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(Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

Da ich mich zur Zeit etwas mit Gehör und Wahrnehung beschäftige: endlich habe ich die Antwort gefunden, was Gitarristen und Basser so unterscheidet:

Das Ohr

Mit dem Ohr verbindet man das Hoeren. Dies ist zwar die naheliegenste Funktion, doch unser Hoerorgan uebernimmt weit mehr Aufgaben, als den Schall der Umgebung wahrzunehmen. Im Inneren des Ohres sitzt das Vestibular- oder auch Gleichgewichtssystem. Dieses kontrolliert die Balance, die Koordination des Koerpers genauso wie die Spannkraft der Muskeln und die Muskeln unserer Augen. Durch den Gleichgewichtssinn sind wir in der Lage, ein Bild unseres Koerpers im Raum zu fabrizieren. Das Vestibularsystem ist eine wichtige Relaisstation fuer alle sensorischen Informationen, die unser Gehirn erreichen wollen. Funktionieren die Gleichgewichtsorgane im rechten und linken Ohr korrekt, haelt der Mensch die Balance. Glaubt man Alfred Tomatis, spielt das Ohr aber noch andere, erheblich weitergehende Rollen im menschlichen Koerper. Im Verlauf seiner Taetigkeit will der heute 77jaehrige Forscher entdeckt haben, dass hohe Frequenzen das Hirn aufladen, waehrend niedrige Toene Energie uns zu einer motorischen Aktivitaet auffordern. So erklaert Tomatis die Neigung des Menschen, nach tiefen Rhythmen zu tanzen, waehrend das Hoeren der Brandenburgischen Konzerte ein gaenzlich anderes Verhalten produziert. Im Umkehrschluss bedeute dies, dass hyperaktive Kindern durch staendige Bewegung versuchen, ihr Gehirn mit mehr Energie zu versorgen und die Disbalance zwischen den beiden Ohren wiederherzustellen. Ist unser Hirn "gut geladen", so Tomatis, faellt es einfach sich zu konzentrieren, organisieren, zu lernen und zu erinnern.

Rechts- und Linkshoerer

Es hoert sich komisch an, aber nach der Tomatis-Lehre besitzen alle Menschen ein dominantes Ohr. Wie Rechts- und Linkshaender gibt es bei Tomatis Rechts- und Linkshoerer. Viele der jungen Patienten im Institut in Hamburg fallen durch eine Linkslastigkeit ihres Gehoeres auf, sie verarbeiten einen Grossteil der auditiven Stimulation mit dem linken Ohr. Das Team um Joachim Kunze bemueht sich um ein Ausbalancieren des aktiven Hoerens, denn das rechte Ohr ist schneller bei der Verarbeitung von Informationen. Intensitaet, Frequenz, Timbre, Rhythmus und der Fluss der Saetze: Rechtshoerer sind besser in der Lage, die Parameter ihrer Sprache zu kontrollieren und eine effektive Kontrolle der Stimme garantiert eine bessere Kommunikation, womit auch der Zusammenhang von Stimme und Ohr deutlich wird. Bereits 1953 postulierte der agile Franzose einen Satz, der heute als das "1. Tomatis-Gesetz" bekannt ist: "Die Stimme enthaelt nur das, was das Ohr hoert." Damit wollte er die untrennbare Verbindung zwischen Hoerfaehigkeit des Ohres und stimmlicher Aeusserung verdeutlichen. In der Praxis bedeutet dies, dass die durch die Hoerkur erreichte Aenderung im Ohr sich auch auf die Stimme auswirkt. Die legendaere Sopranistin Maria Callas vertraute sich aus genau diesem Grund Professor Tomatis an: Ihr Gehoer war nicht in der Lage die just produzierten Toene korrekt zu interpretieren. Um ihre und andere Stimmen zu korrigieren erdachte Tomatis das, was er heute als "elektronisches Ohr" bezeichnet. Vereinfacht gesagt, besteht dieses Hilfsgeraet aus einem speziellen Kopfhoerer und einer Musikanlage. Dabei spielt es die gefilterte Musik so ab, wie ein intaktes Ohr hoeren wuerde; eben so gesund, wie der Foetus im Mutterleib einmal hoerte. Dem Ohr des Patienten wird orgefuehrt, wie es wieder richtig hoert. Am Beispiel des "elektronischen Ohres" wird auch deutlich, worin sich die Tomatis-Methode von der klassischen Theorie des Hoerens unterscheidet. Diese nimmt naemlich an, dass allein Hammer, Steigbuegel und Amboss die Schalluebertraeger vom Trommelfell zum Innenohr sind. Nach Tomatis uebertraegt sich der Schall aber vom Trommelfell auf den gesamten Schaedel und bringt diesen leicht zum Schwingen. Deswegen ist auch der Kopfhoerer in der Hoerkur um eine zusaetzliche Variante bereichert worden: Ueber einen kleinen Extra-Lautsprecher wird der verzerrte Mozart dem Patienten nicht nur ueber die Ohren, sondern auch ueber die Mitte der Schaedeldecke zugefuehrt. Kunze erklaert: "Die Knochenleitung unterlaeuft den Filter im Ohr, der durch die Jahre waehrende Praegung entstanden ist." Der Test am Anfang jeder Therapie vergleicht die Luft- mit der Knochenleitungshoerkurve, im Idealfall verlaufen beide parallel. Die Therapie unternimmt die behutsame Angleichung der beiden Kurven durch Training der winzigen Ohrmuskeln.

