Ähm - ehm merk ich doch, daß bei Beitragstitel "Harmonielehre" fehlt :-)))
Mir gehts um die Verwendung von verminderten und übermäßigen Akkorden und ob es da irgend'ne Art Regel gibt. So wie sich z.B. der Dominant-Septim-Akkord als Spannungsakkord in die Tonika "auflöst", müßte es doch auch für diese Durchgangsakkorde was geben.
Mal als Beispiel: Ich hab 'ne Harmoniefolge C - A (Dur!!!) - Dm7 - G7 - C. Was kann ich jetzt als Durchgangsakkord benutzen? Guck' ich da einfach nur auf die Leittöne, d.h. ich benutze dann H° - was ja im Prinzip 'ne Dominante von A ist (von den Tönen her ein E7 ohne E mit 'nem zusätzlichen F) und in dem 3 Töne 'nen Halbton höher liegen als der Akkord den ich erreichen will? Oder isses ganz anders?
Oft hab ich auch gesehen, daß diese Durchgangsakkorde eingesetzt werden, wenn die Melodiestimme chromatisch verläuft - aber was genau nehm ich da?
Kann mir da jemand helfen?
Gruß
Oly
P.S.
Nein - ich werde kein Jazzer - aber in diesen ganzen alten Schlagern kommt das auch dauernd vor und irgendwie interessiert es mich halt. (Buy se vai - in Rockin' all over the world kommt auch 'n verminderter vor :-)))
Übersicht
- (Sonstiges) C - gestartet von Oly 12. Juni 2001 um 10:27h
- Re: (Sonstiges) C
- von
Benjamin S.
am 12. Juni 2001 um 22:07
- Re: (Sonstiges) C
- von
Silvio
am 12. Juni 2001 um 17:47
- Re: (Sonstiges) C
- von
Falk
am 12. Juni 2001 um 16:32
- Re: (Sonstiges) C
- von
ullli
am 12. Juni 2001 um 16:57
- Re: (Sonstiges) C
- von
ullli
am 12. Juni 2001 um 16:57
- Re: (Sonstiges) C
- von
Benjamin S.
am 12. Juni 2001 um 22:07
hi oly,
ich würd' dir ja gerne helfen - aber ich hab dich überhaupt nicht verstanden :-))
gruß falk
ach ja, guck doch mal bitte in deine mailbox.
ich würd' dir ja gerne helfen - aber ich hab dich überhaupt nicht verstanden :-))
gruß falk
ach ja, guck doch mal bitte in deine mailbox.
Hi Oly,
: ach ja, guck doch mal bitte in deine mailbox.
findet das auch:
ullli
: ach ja, guck doch mal bitte in deine mailbox.
findet das auch:
ullli
Hallo Oly
Mal als Beispiel: Ich hab 'ne Harmoniefolge C - A (Dur!!!) - Dm7 - G7 - C. Was kann ich jetzt als Durchgangsakkord benutzen?
Von wo bis wo bzw. zwischen welchen Akkorden?
Guck' ich da einfach nur auf die Leittöne, d.h. ich benutze dann H° - was ja im Prinzip 'ne Dominante von A ist (von den Tönen her ein E7 ohne E mit 'nem zusätzlichen F) und in dem 3 Töne 'nen Halbton höher liegen als der Akkord den ich erreichen will? Oder isses ganz anders?
Am besten ist es imho, wenn die Töne nicht alle einen HT höher sind, sondern beispielsweise einer von unten kommt - eine coole Auflösung ist beispielsweise Bb7b5 auf A(+7):
Wobei hier der Bb7b5 als Tritonussubstitution für E7 wirkt.
Aber schlussendlich entscheiden die Ohren, d.h. ob jetzt alle von oben oder von unten oder von allen Seiten her auflösen ist Geschmackssache. Und auf der Gitarre kommt es sowieso sehr auf das verwendete Voicing drauf an.
Verminderte Akkorde wie ° oder °7 entstammen der harmonischen Molltonleiter. Sie enthalten fast dieselben Töne wie der 5. Stufe 7(b9) Akkord (ausser dessen Grundton) und können diesen gegebenenfalls (je nach Voicing) ersetzen. Also wenn solche verminderten Akkorde vorkommen checke ich immer nach A-Moll ab - meistens ergibt sich daraus ein Zusammenhang.
Oft hab ich auch gesehen, daß diese Durchgangsakkorde eingesetzt werden, wenn die Melodiestimme chromatisch verläuft - aber was genau nehm ich da?
