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(Konzertbericht) Thin Lizzy in Berlin

Hi,
ich hatte ja den Lizzy GIG in Berlin angekündigt und wollte jetzt auch noch mal loswerden was draus geworden ist:
Die Jungs haben in einer recht kleinen Halle in der Kulturfabrik im Prenzelberg gespielt. Es war ungefähr 2/3 voll (schätzungsweise 300-400 Leutchen) also ein angenehm "kleiner" GIG. Was mich an der jetzigen TL-Besetzung schon letztes Jahr fasziniert hat, war die unheimliche Spielfreude und das geniale Zusammenspiel. Die gute Laune war einfach zwingend ansteckend! Im Gegensatz zu U.F.O., die ich kurz vorher in Hannover gesehen hatte, und die technisch wirklich excellent gespielt haben sprang hier sofort der berühmte "Funke" über. Insgesamt ein super Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Ich werde sie mir mit sicherheit auch nochmal in Hannover ansehen.
Allerdings war das Set fast dasselbe wie auf der letztjährigen Tour, etwas mehr Abwechslung hätte da sicher nicht geschadet.
Ach ja, die "Vorband": Ben Granfelt, ein Finne spielte mit seinem Trio auf. Auch diese waren sehr überzeugend, und leuteten den Abend schon mit allerfeinster Gitarrenorientierter Musik auf. Wer mal 'n bisschen über Ben Granfelt lesen will kann sich ja seine recht nett gemachte Webseite ansehen. Ich hab mir von denen erstmal 'ne CD zugelegt (auch wenn sie auf dem Konzert recht teuer war 35,-) weil's mir so gut gefiel.
Soweit erstmal
Winni

P.S.: Wenn jemand von Euch am 5.12. auch zu Lizzy in Hannover gehen will, könnten wir uns ja irgendwie verabreden, so daß ich auch mal jemanden hier persönlich kennen lerne :-)

PPS:Huups, hatte die abschliessenden Gänsefüsschen im link verschlampt, sorry

Re: (Konzertbericht) Thin Lizzy in Berlin

Hi Winni -
: ich hatte ja den Lizzy GIG ....... mich an der jetzigen TL-Besetzung schon letztes Jahr fasziniert hat, war die unheimliche Spielfreude und das geniale Zusammenspiel....

Als ewiger TL Fan (neben Motörhead eigentlich die einzige Hardrockband, die sich regelmäßig in meinem CD Player verirrt) hab' ich mir die Show in HH angesehen. Die Gr.Freiheit36 war gut gefüllt (ich schätz mal so 800 Leute) und im Prinzip kann ich nur bestätigen, was du bezüglich der Spielfreude schriebst. John Sykes, als Phil Lynott Clone, machte seine Sache gesanglich auch erstaunlich gut (auch wenn mich sein Gitarrenstil auf die Dauer eher nervt ... hät' halt lieber Robbo gehört). Wer einen retrospektiven unterhaltsamen Abend von TL erwartete (und das taten wohl alle), der wurde bestens bedient. Auf Dauer hatte das ganze zwar einen etwas "Tanzmucker"-mäßigen Touch, aber die Spielfreude kam trotzdem rüber. Richtig genervt hat mich Aldrige an den Drums. Klar, der kann was und es ist schon beachtlich welch' Kondition der Herr noch hat, aber eins kann er nicht (und davon leben 3/4 aller TL Songs für mich) shuffeln ala Brian Downey. Ok, man kann nicht alles haben ;-) Was mir den Abend gerettet hat, ist, das ich das Gefühl hatte das die Band wußte wie man mit Phil Lynotts Songs umgehen muß, wenn man schon nicht Lynott selbst ist (der ja weit mehr als "nur" Hardrock-Basser/Sänger war): Strikte Einhaltung der Vorgaben. Punkt.

