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(Technik) Wie lange hält die Batterie noch?

Hallo!

Ich sprech hier mal die Techniker unter Euch an (mir persönlich ist alles was mit Ohm und Volt zu tun hat eher suspekt).

Ich würde gern die Batterie meines Westerngitarren-PUs testen, um zu erfahren, ob sie den Gig noch übersteht.

Das soll kein rumgeknauser sein, aber irgendwie seh ichs nicht ein, dass ich für jeden 2. Gig einen neuen 9V-Block opfern soll, obwohl das Teil vielleicht noch 10 Gigs aushalten würde.

Ich benutze die Gitarre nur bei 4-5 Stücken, danach bzw. spätestens nach dem Set wird i.d.R. das Kabel abgezogen.

Also, wenn ich da jetzt den tollen Digitalmultimeter (Super Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich fühlte mich fast wie der Junge in der Ikeawerbung mit der tollen Unterhose) drangehe, was solls noch anzeigen um beruhigt auf die Bühne zu gehen?

(Wie ichs einstelle weis ich... n bissl was kann ich damit schon)...

Darf sie unter 7,x V anzeigen???

Gruss

Nic

Re: (Technik) Wie lange hält die Batterie noch?


Hallo Auch!

: Ich würde gern die Batterie meines Westerngitarren-PUs testen, um zu erfahren, ob sie den Gig noch übersteht.
:
: Das soll kein rumgeknauser sein, aber irgendwie seh ichs nicht ein, dass ich für jeden 2. Gig einen neuen 9V-Block opfern soll, obwohl das Teil vielleicht noch 10 Gigs aushalten würde.

Jou, is auch meist nich nötig !


: Ich benutze die Gitarre nur bei 4-5 Stücken, danach bzw. spätestens nach dem Set wird i.d.R. das Kabel abgezogen.

dann müßte die Batterie schon ein wenig halten, siehe später...

: Also, wenn ich da jetzt den tollen Digitalmultimeter (Super Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich fühlte mich fast wie der Junge in der Ikeawerbung mit der tollen Unterhose)

DAMIT TUST DU IHM UNRECHT !!! Es ist ein tolles Weihnachtsgeschenk, er hat das bestimmt sehr nett gemeint (im Gegensatz zur Unterhose, dahinter steckt der etwas lieb- und phantasielose Gedanke "Das kann der Junge gut gebrauchen" dahinter) Also ich hätte mich sehr darüber gefreut, nagut, is nich das Thema... Aber das Gerät wirst Du gut gebrauchen können, wie sich noch zeigen wird...

:...drangehe, was solls noch anzeigen um beruhigt auf die Bühne zu gehen?

So, jetzt kömmt der Hauptteil: Das midde Batterie (ich gehe speziell auf die 9V-Blöcke ein!) is nämlisch net ganz einfach. Eine Batterie verbraucht sich nämlich nicht so "eindeutig", wie man denken will:

Eine frische Batterie hat erstmal 9V. Jede Batterie hat eine ZULÄSSIGE (optimale) Strombelastbarkeit, bei der sie Ihre volle Kapazität=Arbeit (Arbeit = Leistung x Zeit) entfaltet. Bei einem 9V-Block sind das glaubich 20 mA maximal !!! Ein Gitarren- oder Bass-Vorverstärker zieht sehr viel weniger... darauf komm ich noch mal zu sprechen.

Eine FRISCHE (Neue, ungebrauchte) Batterie bringt also ihren maximal zulässigen Belastungsstrom bei nur geringfügigem Absinken der Spannung zustande.

Jetzt kommt das 1. Verschleißmerkmal ins Spiel:

Wird die Batterie langsam müde, hat sie im LEERLAUF (ohne Last) immer noch ihre 9V, aber bei Belastung bricht die Spannung erst geringfügig mehr, dann immer schlimmer zusammen. Das kann man sehr schön mit Deinem Voltmeter nachweisen: Nimm ein Glühlämpchen, daß bei 9 Volt 50 mA zieht (12 V 50...200 mA [probieren!] geht sehr gut, ist ein Wald-und-Wiesen-Lämpchen), schalte Dein Voltmeter an die Batterie und belaste DANACH die Batterie. Je mehr die Spannung absinkt, je mehr ist die Batterie schon verbraucht.

Ich rate davon ab, den Kurzschlußstrom zu messen, das machen die Star-kstromelektriker ganz gerne... ist schlecht für die empfindliche Batterie!!!

