Hiho zusammen.
Mein gitarrenspielender Kollege WP, mit dem ich auch in einer Band spiele, hat sich kurzentschlossen einen Bass gekauft. Ich als Bassist war davon natürlich überhaupt nicht angetan. Dazu muss gesagt sein, dass WP nebenbei auch noch sehr gut Klavier/Keyboard spielen kann, bzw. auch ein guter Musiktheorhetiker ist.
Nun ist es meine Meinung, dass es natürlich schön ist, wenn man viele Instrumente beherrscht, bzw, es ist zT auch bequemer... Aber geht nicht irgendwas verloren, wenn man alles hintereinander weg einspielt?
Ich für meinen teil empfand es auf jeden Fall immer sehr angenehm, wenn er manchmal mit eingespielten Licks ankam, und mir die berühmt / berüchtigten Worte unter die Nase rieb: "Denk dir ma' 'n Bass dazu aus."
Ich will jetzt hier in keinster Weise nostalgisch werden, aber ich frage mich doch, ob man nicht wirklich besser damit beraten ist, nur ein Instrument WIRKLICH zu spielen.
Klar - Ich spiele auch ein wenig Akkustikgitarre, etwas Schlagzeug, weiss wo auf dem Klavier die Akkorde liegen -
Aber wenn mich jemand fragen würde: "Was spielst du?", würd meine Antwort definitiv nur "E-Bass" lauten.
Wieso also gibt es soviele Gitarrenspieler, die den Bass quasi "mitnehmen", und angeben, sie spielen Gitarre und ein wenig Bass(übrigens auch im Who is Who häufig der Fall), aber fast niemanden, der von sich sagt, dass er Bass, und zb. Gitarre spielt?
Soweit meine Gedanken hierzu, recht ungeordnet, aber, ich hoffe doch, einigermassen zu verstehen.
Satyr
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- (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?! - gestartet von Satyr 13. Dezember 2001 um 12:46h
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
woody
am 13. Dezember 2001 um 13:58
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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Satyr
am 13. Dezember 2001 um 14:11
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
Satyr
am 13. Dezember 2001 um 14:11
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
Rainer
am 13. Dezember 2001 um 13:02
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
Satyr
am 13. Dezember 2001 um 13:13
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
Rainer
am 13. Dezember 2001 um 13:49
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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WP
am 13. Dezember 2001 um 14:32
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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Rainer
am 13. Dezember 2001 um 14:51
- alles klar. (kT)
- von
WP
am 13. Dezember 2001 um 18:09
- alles klar. (kT)
- von
WP
am 13. Dezember 2001 um 18:09
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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Rainer
am 13. Dezember 2001 um 14:51
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
WP
am 13. Dezember 2001 um 14:32
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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Rainer
am 13. Dezember 2001 um 13:49
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
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Satyr
am 13. Dezember 2001 um 13:13
- WTF? - Gleich zweimal.
- von
Satyr
am 13. Dezember 2001 um 12:58
- Re: (Philosophie) Omnitalente - Spassbremsen?!
- von
woody
am 13. Dezember 2001 um 13:58
Und ich war mir sicher, nur einmal geklickt zu haben!?
Wieso also gibt es soviele Gitarrenspieler, die den Bass quasi "mitnehmen", und angeben, sie spielen Gitarre und ein wenig Bass(übrigens auch im Who is Who häufig der Fall), aber fast niemanden, der von sich sagt, dass er Bass, und zb. Gitarre spielt?
Doch, ich. Mein Instrument ist Bass, und ich nehme gelegentlich, mal so zum Spass, eine akustische Gitarre in die Hand. Wegen einer Songidee oder so, aber auf einer Bühne käme mir ein solches Filigranteil nicht in die Hände.
Deine Bedenken sind erst einmal zu verstehen, aber ich denke nicht, dass man sich auf ein Instrument 'konzentrieren' muss. Man kann, vielleicht sogar sinnvoll. Könnte es eher sein, dass in diesem Fall die Befürchtung besteht, der Ketarrist könnte es eventuell mal (irgendwann) besser als Du? Vielleicht wäre es dann für Dich sinnvoll weitere Standbeine zu suchen, z.B. Songwriting oder Technisches.
