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(Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

Tach auch,

durch den vor kurzem hier im Forum aufgekommen BluesSlideSelbstbauseThread animiert, hab ich mal bei einem Einkaufsbummel im Tone-Toys Fachmarkt in der Slideabteilung umgesehen...

Es gibt Slides aus Messing, Stahl, Verchromtes, Glas, Ceramik, alte Medizinflaschen, Porzelline, Watte, Filz (ok die letzten beiden streichen wir)

Im selberbausewahn hab ich mal geschaut, was der Haushalt so anbietet und hab dabei im Keller meine Gasleitung entdeckt (nein, nein, ich hab sie nicht angesägt).
Material - Kupferrohr...

Mein Netter Nachbar hat mir auf meine Frage hin direkt einen Meter 1.5mm Wandstäre und 28mm Durchmesser Kupferrohr mitgebracht. Mit dem passenden Rohrschneider und einer Metallfeile haben wir dann ein Slide gebastelt.

Im meinen Ohren recht wolig-warm klingend fand ich den damit erzeugten Ton nicht verachtend, AAAAAAAAAber ich hab noch keine Erfahrung im Sliden und bekomme es auch noch nicht wirklich geregelt (was nich ist, kann noch...).

Meine Frage an die Erfahrenen der Slidefraktion hier (in erster Linie ist mir natürlich Bo²bie bekannt):

- warum findet man als angebotene Slides keine Kupferslides?
hat das einen besonderen Grund, oder eignet es sich nicht wirklich...

Danke für Eure Antworten (vorab, wie immer)

Gruß und Kuss
Oliver
der gestern eine komplette Diskographie vom TexasBlues Virtuosen SRV bekommen hat :-)))))

NP: nix - aber im meinen Geistigen Ohren klingt "Pride and Joy" vom SRV

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

: - warum findet man als angebotene Slides keine Kupferslides?
: hat das einen besonderen Grund, oder eignet es sich nicht wirklich...


Moin Oliver,

weder ersteres noch zweites. Wahrscheinlich findet sich nur kein Hersteller der Kupferrohr benutzt. Ich hab' selbst 2 oder 3 selbstgewerkelte Kupferslide gehabt (und wie fast alle Röhrchen irgendwann irgendwo verloren) und fand's gut (nicht das verlieren). Inzwischen benutz ich live ausschließlich den JetSlide (der fliegt einem nicht im Eifer des Livegefechts von den Fingern und rollt dann ins dunkle Bühnennirvana) und ansonsten was mit gerade in die Finger kommt und Wohlklang auslöst. U.a. einer aus Stein (mit "Davon bleiben die Lenden geschmeidig"-Voodoo).

slide on ...
bO²gie

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

Hi Oliver!

Mensch, Kerl! Hättest du vor der Session was gesagt, hätten bO²gie und ich mal eine kleine Slide-Sammlung zum Testen mitgebracht. Gut beschreiben lässt sich das nämlich schlecht.

Kupfer hat die blöde Eigenschaft, anzulaufen und dann ziemlich merkwürdig auszusehen. Und Grünspan soll auch nicht gesundheitsfördernd sein.

Gruß

Matthias

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

Hi,

ja, ja - hab voher nicht dran gedacht, obwohl ich einen der selbst gebauten Slides in der Tasche/ Koffer hatte.

Ich hab was gegen den Grünspan....
Muß nur noch sehen, obs den LangzeitTest übersteht.

Außen mit Schmirgel längsschliff eingebracht (der wird aber schnell beim Sliden geglättet - ist halt weiches Material)

Aber dann hab ich da mit FastFred rübergepinselt - bis jetzt sieht der noch so aus wie direkt nach dem Schleifen..

Beim nächsten Mal bleib ich das ganze WE und dann findet sich mehr Zeit zum Plaudern *hoff*

cu
Oliver

NP: mein Nachbar mit nem CatBlues in E - nein Eb nein E#
ach - was solls, er lernt noch (hat heute seine Rockinger Strat bekommen - schönes Teil) und testet gerade meinen AMP, meine Nerven und die Meiner Nachbarn :-)))) aber jeder hat mal angefangen




Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung


N' Abend

: Kupfer hat die blöde Eigenschaft, anzulaufen und dann ziemlich merkwürdig auszusehen. Und Grünspan soll auch nicht gesundheitsfördernd sein.

Eine weitere blöde Eigenschaft kommt dazu: Kupfer ist recht weich. Gewickelte Stahlsaiten können da wie ne Feile wirken. Und die Kupferspäne bleiben dann wahrscheinlich noch inne Saiten hängen.

Tschö
Holger

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

:
: N' Abend
:
: : Kupfer hat die blöde Eigenschaft, anzulaufen und dann ziemlich merkwürdig auszusehen. Und Grünspan soll auch nicht gesundheitsfördernd sein.