Verschleißmechanismus 2.: Die Spannung ist im Leerlauf (ohne Last) schon kleiner als 9 Volt. Dieses Phänomen läuft mehr oder weniger ausgeprägt parallel zum Zusammenbrechen der Spannung ab. Bei 9V-Akkus habe ich eine deutliche Parallelität zwischen Absinken der Leerlaufspannung und Restlebensdauer festgestellt, bei Batterien (nicht aufladbar) nicht so !!

Das Absinken der Leerlaufspannung ist für uns interessanter, da wir keine Taschenlampe betreiben, sondern Vorverstärker, die meist so wenig STrom ziehen, daß man noch von annährendem Leerlauf sprechen kann (wichtig zu wissen !)

Prinzipiell ist es so, daß, wenn im Leerlauf die Spannung kleiner als 8 Volt ist, man mit ersten Verzerrungen beim Gitarrespielen rechnen muß, den Verstärker interessiert für eine gute Wiedergabe fast NUR DIE SPANNUNG der Batterie.

Jetzt kommt eine wichtige Zwischen bilanz:
EINE BATTERIE IM INSTRUMENT WIRD NIE (!) PLÖTZLICH LEER !!!
(Eben, weil ein Instrument fast nichts verbraucht, kann die Batterie nicht schlappmachen, wie i

Re: (Technik) Wie lange hält die Batterie noch? (viel T.)


Hallo Auch!

: Ich würde gern die Batterie meines Westerngitarren-PUs testen, um zu erfahren, ob sie den Gig noch übersteht.
:
: Das soll kein rumgeknauser sein, aber irgendwie seh ichs nicht ein, dass ich für jeden 2. Gig einen neuen 9V-Block opfern soll, obwohl das Teil vielleicht noch 10 Gigs aushalten würde.

Jou, is auch meist nich nötig !


: Ich benutze die Gitarre nur bei 4-5 Stücken, danach bzw. spätestens nach dem Set wird i.d.R. das Kabel abgezogen.

dann müßte die Batterie schon ein wenig halten, siehe später...

: Also, wenn ich da jetzt den tollen Digitalmultimeter (Super Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich fühlte mich fast wie der Junge in der Ikeawerbung mit der tollen Unterhose)

DAMIT TUST DU IHM UNRECHT !!! Es ist ein tolles Weihnachtsgeschenk, er hat das bestimmt sehr nett gemeint (im Gegensatz zur Unterhose, dahinter steckt der etwas lieb- und phantasielose Gedanke "Das kann der Junge gut gebrauchen" dahinter) Also ich hätte mich sehr darüber gefreut, nagut, is nich das Thema... Aber das Gerät wirst Du gut gebrauchen können, wie sich noch zeigen wird...

:...drangehe, was solls noch anzeigen um beruhigt auf die Bühne zu gehen?

So, jetzt kömmt der Hauptteil: Das midde Batterie (ich gehe speziell auf die 9V-Blöcke ein!) is nämlisch net ganz einfach. Eine Batterie verbraucht sich nämlich nicht so "eindeutig", wie man denken will:

Eine frische Batterie hat erstmal 9V. Jede Batterie hat eine ZULÄSSIGE (optimale) Strombelastbarkeit, bei der sie Ihre volle Kapazität=Arbeit (Arbeit = Leistung x Zeit) entfaltet. Bei einem 9V-Block sind das glaubich 20 mA maximal !!! Ein Gitarren- oder Bass-Vorverstärker zieht sehr viel weniger... darauf komm ich noch mal zu sprechen.

Eine FRISCHE (Neue, ungebrauchte) Batterie bringt also ihren maximal zulässigen Belastungsstrom bei nur geringfügigem Absinken der Spannung zustande.

Jetzt kommt das 1. Verschleißmerkmal ins Spiel:

Wird die Batterie langsam müde, hat sie im LEERLAUF (ohne Last) immer noch ihre 9V, aber bei Belastung bricht die Spannung erst geringfügig mehr, dann immer schlimmer zusammen. Das kann man sehr schön mit Deinem Voltmeter nachweisen: Nimm ein Glühlämpchen, daß bei 9 Volt 50 mA zieht (12 V 50...200 mA [probieren!] geht sehr gut, ist ein Wald-und-Wiesen-Lämpchen), schalte Dein Voltmeter an die Batterie und belaste DANACH die Batterie. Je mehr die Spannung absinkt, je mehr ist die Batterie schon verbraucht.

