Re: (Technik) Wie lange hält die Batterie noch?
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Beitrag von Ingo Z. vom Februar 07. 2002 um 21:34:50:
Als Antwort zu: (Technik) Wie lange hält die Batterie noch? geschrieben von Nic am Februar 07. 2002 um 20:17:56:
Hallo Auch!
: Ich würde gern die Batterie meines Westerngitarren-PUs testen, um zu erfahren, ob sie den Gig noch übersteht. : : Das soll kein rumgeknauser sein, aber irgendwie seh ichs nicht ein, dass ich für jeden 2. Gig einen neuen 9V-Block opfern soll, obwohl das Teil vielleicht noch 10 Gigs aushalten würde.
Jou, is auch meist nich nötig !
: Ich benutze die Gitarre nur bei 4-5 Stücken, danach bzw. spätestens nach dem Set wird i.d.R. das Kabel abgezogen.
dann müßte die Batterie schon ein wenig halten, siehe später... : Also, wenn ich da jetzt den tollen Digitalmultimeter (Super Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich fühlte mich fast wie der Junge in der Ikeawerbung mit der tollen Unterhose)
DAMIT TUST DU IHM UNRECHT !!! Es ist ein tolles Weihnachtsgeschenk, er hat das bestimmt sehr nett gemeint (im Gegensatz zur Unterhose, dahinter steckt der etwas lieb- und phantasielose Gedanke "Das kann der Junge gut gebrauchen" dahinter) Also ich hätte mich sehr darüber gefreut, nagut, is nich das Thema... Aber das Gerät wirst Du gut gebrauchen können, wie sich noch zeigen wird...
:...drangehe, was solls noch anzeigen um beruhigt auf die Bühne zu gehen?
So, jetzt kömmt der Hauptteil: Das midde Batterie (ich gehe speziell auf die 9V-Blöcke ein!) is nämlisch net ganz einfach. Eine Batterie verbraucht sich nämlich nicht so "eindeutig", wie man denken will:
Eine frische Batterie hat erstmal 9V. Jede Batterie hat eine ZULÄSSIGE (optimale) Strombelastbarkeit, bei der sie Ihre volle Kapazität=Arbeit (Arbeit = Leistung x Zeit) entfaltet. Bei einem 9V-Block sind das glaubich 20 mA maximal !!! Ein Gitarren- oder Bass-Vorverstärker zieht sehr viel weniger... darauf komm ich noch mal zu sprechen.
Eine FRISCHE (Neue, ungebrauchte) Batterie bringt also ihren maximal zulässigen Belastungsstrom bei nur geringfügigem Absinken der Spannung zustande.
Jetzt kommt das 1. Verschleißmerkmal ins Spiel:
Wird die Batterie langsam müde, hat sie im LEERLAUF (ohne Last) immer noch ihre 9V, aber bei Belastung bricht die Spannung erst geringfügig mehr, dann immer schlimmer zusammen. Das kann man sehr schön mit Deinem Voltmeter nachweisen: Nimm ein Glühlämpchen, daß bei 9 Volt 50 mA zieht (12 V 50...200 mA [probieren!] geht sehr gut, ist ein Wald-und-Wiesen-Lämpchen), schalte Dein Voltmeter an die Batterie und belaste DANACH die Batterie. Je mehr die Spannung absinkt, je mehr ist die Batterie schon verbraucht.
Ich rate davon ab, den Kurzschlußstrom zu messen, das machen die Star-kstromelektriker ganz gerne... ist schlecht für die empfindliche Batterie!!!
Verschleißmechanismus 2.: Die Spannung ist im Leerlauf (ohne Last) schon kleiner als 9 Volt. Dieses Phänomen läuft mehr oder weniger ausgeprägt parallel zum Zusammenbrechen der Spannung ab. Bei 9V-Akkus habe ich eine deutliche Parallelität zwischen Absinken der Leerlaufspannung und Restlebensdauer festgestellt, bei Batterien (nicht aufladbar) nicht so !!
Das Absinken der Leerlaufspannung ist für uns interessanter, da wir keine Taschenlampe betreiben, sondern Vorverstärker, die meist so wenig STrom ziehen, daß man noch von annährendem Leerlauf sprechen kann (wichtig zu wissen !)
Prinzipiell ist es so, daß, wenn im Leerlauf die Spannung kleiner als 8 Volt ist, man mit ersten Verzerrungen beim Gitarrespielen rechnen muß, den Verstärker interessiert für eine gute Wiedergabe fast NUR DIE SPANNUNG der Batterie.
Jetzt kommt eine wichtige Zwischen bilanz: EINE BATTERIE IM INSTRUMENT WIRD NIE (!) PLÖTZLICH LEER !!! (Eben, weil ein Instrument fast nichts verbraucht, kann die Batterie nicht schlappmachen, wie i
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