Doch, ich. Mein Instrument ist Bass, und ich nehme gelegentlich, mal so zum Spass, eine akustische Gitarre in die Hand. Wegen einer Songidee oder so, aber auf einer Bühne käme mir ein solches Filigranteil nicht in die Hände.
Deine Bedenken sind erst einmal zu verstehen, aber ich denke nicht, dass man sich auf ein Instrument 'konzentrieren' muss. Man kann, vielleicht sogar sinnvoll. Könnte es eher sein, dass in diesem Fall die Befürchtung besteht, der Ketarrist könnte es eventuell mal (irgendwann) besser als Du? Vielleicht wäre es dann für Dich sinnvoll weitere Standbeine zu suchen, z.B. Songwriting oder Technisches.
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Vielleicht kann er es sogar jetzt schon besser als ich - Der gute Mann beschäftigt sich einfach viel länger als ich mit Musik. Das ist eigentlich eine meiner kleinsten Sorgen. Songwriting und PA mach ich ja zT auch.
Du bist halt das "die Regel begründe Gegenbeispiel" ;-)
Ich finde halt sehr wichtig, das beim musizieren von jedem Bandmitglied was mit einfliesst, und oftmals legen doch gerade die Omni-Instrumentalisten ein komplettes Band-Sheet vor, mit der Aussage "Da, spiel mal." (Was ja auch nicht einer gewissen Logik entbehrt) ;-)
Vielleicht kann er es sogar jetzt schon besser als ich - Der gute Mann beschäftigt sich einfach viel länger als ich mit Musik. Das ist eigentlich eine meiner kleinsten Sorgen. Songwriting und PA mach ich ja zT auch.
Du bist halt das "die Regel begründe Gegenbeispiel" ;-)
Ich finde halt sehr wichtig, das beim musizieren von jedem Bandmitglied was mit einfliesst, und oftmals legen doch gerade die Omni-Instrumentalisten ein komplettes Band-Sheet vor, mit der Aussage "Da, spiel mal." (Was ja auch nicht einer gewissen Logik entbehrt) ;-)
If you cant beat them join them. Versuche etwas vom ihm zu lernen, schau ihm auf die Finger.
Zwar nicht gerade für den Bass, aber von einem Drummer habe ich mal viel gelernt, nämlich über Rhythmik.
Das mit dem komplett vorarrangiert kenne ich auch. Wenn mir jemand kommt und eine komplette Linie für mein Instrument vorlegt, kann er sich die in die Haare schmieren. Da wäre ich eigen. Entweder mein Anteil ist drin, in der Art wie ich spiele und was ich spiele, oder er kann es selbst spielen. In einer Phase, wo wir einen Gitarristen suchten, hatten wir auch so ein Paradebeispiel, der nur einen biologischen Multitracker suchte. ei uns wurde er eben nicht fündig. Und dann war da noch ein Drummer, der mir vorschreiben wollte, wo ich ein Achtel und wo zwei Sechzehntel zu spielen hätte. In solchen Fällen sollte man sein Standing haben, was nicht heisst seine eigene Meinung auf Gedeih und Verderb durchsetzen zu wollen.
Zwar nicht gerade für den Bass, aber von einem Drummer habe ich mal viel gelernt, nämlich über Rhythmik.
Das mit dem komplett vorarrangiert kenne ich auch. Wenn mir jemand kommt und eine komplette Linie für mein Instrument vorlegt, kann er sich die in die Haare schmieren. Da wäre ich eigen. Entweder mein Anteil ist drin, in der Art wie ich spiele und was ich spiele, oder er kann es selbst spielen. In einer Phase, wo wir einen Gitarristen suchten, hatten wir auch so ein Paradebeispiel, der nur einen biologischen Multitracker suchte. ei uns wurde er eben nicht fündig. Und dann war da noch ein Drummer, der mir vorschreiben wollte, wo ich ein Achtel und wo zwei Sechzehntel zu spielen hätte. In solchen Fällen sollte man sein Standing haben, was nicht heisst seine eigene Meinung auf Gedeih und Verderb durchsetzen zu wollen.