: Ach ja, die "Vorband": Ben Granfelt, ein Finne spielte mit seinem Trio auf. Auch diese waren sehr überzeugend, und leuteten den Abend schon mit allerfeinster Gitarrenorientierter Musik auf...

Ben Granfelt war für mich eher eine Enttäuschung. Offensichtlich hatten die Jungs auch Spaß am Spiel, kamen sympatisch rüber, aber irgendwie geht mir die Art Satriani-Fahrstuhl Mucke am Ohr vorbei. Das der Bassist ne Kuhfellhose trug, machte den Gig nicht besser und auch das Drumsolo im letzten Song rettete nichts (kann man eigentlich viel mehr falsch machen, als Supportband?). Enttäuscht war ich aber hauptsächlich aus einem Grund: Wer Ben mal mit den Leningrad Cowboys live gesehen hat, weiß das der Mann richtig unterhaltend sein kann und weit mehr zu bieten hat, als Hintergrundmuse für Flitzefinger.

slide on ...
bO²gie

Re: (Konzertbericht) Thin Lizzy in Berlin

Ja Hallo nochmal,
:.... Auf Dauer hatte das ganze zwar einen etwas "Tanzmucker"-mäßigen Touch, aber die Spielfreude kam trotzdem rüber.

Inwiefern?

:Richtig genervt hat mich Aldrige an den Drums. Klar, der kann was und es ist schon beachtlich welch' Kondition der Herr noch hat, aber eins kann er nicht (und davon leben 3/4 aller TL Songs für mich) shuffeln ala Brian Downey.

Mit Downey an den Drums habe ich Lizzy nie gesehen :-(, so daß für mich Thin Lizzy live halt mit Tommy Aldrigde sind und es mich insofern auch nicht nervt. Ich muß dir aber recht geben, daß er schon einen anderen Stil spielt als Mr. Downey auf den Alben. Allerdings ist er ein echter "Kasper" und das gefällt mir halt besonders an ihm.


:Ok, man kann nicht alles haben ;-) Was mir den Abend gerettet hat, ist, das ich das Gefühl hatte das die Band wußte wie man mit Phil Lynotts Songs umgehen muß, wenn man schon nicht Lynott selbst ist (der ja weit mehr als "nur" Hardrock-Basser/Sänger war): Strikte Einhaltung der Vorgaben. Punkt.
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Der Respekt vor Lynott wirkt schon glaubwürdig, auch wenn es irgendwo in die Richtung "glattes Entertainment" gehen mag.
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: Ben Granfelt war für mich eher eine Enttäuschung. Offensichtlich hatten die Jungs auch Spaß am Spiel, kamen sympatisch rüber, aber irgendwie geht mir die Art Satriani-Fahrstuhl Mucke am Ohr vorbei.

Die Bezeichnung würde ich so nicht unterschreiben wollen...

:Das der Bassist ne Kuhfellhose trug,

In Berlin soweit ich mich erinnere nicht :-)

machte den Gig nicht besser und auch das Drumsolo im letzten Song rettete nichts (kann man eigentlich viel mehr falsch machen, als Supportband?).

Stimmt, das hätten Sie sich wirklich schenken können.

Enttäuscht war ich aber hauptsächlich aus einem Grund: Wer Ben mal mit den Leningrad Cowboys live gesehen hat, weiß das der Mann richtig unterhaltend sein kann und weit mehr zu bieten hat, als Hintergrundmuse für Flitzefinger.

Hab ich leider nicht, auch wenn ich die Cowboys sehr schätze!
:
: slide on ...
: bO²gie

Hab ich lange nicht mehr versucht. Vielleicht heut Abend mal ein bisschen probieren :-)

Bis dann
Winni

Re: (Konzertbericht) Thin Lizzy in Berlin

: :.... Auf Dauer hatte das ganze zwar einen etwas "Tanzmucker"-mäßigen Touch, aber die Spielfreude kam trotzdem rüber.
:
: Inwiefern?