Joerg Auf dem Hoevel - 22765 Hamburg


Na, da wird ja einiges klar :-))

Ist aber auch ein interessantes Thema.

Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

: Da ich mich zur Zeit etwas mit Gehör und Wahrnehung beschäftige: endlich habe ich die Antwort gefunden, was Gitarristen und Basser so unterscheidet:

: Das Ohr

: Im Verlauf seiner Taetigkeit will der heute 77jaehrige Forscher entdeckt haben, dass hohe Frequenzen das Hirn aufladen, waehrend niedrige Toene Energie uns zu einer motorischen Aktivitaet auffordern.

Na, das kann ja nicht stimmen - schon mal 'nen Bassisten gesehen, der sich bewegt (vom aufgeladenen Hirn mal ganz zu schweigen)? ;-)

Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

Na, das kann ja nicht stimmen - schon mal 'nen Bassisten gesehen, der sich bewegt (vom aufgeladenen Hirn mal ganz zu schweigen)? ;-)

Also ich war im Proberaum immer unterwegs. Darum habe ich auch lange mit einem Sender geliebäugelt, weil ich mich immer im Kabel verfangen habe.

Und das aufgeladene Hirn, das ist ja bei den hohen Tönen. Wir können es in Weddau ja mal genauer analysieren. ;-)




Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

also wissenschaftlich belegt is der Unterschied nicht so richtig:-)) und die Krankenversicherung zahlts au net!

Der französische HNO-Arzt Dr. A.A.A. Tomatis hat in mehreren Büchern ein Therapieverfahren vorgestellt, das - neben zahlreichen weiteren Krankheiten wie Gedächtnis- und Verhaltensstörungen, Schizophrenie, Taubheit und Schwerhörigkeit - bei Legasthenie helfen soll und von zwei wesentlichen Prämissen ausgeht:

Fötus-Hochtonhören
Der Fötus höre im Mutterleib während der letzten 14 Schwangerschaftswochen vorwiegend hohe Frequenzen, die er als akustisches Rebirthing verwendet.


Linksdominantes Hören
Eine wesentliche Ursache von Legasthenie sei ein linksdominantes Hören, das durch geeignete Maßnahmen auf rechtsohrig umzupolen sei.
Inzwischen gibt es zahlreiche weitere Einzelpersonen und Institutionen, die das Tomatisverfahren entweder unverändert - Unter Lizenzzahlungen an Tomatis - oder mit eigenen Ergänzungen anwenden, ohne das Tomatis-Grundmodell zu verlassen. Dazu gehört beispielsweise das Ehepaar Francois und Murielle Louche aus Frankreich. Unter dem Begriff der "Osteophonie" (auf Deutsch: Knochenklang) lassen sie eine Variante des Tomatis-Verfahrens aufleben, ohne die beiden vorgenannten Grundannahmen auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. In der Zeitschrift esotera findet sich in der August-Ausgabe 1997 ein mehrseitiger Beitrag von Dr. Jaan Klasmann zu dessen - subjektiv positivem - Erleben einer solchen Knochenklang-Sitzung.

Die Kombination des aus den beiden vorgenannten Prämissen abgeleiteten Tomatis-Hörtrainings besteht im wesentlichen aus einer mittels eines sogenannten elektronischen Ohres gefilterten Sprach- und Musikübertragung mittels Kopfhörern. Das elektronische Ohr stellt einen Hochpass dar, der mit einer in weiten Bereichen veränderbaren Eckfrequenz den Ohren zeitweilig nur hohe Tonfrequenzen darbietet. Dabei wird dem rechten Ohr, das es nach Auffassung von Tomatis und seinen Epigonen umzuerziehen gilt, ein um etwa 6 dB höheren Pegel zugeführt.

Tomatis gehört wohl zu den umstrittendsten Persönlichkeiten seiner Berufsgruppe. Von fanatischer Bewunderung seiner Anhänger und Patienten bis zu kältester wissenschaftlicher Ablehnung reicht die Skala. Einerseits scheinen alle wesentlichen Grundlagen kaum haltbar zu sein, andererseits wird immer wieder durch Eltern von Heilungserfolgen berichtet.

