Aussensaiter Forum

Diskussionen mit neuen Beiträgen

Hier darf jeder frei heraus seine Meinung sagen, solange niemand beleidigt wird. Auf Postings von Vollidioten sinnvollerweise gar nicht erst antworten.
Extrem unerwünscht sind reine Werbe-Beiträge. Danke.

(-) Header verbergen



Übersicht

Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Hi Hayman,

ganz kurz: alles was eine massive Decke hat, der Rest ist reine Geschmacksache. In dieser Preislage kann man nicht viel verkehrt machen.

Gruß Waufel

: hallo liebe wissenden
: ein bekannter will sich eine westerngitarre mit pickup kaufen.
: so um die 600 max. was käme da eurer meinung nach in frage?
: danke und grüße
: hayman


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Hallo.

Kommt darauf an, ob die Gitarre eher verstärkt oder auch viel unverstärkt gespielt werden soll.

Ich habe eine Takamine aus der G-Serie. Die klingt klasse mit dem Piezo-PU. Unverstärkt ist sie nicht ganz so souverän (scheint aber oft bei Takamine so zu sein), mit guten Saiten lässt sich da aber auch ein guter Ton heraus holen. Dein Bekannter sollte aber meiner Meinung nach die Finger von Ovations aus den günstigen Serien lassen. Am besten ist es sowieso, in den Laden zu gehen und ganz nach den drei Gs zu gehen (Geschmack, Gefühl und eben Gehör!!!).

Gruß. Marc


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Hallo hayman,

für 600 € kriegst dein Bekannter wohl noch keine wirkliche Klasse-Gitarre, aber gut brauchbares Material ist da sehr wohl am Start:

Ein Tip - wenn er mehr auf traditionelle Bauformen stehen sollte - wären die Sachen von "Recording King" :zB. :http://www.thomann.de/de/recording_king_rnj_17_na.htm; da noch ein ordentlicher PU - z.B. "K+K Western Mini"  oder "Schatten HFN" nachgerüstet und er hat ein wesentlich "teurer" klingendes Gerät ; die gibt auch in einigen anderen Korpusvarianten. Ein anderer interessanter Hersteller im "Traditional"-Bereich wäre "Blueridge" - hebt sich klanglich oft deutlich von anderen Sachen in der unteren-mittleren Preisklasse ab.

Bei den neuzeitlicher designten Sachen finde ich bei den PU-ausgerüsteten Sachen nach wie vor in der Preisklasse Yamaha (z.B. :http://www.thomann.de/de/yamaha_llx6.htm) sehr erwägenswert - habe ich mal ausführlich angetestet und hat mich sowohl akustisch als auch verstärkt sehr positiv überrascht. Überraschend gute Sachen hatte ich auch schon von "Walden" und "Tanglewood" (die kopieren so ein bisschen Taylor...)in der Hand.

Wenn´s eher nix Fernöstliches sein sollte: aus dem kanad. Godin-Konzern die "Simon&Patrick" oder die "Seagulls" oder aus CZ die Furch "Durango"-Serie sind auch mindestens des Antestens wert.

Vollmassiv sollte in der Preisklasse schon möglich sein; mindestens aber eine massive Decke.

Viele Grüsse + Erfolg bei der Jagd,

teleman


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Hi,

Die Auswahl ist auch in dem Preissegment immens, nicht nur aus Kung-Fu. Wenn man wüsste was der Bekannte für Vorlieben hat, täte man sich mit den Ratschlägen leichter: Für Strumming oder Picking? Welche Form? Mit oder ohne Cutaway? Magnet- oder Piezo-PU, fest installiert oder zur Montage? Nicht zu unterschätzen für das Wohlfühlen auf dem Griffbrett sind Hals- und Bundprofil. Und eine Sperrholzdecke ist einer billigen Massivdecke allemal vorzuziehen.

ne schöne Jrooß, Mathias


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup


: für 600 € kriegst dein Bekannter wohl noch keine wirkliche Klasse-Gitarre, aber gut brauchbares Material ist da sehr wohl am Start:


Mit Verlaub Telemann, dieser Satz ist absoluter Quatsch. Natürlich sind das keine Qualitäten der 2000€ Klasse, aber doch teilweise sehr sehr gute Stücke von sehr hoher Qualität dabei. Halt in der Regel Serienfertigung, aber deshalb sind sie nicht von minderer Qualität.

