Re: (Gitarre) Gotoh-Klemmechaniken und Dobro
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Beitrag von manuel vom Juli 08. 2002 um 07:56:19:
Als Antwort zu: (Gitarre) Gotoh-Klemmechaniken und Dobro geschrieben von Michael am Juli 07. 2002 um 22:22:46:
Tach Michael
Ferndiagnose is immer so ne Sache. Ich behaupte mal die Mechaniken sind's nicht. Die schlechteste Mechanik sollte, einmal die Saite richtig aufgezogen und gedehnt, diese auch in Stimmung halten. Und so schlecht sind diese Gotoh Teile gar nicht. Im Gegenteil, bei häufigem Umstimmen für Open Tunings können sie das Leben sogar vereinfachen weil der Schlupf um die Wikelachsen weg fällt.
Meine Idee geht mehr in Richtung Sattel resp. Steg. Die doch erheblich dickeren Saiten klemmen u.U. in den Rillen und diese Zugungleichheit reguliert sich beim Spielen und bewirkt dieses schleichende out of tune.
Das andere ist die Konstruktion dieser Bisquit Resonator Geräte die ja nur eine sehr primitive Stegkonstruktion aufweisen mit null Kompensation. Je dicker die Saiten desto mehr fällt das ins Gewicht, allerdings nicht schleichend sondern von Beginn weg. Und dann auch eher bei den aussen liegenden E-Saiten.
Grundsätzlich; eine gesunde Saitenlage ist bei Gitarren immer ein Pluspunkt. Von allzu dicken Saiten halte ich dafür nicht soviel. Hier kann das Resultat auch schon mal in die falsche Richtung gehen weil der massive Zug eine Kompression bewirkt, das Instrument nicht mehr frei schwingt und der Ton dadurch zu schnell abstirbt.
Ausserdem wird der Cone durch den Druck stärker zusammengestaucht und ergo geht die Saitenlage noch mal ein Stück runter. Er kann sogar reissen wenn er überbeansprucht wird. Letzteres kenn ich allerdings nur als Warnung aus Fachartikeln im Internet über korrektes Reso Setup, und den Link find ich im Augenblick gerade nicht.
Grundsätzlich sollte das ganze einfach schön im Gleichgewicht sein.
Viel Spass und lass hören, Gruss, Manuel
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