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(Gitarre) Mikrophonierung

Hallo!

Ich hab mir gestern den Gig von Satyr und WP angeguckt. Dabei gabs ein Problem:
Und zwar konnten die Gitarristen die Amps nicht so laut stellen, wie sie wollten - der Output der Mikros wäre dann nämlich zu hoch für das Mischpult geworden.
Ich weiss nicht, woran's genau lag, ob's Übersteuerungen oder Schwierigkeiten beim Regeln der PA-Lautstärke gab... auf jeden Fall denk ich: Das kann doch gar nicht sein!
Ich hatte am gleichen Ort, aber mit komplett anderer Technik und anderem Soundmann das gleiche Problem. Mir wurde gesagt, der Pegel sei zu hoch, ich wär am Mischpult schon ganz runtergefahren.
Damals gings über ein SM57, Mischpult usw. alles von guter Qualität. Gespielt hab ich einen Rectifier, Mastervolume vielleicht 8 Uhr(!), Gain maximal 11 Uhr, dann noch über den FX-Return den Pegel gesenkt. Das war schon zu laut!
Was lief denn da falsch? Eigentlich sollte man doch auch ein voll aufgedrehtes 100 Watt Top problemlos per Mikro abnehmen können...
Vielleicht kennt ja Jemand das Problem?

Schönen Gruss, Oli

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi

:- der Output der Mikros wäre dann nämlich zu hoch für das Mischpult geworden.

Dafür gibt's eigentlich einen "Pad" oder ähnlich betitelten Schalter am Mixer, der die ganze Geschicht um 20dB absenkt, dann kann man eigentlich auch 'nen Elefanten beim Tröten aufnehmen...

Rock'n'Roll!
Felix

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hallo,

ist das generell bei Mischpulten so? Gestern wurde vermutlich ein Behringer Eurodesk verwendet, wir hatten damal ein wesentlich besseres Pult.
Dieser Pad-Schalter - gibts den pro Kanal separat oder als Master-Funktion?
Und wenn das so üblich ist wundert mich um so mehr, dass bei zwei Technikern die selben Probleme auftraten, zumal wir unsere PA bei einem Laden geliehen hatten, der auf PA (Verkauf und Verleih) spezialisiert ist....

Danke und Gruss, Oli


Re: (Gitarre) Mikrophonierung

: ist das generell bei Mischpulten so?

Afak nicht.

: Gestern wurde vermutlich ein Behringer Eurodesk verwendet

[böse Zunge on] Das ist entweder verdammt mutig oder sehr dumm! [böse Zunge off]

: Dieser Pad-Schalter - gibts den pro Kanal separat oder als Master-Funktion?

Wenn er vorhanden ist gibt's denn natürlich einzen pro Kanal.

: Und wenn das so üblich ist wundert mich um so mehr, dass bei zwei Technikern die selben Probleme auftraten, zumal wir unsere PA bei einem Laden geliehen hatten, der auf PA (Verkauf und Verleih) spezialisiert ist....

Was leider nichts heisst, [böse Zunge on] besonders, wenn die Behringer-Pulte live benutzen[böse Zunge off]

Rock'n'Roll!
Felix

PS: Ja, Behringer bieten ein gutes Preis-/Leistungsverhältnisu und bauen einige sehr nützliche und gute Geräte. Einige. Aber für den täglichen harten Livebetrieb sind imho nur wenige ihrer Produkte geeignet.

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

;-)

Zur Erklärung: Das Behringer von gestern wurde nicht bei dem Laden geliehen, es gehört dem Techniker, und der ist sich auch dessen Qualität bewusst.

Isr denn das beschriebene Problem schon jemandem hier vorgekommen?
Das müsste den Techniker doch bei fast jedem Konzert mit diesen Mischpulten passieren, das muss denen doch mal aufgefallen sein...

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

soll jetzt wirklich nicht böse rüberkommen, aber das hat nix mit dem Pult zu tun, sondern mit Fehlverhalten der Musiker auf der Bühne.