Gruß Wolfgang


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

heihei

vielen dank erst mal für die tipps.

ich hätte dazu schreiben sollen, dass der bekannte kein wirklich guter gitarrist ist und die gitarre hauptsächlich benutzt, um auf geburstagen und ähnlichen veranstaltungen lieder zum mitsingen auf der gitarre "schrammelt", das über ne kleine anlage, singen tut er auch.

gruß hayman


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

:
: : für 600 € kriegst dein Bekannter wohl noch keine wirkliche Klasse-Gitarre, aber gut brauchbares Material ist da sehr wohl am Start:
:
: Mit Verlaub Telemann, dieser Satz ist absoluter Quatsch. Natürlich sind das keine Qualitäten der 2000€ Klasse, aber doch teilweise sehr sehr gute Stücke von sehr hoher Qualität dabei. Halt in der Regel Serienfertigung, aber deshalb sind sie nicht von minderer Qualität.
: Gruß Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ebenfalls mit Verlaub - ich widerspreche Dir ja nur ungern - aber ich befasse mich doch mit der Akustikgitarrenmaterie seit Jahren etwas ausgebauter  (mehr als mit dem Elektrozeugs jedenfalls...) und habe über die Ak-Git.Workshops, die ich hier organisiere übers Jahr sehr viele  Gitarren (verschiedenster Preislagen..) der Teilnehmer mal in den Händen.

Von daher war meine Aussage auch nicht "aus der Hüfte geschossen", sondern hat eine gewisse empirische Basis. Genausowenig, wie jmd. eine Mexico-Strat von der Stange zu einem Spitzeninstrument erklären wird, tue ich das mit den am Markt befindlichen ak. Steelstring-Gitarren der unteren-mittleren Preisklasse. Daß man damit prima Musik machen kann, habe ich ja in keiner Weise in Abrede gestellt ("gut brauchbar"...) und als Gitarrensnob fühle ich mich so gar nicht.

Grüsse zurück,

teleman


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup


: Von daher war meine Aussage auch nicht "aus der Hüfte geschossen", sondern hat eine gewisse empirische Basis. Genausowenig, wie jmd. eine Mexico-Strat von der Stange zu einem Spitzeninstrument erklären wird, tue ich das mit den am Markt befindlichen ak. Steelstring-Gitarren der unteren-mittleren Preisklasse. Daß man damit prima Musik machen kann, habe ich ja in keiner Weise in Abrede gestellt ("gut brauchbar"...) und als Gitarrensnob fühle ich mich so gar nicht.

Na da sind wir vielleicht auf einem ähnlichen Erahrungslevel. 40 Jahre akustische Gitarre hab ich auch auf dem Buckel. Kleines Beispiel aus meiner Erfahrung: Ich spiele häufiger eine D 42, gut und teuer, Gott sei Dank nicht meine. Der klangliche und qualitative Unterschied zu meiner alten Seagull S6 ist so gering, dass ich mich frage warum die Martin so teuer ist. Für den Preisunterschied bekomme ich noch 8 S6 dazu. Ein weiteres Beispiel: Meine Crafter TA050 begleitet mich seit einem Jahrzehnt zu jedem Gig, mittlerweile rund 30 bis 40 pro Jahr, und hat mich noch nie verlassen. Vor zwei Wochen hatte ich sie bei einem renomierten Gitarrenbauer im Taunus, Sattel/Steg und Bünde erneuern. Er bestätigte mir, wie schon andere, sehr gute Qualität und Klang. Ein ähnliches von ihm gebautes Modell würde mich rund 3.300 Euronen kosten.

Natürlich ist in der Preisklasse um 600 viel Schrott dabei, aber eben nicht genug Schrott um die ganze Preisklasse zu diffamieren.

Ich habe eine Menge Gitarren besessen, vorwiegend akustische, aber ab einer gewissen Preislage sind die Unterschiede nur noch marginal und überbewertet. MMn liegt diese Grenze unter 1000 €.

Gruß Wolfgang


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Hallo ihr Lieben!

Ich sehe das ganz pragmatisch: wenn es klingt und gefällt, dann klingt und gefällt es - egal wie teuer oder günstig das Instrument ist.

Ab wieviel Euro das passiert - keine Ahnung...

