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(Gitarre) Mechaniken für die Nylonsaitene

Moin.

Wie der Lauf der Dinge das scheinbar so wollte, habe ich künftig recht intensiv mit der klassischen Gitarre zu tun. Und die will ja, wie das bei solchen Instrumenten so ist, auch gestimmt werden. Um dies zu erleichtern wollte ich mal in die Runde fragen, ob's da auch so Mechaniken der Marke "Meeegaageil" gibt, bzw. ob da jemand Erfahrungen mit sammeln konnte, und wenn's angelesene welche sind.
Ich glaub', an meiner jetzigen, spätestens an der noch anzuschaffenden (iiirgendwann), wäre's mir das wert...

Beste Grüße aus dem Land der Muh-Kuh
Felix

Re: (Gitarre) Mechaniken für die Nylonsaitene

Moin Felix,

kannst du mal etwas genauer beschreiben, was für Mechaniken du für deine Konzertgitarre suchst? Wenn dir etwas in der Art "Closetype mit Locksystem" vorschwebt kannst du das gleich vergessen. Selbst auf den richtig teuren Meisterinstrumenten findet man die bekannten Standartmechaniken. Aber wenn es nicht die ganz billigen "Marke Wanderklampfe" sind, erfüllen die ja durchaus ihren Zweck. Gute Ersatzmechaniken bekommst du auf Anfrage bei Martin Hense (Martins Musikkiste).

Pick on!
Kai-Peter

Re: (Gitarre) Mechaniken für die Nylonsaitene

Hi Felix,

da gibt es hervorragende Mechaniken z.B. vom (ost) deutschen Hersteller Rubner. Diese werden selbst bei den edelsten Konzertgitarren verwendet. Toll sind auch diese ganz teuren von Gotoh. Wenig spektakulär, aber mit ausgezeichnetem Gang und preislich auch nicht zu teuer sind von Schaller die LG-1.

Die besten, die ich je gesehen habe, werden in kompletter Handarbeit (incl. lebenslanger Garantie) von Reischl Sepp (Reischl Mechanik, Senserstr. 7 in München, Tel.:089/774652, Fax.:089/778502 hergestellt. Allerdings kaufen sich viele von dem Mechanikenpreis lieber eine neue Gitarre...

Viele Grüße

André


Re: (Gitarre) Die Hälfte seines Lebens ... (war: Mechaniken für die Nylonsaitene)

... stimmt der Gitarrist vergebens ...

Mojn Felix,

... selbst wenn er Mechaniken auf die Klampfe schraubt, die mehr als diese gekostet haben. Die halbe Miete ist auch bei Nylonstrings das richtige Aufziehen. Wie man sie am Steg befestigt, dürfte sich sicher bis ins Muhkuhland herumgesprochen haben. Aber auch am anderen Ende kann es nicht schaden, das lose Ende der Saite am Mechanikenschaft unter das gespannte Ende zu klemmen, statt die Saite aufzuwicklen wie eine Spaghetti. Das Problem ist hier allerdings, gleichzeitig die Saite unter Spannung zu halten und darauf zu achten, dass sie am Steg nicht wieder rausflutscht - aber mit ein wenig Übung und Gefluche fluppt das.
Selbst die stinknormalen werksaitig montierten Pillichmechaniken freuen sich hin und wieder über ein Tröpfchen Öl im Getriebe. Die Schraube vom Zahnrad will gelegentlich nachgezogen werden, und damit sich der Schaft besser dreht, schmiert man ein wenig Wirbelseife in die Löcher (wenn nicht zur Hand, die aus dem Bad tut's auch).
Das alles beachtet, dürftest du auch mit normalen Mechaniken glücklich werden und kannst die Kohle für Saiten, Noten, Bier, Kühe o.ä. anlegen ... ;-)

Stay tuned und schöne Grüße, Mathias

PS.: den sinnigen Titel habe ich aus Akustik-Gitarre 2/03, wo Du die Tipps zum Aufziehen noch mal mit Foto nachlesen kannst.

Re: (Gitarre) Die Hälfte seines Lebens ... (war: Mechaniken für die Nylonsaitene)

Moin,

und vielen Dank für die Hinweise.

Es ist nicht so, daß ich meine Konzertgitarre nicht stimmen könnte, die Mechaniken sind (noch) voll in Ordnung und wie man Saiten sauberst aufzieht weiss ich auch.

Mich interessierte nur, was es da draussen noch gibt, denn ein wenig grobmotorisch kommt mir die Übersetzung der Nylonmechaniken schon vor, und vom mechanischen Standpunkt isses imho eine Fehlkonstruktion, da die Kunststoffachsen teilweise unter dauerbelastung stehen, die Reibung auf dem Holz ist sicher auch keine Optimallösung.

Nunja, wie gesagt, danke nochmal, die 08/15-Teile habe ich ohnehin als Reserve in der Schublade (9,99Euro), und da auch die ganz teuren Mechaniken nach dem gleichen Konstruktionsprinzip laufen werde ich mir da keine weiteren Gedanken dürber machen - imho ist der hohe Preis übertrieben für die doch vergleichsweise geringe Mehrleistung.

Beste Grüße
Felix