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(Technik) SYX to TXT (Friedlieb)

Hallo Friedlieb, oder wer auch immer darüber bescheid weiss,

ich habe schon öfters Anfragen über meinee AX-2-Sounds als Textfile bekommen. Gibts ein Konvertierungsprogramm, dass diese SYX-Files in ein ordendlich lesbares TXT-Sheet umwandelt?
Wahrscheinlich gehts mit dem AX-2-Editor, leider kommt man da sehr schwer ran. Der gute Mann will eine Kreditkartennummer oder ein Vorkassescheck (kann ich ja verstehen, der will halt Kohle sehen, ist ja auch o.k.). Vielleicht geht's ja auch mit der Demoversion?

Oder hat jemand Connections zu dem AX-2-Editor-Typen und kann mir das Ding besorgen? Es geht mir hier wirklich nicht um die 60 Mäuse, sondern nur um die Art der Abwicklung. Ausserdem hätte ich doch gerne eine schöne gebrannte CD und kein gefummels über E-Mail (ISDN- schnarch...).

Ok. jetzt bin ich etwas vom ursprünglichen Thema abgekommen, aber wäre sehr schön, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

So long

Lothy



Re: (Technik) SYX to TXT (Friedlieb)

Hi Lothy,

: ich habe schon öfters Anfragen über meinee AX-2-Sounds als Textfile bekommen. Gibts ein Konvertierungsprogramm, dass diese SYX-Files in ein ordendlich lesbares TXT-Sheet umwandelt?

Kann sein, ich kenne keins. Da ich keinen AX2 habe, war das bisher kein Thema für mich. Ich hab mal angefangen, sowas für den POD zu schreiben, liegt aber wegen Überfluß an Zeitmangel zur Zeit auf Eis. Hast Du mal im Internet danach gesucht?

: Wahrscheinlich gehts mit dem AX-2-Editor, leider kommt man da sehr schwer ran. Der gute Mann will eine Kreditkartennummer oder ein Vorkassescheck (kann ich ja verstehen, der will halt Kohle sehen, ist ja auch o.k.).

Als einer, der seine Käsebrötchen mit der Erstellung von Software verdient, kann ich das auch absolut verstehen. Und der Preis ist ja auch kein Wucher oder so.

Übrigens meine ich gelesen zu haben (im LUP? oder im Forum von BenoA? - weiß nicht mehr), daß es wohl auch noch einen anderen AX2-Editor geben soll (Prädikat: Freeware), schau Dich doch mal um.

Das mit der Kreditkarte ist eigentlich eine korrekte Sache, wenn mit der Kartennummer kein Schindluder getrieben wird. Schließlich dürftest Du die Software schon längst in Händen halten, wenn die Abbuchung erfolgt, und kannst im Reklamationsfall (z.B. wenn Du die Software doch nicht willst) ja nach der Abbuchung diese stornieren lassen und bekommst Deine Kohle wieder gutgeschrieben.

: Vielleicht geht's ja auch mit der Demoversion?

Dann besorg Dir die doch erst mal und sieh dann weiter.

: Es geht mir hier wirklich nicht um die 60 Mäuse, sondern nur um die Art der Abwicklung. Ausserdem hätte ich doch gerne eine schöne gebrannte CD und kein gefummels über E-Mail (ISDN- schnarch...).

So groß ist das Ding doch auch nicht; ich hab mir damals mal ne ältere Version runtergeladen, um das anzusehen. Und für 2MB ne CD über den Ozean wuchten macht die Sache doch auch unnötig teuer.

Frag den Autor doch einfach mal, ob diese Funktion drin ist. Wenn Du ihm klarmachst, daß Du das Programm gern kaufen würdest, wenn es diese oder jene Funktion enthalten täte, wird er sicher gern Auskunft geben.

Keep rockin'
Friedlieb

Soundfiles?

Hi Lothy und alle anderen Digital-user!

Ahem, tja, mal ne Frage als Analoger...

Was nützt die Weitergabe von (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen bei unterschiedlichen Gitarren und vor allem unterschiedlichen Fingern?

Andersherum formuliert; ist es nicht vielleicht sogar verführerisch, andere (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen zu kopieren ohne vorher die Ohren einzuschalten?

Bitte nimm die Frage nicht persönlich, ich finde die Idee (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen zu kopieren, einfach nicht besonders gut.

Matthias


Re: Soundfiles?