Ich rate davon ab, den Kurzschlußstrom zu messen, das machen die Star-kstromelektriker ganz gerne... ist schlecht für die empfindliche Batterie!!!

Verschleißmechanismus 2.: Die Spannung ist im Leerlauf (ohne Last) schon kleiner als 9 Volt. Dieses Phänomen läuft mehr oder weniger ausgeprägt parallel zum Zusammenbrechen der Spannung ab. Bei 9V-Akkus habe ich eine deutliche Parallelität zwischen Absinken der Leerlaufspannung und Restlebensdauer festgestellt, bei Batterien (nicht aufladbar) nicht so !!

Das Absinken der Leerlaufspannung ist für uns interessanter, da wir keine Taschenlampe betreiben, sondern Vorverstärker, die meist so wenig STrom ziehen, daß man noch von annährendem Leerlauf sprechen kann (wichtig zu wissen !)

Prinzipiell ist es so, daß, wenn im Leerlauf die Spannung kleiner als 8 Volt ist, man mit ersten Verzerrungen beim Gitarrespielen rechnen muß, den Verstärker interessiert für eine gute Wiedergabe fast NUR DIE SPANNUNG der Batterie.

Jetzt kommt eine wichtige Zwischen bilanz:
EINE BATTERIE IM INSTRUMENT WIRD NIE (!) PLÖTZLICH LEER !!!
(Eben, weil ein Instrument fast nichts verbraucht, kann die Batterie nicht schlappmachen, wie in einer Taschenlampe oder dem Kasettenrecorder.

[Ausnahme: ALEMBIC-Bass, vielleicht sogar noch mit Leuchtdioden im Griffbrett... aber der wird über ein Netzteil gespeist.]

Also keine Angst, es bleibt immer genügend Zeit zum Wechseln, da die Vorverstärker nur wenig STrom ziehen.
Den STrom kann man sehr gut messen: Stecke die Meßuchsen entsprechend um (bitte aufpassen, danach wieder auf Spannung umstecken, sonst wird die nächste Spannungsmessung ein Kurzer), schalte das Instrument auf 20 mA (oder 200 mA, je nachdem, was Du hast) und schalte es IN REIHE zum 9V-Block (Klips nur einseitig aufstecken und nicht aufgesteckte Cliphälften mit dem Instrument überbrücken, wenn das so geht.

--> Diesen STromwert solltest Du Dir gut merken!
Wenn man davon ausgeht, daß ein 9V-Akku ca 100 mAh hat (die Akkus meist etwas mehr), kannst Du mit dem Strom ganz leicht eine Prognose treffen:

Zieht die Schaltung z.B. 0,1 mA, beträgt die Lebensdauer der Batterie 110mAh/0,1mA=1100 h (!) Und tatsächlich (der Wert stammt von meinem Eigenbau-Preamp in meiner Strat, und der Akku hält wirklich länger als ein halbes jahr ohne nachladen (Ich hab aber ebenfalls die SChaltbuchse!). Häufig sind die STröme höher, man muß auch besonders bei Akkus mit einer Selbstentladung rechnen. Bei heutigen Batterien eher nicht, die kann man meist jahrelang lagern, ohne das sie Kapazität verlieren.

So, war ganz schön viel fürs erste, gern Fragen, Anmerkungen...

: (Wie ichs einstelle weis ich... n bissl was kann ich damit schon)...
:
: Darf sie unter 7,x V anzeigen???

Im Leerlauf nicht, die Gitarre funktioniert zwar noch, aber es könnte schon verzerren... austauschen!

Gruß Ingo


Danke!!!

Danke Ingo!


: : Also, wenn ich da jetzt den tollen Digitalmultimeter (Super Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich fühlte mich fast wie der Junge in der Ikeawerbung mit der tollen Unterhose)
:
: DAMIT TUST DU IHM UNRECHT !!! Es ist ein tolles Weihnachtsgeschenk, er hat das bestimmt sehr nett gemeint (im Gegensatz zur Unterhose, dahinter steckt der etwas lieb- und phantasielose Gedanke "Das kann der Junge gut gebrauchen" dahinter) Also ich hätte mich sehr darüber gefreut, nagut, is nich das Thema...

===>War ja auch nicht 1000%ig ernst gemeint. Sowas kann man schon gebrauchen...