Aloha ² Winnie -

ich habe TL immer besonders geschätzt, weil sie "etwas anders" waren, als die meisten Hardrockkapellen. Dieser Verdienst läßt sich 100% Phil Lynott zuschreiben, der für mich nicht nur ein klasse Sänger/Bassist war, sondern auch ein hochkluger Kopf dem textlich kaum jemand in der Hauruckrockecke ebenbürtig ist. Besonders auf der "Solo in Soho" sind echte Perlen (besonders der Text über MalcolmX mit dem unvergesslichen Seitenhieb in Richtung Stevie Wonder: "I don't want songs for plants. I want liberty."). Nun leben gute Texte nicht allein vom Wort, sondern auch vom Interpreten. Auch wenn John Sykes klanglich sich dem Original erstaunlich annähert, so bleibt ihm (so hatte ich zumindest das Gefühl) alles was abseits von "Are you ready to rock" war etwas "fremd". So wirkte das ganze nach einiger Zeit etwas statisch, aufgesetzt (allerdings nie verkrampft und deshalb brachte das zuhören trotzdem Spaß!).

Mit Downey an den Drums habe ich Lizzy nie gesehen :-(, so daß für mich Thin Lizzy live halt mit Tommy Aldrigde sind und es mich insofern auch nicht nervt.

Ich hab' TL zweimal mit Phil Lynott gesehen. Einmal mit Gary Moore und davor mit Brian "Robbo" Robertson (in der imho stärksten Lizzy Besetzung). Dazu kam noch ein Gig von Lynott Solo (mit Mark Naussef an den Drums, der auch wie Downey shuffeln kann und nebenbei noch ein begnadeter Jazzer ist und Jimmy Bain, dem ex Rainbow Basser an Bass und Gitarre). Insofern betrachte ich die jetzige Thin Lizzy Besetzung auch mit etwas verspanntem Blick. Nichtsdestotrotz, wer Lizzy immer mal live sehen wollte und zu Lynotts Lebzeiten nicht gesehen hat, der bekommt trotzdem eine tolle Show geboten.

: Der Respekt vor Lynott wirkt schon glaubwürdig, auch wenn es irgendwo in die Richtung "glattes Entertainment" gehen mag.

Ich wollt nicht den Eindruck enstehen lassen, das das "peinlich" wäre. Ganz im Gegenteil. Ich nehme jemanden wie Sykes 100% den Respekt ab, den er für Lynott als Musiker hat. Insofern fand ich es auch korrekt, das Sykes im Laufe des Abends mehrere mal drauf hinwies das die Songs des Abends allesamt Phli Lynott gewidmet sind.

: : Ben Granfelt war für mich eher eine Enttäuschung. Offensichtlich hatten die Jungs auch Spaß am Spiel, kamen sympatisch rüber, aber irgendwie geht mir die Art Satriani-Fahrstuhl Mucke am Ohr vorbei.
:
: Die Bezeichnung würde ich so nicht unterschreiben wollen...


Aufjedenfall kam er sympatisch rüber. Das er (im Gegensatz zu seinen Leningrad Cowboys und Guitar Slinger Tagen) in meinem Ohr kein Wohlgefallen auslöste, ist halt Geschmackssache und da gibts bekanntlich nur 2 Geschmäcker. Entweder guten oder meinen ;)=)

slide on ...
bO²gie

Re: Song-Texte von Thin Lizzy


Grüß Dich,

einfach mal bei Google die Suchbegriffe: Thin Lizzy Lyrics eingeben, und schon kriegste Seiten wie diese hier:

Lyrics Thin Lizzy


Gruß, jacQui




: Hallo Ihr Lieben,
:
: Könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?
:
: Wir suchen für unsere Rock-Band zwei Song-Texte für unseren Sänger.
:
: 1.The Holy War
: 2. China Town
:
: Mir hilft auch ein Hinweis, wo ich die Texte bekommen kann.
:
: Danke
: Tschüß