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Stereo auf Mono: Probleme bei der Quelle?

Guten Morgen,
erstmal sorry, wenn die Frage schon mal beantwortet wurde, aber ich bin neu in diesem Forum, und die Suchfunktion bricht immer ab (Gruß vom 500er).
Im Oktober 1996 habe ich einen Acousticube (Lakewoodverstärkerlein) gebraucht gekauft und bei Lakewood überholen lassen (Eingang 2 war defekt).
Jetzt will/wollte ich darüber einen CD-Spieler laufen lassen, und weil der natürlich keinen Monoausgang hat, bin ich einfach mit R und L in die Line-Eingänge 1 und 2. Dabei habe ich gemerkt, daß die beiden Kanäle phasengedreht sind. Da bin ich gerade drüber, mich mit Lakewood auseinanderzusetzen.
Jetzt aber zur FRAGE:
Kann es Probleme mit dem Line-Ausgang der Quelle geben, wenn diese Stereo sendet und die beiden Signale zusammengeführt werden (sei es über einen Adapter, eine Lötbrücke oder erst intern im empfangenden Verstärker)? Damit meine ich nicht die Monokompatibilität von Stereoaufnahmen (z.B. durch M-S-Verfahren).
Gestern hat mir jemand erzählt, der Lineverstärker im CD-Spieler könnte "durchbrennen". Warum, konnte der mir aber auch nicht sagen.
Vielleicht kann´s ja jemand von euch, oder das Ganze ist nur ein Gerücht.
mfG und Danke schon mal
ps
Jetzt hab ich doch grade vergessen, den Text reinzukopieren ...

Re: Stereo auf Mono: Probleme bei der Quelle?

Hallo rrbth
Wenn der CD- Spieler- Ausgangsverstärker einigermassen clever designed wurde, ist er kurzschlussicher. Falls er das ist, kann nix passieren, wenn Du L und R verbindest. Wenn Du ganz sicher gehen willst, verwendest Du den Kopfhöhrer- Ausgang und verbindest da L und R mittels 1kOhm- Widerständen.
Gruss: Christoph

Falls Quelle nicht kurzschlußsicher, was dann?

Danke Christoph,
das ging ja fix!
Falls also der Line-Ausgang nicht kurzschlußsicher sein sollte, müßte der dann gleich durchbrennen - und wenn er das nicht tut, ist er also kurzschlußsicher??
Eigentlich müßten die das doch wohl grundsätzlich sein, denn wenn in so einen 2kanaligen Ausgang ein 1kanaliger Stecker angeschlossen wird, ginge das Gerät kaputt, und das kann ja wohl doch nicht sein.
Übrigens: Weshalb Widerstände und lieber Kopfhörerausgang?
mfG rrbth


Re: Falls Quelle nicht kurzschlußsicher, was dann?

Die Line-Ausgänge sind im Grunde kurzschlusssicher, wegen ihres Ausgangswiderstandes von > 400Ohm kann auch nix durchbrennen. Wenn Du 100% sicher gehen willst, schalte hinter jeden Ausgang z.B. einen 100Ohm-Widerstand und lege die anderen Enden der Widerstände dann zusammen. 1/8-Watt-Widersände passen noch in Miniklinken-Stecker mit rein.

Die Widerstände dienen eben dazu, die Ausgänge zu schützen. Wenn Du aber ein fertiges Kabel kaufst, mit dem Stereo auf Mono zusammengelegt wird, sind da auch keine Widerstände drin.

Wenn Du den Kopfhörerausgang nimmst hast Du noch zusätzlich die Möglichkeit der Pegelregelung.

So gefährlich kann

Servus Rainer,
wenn also fertige Kabel, bei denen Stereo auf Mono zusammengelegt wird, keine Widerstände eingebaut haben, dann ist die Warnung wohl eher theoretischer Natur (so ungefähr nach dem Muster: "Den Hamster nicht in der Mikrowelle trocknen!)?
Danke nochmal - hier ist ja mords was los.
mfG redi

Re: So gefährlich kann

: wenn also fertige Kabel, bei denen Stereo auf Mono zusammengelegt wird, keine Widerstände eingebaut haben, dann ist die Warnung wohl eher theoretischer Natur (so ungefähr nach dem Muster: "Den Hamster nicht in der Mikrowelle trocknen!)?

