ein Digi-Delay auch mehr (im Zweifelsfall nachmessen und die einzelnen Werte addieren).
Die Maxiamalleistung eines Netzteils ist i.A. auf dem Gerät selbst angegeben (bei Ibanez- oder Boss-Steckernetzteilen etwa 200-400mA).
Kleiner Nachtrag zur Brummempfindlichkeit von Tretminen: Am empfindlichsten gegen Brummeinstreuungen sind Wah-Pedale (wg. der enthaltenen Spule) - da kann bei Steckernetzteiolen schon mal ein Meter Abstand erforderlich sein.
Es gibt auch teurere Netzteile mit Ringkerntrafo, die diese Einstreuungen kaum produzieren - die kannst Du also auch getrost aufs Brett schrauben.
Cheers, Harvey
Es heißt Tra-Fo (kommt von Transformator) ;-)).
2x9 sind zwar 18, aber in diesem Fall nicht. Du kannst mehrere 9VDC-Effektgeräte an ein einziges 9VDC-Netzgerät hängen, aber alle schön PARALLEL schalten.
Das Netzgerät solte stabiliert sein (d.h. es muß die Spannung von 9V konstant halten, egal ob es belastet wird oder nicht - billige Teile aus dem Baumarkt tun das i.A. nicht) und eine Brummfilterung besitzen.
Wieviele Effekte Du an einem Netzteil gleichzeitig betreiben kannst, hängt von der Leistungsaufnahme dieser Geräte ab - ein Wah (ohne LED) zieht etwa 2-4 mA Strom, ein Chorus vielleicht 20, ein Digi-Delay auch mehr (im Zweifelsfall nachmessen und die einzelnen Werte addieren).
Die Maxiamalleistung eines Netzteils ist i.A. auf dem Gerät selbst angegeben (bei Ibanez- oder Boss-Steckernetzteilen etwa 200-400mA).
Kleiner Nachtrag zur Brummempfindlichkeit von Tretminen: Am empfindlichsten gegen Brummeinstreuungen sind Wah-Pedale (wg. der enthaltenen Spule) - da kann bei Steckernetzteiolen schon mal ein Meter Abstand erforderlich sein.
Es gibt auch teurere Netzteile mit Ringkerntrafo, die diese Einstreuungen kaum produzieren - die kannst Du also auch getrost aufs Brett schrauben.
Cheers, Harvey
Hallo Fabian
Z.B. wie kann eine Spannungsquelle niederohmig sein. Ein Spannung ist für mich eine Spannung, die einen Strom zum fließen bringt, abhängig von der Ohmzahl des Leiters. Strom I geteilt durch t ergibt dann wohl die Ladungen in Coulomb die fließen
Hiesse das nicht I * t ? Ladung = Strom multipliziert mit Zeit ? Fliessen tut der Strom, nicht die Ladung, soweit ich micht erinnern kann :-))
Anyway:
Eine hochohmige Spannungsquelle kannst Du dir vorstellen wie eine niederohmige Spannungsquelle (das was Du eine Spannungsquelle nennst) mit einem Seriewiderstand. Wenn Du jetzt einen Seriewiderstand von sagen wir 1kOhm hast, Deine "Nutzlast" 1mA Strom verbraucht, dann entsteht über diesem Seriewiderstand eine Spannung von 1V. Diese Spannung geht dann auf Kosten der Nutzlast, d.h. die hat dann 1V weniger. Dieser Seriewiderstand existiert im Normalfall nicht als eingebauter Widerstand, sondern stellt lediglich einen Ersatz für andere Effekte dar.
Hätte eine reale Spannungsquelle keinen solchen Widerstand (wird häufig auch mit "Innenwiderstand" bezeichnet), hiesse das ja, dass Du soviel Strom fliessen lassen kannst wie Du willst, und die Spannung würde immer gleich bleiben. Das ist ja nun definitiv nicht der Fall! Nicht mal bei einer Autobatterie, die ja als eine der niederohmigeren Spannungsquellen gilt :-)) Bei einer normalen Alkalibatterie beispielsweise steigt dieser Innenwiderstand mit zunehmender "Leere". Also je verbraucht die Batterie, desto grösser der Innenwiderstand. Deshalb kann sie dann bei Lastwechseln unter Umständen mit Spannungsschwankungen reagieren, was dann den Klang von Verzerrern (beispielsweise) verändern kann. Dieser kleine Vorgang hat schon ganze Glaubenskriege angefacht :-))
Gruss: Christoph
Z.B. wie kann eine Spannungsquelle niederohmig sein. Ein Spannung ist für mich eine Spannung, die einen Strom zum fließen bringt, abhängig von der Ohmzahl des Leiters. Strom I geteilt durch t ergibt dann wohl die Ladungen in Coulomb die fließen
Hiesse das nicht I * t ? Ladung = Strom multipliziert mit Zeit ? Fliessen tut der Strom, nicht die Ladung, soweit ich micht erinnern kann :-))
Anyway:
Eine hochohmige Spannungsquelle kannst Du dir vorstellen wie eine niederohmige Spannungsquelle (das was Du eine Spannungsquelle nennst) mit einem Seriewiderstand. Wenn Du jetzt einen Seriewiderstand von sagen wir 1kOhm hast, Deine "Nutzlast" 1mA Strom verbraucht, dann entsteht über diesem Seriewiderstand eine Spannung von 1V. Diese Spannung geht dann auf Kosten der Nutzlast, d.h. die hat dann 1V weniger. Dieser Seriewiderstand existiert im Normalfall nicht als eingebauter Widerstand, sondern stellt lediglich einen Ersatz für andere Effekte dar.
Hätte eine reale Spannungsquelle keinen solchen Widerstand (wird häufig auch mit "Innenwiderstand" bezeichnet), hiesse das ja, dass Du soviel Strom fliessen lassen kannst wie Du willst, und die Spannung würde immer gleich bleiben. Das ist ja nun definitiv nicht der Fall! Nicht mal bei einer Autobatterie, die ja als eine der niederohmigeren Spannungsquellen gilt :-)) Bei einer normalen Alkalibatterie beispielsweise steigt dieser Innenwiderstand mit zunehmender "Leere". Also je verbraucht die Batterie, desto grösser der Innenwiderstand. Deshalb kann sie dann bei Lastwechseln unter Umständen mit Spannungsschwankungen reagieren, was dann den Klang von Verzerrern (beispielsweise) verändern kann. Dieser kleine Vorgang hat schon ganze Glaubenskriege angefacht :-))
Gruss: Christoph