Hi Matthias,

: Ahem, tja, mal ne Frage als Analoger...

macht nix, Poti-Einstellungen kopieren geht auch bei analogem Equipment, bloß nicht so einfach. ;-)

: Was nützt die Weitergabe von (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen bei unterschiedlichen Gitarren und vor allem unterschiedlichen Fingern?

Das ist in der Tat dusselig formuliert, denn eine komplette Sound-Beschreibung besteht aus ein bißchen mehr Daten als bloß ein paar Poti-Einstellungen. Bis auf dieses klitzekleine Detail (zu dem ich weiter unten noch was sagen werde) ist Deine Frage durchaus berechtigt und ich habe mir sie auch schon oft gestellt.

: Andersherum formuliert; ist es nicht vielleicht sogar verführerisch, andere (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen zu kopieren ohne vorher die Ohren einzuschalten?

Das ist tatsächlich ein Problem. Im Grunde das gleiche Problem wie in meinem Linux-Posting von vor ein paar Minuten: Die Leute wollen einfach nicht mehr denken. Dadurch, daß es inzwischen Systeme (Win95, POD) gibt, die auch extremen Verfechtern dieser Fraktion etwas an die Hand geben, werden natürlich auch viele Leute zu Nutzern der Digitaltechnik (sowohl was PCs als auch was Amp-Simulationen betrifft), die nun wirklich nicht viel denken wollen und das führt dann halt zu hochinteressanten Phänomenen.

Da denken welche, bloß weil sie die 72 Bytes Parameterwerte namens "Steve Vai" in ihren POD kopieren, können sie schwupps auch schon so spielen. Das LINE6 LUP Board ist voll von Anfragen dieser Art. Das ist eine Fehlentwicklung, die ich anprangere. Aber das liegt letztlich nicht an der Technik, sondern daran, daß diese leicht zu nutzende Technik halt auch Leute zu ihren Nutzern macht, die an jedes Problem so drangehen.

: Bitte nimm die Frage nicht persönlich, ich finde die Idee (dusselig formuliert) Poti-Einstellungen zu kopieren, einfach nicht besonders gut.

Ein analoger Amp hat vielleicht 10 Potis. Nehmen wir (optimistisch) an, daß jeder dieser Potis 100 verschiedene (klanglich unterscheidbare) Einstellungen hätte. Oder lieber 127, weil das genau 2 hoch 7 ist, dann ist die folgende Rechnung einfacher. Das entspricht einer Informationsmenge von 10 * 7 Bit, also hätte ein solcher analoger Amp 2 hoch 70 verschiedene Sounds, sind 1,18*10^21, also ne 1 mit 21 Nullen. Allein der POD hat jetzt aber schon 72 Bytes, also 572 Bit, und somit rechnerisch maximal 2,47*10^173 (eine 2 mit 173 Nullen) verschiedene Sounds. Das ist ein bißchen mehr. Von dem AX2 weiß ich nur, daß er noch ne ganze Ecke mehr Einstellmöglichkeiten als der POD hat, dürfte also nochmals deutlich mehr sein.

Versteh mich nicht falsch, es geht nicht um die schiere Menge, lieber 2 gute Sounds als 24 Fantastilliarden beschissene Sounds, keine Frage! Aber der Parametersatz eines digitalen Amps ist ein bißchen mehr als nur ein paar Poti-Einstellungen.
Schließlich sind ja auch noch reichlich Effekte dabei, und gerade die richtige Menge Hall, ein geschickt eingesetztes Slapback-Delay und ein dezent eingesetzter Chorus können mit nem Sound ne ganze Menge machen. Beim AX2 ist auch noch ein Equalizer mit dabei.
Und die Speaker-Simulation, und die Aufnahme-Mikro-Simulation, also Dinge, die beim analogen Amp erst im Studio "gedreht" werden können, und die den Sound stark beeinflussen, das ist ja auch in diesen Soundfiles bereits drin.

Unterm Strich sind diese Soundfiles eine sehr wertvolle Sache, und um nochmal auf den oben genannten Steve-Vai-Sound zurückzukommen: Ich kann dann natürlich nicht so spielen wie Steve Vai, und meine Gitarre ist auch ne andere, aber der Sound klingt vielleicht so, wie Steve Vai ihn eingestellt hätte, und das sind schonmal hervorragende Voraussetzungen.
Auch bei Sounds, bei denen es extrem auf Effekt-Gefrickel ankommt, z.B. irgendwelche Klassiker von U2, bringen diese Soundfiles ne Menge. Einfach den Patch laden und schon klingt es irgendwie wie The Edge.