So ungefähr. Christoph und ich wollten halt vorsichtig sein, aber ich lege auch bedenkenlos alle Line-Ausgänge zusammen, eben nur nicht Headphone-Augänge ...

Re: So gefährlich kann

Die Ausgangsverstärker versuchen den auf der CD aufgezeichneten Spannungsverlauf zu reproduzieren. Wenn in einem Moment der linke Kanal z.B. 0,2V haben soll und der rechte gleichzeitig 0,6V und beide Kanäle sind einfach über ein Kabel verbunden, dann fließt vom rechten Ausgang soviel Strom in den linken, wie der Ausgangsverstärker liefern kann. Im Prinzip ist das also ein Kurzschluß. Wenn die Ausgänge nicht kurzschlußgeschützt sind, führt das dazu, daß die Ausgangsverstärker durchbrennen.
Daher gibt es auch keine Kabel, die dafür gedacht sind, zwei signale auf eins zusammenzuführen, sondern diese Kabel sind immer nur dazu gedacht, ein Signal auf zwei Eingänge zu verteilen. Eigentlich braucht man für Deine Anwendung einen Mischverstärker (wie er z.B. in Mischpulten eingebaut ist.) Die Lösung mit den Widerständen sollte aber auch einwandfrei funktionieren.
Wenn Du die Ausgänge verbindest passiert zwar wahrscheinlich auch nichts böses, weil die Ausgänge meistens kurzschlußsicher ausgelegt sind, aber sicher sein kann man sich da nicht. Auf jeden fall werden die Dinger über gebühr belastet.
Gruß Winni

: Servus Rainer,
: wenn also fertige Kabel, bei denen Stereo auf Mono zusammengelegt wird, keine Widerstände eingebaut haben, dann ist die Warnung wohl eher theoretischer Natur (so ungefähr nach dem Muster: "Den Hamster nicht in der Mikrowelle trocknen!)?
: Danke nochmal - hier ist ja mords was los.
: mfG redi


Re: So gefährlich kann

Die Ausgangsverstärker versuchen den auf der CD aufgezeichneten Spannungsverlauf zu reproduzieren.

Nett formuliert ... :-)

Wenn in einem Moment der linke Kanal z.B. 0,2V haben soll und der rechte gleichzeitig 0,6V und beide Kanäle sind einfach über ein Kabel verbunden, dann fließt vom rechten Ausgang soviel Strom in den linken, wie der Ausgangsverstärker liefern kann. Im Prinzip ist das also ein Kurzschluß. Wenn die Ausgänge nicht kurzschlußgeschützt sind, führt das dazu, daß die Ausgangsverstärker durchbrennen.

Sorry, Winni, das ist Quatsch. Zieh' doch bitte mal die Ausgangs-Impedanzen und die Entkopplung in Deine Rechnung ein ... sogar jeden 0.35DM-Operationsverstärker kannst Du bedenkenlos kurzschliessen.

Re: So gefährlich kann

: Die Ausgangsverstärker versuchen den auf der CD aufgezeichneten Spannungsverlauf zu reproduzieren.
:
: Nett formuliert ... :-)
:
: Wenn in einem Moment der linke Kanal z.B. 0,2V haben soll und der rechte gleichzeitig 0,6V und beide Kanäle sind einfach über ein Kabel verbunden, dann fließt vom rechten Ausgang soviel Strom in den linken, wie der Ausgangsverstärker liefern kann. Im Prinzip ist das also ein Kurzschluß. Wenn die Ausgänge nicht kurzschlußgeschützt sind, führt das dazu, daß die Ausgangsverstärker durchbrennen.
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: Sorry, Winni, das ist Quatsch. Zieh' doch bitte mal die Ausgangs-Impedanzen und die Entkopplung in Deine Rechnung ein ... sogar jeden 0.35DM-Operationsverstärker kannst Du bedenkenlos kurzschliessen.

Bei "soviel wie der Verstärker liefern kann" fließt natürlich die Ausgangsimpedanz mit ein. Das mit dem 0815-OP stimmt auch und ich sage dann ja auch, daß wahrscheinlich nichts passiert. Aber es kann auch sein, daß da einfach ein kleiner Fet als Ausgangsverstärker drinsitzt, der dann ganz schön warm wird.....

