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(Gitarre) Ich muss dünner werden...

Servus miteinander!

Ich habe ein Frage an die "Schnellrhytmusspieler" unter euch: Meine wenigkeit hat sich die letzten 3 Jahre auf folgende Plecks eingeschossen Pickboy Hi-Modulus Carbon Picks in 1,14mm (dicker gibt's die leider nicht) und d'Andrea Pro Plecks in der komischen Quadrat-Dreiecksform. Die Pickboys benutze ich für alles (Rhytmus, Rocksolos), die d'Andrea hauptsächlich für Jazzsolos. Jetzt sind in meiner Band zwei wirkliche "Up-Tempo" Nummern fest geplant (Ein Samba auf 180, ein Bop auf 300). Da komme ich beim besten Willen mit den dicken Plecks nicht mehr zurecht, da schnelles "Über-die-Saiten-Drüberschwingen) mit diesen seeeehr schwer zu verwirklichen ist. Verd... Dabei mag ich dicke Plecs viel lieber, da ich mit dünnen nur schlechte Erfahrungen (Ton? Was für ein Ton? Wieso ist das schon wieder gebrochen?) gemacht habe. Aber für diese schnellen Sachen komme ich kaum drumrum. Habt ihr Empfehlungen für Plecks, die nicht allzu schnell brechen, bei sehr hohem Tempo spielbar sind, und einen leicht brillianten Anschlag haben dürfen?

Servus,
Markus

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Hallo Markus,

Habt ihr Empfehlungen für Plecks, die nicht allzu schnell brechen, bei sehr hohem Tempo spielbar sind, und einen leicht brillianten Anschlag haben dürfen?
:


Jooo, hammer:
Ich nehm noch dickere Plecks.
Big Stubby von J. Dunlop.
Die sind 3mm dick. Ich komme mit diesen abgesägten Surfbrettspitzen sehr gut zurecht. Kaufen tu ich die im Dutzend und bearbeite die Kanten dann mit einer kleinen, sehr feinen Feile (ich als gelernter und snobistischer Werkzeugmacher benutze natürlich Diamantfeilen),um eventuell vorhandene Grate von der Herstellung zu entfernen. Eine feine Nagelfeile tuts auch, die gibt es auch mit Diamantstaub besetzt.
Die hakeln dan nicht mehr an den Saiten und ich benutze sie genau für die Zwecke, die du beschreibst.Die stark abgerundenten Kanten laufen sehr gut über die Saiten,die Dinger brechen nicht,und liegen durch die tiefen Mulden auch gut zwischen Daumen und Zeigefinger, so das sie nicht zwischendurch einen Abflug machen.

Ob sie für Dich taugen, weiß ich natürlich nicht, aber vielleicht probierst du die mal aus, ist nicht sehr teuer, und Versuch macht kluch.

ne schöne Jrooß

Peter

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Hallo Markus,

ich glaube dass du die Geschichte nicht durch Wechseln des Plektrums in
den Griff bekommst, da hilft meines Erachtens nur solange zu Üben, bis du
"locker" genug bei solchenTempi deine Ryhthmus Parts spielen kannst. Ich würde
auch nie für Solospiel und Rhythmus verschiedene Plektren verwenden, sondern
eher versuchen, mit einem Plek ALLES spielen zu können - das wird auf längere
Sicht garantiert die bessere Variante sein.

(Auf die Stärke bzw. Dicke kommte es bei Plektren auch nicht sooo an, eher auf
den Härtegrad - ich spiele die Clayton Ultems in gerade mal 1,14 mm, dicker gibt
es die nicht, aber die sind knallhart und lassen sich nur mit heftigem Krafteinsatz
minimal verbiegen, der Ton ist sehr brilliant mit viel Knack im Anschlag - aber mit
"lockerem Handgelenk" kann man damit auch sehr schnelle 16tel Funk Sachen machen...)

Grüße,

Andreas

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Habt ihr Empfehlungen für Plecks, die nicht allzu schnell brechen, bei sehr hohem Tempo spielbar sind, und einen leicht brillianten Anschlag haben dürfen?
:
: Servus,
: Markus

Sers Markus,


und noch eine Stimme für die 3mm Big Stubbies. Wesentlich leichter zu kontrollieren als irgendwelche Schlabberteile (für mich...) und die Geschwindigkeit, mit der Du anschlagen mußt, ist bei weichen und harten Plektren gleich. Ohne saubere Anschlagtechnik wirst Du bei Tempo 300 mit weichen oder harten Picks kein Land sehen... Da hilft nur auf den Selbigen setzen und die rechte Hand trainieren. Und da hast Du bei harten Plektren eine bessere Rückmeldung. Ganz nett zum Üben sind auch die Picks mit einer kegelförmigen Spitze (wie hießen Die noch mal?) - wenn Du da zu tief eintauchst, bleibst Du direkt hängen.