Zum Beispiel einen chromatischen Übergang von C nach A kannst Du - wenn Du nicht willst, dass es verjazzt klingt - einfach mit C B Bb A erreichen. Hörbeispiel "Sitting On The Dock Of The Bay", für die Begleitung der chromatischen Melodie lassen sich einfach die Durakkorde auf dem Melodieton nehmen.
Kann mir da jemand helfen?
Hoffentlich!
Gruss
Silvio
ps: Sonst wirf uns doch mal vier Takte mit Melodie und Akkorden zum Fressen vor! :-)
Dieser Beitrag wurde 100% mit Hilfe der Vorschaufunktion erstellt.
Punkt 1: Es kommen keine falschen Sachverhalte vor.
Punkt 2: Sollten falsche Sachverhalte auftreten, siehe Punkt 1.
Mal als Beispiel: Ich hab 'ne Harmoniefolge C - A (Dur!!!) - Dm7 - G7 - C. Was kann ich jetzt als Durchgangsakkord benutzen?
Von wo bis wo bzw. zwischen welchen Akkorden?
Guck' ich da einfach nur auf die Leittöne, d.h. ich benutze dann H° - was ja im Prinzip 'ne Dominante von A ist (von den Tönen her ein E7 ohne E mit 'nem zusätzlichen F) und in dem 3 Töne 'nen Halbton höher liegen als der Akkord den ich erreichen will? Oder isses ganz anders?
Am besten ist es imho, wenn die Töne nicht alle einen HT höher sind, sondern beispielsweise einer von unten kommt - eine coole Auflösung ist beispielsweise Bb7b5 auf A(+7):
x 5
5 5
7 6 von oben
6 7 von unten
x 7
6 5 von oben
Wobei hier der Bb7b5 als Tritonussubstitution für E7 wirkt.
Aber schlussendlich entscheiden die Ohren, d.h. ob jetzt alle von oben oder von unten oder von allen Seiten her auflösen ist Geschmackssache. Und auf der Gitarre kommt es sowieso sehr auf das verwendete Voicing drauf an.
Verminderte Akkorde wie ° oder °7 entstammen der harmonischen Molltonleiter. Sie enthalten fast dieselben Töne wie der 5. Stufe 7(b9) Akkord (ausser dessen Grundton) und können diesen gegebenenfalls (je nach Voicing) ersetzen. Also wenn solche verminderten Akkorde vorkommen checke ich immer nach A-Moll ab - meistens ergibt sich daraus ein Zusammenhang.
Oft hab ich auch gesehen, daß diese Durchgangsakkorde eingesetzt werden, wenn die Melodiestimme chromatisch verläuft - aber was genau nehm ich da?
Zum Beispiel einen chromatischen Übergang von C nach A kannst Du - wenn Du nicht willst, dass es verjazzt klingt - einfach mit C B Bb A erreichen. Hörbeispiel "Sitting On The Dock Of The Bay", für die Begleitung der chromatischen Melodie lassen sich einfach die Durakkorde auf dem Melodieton nehmen.
Kann mir da jemand helfen?
Hoffentlich!
Gruss
Silvio
ps: Sonst wirf uns doch mal vier Takte mit Melodie und Akkorden zum Fressen vor! :-)
Dieser Beitrag wurde 100% mit Hilfe der Vorschaufunktion erstellt.
Punkt 1: Es kommen keine falschen Sachverhalte vor.
Punkt 2: Sollten falsche Sachverhalte auftreten, siehe Punkt 1.
Hi Oly!
: Ähm - ehm merk ich doch, daß bei Beitragstitel "Harmonielehre" fehlt :-)))
Gute Idee - Aber die zuständigen Leute kümmern sich mal wieder um nix. Ich kenn das! Der vorherige Besitzer hat hier nie auch nur einen Finger krumm gemacht... ;-))
Neineinein. An dieser Stelle lobt Benjamin Friedlieb mal ganz ausdrücklich.
But now for something completly different...
: Mir gehts um die Verwendung von verminderten und übermäßigen Akkorden und ob es da irgend'ne Art Regel gibt. So wie sich z.B. der Dominant-Septim-Akkord als Spannungsakkord in die Tonika "auflöst", müßte es doch auch für diese Durchgangsakkorde was geben.
:
: Mal als Beispiel: Ich hab 'ne Harmoniefolge C - A (Dur!!!) - Dm7 - G7 - C. Was kann ich jetzt als Durchgangsakkord benutzen? Guck' ich da einfach nur auf die Leittöne, d.h. ich benutze dann H° - was ja im Prinzip 'ne Dominante von A ist (von den Tönen her ein E7 ohne E mit 'nem zusätzlichen F) und in dem 3 Töne 'nen Halbton höher liegen als der Akkord den ich erreichen will? Oder isses ganz anders?