Weiter braucht man das jetzt garnicht auszurollen (finde ich)
Gruß Winni


1. Vielleicht doch gefährlich? 2. Widerstände ...

Guten Morgen alle miteinander,
heute früh ist mir noch was eingefallen. In der Dokumentation zu meinem (sehr alten) Tascam 4-Spur Cassettengerät steht:
"MONO-KOPFKÖRER (2-ADRIG) VERURSACHEN DURCHBRENNEN DER SCHALTUNG. Schließen Sie daher auf keinen Fall einen derartigen Kopfhörer hier an. Der Kopfhörerstecker muß drei Abschnitte haben, dann kann nichts passieren ... ein 2-adriger Mono-Kopfhörerstecker führt nach 2 bis 3 Minuten zu einem Durchbrennen der Schaltung, weil dadurch die Kopfhörer-Verstärker kurzgeschlossen werden."
Vielleicht gibts da einen Unterschied:
- Zusammenführen der Signaladern im Stecker und
- Kurzschließen durch einen Monostecker?

WIDERSTÄNDE:
1. Wieviel Ohm denn nun?
2. Verliert man da - zumindest grundsätzlich - nicht Ausgangsleistung und handelt sich damit - wieder grundsätzlich - beim Ausgleich am Eingangsgerät ein höheres Verstärkerrauschen ein - wie gesagt, nur "grundsätzlich"?
3. Ist es nicht besser, die Widerstände in der (großen) Monoklinke unterzubringen (Eingangsseite), als im Stereo-Miniklinken-Ausgang, wo weniger Platz ist?
4. Wo ist die Dämpfung der hohen Frequenzen höher:
- wenn die Signaladern gleich nach dem Ausgang zusammengeführt werden und ein Monosignal durchs Kabel läuft - oder
- wenn 2 Signale (L + R) durchs Kabel laufen und erst beim Eingang auf Mono zusammengeführt werden?
5. Die Sache mit den unterschiedlichen Signalstärken L/R leuchtet mir ein. Allerdings dürfte bei normalen CDs die Gefahr da gering sein, denn Popmusik wird ja sorgfältigst möglichst ausgewogen auf gleichmäßige Pegelwerte hin abgemischt.

mfG redi

Re: 1. Vielleicht doch gefährlich? 2. Widerstände ...

Hallo redi

: "MONO-KOPFKÖRER (2-ADRIG) VERURSACHEN DURCHBRENNEN DER SCHALTUNG. Schließen Sie daher auf keinen Fall einen derartigen Kopfhörer hier an. Der Kopfhörerstecker muß drei Abschnitte haben, dann kann nichts passieren ... ein 2-adriger Mono-Kopfhörerstecker führt nach 2 bis 3 Minuten zu einem Durchbrennen der Schaltung, weil dadurch die Kopfhörer-Verstärker kurzgeschlossen werden."
Den KOPFHöRER- Ausgang darfst Du NICHT kurzschliessen! Beim Stereo- Klinkenstecker ist es ja so, dass ein Signal mit der Spitze (Tip) verbunden ist, das andere Signal mit dem Ring und Masse mit dem Schaft. Beim Mono- Stecker gibts keinen Ring, weshalb dann das auf den Ring verdrahtete Signal mit dem Schaft kurzgeschlossen wird!

: Vielleicht gibts da einen Unterschied:
: - Zusammenführen der Signaladern im Stecker und
: - Kurzschließen durch einen Monostecker?
Gibt es, ja! Wenn Du die Signalleitungen zusammenführst, sind die beiden Signalleitungen miteinander verbunden, und bei entsprechenden internen Impedanzen (nicht mit dem Kopfhörer- Ausgang machen) ist das Resultat dann die SUMME /2 der beiden Signale. Wenn Du einen Monostecker verwendest, wird das eine Signal mit Masse verbunden, als Resultat hörst Du dann nur EINEN Kanal (der welcher mit der Spitze verbunden ist)
:
: WIDERSTÄNDE:
: 1. Wieviel Ohm denn nun?
Wenn Du den Kopfhörerausgang verwendest: mindestens etwa soviele Ohme wie ein Kopfhörer hat (> 50Ohm) Lieber zu grosse als zu kleine Widerstände nehmen. Der Eingang des gerätes, wo Du das resultierende Signal einspeisen willst, ist vermutlich hochohmig (> 10kOhm). Wenn Du also ein paar hundert Ohm nimmst, sollte alles i.O. sein. Ich würde mal sagen, nimm etwas zwischen 100 Ohm und 1kOhm. :-)) Der alte Elektroniker- Trick ist nun, z.B. 560 Ohm zu nehmen, dann siehts aus, als ob es grausam draufankäme, und Du eine mörderische Rechnung gemacht hättest :-)) Ausserdem sind doch grüne und blaue Ringelchen viel schöner als schwarze und brauen, nicht?

