Liebe Gemeinde!
In den letzten Wochen habe ich mir von vier verschiedenen Aussensaitern schwere Vorwürfe anhören müssen.
Worum es geht, steht im Titel. Der Zusatz "Dritter Aufguss" ist bewusst gewählt. Wer das Thema nicht mehr hören kann, hat mein volles Verständnis.
Machen wir es kurz: Ich hatte hier folgende Sätze geschrieben:
Ich habe ... nicht nur meine M-32 mit nach Hause genommen, ich habe die M-14 gleich zur Behandlung bei Hartmut gelassen.
Die M-14 ist seit einiger Zeit wieder hier. Sie war vor dem Einschwingen schon eine tolle Gitarre mit sehr eigenem Charakter. Dieser Charakter ist vollständig erhalten geblieben. Der Unterschied zu vorher ist das Dynamikspektrum. Die Gitarre reagiert erschreckend direkt, sie braucht erheblich weniger Druck im Anschlag. Wenn ich aber mehr in die Saiten haue, ist auch nach oben einfach "mehr" da, die Gitarre macht nicht "zu".
Das erleichtert einerseits das Spielen. Es ist lockerer, ich habe mehr dynamische Ausdrucksmittel. Auf der anderen Seite ist diese Gitarre jetzt empfindlicher, zickiger. Ich würde sie einem Anfänger nicht zum Spielen geben wollen, das könnte frustrierend sein. Und wenn ich selbst mal unkonzentriert spiele, ruft sie mich zur Ordnung.
Zu den beiden Gretchenfragen: Bin ich zufrieden mit der Einschwingerei? Ja, sehr sogar.
Kann ich das empfehlen? Nicht jedem. Wenn jemand sicher ist, dass er "diese, seine" Gitarre lange behalten will, dann ist das sehr sinnvoll. Besonders, wenn wie bei mir das Instrument in Sachen Ausgeglichenheit oder Dynamik nicht ganz zufriedenstellend ist. Wer aber rundum zufrieden ist, der muss das nicht tun.
Wer Fragen zu dem Thema hat, kann mich hier fragen oder auch gerne anmailen.
Gruß
Matthias
Übersicht
- Dritter Aufguss - Einschwingen einer Gitarre - gestartet von Matthias 17. Juli 2003 um 20:19h
- Re: Dritter Aufguss - Einschwingen eines Fretless-Basses
- von
Pepe
am 17. Juli 2003 um 22:29
- Re: Dritter Aufguss - Einschwingen eines Fretless-Basses
- von
Pepe
am 17. Juli 2003 um 22:29
Tach zusammen!
Nachdem ich es Emil versprochen habe und die neue Woltähr-CD da ist, gebe ich nun auch mal meinen Senf dazu.
Einige hier wissen es - ich hab meinen Fretless emilisieren lassen. Ergebnis? Vom Klang her hat sich nicht sooo viel getan. Was sich aber eindeutig verändert hat: Die E- und A-Saite, die vorher eher ein wenig dumpf waren und lange nicht so schön gesungen haben wie die beiden anderen, sind jetzt viel offener und lauter. Lauter in dem Sinn, daß sie jetzt genau so laut sind wie die beiden anderen. Und das ist ja schon mal schön.
Insgesamt gesehen ist der Sound ein wenig runder, weicher, eben fretlessmäßig singender geworden. Und das Beste ist: Das ist sogar Nicht-Bassisten aufgefallen. Vorher hab ich nie Komplimente meiner Mitspieler für meinen Fretless-Sound gekriegt. Jetzt schon. Kann natürlich dran liegen, daß die Jungs sich beim Abhören der CD auch gelegentlich auf den Bass konzentrieren, wofür live wohl keine Zeit bleibt.
Ich bin also mit dem Ergebnis hochzufrieden. War es den Preis wert? Ja. Weil, ich bin zufrieden. Hätte Hartmut das für ein Viertel des Preises auch so hingekriegt? Kann sein. Aber das wird man jetzt wohl nicht mehr rauskriegen können.
Fazit? Weiß ich auch nicht. Aber der Kaffee bei Emil war lecker :-)
Nos vemos en infierno, Pepe
Nachdem ich es Emil versprochen habe und die neue Woltähr-CD da ist, gebe ich nun auch mal meinen Senf dazu.
Einige hier wissen es - ich hab meinen Fretless emilisieren lassen. Ergebnis? Vom Klang her hat sich nicht sooo viel getan. Was sich aber eindeutig verändert hat: Die E- und A-Saite, die vorher eher ein wenig dumpf waren und lange nicht so schön gesungen haben wie die beiden anderen, sind jetzt viel offener und lauter. Lauter in dem Sinn, daß sie jetzt genau so laut sind wie die beiden anderen. Und das ist ja schon mal schön.
Insgesamt gesehen ist der Sound ein wenig runder, weicher, eben fretlessmäßig singender geworden. Und das Beste ist: Das ist sogar Nicht-Bassisten aufgefallen. Vorher hab ich nie Komplimente meiner Mitspieler für meinen Fretless-Sound gekriegt. Jetzt schon. Kann natürlich dran liegen, daß die Jungs sich beim Abhören der CD auch gelegentlich auf den Bass konzentrieren, wofür live wohl keine Zeit bleibt.
Ich bin also mit dem Ergebnis hochzufrieden. War es den Preis wert? Ja. Weil, ich bin zufrieden. Hätte Hartmut das für ein Viertel des Preises auch so hingekriegt? Kann sein. Aber das wird man jetzt wohl nicht mehr rauskriegen können.
Fazit? Weiß ich auch nicht. Aber der Kaffee bei Emil war lecker :-)
Nos vemos en infierno, Pepe