: Nimm ein Glühlämpchen, daß bei 9 Volt 50 mA zieht (12 V 50...200 mA [probieren!] geht sehr gut, ist ein Wald-und-Wiesen-Lämpchen), schalte Dein Voltmeter an die Batterie und belaste DANACH die Batterie. Je mehr die Spannung absinkt, je mehr ist die Batterie schon verbraucht

===>Ich guck mal... Ich glaub sowas hab ich noch im Fahrrad... ;-))

: Ich rate davon ab, den Kurzschlußstrom zu messen, das machen die Star-kstromelektriker ganz gerne... ist schlecht für die empfindliche Batterie!!!

===>Hört sich auch gefährlich an ;-)
:

: Jetzt kommt eine wichtige Zwischen bilanz:
: EINE BATTERIE IM INSTRUMENT WIRD NIE (!) PLÖTZLICH LEER !!!
: (Eben, weil ein Instrument fast nichts verbraucht, kann die Batterie nicht schlappmachen, wie in einer Taschenlampe oder dem Kasettenrecorder.

===>Naja... es kann aber plötzlich nicht mehr genug für den Preamp sein, oder? Gut, das Zerren hört man in der Regel (mindestens der Techniker... als Gitarrist in der 2. Reihe bei "Bring me some water"... die W-Gitarre über die Wedge-Monitore der Sänger ["Machse ne so laut"] bin ich froh, dass ich überhaupt irgendwas gitarrenmässiges höre...)
:
: Also keine Angst, es bleibt immer genügend Zeit zum Wechseln, da die Vorverstärker nur wenig STrom ziehen.
: Den STrom kann man sehr gut messen: Stecke die Meßuchsen entsprechend um (bitte aufpassen, danach wieder auf Spannung umstecken, sonst wird die nächste Spannungsmessung ein Kurzer), schalte das Instrument auf 20 mA (oder 200 mA, je nachdem, was Du hast) und schalte es IN REIHE zum 9V-Block (Klips nur einseitig aufstecken und nicht aufgesteckte Cliphälften mit dem Instrument überbrücken, wenn das so geht.
:
: --> Diesen STromwert solltest Du Dir gut merken!
: Wenn man davon ausgeht, daß ein 9V-Akku ca 100 mAh hat (die Akkus meist etwas mehr), kannst Du mit dem Strom ganz leicht eine Prognose treffen:
:
: Zieht die Schaltung z.B. 0,1 mA, beträgt die Lebensdauer der Batterie 110mAh/0,1mA=1100 h (!) Und tatsächlich (der Wert stammt von meinem Eigenbau-Preamp in meiner Strat, und der Akku hält wirklich länger als ein halbes jahr ohne nachladen (Ich hab aber ebenfalls die SChaltbuchse!). Häufig sind die STröme höher, man muß auch besonders bei Akkus mit einer Selbstentladung rechnen. Bei heutigen Batterien eher nicht, die kann man meist jahrelang lagern, ohne das sie Kapazität verlieren.
:

===>UUppss.. Das war jetzt beeindruckend... das werd ich gleich mal probieren!

===>Da sag doch mal einer, dass man "alles was man in der Schule lernt eh nicht mehr braucht"...

Danke nochmal!!

Gruss

Nic

Re: Danke!!!

Hall, Nic !

: Danke Ingo!

Gern!

: ===>Naja... es kann aber plötzlich nicht mehr genug für den Preamp sein, oder?

Ja, das stimmt, deswegen ist Messen vor dem Gig sinnvoll: Leerlaufspannung unter 8V -> WECHSELN! Leerlaufspannung über 8 V: Damit kannst Du beruhigt in den nächsten 10-h-Gig gehen. Bei genau 8V entscheidet der momentane Geldbeutel, ob gewechselt wird ;-)

ALSO VOR JEDEM AUFTRITT EINFACH MESSEN und man kann wirklich beruhigt sein... die Saite kann aber trotzdem reißen *g* Aber man hat ja eine Ersatzklampfe, oder ???

: Gut, das Zerren hört man in der Regel (mindestens der Techniker... als Gitarrist in der 2. Reihe bei "Bring me some water"... die W-Gitarre über die Wedge-Monitore der Sänger ["Machse ne so laut"] bin ich froh, dass ich überhaupt irgendwas gitarrenmässiges höre...)

Das mußt Du mit dem Techniker klären... Du mußt DIch schon einigermaßen im Mix hören, um gut spielen zu können. Ich streite mich auch jedesmal darüber. Die Techniker sind schon ein eigenwilliges Volk...

Gruß Ingo Z.