: 2. Verliert man da - zumindest grundsätzlich - nicht Ausgangsleistung und handelt sich damit - wieder grundsätzlich - beim Ausgleich am Eingangsgerät ein höheres Verstärkerrauschen ein - wie gesagt, nur "grundsätzlich"?
Grundsätzlich ja. Wenn Du die Widerstände nicht zu hochohmig wählst, wirst Du davon allerdings nicht viel merken.

: 3. Ist es nicht besser, die Widerstände in der (großen) Monoklinke unterzubringen (Eingangsseite), als im Stereo-Miniklinken-Ausgang, wo weniger Platz ist?
Ich würde die grosse Stereoklinke vorschlagen :-))

: 4. Wo ist die Dämpfung der hohen Frequenzen höher:
: - wenn die Signaladern gleich nach dem Ausgang zusammengeführt werden und ein Monosignal durchs Kabel läuft - oder
: - wenn 2 Signale (L + R) durchs Kabel laufen und erst beim Eingang auf Mono zusammengeführt werden?
Theoretisch im 2. Fall, weil da das Signal welches durch's Kabel geht aus der niederohmigeren Quelle stammt.

Gruss: Christoph

Re: 1. Vielleicht doch gefährlich? 2. Widerstände ...

: Hallo redi
: : 3. Ist es nicht besser, die Widerstände in der (großen) Monoklinke unterzubringen (Eingangsseite), als im Stereo-Miniklinken-Ausgang, wo weniger Platz ist?
: Ich würde die grosse Stereoklinke vorschlagen :-))
Sorry, hab die Frage zuerst nicht richtig interpretiert, Du meinst wahrscheinlich den Stecker auf der Ausgangsseite des Kabels, ja? Was Du sagst, macht Sinn, also Widerstände in den Monostecker :-))
Nochmals Gruss: Christoph


:
: : 4. Wo ist die Dämpfung der hohen Frequenzen höher:
: : - wenn die Signaladern gleich nach dem Ausgang zusammengeführt werden und ein Monosignal durchs Kabel läuft - oder
: : - wenn 2 Signale (L + R) durchs Kabel laufen und erst beim Eingang auf Mono zusammengeführt werden?
: Theoretisch im 2. Fall, weil da das Signal welches durch's Kabel geht aus der niederohmigeren Quelle stammt.
:
: Gruss: Christoph


Re: 2. Widerstände ...

Servus Christoph!

: Du meinst wahrscheinlich den Stecker auf der Ausgangsseite des Kabels, ja? Was Du sagst, macht Sinn, also Widerstände in den Monostecker :-))

Nee, mit dem Ausgang war ursprünglich eine Miniklinke eines "Walkman"-CD-Spielers gemeint. Die Sache mit dem 4-Spur-Recorder hab ich nur erzählt, weil das zum Thema gepaßt hat und weil ich den Unterschied nochmal genau wissen wollte.
Jetzt weiß ich´s ja und bin tatsächlich etwas schlauer geworden.

Nochmals Danke: Redi

ps: Am Wochenende hab ich die Ministereoklinke über die Stereomonoklimke in den Verstärker - nix ist passiert.

Re: 2. Widerstände ...ROFL

: Servus Christoph!
:
: : Du meinst wahrscheinlich den Stecker auf der Ausgangsseite des Kabels, ja? Was Du sagst, macht Sinn, also Widerstände in den Monostecker :-))
:
: Nee, mit dem Ausgang war ursprünglich eine Miniklinke eines "Walkman"-CD-Spielers gemeint.

Oh Mann: Ausgangsseite des K a b e l s ! Jetzt (!) hab ich´s erst kapiert, K a b e l !

: ps: Am Wochenende hab ich die Ministereoklinke über die Stereomonoklimke in den Verstärker - nix ist passiert.

*ichkriegmichjafastgarnichtmehrein*: "Stereomonoklimke"
So hätte es heißen müssen (auch wenn´s wurscht is):

ps: Am Wochenende bin ich mit der Mini-Stereoklinke aus dem CD-Spieler über die Monoklinke in den Verstärker - nix ist passiert.