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an SM58-liebhaber und soundtüftler...

hallo liebe aussensaiter!

der erste ferientag ist um und ich war fleißig :-)

letzten mai hatte ich ja einen auftritt mit einer zusammengewürfelten bande von sehr jungen, aber absolut tollen musikern, die sich an irgendwelchen jazz-hochschulen herumtreiben.

diese möglichkeit habe ich direkt genutzt, um das erstemal eine aufnahme mit meinem notebook und der rme-multiface soundkarte zu machen.

an mikrofonen hat es allerdings wieder einmal gehapert, so dass fast alles mit den shure SM58 aufgenommen wurde.

das recordingsetup sah so aus:

1 SM58 für die gastsängerin
1 SM58 für bassdrum
1 SM58 für overhead
1 SM58 für saxofon
1 clip-micro für trompete
fender rhodes über di-box ins pult
bass über di-out vom amp ins pult
gitarre mit pod-pro ins pult

behringereurorack mx 2643 mischpult
cubase 5.1 für mac

8 spuren reichten also für die aufnahme. da das behringer pult auch für die livebeschallung zuständig war, konnten die pegel für die aufnahme leider nur ein schlechter kompromiss sein (halt viel zu niedrig ausgepegelt).

ich bin über die direkt-outs der einzelnen kanäle rausgegangen. diese musste ich aber so einstellen, dass der sound für das publikum stimmte...

hinterher habe ich das ganze dann in cubase normalisiert und die volumes angeglichen. equilizer habe ich kaum eingesetzt, weil ich auch so ganz zufrieden war. die bläser mussten jedoch heftig komprimiert werden, weil die pegelsprünge einfach nicht in den griff zu bekommen waren.

da das ganze eine ziemlich lange jamsession war, habe ich erst den ersten set fertig. davon habe ich ein paar kleinere ausschnitte ins netz gestellt:

hier ist der mix!

bitte dann weiter auf die mp3s klicken, bilder gibt es da nämlich auch noch!

bin gespannt auf eure kritik und/oder konstruktive vorschläge (der zweite set muss ja auch noch gemischt werden!)

gruß martin

p.s.: die trompete klingt nicht wegen mir so schlecht, dieses clip-micro hat einfach einen unerhört finsteren dünnen sound geliefert, da konnte ich nichts mehr retten!

Re: an SM58-liebhaber und soundtüftler...

Guten Morgen!

Das ist doch mal seeeeeeehr geil. Ich hatte erst befrüchtet, daß mir der Wumms eines "richtigen" Bassdrum-Mikros fehlen würde, aber: Keine Spur!

Ich hab' jetzt wegen meiner schmalen Anbindung nur "What do you fear?" heruntergeladen, aber ich denke mal, das kann auch mit für den Rest sprechen.

Also für mich als eher Jazz-Nichtkenner klingt das Ding optimal, lediglich das Sax täte ich mir einen ticken leiser und/oder weniger "schneidig" wünschen. Oder ein bisschen komprimierter. Ab ziemlich genau 0:27 wird's im Gesamtzusammenhang zu laut (auch unter Berücksichtigung von Solodynamik). Das gut zu komprimieren stelle ich mir nicht ganz einfach vor... aber insgesamt Leiserdrehen würde dem glaube ich nicht ganz gerecht. Die Lautstärke bei 0:22 find ich voll in Ordnung, bei bei 0:24 als kurzzeitige Spitze auch.

Aber das sind eher Songspezifische Feinheiten.

Rock'n'Roll!
Felix

Re: an SM58-liebhaber und soundtüftler...

hallo felix!

danke ersteinmal, dass du reingehört hast.

es stimmt, das sax ist schon sehr laut, aber das ist halt auch gerade an einer stelle, wo die band quasi kaum spielt und sich tierisch zurückhält.

die meisten nummern sind so ca. 12 minuten lang und haben gegen ende eine extrem laute dynamik.

ich wollte versuchen, den mix so hinzubekommen, dass es möglichst live klingt. wenn der saxofonist live direkt ins mikro bläst, während alle anderen leise spielen, hört man halt kaum was anderes als sax...

andererseits konnte ich bei einem soooooo langen konzert nicht jeden einzelnen ton im mix automatisieren (da hätte ich bei 2 stunden programm eher graue haare als ich fertig wäre!).

ich musste also einstellungen finden, die zumindestens immer für einen ganzen song halbwegs passen.

ich habe deswegen (beim abmischen) die trompete und das sax über eine gemeinsame subgruppe geroutet. dort dann den renaissance-compressor drauf mit kurzer attackzeit und ratio 1:1.3.

der gesamte mix ging dann auch noch durch einen weiteren renaissance-compressor (auch mit ratio 1:1.3, aber längerer attackzeit und relativ niedriegem threshold, so dass der summencompressor quasi die ganze zeit in aktion ist, dafür aber relativ unauffällig zu werke geht).

im letzten schritt kam dann noch der L1-limiter dran (holt nochmals ca. 3db raus bei 10ms).

bei den anderen hörbeispielen spielen gerade alle mit mehr dampf, da passt die lautstärke besser. allerdings ist der sound dann durch die vielen kompressionsstufen auch nicht so durchsichtig (das hommage-thema ist hier mein favorit).

das "what do you fear"-beispiel fand ich deswegen klasse, weil es so transparent klingt und atmet (quasi als ob der saxofonist neben dir steht).

und um jetzt doch endlich mal auf den thread-titel zurückzukommen: ich war einfach wieder einmal total überrascht, was man mit einem shure SM58 so alles anstellen kann!

nochmals danke für die kritik, ich werde beim zweiten set dann noch mal genauer hinhören bei den leisen passagen...

gruß martin