: Kann mir da jemand helfen?
Harmonisch ist das ja schon eine etwas vertrackte Situation. Hab mir gerade eben auch mal meine Orchester-Noten rausgeholt um zu analysieren, wann und wo die o und + eingesetzt werden. Beim übermäßigen bin ich da bis Heute nicht schlau geworden. Nur beim verminderten gibt's hier und da Anhaltspunkte (btw. in Rainers JustChords -> Theory Collection gibt es zwei schöne damit verwandte Themen zu Akkord-Substitution, sind zwar nicht vermindert, aber trotzdem gut verwendbar). Oft wird für die Spannung ein verminderter Akkord einen Halbton über oder unter der Tonika gespielt, um sich dann in der Tonika aufzulösen (Tritonussubstitution). Ob dieser Akkord paßt, hängt natürlich stark von der Melodie ab.
Vorhin hab ich einfach mal in Frank Haunschilds Harmonielehre Teil II geguckt, um ein paar Infos zu diesen Akkorden zu finden. DAS WAR EIN FEHLER!!! :-)
Danach war ich noch etwas konfuser als vorher... Für verminderte Akkorde gibt es ja auch Tonleitern und dort werden gleich wieder drei Tonleitern gezeigt, die den verminderten Akkord liefern. Der Vollständigkeit halber druck ich sie aber mal ab. Vielleicht kannst Du was damit anfangen.
Die erste Tonleiter ist eine 'symmetrische Tonleiter' weil sie ich im gleichen Muster wiederholt. Nummer Zwo ist die VII. Stufe der harmonischen Molltonleiter (daher auch der Name HM7). Die letzte tritt ganz selten auf und nennt sich die VII. Stufe von harmonisch Dur (daher eben lokrisch).
Welche dieser Skalen gilt ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich zitiere jetzt einfach mal etwas Frank Haunschild:
Man muß nicht nur feststellen, auf welcher Stufe einer Tonart der verminderte Akkord steht, sonder auch wohin er sich auflöst. Meist stehen verminderte Akkorde im Halbtonabstand vor ihrem Auflösungsakkord. Damit ist gemeint, daß ihr Grundton einen Halbton höher oder tiefer als der Grundton des nachfolgenden Akkords liegt.
Lösen sich verminderte Vierklänge in eine Akkord auf, dessen Grundton einen Halbton höher liegt, sind sie immer Ersatz für eine Zwischendominante, die im Verhältnis von V7 zu I zum Auflösungsakkord steht (s. Tritonussubstitution). Derselbe Sachverhalt gilt natürlich auch für verminderte Akkorde, die einen Ganzton, eine Quarte oder eine kleine Sexte über ihrem Auflösungsakkord liegen. Dies kommt jedoch viel seltener vor, da die chromatische Auflösung natürlich wesentlich schlüssiger klingt.
Soviel zum guten alten Frank. Ich hab den Text etwas abgekürzt, so daß er überhaupt einigermaßen für normalsterbliche verständlich ist. :-)
Im Endeffekt wird aber von der Regel gesprochen, die Du auch schon anwendest. Viel mehr scheint es da nicht zu geben. Ansonsten heißt es wohl experimentieren. Entweder durch Gehör, oder eben durch austesten auf dem Blatt Papier (die grausamere Methode).
Irgendwo bei Franks Buch lag noch eine Modulationstafel, in der Akkorde drinstanden und wie sich entwickeln bzw. aufbauen und entspannen. Die ist allerdings seit dem Umzug verschollen... :-)
Ich hoffe aber trotzdem das Posting hat Dir etwas geholfen.
Gruß Benjamin
: Ähm - ehm merk ich doch, daß bei Beitragstitel "Harmonielehre" fehlt :-)))
Gute Idee - Aber die zuständigen Leute kümmern sich mal wieder um nix. Ich kenn das! Der vorherige Besitzer hat hier nie auch nur einen Finger krumm gemacht... ;-))
Neineinein. An dieser Stelle lobt Benjamin Friedlieb mal ganz ausdrücklich.
But now for something completly different...
: Mir gehts um die Verwendung von verminderten und übermäßigen Akkorden und ob es da irgend'ne Art Regel gibt. So wie sich z.B. der Dominant-Septim-Akkord als Spannungsakkord in die Tonika "auflöst", müßte es doch auch für diese Durchgangsakkorde was geben.