An eindeutigen wissenschatlichen Stellungnahmen liegt einmal ein Gutachten von Frau Dr. med. U. Petersen-Siebert vom Werner-Otto-Institut in Hamburg vor. Diese Stellungnahme - die von der Redaktion abgefordert werden kann - enthält auch eine umfängliche Berichterstattung über die einzige Doppelstudie zwischen dem Tomatis-Verfahren und einem Placebo-Training, bei dem die Kontrollgruppe nach zwei Jahren bessere Ergebnisse zeigte als die Untersuchungsgruppe. Anlass dieser Stellungnahme war ein Auftrag des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Hamburg aufgrund eines Antrages auf Kostenübernahme für eine Tomatis-Therapie.

Ferner hat sich die französische ACADEMIE NATIONALE DE MEDECINE in einem mehrseitigen Gutachten nach einem Antrag französischer Krankenkassen auf Kostenübernahme mit der Tomatis-Therapie befasst. Der Schlusssatz dieses Gutachtens, das in Heft 1/1996 der deutschen HNO-Mitteilungen erschien und dessen voller Wortlaut im französischen Originaltext und in deutscher Übersetzung von der Redaktion abgefordert werden kann, lautet:
"Unsere Aufgabe ist es, die Organe der öffentlichen Versorgung auf den äußerst zweifelhaften Nutzen der Tomatis-Methode aufmerksam zu machen. Nach alledem ist die Kostenübernahme der Tomatis-Methode durch die Krankenversicherung nicht gerechtfertigt."



Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

Das mit der Tomatis-Therapie ist die eine Sache. Allerdings habe ich eine Familie kennengelernt, dessen beiden Söhne eine Tomatis-Therapie gemacht haben, und Lehrer und Erzieherinnen Im Kindergarten bestätigten danach ein besseres Lernverhalten und erhöhte Aufmerksamkeit. In etwa in diesen Rahmen passt auch die Homöopathie, die nicht erklärlich ist, aber ich verwende seit geraumer Zeit homöopathische Produkte. Und dass bei Erkältung und Einnahme von Sinfrontal plötzlich die Suppe anfängt zu laufen, kann natürlich auch psychogen sein :-) Oder die vereiterten Mandeln, die ohne Antibiotika, aber mit Tonsiotren abheilten. Mein Hausarzt wollte das auch nicht glauben.

Aber zurück zum Thema: macht man sich mit den Stichworten Gehör und Wahrnehmung im Netz auf den Weg, stößt man auf eine Menge interessanter Sachen (wenigstens für mich). Warum gibt es in Asien mehr Linkshänder als in Europa? Warum spielen Rechtshänder die Violine links (Gitarre, Cello und Bass eingeschlossen)? Warum favorisieren Leute ein bestimmtes Instrument, sei es Gitarre, Bass oder Querföte? Und warum sind Leute auf der Suche nach 'dem' Sound?

Vielleicht ein wenig esoterische, aber manchmal ergeben sich aus solchen Fragestellungen auch praktische Ergebnisse.

Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

: In etwa in diesen Rahmen passt auch die Homöopathie, die nicht erklärlich ist, aber ich verwende seit geraumer Zeit homöopathische Produkte. Und dass bei Erkältung und Einnahme von Sinfrontal plötzlich die Suppe anfängt zu laufen, kann natürlich auch psychogen sein :-) Oder die vereiterten Mandeln, die ohne Antibiotika, aber mit Tonsiotren abheilten. Mein Hausarzt wollte das auch nicht glauben.

Moin Rainer,

Ernsthafte Homöopathen (weitergebildete Ärzte, nicht irgendwelche "Heiler") verweisen immer auf psychosomatische Ursachen sowie auf die enormen Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers. Resignierte Allgemeinmediziener tun dies übrigens auch..;)

stay heavy
::alex

Re: (Philosophie) Endlich ... die Antwort ... :-))

Hi Rainer,

: Da ich mich zur Zeit etwas mit Gehör und Wahrnehung beschäftige:

an meine Brust, Bruder! Ich auch. :-)

Und es sei nochmal auf das Buch Das dritte Ohr von Joachim Ernst Berendt verwiesen - was ja sonst Emil immer macht, von ihm hab ich auch den Tipp. Ich lese seit Monaten an dem Buch (geht bei mir normalerweise schneller), aber bei der Fülle an Erkenntnissen, die es vermittelt, komme ich einfach nicht schneller voran.



Wenn ich das Buch durch hab, schreib ich hier mal was mehr dazu.

Keep rockin'
Friedlieb