Ich hatte fast mein ganzes Leben eine halbwegs teure Takamine, die hat 1995 über 3.000 DM gekostet. Und die war richtig schlecht, und mit schlecht meine ich wirklich fürchterlich (kaum akustisches Volumen, harter Klang, unangenehm zu spielen). Aber irgendwie dachte ich damals, ich empfinde das nur so, weil bei dem Preis musste die ja einfach gut sein.

Und dann kam mir letztes Jahr diese gebrauchte Larrivée unter die Finger. Ich habe gleich im ersten Moment gemerkt, dass ich einen riesen Fehler gemacht hatte, mich fast zwei Dekaden mit der Takamine abzuquälen. Welch ein Unterschied, wie Tag und Nacht! Gut, die warfast 20 Jahre alt und immer noch so teuer, wie die Takamine damals neu war.

Für unsere Schule durfte ich dann neulich eine Westerngitarre mit Pickup kaufen, 750 Euro war das Budget. Ich habe dann gewissenhaft alle möglichen Modelle angespielt, die im Musikladen vor Ort waren. Meine Larrivée hatte ich zum Vergleich mit. Und da war es leider so, dass ich keine einzige der günstigen Gitarren im Vergleich ertragen konnte.

Der Chef vom Laden (selbst ein super Gitarrist, habe damals Abi zusammen mit ihm gemacht) hat das natürlich auch gehört. und irgendwann habe ich ihm dann gesagt: Lieber Wolfgang, wir müssen uns da irgendetwas anderes überlegen, das geht so einfach nicht!

Irgendwann bat er mich, noch etwas zu warten, er würde gerade mal in seinen Proberaum fahren und mir eine Yamaha A3R mitbringen. Die hatte er eigentlich für sich selbst ausgesucht (er probiert gerne mit Midi-Pickups, Einzelsaitenabnahme usw. und das macht er nicht bei seinen teuren Taylers oder Matons).

Das war die erste Gitarre, die sich klasse spielen ließ und dabei rein akustisch auch brilliant und trotzdem voll klingt. Das Tonabnehmersystem ist auch richtig klasse, gefällt mir jedenfalls viel besser, als das Fishman Infinity, welches ich bei meiner Larrivée nachgerüstet habe.

Weil die Gitarre einen Aufkleber auf dem Korpus hatte und damit zu lange im Schaufenster stand (ist da jetzt heller als der restliche Korpus), habe ich sie dann netterweise für unser Schullimit bekommen. Aber vielleicht werden die ja auch gebraucht angeboten?

Jedenfalls kann ich diese Gitarre tausendmal mehr empfehlen als jede andere in der Klasse bis 750 Euro. Und da spielt es m.M. nach auch überhaupt keine Rolle, ob man auf Geburtstagen spielt oder für sich alleine. Schlechte Gitarren machen einfach keinen Spaß und rauben jegliche Kreativität und Motivation. Gute Gitarren beflügeln dich.

Kommen wir zurück zum Anfang des Postings: Wo liegt die Grenze? Ich denke, unter 900 Euro lohnt es sich einfach nicht, dann lieber gar nichts kaufen und / oder warten. Oder gebraucht kaufen!

Gruß Martin


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

: oi oi oi
: so was wollte ich doch gar nicht lostreten.
: wie gesagt, der gute jupp kann drei bis vier, vllt auch sieben chords ....

Hallo hayman,

ist doch o.k. gewesen, kommt wenigstens etwas Leben in die Bude....

Wäre´s ein Deutschaufsatz gewesen - einmal klassisch das Thema verfehlt!

Das mit den 5-7 Akkorden hättste mal besser vorher gesagt, dann hätten wir  die geistigen Unkosten kleiner halten können.

Also mit ner Recording King, einer Walden oder meinetwegen einer Yamaha auch in einer niedrigeren Preisklasse macht er für diesen Anwendungszweck nix verkehrt...

(Und @ waufel: dann gratuliere ich dir zu Deiner Crafter und Deiner Seagull, wenn die mit Martin & Co mithalten. Die beiden pickupversehenen Crafter- Expl. die ich von meinem Bandkollegen kennengelernt habe, sind eher am unteren Ende der Brauchbarkeitsskala ansgesiedelt; ganz ehrlich hat das mit einem schönen natürlichen Steelstrington soviel nicht zu tun....)

Grüsse - teleman


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

... aber ab einer gewissen Preislage sind die Unterschiede nur noch marginal und überbewertet. MMn liegt diese Grenze unter 1000 €.

