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(Gitarre) Gotoh-Klemmechaniken und Dobro

Hallo,

folgendes Problem beschäftigt mich gar sehr:

letzte Woche ein gebrauchtes Regal-Dobro erstanden (war so billig, dass ich einfach nicht nein sagen konnte):

der Vorbesitzer (ich frage mich, was der auf diesem Teil eigentlich spielte: Saitenlage knapp unter den Bünden, max. 12-er Saiten...) hatte einige Umbauten vorgenommen:

1) Continental-Cone (sehr sinnvoll)
2) Webster-Sattel (nun ja)
und jetzt kommt's
3) Gotoh-Klemmechaniken

Ich also gleichmal 15-54er Saiten drauf, am Sattel geschraubt, Slide rausgeholt und der Sound ist (dank des Continental-Teils) ziemlich annehmbar.

Nun bemerkte ich, dass sich nach einiger Zeit die Stimmung vor allem der tiefen G-und D-Saite leicht in Richtung schräg bewegte (das Teil war in Open G gestimmt). Habe das zunächst auf die neuen Saiten geschoben, aber das Problem ist auch nach einigen Tagen nicht in den Griff zu bekommen (die alten Saiten, obwohl schon recht alt und in Normalstimmung hatten dieses Problem anscheinend nicht, die Gitarre war total in Tune als ich sie auspackte).

Kann es sein, dass die Mechaniken mit den dicken Saiten nicht können ? Ich habe leider überhaupt keine Erfahrung mit diesen Dingern. Oder das dieser Sattel (vielleicht in Zusammenspiel mit den Mechaniken) irgendetwas diesbezügliches auslöst ? Oder ist das ein typisches Regal-Problem (hab davon aber noch nichts gehört) ?

Für einen kleinen Hinweis wäre ich sehr dankbar

Michael

Re: (Gitarre) Gotoh-Klemmechaniken und Dobro

Tach Michael

Ferndiagnose is immer so ne Sache. Ich behaupte mal die Mechaniken sind's nicht. Die schlechteste Mechanik sollte, einmal die Saite richtig aufgezogen und gedehnt, diese auch in Stimmung halten. Und so schlecht sind diese Gotoh Teile gar nicht. Im Gegenteil, bei häufigem Umstimmen für Open Tunings können sie das Leben sogar vereinfachen weil der Schlupf um die Wikelachsen weg fällt.

Meine Idee geht mehr in Richtung Sattel resp. Steg. Die doch erheblich dickeren Saiten klemmen u.U. in den Rillen und diese Zugungleichheit reguliert sich beim Spielen und bewirkt dieses schleichende out of tune.

Das andere ist die Konstruktion dieser Bisquit Resonator Geräte die ja nur eine sehr primitive Stegkonstruktion aufweisen mit null Kompensation. Je dicker die Saiten desto mehr fällt das ins Gewicht, allerdings nicht schleichend sondern von Beginn weg. Und dann auch eher bei den aussen liegenden E-Saiten.

Grundsätzlich; eine gesunde Saitenlage ist bei Gitarren immer ein Pluspunkt. Von allzu dicken Saiten halte ich dafür nicht soviel. Hier kann das Resultat auch schon mal in die falsche Richtung gehen weil der massive Zug eine Kompression bewirkt, das Instrument nicht mehr frei schwingt und der Ton dadurch zu schnell abstirbt.

Ausserdem wird der Cone durch den Druck stärker zusammengestaucht und ergo geht die Saitenlage noch mal ein Stück runter. Er kann sogar reissen wenn er überbeansprucht wird. Letzteres kenn ich allerdings nur als Warnung aus Fachartikeln im Internet über korrektes Reso Setup, und den Link find ich im Augenblick gerade nicht.

Grundsätzlich sollte das ganze einfach schön im Gleichgewicht sein.

Viel Spass und lass hören, Gruss, Manuel