Gruß Jergn

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Moin Markus,

der Kollege May spielt diese Dinger:

...er benutzt kein Plektrum aus Kunststoff, wie viele andere Musiker, sondern Münzen (meist 6 pence). Diese geben weniger nach und verleihen ihm angeblich mehr Kontrolle beim Spiel. Deshalb ist er auch bekannt dafür, immer Münzen in der Hosentasche zu haben.

Groetjes

Andreas


Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Hallo Markus,

in meiner Funk-Band sind schnelle 16tel Rhythmen an der Tagesordnung. Aber auch ich spiele recht fette Picks - Dunlop Jazz II. Ich hatte am Anfang auch meine Problemchen, aber ich kann dir nur empfehlen nicht zu Wechseln. Der Ton würde darunter leiden. Üben ist also angesagt! ;o)

Ich würde auch versuchen, alle Songs mit einem Pick zu spielen.

Gruß
Ralf

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Servus miteinander!

Mal eine Antwort auf alle bisherigen Postings:

Es ist ja nicht so, das ich mit den oben gennanten Plecs keinen schnellen 16tel Funk spielen könnte (das mach ich schon seit Jahren ;-) Ein Bop auf 300 sind aber leider nochmal andere Dimensionen. Aber: Anscheinend ratet ihr mir ja alle (bis auf die Stubby-Verfechter) dazu, einfach zu üben. Nja. Dann muss das mal gemacht werden ;-) Problem ist halt, wie gesagt, das sich das Plec oft bei der Fahrt über die Seiten minimal verängt, und deswegen der Spielfluß gebremst wird. Die Plecs sind auch unbiegbar - steifer gehts nicht mehr. Danke jedenfalls für die Ratschläge!

Servus,
Markus

Re: (Gitarre) Ich muss dünner werden...

Hallo Markus,

die Idee mit verschiedenen Plektren für verschiedene Sounds hatte ich auch mal und bin weitgehend davon weg. Live, bei Sessions und bei Proben möchte ich nicht mehr zwischen verschiedenen Plektren wechseln, das ist mir zu aufwändig. Dafür benutze ich ein Allround-Plektrum. Nur bei Aufnahmen von akustischer Gitarre habe ich eine Dose mit einer Auswahl verschiedener Plektren greifbar, um damit etwas am Sound basteln zu können – aber ich nehme nur selten auf, hier soll nicht der Eindruck entstehen, ich sei alle naselang im Studio.

Okay, du hast ja eh schon geschrieben, dass du die Nummer mit Plektrum für jeden Sound ad acta gelegt hast. Jetzt möchte ich dich ermutigen, vielleicht sogar für alles ein dünneres Plektrum zu nehmen. Das geht nämlich auch.

Als Allround-Plektrum benutze ich ein Galli aus doofem, durchsichtigem blauen Poly-irgendwas-Zeug in ungefähr 1 mm Dicke (=heavy, auch noch nicht wirklich dünn). Vorher habe ich sehr lange Zelluloid-Plektren in derselben Stärke gespielt, Fender oder Kasho. Alle in der 351er Form mit einem Loch in der Mitte für bessere Griffigkeit (Tipp: einfach mal mit einem Bürolocher lochen). Wenn es nach dünnem Plektrum klingen soll, fasse ich weiter hinten an und lasse das Plektrum schlabbern. Weiter vorne und fester gegriffen wird das Plektrum eben in sich steifer und klingt nach „dick“. Dann drehe ich das Plektrum gerne mal so, dass die runde Seite anschlägt und winkele auch das Plektrum mal bis zu 45 Grad zur Saite. Das macht dann noch einmal einen erheblich weicheren, volleren Ton, den ich so nicht mal mit wirklich fetten Picks bekomme.

Gerade diese Handling-Spielereien gehen aber nur, wenn man das mal bewusst macht und lange Zeit über mit dem gleichen Plektrum. NICHT mit DEMSELBEN Plektrum, sonst schleift sich das eine zu individuell ab, unterscheidet sich spürbar von dem Plektrum von der Stange und beim Verschwinden dieses einen Picks ins Nirvana steht man dann dumm da.

Und jetzt mach den PC aus und geh üben! ;-)

get the funk out!

erniecaster