Hallo Wolfgang,

ich hatte viele Jahre als akustisches Gitarre meine Washburn Monterrey. Alles Palisander (vielleicht sogar das böse). Recht flacher Korpus, e-gitarrenähnlicher Hals und für mich war alles schön. Die hat in den frühen 80gern irgendwas um 1.000 DM gekostet. (und war in meiner Spielpause von 1994-2002 die letzte übriggebliebene Gitarre in meinem Haushalt).

Dann habe ich mir vor einigen Jahren die Crafter GLXE 3000 gekauft (1.000 Euro Klasse, gebruacht aber für 2/3 geschossen). Da habe ich gemerkt, dass die Washburn doch so einige Mängel hat. Und meine Erfahrungen mit Crafter sind die, dass ich da noch kein schlechtes Teil in den Fingern hatte.

Und ich habe auch gedacht, mehr Gitarre braucht kein Mensch. Nun bin ich letztes Jahr relativ günstig an eine Larivee gekommen (irgendeiner 9er). 3.000 € Klasse.

Und der Unterschied zu meiner Crafter ist ungefähr wie der zwischen einem Digitalpiano und einem Konzertflügel. Da liegen WELTEN dazwischen.

Ob das beim Kneipengig irgendwer im Publikum goutieren kann, sei mal dahingestellt.

Gruß Uli


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

Mojn hayman,

vielen dank erst mal für die tipps.
ich hätte dazu schreiben sollen, dass der bekannte kein wirklich guter gitarrist ist und die gitarre hauptsächlich benutzt, um auf geburstagen und ähnlichen veranstaltungen lieder zum mitsingen auf der gitarre "schrammelt", das über ne kleine anlage, singen tut er auch.

Dann darf ich mal das Stichwort Yamaha APX in die Runde werfen. Wie gewohnt, bietet Yamaha im economy- und midprice-Bereich viel Gitarre für's kleine Geld. Ich habe gerade eine APX 5 gebraucht geschossen und war wirklich erstaunt, wie differenziert der Ton für diese Bauart und Preisklasse ist; richtig klasse ist die Ansprache, sie reagiert sehr sensibel und dynamisch. Klar, im rein akustischen Betrieb schwächelt sie in den Bässen und ist auch nicht wirklich saalfüllend, aber lagerfeuertauglich allemal. Außerdem liegt mir der Hals wirklich gut in der Hand. Aber da ess bekanntlich jede Jeck anders.

Und dass sie im verstärkten Betrieb pflegeleicht ist, ist ja bekannt.

ne schöne Jrooß, Mathias


Re: (Philosophie) Akustik-Western mit pickup

: Hallo hayman,
: für 600 € kriegst dein Bekannter wohl noch keine wirkliche Klasse-Gitarre, aber gut brauchbares Material ist da sehr wohl am Start:
: Ein Tip - wenn er mehr auf traditionelle Bauformen stehen sollte - wären die Sachen von "Recording King" :zB. :http://www.thomann.de/de/recording_king_rnj_17_na.htm; da noch ein ordentlicher PU - z.B. "K+K Western Mini"  oder "Schatten HFN" nachgerüstet und er hat ein wesentlich "teurer" klingendes Gerät ; die gibt auch in einigen anderen Korpusvarianten. Ein anderer interessanter Hersteller im "Traditional"-Bereich wäre "Blueridge" - hebt sich klanglich oft deutlich von anderen Sachen in der unteren-mittleren Preisklasse ab.
: teleman

Yep, seh' ich auch so. Den ersten Satz unterstreiche ich. Die vom Teleman aufgeführten Geräte sind es allemal wert, angespielt zu werden.
Ich würde eventuell noch die neue Serie von Sigma Guitars und Frehman Guitars ind Boot holen.

Ob man den Unterschied in der fünten Reihe beim Live Job hört? Ist doch egal.
Es macht einfach viel mehr Spass, ist viel geiler, mit einer guten Gitarre zu spielen.
Es gibt sicherlich Crafter & Co, die toll sind, super bespielbar und aus erlesenen Hölzern zusammen geschraubt.
Es gibt auch sicher Leute, die das gut finden, oder good-enough, is ja egal.
Ausserhalb vom Campfire darf eine Gitarre ruhig gut klingen.
Finde ich.

Glück Auf

Andreas

Rotation: Fleetwood Mac, Then play on

Collings D2H
D28
Framus (ostgotische Klangpappe)