Hi Satyr,
für mich kann ich nur sagen, daß mir die Beschäftigung mit anderen Instrumenten immer neue Impulse und Perspektiven für die Arbeit mit der Gitarre gibt, da man andere Rollen innerhalb einer Band oder einem Ensemble kennenlernt, andere Blickweisen auf Techniken oder Theorie bekommt und andere Klangvorstellungen erhält die man vielleicht auf sein Hauptinstrument übertragen kann.
stay tuned,
woody
für mich kann ich nur sagen, daß mir die Beschäftigung mit anderen Instrumenten immer neue Impulse und Perspektiven für die Arbeit mit der Gitarre gibt, da man andere Rollen innerhalb einer Band oder einem Ensemble kennenlernt, andere Blickweisen auf Techniken oder Theorie bekommt und andere Klangvorstellungen erhält die man vielleicht auf sein Hauptinstrument übertragen kann.
stay tuned,
woody
Stimmt, gutes Pro Argument - Auch einer der Gründe, wieso ich ne Akkustik-Klampfe habe.
hm.
Ein nachdenklicher
Satyr
hm.
Ein nachdenklicher
Satyr
Hi Rainer!
: Das mit dem komplett vorarrangiert kenne ich auch. Wenn mir jemand kommt und eine komplette Linie für mein Instrument vorlegt, kann er sich die in die Haare schmieren. Da wäre ich eigen. Entweder mein Anteil ist drin, in der Art wie ich spiele und was ich spiele, oder er kann es selbst spielen.
Moment mal: Wenn Du sagst, dass Du es nicht leiden kannst, wenn er Dir komplett vorschreiben will, was Du *exakt* spielen *musst* - das kann ich gut nachvollziehen, wenn man da zu eigen wäre, wie Du es formuliert hast.
Ein geniales Arrangement allerdings nur aus dem Grunde abzulehnen, weil man selber nichts wirklich dabeigesteuert hat, halte ich für, naja, womasagn starrköpfig.
Ich denke, dass das Resultat die bestmögliche Musik sein sollte, dabei sollte es meiner Meinung nach egal sein, wer und wieviel jeder zur Komposition beigesteuert hat.
Falls jedes Bandmitglied das Arrangement absolut geil findet, wäre es meiner Meinung nach nicht sinnvoll, es zu boykottieren, nur weil man selbst kein Scherflein dazu beitragen konnte.
Dann schreibt man selbst halt den nächsten Knaller ;)
Gruss,
WP
: Das mit dem komplett vorarrangiert kenne ich auch. Wenn mir jemand kommt und eine komplette Linie für mein Instrument vorlegt, kann er sich die in die Haare schmieren. Da wäre ich eigen. Entweder mein Anteil ist drin, in der Art wie ich spiele und was ich spiele, oder er kann es selbst spielen.
Moment mal: Wenn Du sagst, dass Du es nicht leiden kannst, wenn er Dir komplett vorschreiben will, was Du *exakt* spielen *musst* - das kann ich gut nachvollziehen, wenn man da zu eigen wäre, wie Du es formuliert hast.
Ein geniales Arrangement allerdings nur aus dem Grunde abzulehnen, weil man selber nichts wirklich dabeigesteuert hat, halte ich für, naja, womasagn starrköpfig.
Ich denke, dass das Resultat die bestmögliche Musik sein sollte, dabei sollte es meiner Meinung nach egal sein, wer und wieviel jeder zur Komposition beigesteuert hat.
Falls jedes Bandmitglied das Arrangement absolut geil findet, wäre es meiner Meinung nach nicht sinnvoll, es zu boykottieren, nur weil man selbst kein Scherflein dazu beitragen konnte.
Dann schreibt man selbst halt den nächsten Knaller ;)
Gruss,
WP
Moment mal: Wenn Du sagst, dass Du es nicht leiden kannst, wenn er Dir komplett vorschreiben will, was Du *exakt* spielen *musst* - das kann ich gut nachvollziehen, wenn man da zu eigen wäre, wie Du es formuliert hast. Ein geniales Arrangement allerdings nur aus dem Grunde abzulehnen, weil man selber nichts wirklich dabeigesteuert hat, halte ich für, naja, womasagn starrköpfig.
Und genau so meinte ich es auch: "exakt vorschreiben". Diskutieren kann man immer.
Und genau so meinte ich es auch: "exakt vorschreiben". Diskutieren kann man immer.
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