:
: Mal als Beispiel: Ich hab 'ne Harmoniefolge C - A (Dur!!!) - Dm7 - G7 - C. Was kann ich jetzt als Durchgangsakkord benutzen? Guck' ich da einfach nur auf die Leittöne, d.h. ich benutze dann H° - was ja im Prinzip 'ne Dominante von A ist (von den Tönen her ein E7 ohne E mit 'nem zusätzlichen F) und in dem 3 Töne 'nen Halbton höher liegen als der Akkord den ich erreichen will? Oder isses ganz anders?
: Kann mir da jemand helfen?
Harmonisch ist das ja schon eine etwas vertrackte Situation. Hab mir gerade eben auch mal meine Orchester-Noten rausgeholt um zu analysieren, wann und wo die o und + eingesetzt werden. Beim übermäßigen bin ich da bis Heute nicht schlau geworden. Nur beim verminderten gibt's hier und da Anhaltspunkte (btw. in Rainers JustChords -> Theory Collection gibt es zwei schöne damit verwandte Themen zu Akkord-Substitution, sind zwar nicht vermindert, aber trotzdem gut verwendbar). Oft wird für die Spannung ein verminderter Akkord einen Halbton über oder unter der Tonika gespielt, um sich dann in der Tonika aufzulösen (Tritonussubstitution). Ob dieser Akkord paßt, hängt natürlich stark von der Melodie ab.
Vorhin hab ich einfach mal in Frank Haunschilds Harmonielehre Teil II geguckt, um ein paar Infos zu diesen Akkorden zu finden. DAS WAR EIN FEHLER!!! :-)
Danach war ich noch etwas konfuser als vorher... Für verminderte Akkorde gibt es ja auch Tonleitern und dort werden gleich wieder drei Tonleitern gezeigt, die den verminderten Akkord liefern. Der Vollständigkeit halber druck ich sie aber mal ab. Vielleicht kannst Du was damit anfangen.
- 1 - 9 - b3 - 11 - b5 - b13 - bb7 - b15 - 1 - Das ist die übliche Ganzton-Halbton-Leiter oder dimished scale
- 1 - b9 - b3 - b11 - b5 - b13 - bb7 - 1 - harmonic dimished oder HM 7
- 1 - b9 - b3 - 11 - b5 - b13 - bb7 - 1 - lokrisch vermindert bzw. locrian dimished
Die erste Tonleiter ist eine 'symmetrische Tonleiter' weil sie ich im gleichen Muster wiederholt. Nummer Zwo ist die VII. Stufe der harmonischen Molltonleiter (daher auch der Name HM7). Die letzte tritt ganz selten auf und nennt sich die VII. Stufe von harmonisch Dur (daher eben lokrisch).
Welche dieser Skalen gilt ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich zitiere jetzt einfach mal etwas Frank Haunschild:
Man muß nicht nur feststellen, auf welcher Stufe einer Tonart der verminderte Akkord steht, sonder auch wohin er sich auflöst. Meist stehen verminderte Akkorde im Halbtonabstand vor ihrem Auflösungsakkord. Damit ist gemeint, daß ihr Grundton einen Halbton höher oder tiefer als der Grundton des nachfolgenden Akkords liegt.
Lösen sich verminderte Vierklänge in eine Akkord auf, dessen Grundton einen Halbton höher liegt, sind sie immer Ersatz für eine Zwischendominante, die im Verhältnis von V7 zu I zum Auflösungsakkord steht (s. Tritonussubstitution). Derselbe Sachverhalt gilt natürlich auch für verminderte Akkorde, die einen Ganzton, eine Quarte oder eine kleine Sexte über ihrem Auflösungsakkord liegen. Dies kommt jedoch viel seltener vor, da die chromatische Auflösung natürlich wesentlich schlüssiger klingt.
Soviel zum guten alten Frank. Ich hab den Text etwas abgekürzt, so daß er überhaupt einigermaßen für normalsterbliche verständlich ist. :-)
Im Endeffekt wird aber von der Regel gesprochen, die Du auch schon anwendest. Viel mehr scheint es da nicht zu geben. Ansonsten heißt es wohl experimentieren. Entweder durch Gehör, oder eben durch austesten auf dem Blatt Papier (die grausamere Methode).
Irgendwo bei Franks Buch lag noch eine Modulationstafel, in der Akkorde drinstanden und wie sich entwickeln bzw. aufbauen und entspannen. Die ist allerdings seit dem Umzug verschollen... :-)
Ich hoffe aber trotzdem das Posting hat Dir etwas geholfen.
Gruß Benjamin