Das gilt auch für Messing (Kupferlegierung). Und damit Kupfer oder Messing oxydiert oder Grünspan ansetzt, muss man sich schon einige Mühe geben.
Der Grund wird vielmehr sein, dass noch niemand Slides aus Kupfer verkauft hat. Wäre vieleicht mal ne Anregeung für Tone Toys, die auch sonst so allerhand exotische Materialien anbieten.
:
: Eine weitere blöde Eigenschaft kommt dazu: Kupfer ist recht weich. Gewickelte Stahlsaiten können da wie ne Feile wirken. Und die Kupferspäne bleiben dann wahrscheinlich noch inne Saiten hängen.

Dann müssten die Saiten auch die Finger abraspeln. Aber Haut- und Fleischfetzen habe ich bei mir inne Saiten noch nicht bemerkt.

Meine persönliche Wahl: Messing (je dicker und schwerer desto klingt) auf Akustik, Glas auf mit Strom (am wenigsten Nebengeräusche). Wie immer Alles rein subjektiv.

Aber Kupfer werde ich mal ausprobieren, wenn mal wieder der Heizungsmonteur kommt.

Slide on und schöne Grüße, stooge

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

Hi,

Du bringst mich da ja auf ne gute Idee:
OK - dann mache ich jetzt ne Kupferslideproduktion auf :-)))
*schertz* - aber warum eigentlich nicht
dabei könnte man doch so schön zusätzlich die ganzen ausgetrunkenen Weinflaschen mit köpfen (enthalsen)
Wenn ich mir die Preise der Slides ansehe könnte man da ne ganze Menge Geld machen (so nebenbei)

jetzt bin ich aber erstmal Müde - noch 5 Stunden zu Pennen
dann wieder raus

ciao
Oliver

NP: Schlaf Olli Schlaf - von mir




Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung

: Hi,
:
: Du bringst mich da ja auf ne gute Idee:
: OK - dann mache ich jetzt ne Kupferslideproduktion auf :-)))
: *schertz* - aber warum eigentlich nicht
: dabei könnte man doch so schön zusätzlich die ganzen ausgetrunkenen Weinflaschen mit köpfen (enthalsen)
: Wenn ich mir die Preise der Slides ansehe könnte man da ne ganze Menge Geld machen (so nebenbei)

Stimmt! In letzterem Falle fiele das Rohmaterial 1. quasi umsost und 2. bei mir kontinuierlich in reichlicher Menge an. Zumindest solange nicht ein Umweltminister auf die Idee kommt, Zwangspfand auch auf Weinflaschen zu erheben.

Slide und Glasschneid on, Mathias

Re: (Gitarre) Slide (Materialien) und Klangauswirkung


Moinsen,

: Dann müssten die Saiten auch die Finger abraspeln. Aber Haut- und Fleischfetzen habe ich bei mir inne Saiten noch nicht bemerkt.

Hmm... guter Einwand. Allerdings ist es in der Tat möglich, sich beim Sliden die Finger kaputt zu raspeln. Insbesondere, wenn die Hornhaut noch nicht so ausgeprägt ist. Das ist sicher schon dem einen oder anderen hier passiert.
Dass die Finger sich nicht sofort in einen Klumpen von Haut und Blut verwandeln, liegt an einer zweiten Materialeigenschaft: der Elastizität.
Aber meine obige Bemerkung sollte nur eine mal so in den Raum gestelle Vermutung sein und kein Anlass zu Haarspaltereien. Ausprobieren wird eh mehr Wahrheit ans Licht bringen als blanke Theorie. (Wenn es nur nach der Theorie ginge, könnten Hummeln auch nicht fliegen. Zum Glück wissen die das nicht.)

Haarspliss on
Holger

kleiner Erfahrungsbericht

Hi, ich ahbe zur Auswahl:

dünnes, verchromtes Messing: wenig Sustain (kann für authentische Sounds wichtig sein!), eher brilliant - mit der fetten hamer P90 mein Favorit.

mittledickes Glas: klingt "schöner", weicher, mehr Sustain

Porzellan (Moonshine Slide): ähnlich dem Glas, vielleicht eher mehr Höhen

Keramik (Mudslide): dreckiger, fetter als Porzellan, innen rauh - sehr angenehm, saugt Schweiß auf... meine #2.

dickes Messing: Sustain für die Ewigkeit. Fetter Sound, rainiert wegen des gewichts die Unterarm- und Fingermuskulatur... ist eher was für Akustikgitarren, finde ich.

Fazit: wenn dir das Sustain reicht und du keinen besondesr singenden Sound ala Duane Allman suchst, kauf ein billiges (wichtig: in der Größe passendes) aus verchromtem Messing. Mit Kupfer habe ich keine Erfahrung, aber dauernd polieren muss ich mein Slide nicht müssen, das nervt schon beim Messing.

cu, ferdi

Re: kleiner Erfahrungsbericht (Slides)

HI Ferdi,

Danke für den Erfahrungsbericht ! (recht informativ - jedenfalls für mich)

Bei den Kupferteilen hab ich festgestellt, daß sie wärmer klingen, dafür auch etwas weniger Sustein haben (liegt wahrscheinlich am Härtegrad des Metalls).

Momentan teste ich mit 28er Kupferrohr, wobei die Suche nach dickwandigerem noch anhält..

bis dann

Oliver