(Philosophie) Kommerzkacke


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Beitrag von Matthias vom Dezember 06. 2002 um 18:35:54:

Liebe Gemeinde!

Olys Hinweis auf Shania Twain erinnerte mich daran, dass ich zu dieser Dame unbedingt noch was schreiben wollte.

In der mehr oder weniger aktuellen Ausgabe von Gitarre&Bass war ja ein Interview mit der Dame. Da ich die Postille in das Altpapier entsorgt habe, kann ich leider nur noch sinngemäß zitieren.

Die Dame meinte doch - vielleicht sogar allen Ernstes - dass ihre Platte gefälligst den Fans zu gefallen habe und das sei das Kriterium für sie. Dieser Satz hat mich mehr berührt als alles was ich vorher von ihr hörte, die Musik ausdrücklich eingeschlossen. Letztgenannte empfinde ich nämlich als ziemlich langweilig, wenngleich ich gerne zugebe, nur die paar Sachen aus dem Radio zu kennen. Aber die haben auch nicht gerade Appetit auf mehr gemacht. Zurück zur Sache.

Überspitzt meinte Shania Twain also "ich spiele, was die Leute hören wollen". Tja, ist ja nett für die Leute. Nur kann man ja nur hören wollen, was man auch kennt. Und weil man nur kennen lernt, was man hört, dürften sich Fans von S.T. ja dann nicht gerade weiter entwickeln.

Sollten Musiker nicht den Hörern auch mal etwas zumuten, damit vielleicht etwas Neues zustande kommt? Ich empfinde die Ansicht von S.T. als reaktionär und ein Armutszeugnis.

Wie seht Ihr das?

Gruß

Matthias




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