Da kann der Austausch solcher Sound-Files schon ein brauchbares Werkzeug sein.

Nachteil sind diese Auswüchse, daß die Kiddies halt irgendwie glauben, bloß weil sie ein Soundfile vom Meister in ihre Bohne laden, klingen sie jetzt wirklich genauso. Tun sie auch teilweise, was den reinen Klang betrifft. Hast Du noch nie irgendeinen Dilletanten spielen hören und gedacht, der Gitarrensound klingt so ähnlich wie xyz, jetzt müßte der Typ nur noch so spielen können? ;-)

Nach alledem zum Schluß natürlich nochmal ein klares Bekenntnis zu der Tatsache "Der Ton kommt aus den Fingern".

Keep rockin'
Friedlieb

Re: Soundfiles!

Jawoll Friedlieb,
der Ton kommt tatsächlich aus den Fingern, und nirgendwo sonst her. Alles andere ist nur Werkzeug. Für mich macht so ein Teil wie der AX-2 vieles leichter, auf der anderen Seite auch nicht (kurbel kurbel, schraub schraub). Schön ist halt, dass man mit diesen Soundfiles schonmal in die richtige Richtung kommt und nicht von Grund auf alles durchtesten muss. Natürlich muss man dann noch an den Feinschliff ran (andere Gitarre, Saitenstärke, Spielweise etc.pp.).

Mir macht es im übrigen auch immer wieder Spaß in den Fender-Amp reinzuklinken und einfach loszudengeln.
Allerdings sind die Fender-Simulanten im AX2 leider gut :-)
und deswegen kommt das auch immer seltener vor.
So genug der Lobeshymnen auf Line 6, schliesslich haben die's noch ganzschön im Salz liegen.

Wirsing

Lothy


...und noch einen....

Ich hatte das letztes Jahr schon mal erwaehnt, das faellt mir, Kurbel, Kurbel, Schraub, Schraub gerade wieder ein: Auf einem Tonmacher-Seminar haben die Jungs von Sennheiser Ihr digitales Mikrofon vorgstellt. Was natuerlich momentan noch Quatsch ist, denn das hat noch keiner geschafft, Schwingungen direkt zu digitalisieren, aber das ist halt so marketinggedoens, lassen wir die also friedlich ruhen :0)

Was interessant war, war des herren gedanke, wieviel Moeglichkeiten man denn nun, wo man quasi ALLES amchen kann, auch zur Verfuegung stellt... Und die jungen Dinger um mich rum (auch ich, wo ich nun wohl nie ein mikro haben werde, das weiter als ein paar Tueren entfernt ist - da bruacht man keine Fernsteuerung...) freuten sich gleich, und kritzelten Ihre Vorstellungen hin. Nachher sah das Lastenheft aus, wie die neue Konsole vom Digitalpult... :0)

Und der Typ von Sennheiser wurde ganz traurig... weil, er wollte nicht... jeder Parameter, den er den Tonleuten zugesteht, reisst Ihm ein Stueck Herz aus dem koerper... weil, nochmehr Chance, was zu verdaddeln.... Klaro, die Ueberlegung ist alt, und die Frage, haette Elvis mit heutigem Equipment geiler geklungen? beantworte ich immer noch mit einem recht sicheren "noe!"...

Aber je mehr Parameter man den Leuten gibt, deto groesser wird die Chance zum Ungluecklichsein... entweder direkt, weil man sich verlaeuft, oder, weil jemand die Dinger einstellt wie Steve... und weil das jetzt so derbe viele Parameter sind, muss ich doch jetzt klingen wie er...

Die IT-Eingeweihten wissen ja alle darum, dass nicht die flexibelste, sondern die sicherste Anwendung die meisten Freunde findet...

Also, Jungs, verlauft Euch nicht, und gut Ton!
ullli

Re: (Technik) SYX to TXT (Friedlieb)

SYX-Files sind SysExchange-Files, ein Datenformat, das in MIDI-Frames versteckt binäre Daten beinhaltet. Wie diese Daten nun zu interpretieren sind, ist herstellerspezifisch. Mein SX-700 haut einem pro Patch so ca. 2KB um die Ohren, in denen für alle Effekte Parameter und Einstellungen enthalten sind.

Daher gibt es kein generelles Tool, was einem die binären SYX-Daten wieder in ein lesbares Format umwandelt.