Wer meint, in einem Club müßte man auch nen voll aufgedrehten Marshall noch mit Mikro abnehmen können (klaro kann man das - es macht aber keinen Sinn und ich weiß auch, daß es im speziellen Fall um einen nicht voll aufgedrehten Amp ging) hat es *mal frech gesagt* nicht besser verdient.

In Wahrheit wäre hier mal etwas Aufklärung zu leisten: wenn z.B. die Gitarrenamps recht laut sind, muß der Mischer, damit er auch noch was zum mischen hat, den Rest natürlich lautstärkemäßig anpassen. Also, wie laut soll es denn werden??? ;-))) Oder war der Veranstaltungsort so groß wie die Kölnarena? Dann hab ich natürlich nix gesagt.

Gruß Jochen
Let's keep the candles burning

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi Oli,

wäre es denkbar, daß die Tonis sich diesen Spruch von wegen Übersteuerung nur ausgedacht haben, damit die Gitarreros ihre Amps leiser drehen? Ich mach' ja jetzt einige Jährchen live Musik - aber daß vor dem Amp gestellte Mikros übersteuern - sowas hab ich noch nie gehört. Haben die Jungs den Gain-Regler nicht gefunden (den haben auch Behringer-Pulte :-))?

Also ich würde behaupten, entweder haben euch die Tonis verarscht oder hatten absolut null Ahnung.

Gruß

Oly

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi Oli,

"Mir wurde gesagt, der Pegel sei zu hoch, ich wär am Mischpult schon ganz runtergefahren."

Das ist der "klassische Beweis" für das was ich in meiner anderen Antwort dazu geschrieben habe. Und ob es einem nun paßt oder nicht - meistens paßt es einem eher nicht - der Mann am Mischpult hat fast immer Recht. Und er sitzt am längeren Hebel - sprich Fader. ;-))

Gruß Jochen

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi Oli :-)

Wir hatten nicht den Eurodesk genutzt, sondern das grosse Mischpult. Näheres hierzu kann ich leider auch nicht sagen.

Nur um es richtig zu stellen, wir haben die Amps nicht über Mikros abgenommen, sondern über eine DI-Box direkt in das Pult gespielt - Mit den Mikros hatten wir aber trotzdem Probleme, weil der Tonmann sagte, die Amps müssten viel leiser (waren aber, wie gesagt, nicht wirklich laut), weil sie sonst in die Gesangsmikros abstrahlen würden. Das stiess irgendwo bei mir auf ein wenig unverständniss - Kann sich das denn wirklich so stark auswirken? Sollte doch eigentlich bei Supernieren - Richtcharakteristika nicht passieren - Scheltet mich, wenn ich falsch liege ;-)

Satyr

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi zusammen!

Also, der gute Oli hat ja nun schon die Situation erläutert.

Allerdings fehlte noch ein Punkt: die Begründung, wieso die Amps so leise sein mussten, basierte auf der Tatsache, dass diese (verdammten) Gesangsmikros, die auf der Bühne benutzt wurden, massig Umgebungsgeräusche verstärkten; bei unseren Proben hatten wir immer AKGs (TPS D3700) die nur im *wirklichen* Nahbereich ordentlich verstärken (also wenn man im Schnitt alle 5 Sekunden einmal das Mikro aus Versehen in den Mund nimmt ;)

Die andere Band hatte da ihre kleinen Transenamps, die sich da genau im richtigen Lautstärkebereich tummeln konnten (per D.I. abgenommen).

Unsere Röhren-Marshalls hingegen klangen bei *DEN* Lautstärken natürlich wie ein Häufchen Elend. Ich hatte glaube ich den Master auf 1 bis 1.5 und dann den Preamp ein wenig aufgerissen, um wenigstens noch ein bisschen Verzerrung aus dem Amp herauszukitzeln (meine RAT ist im A****)....Sustain gleich null, Sound so schlecht wie nie.


Also, soundmässig war das sicher ein absoluter Reinfall.
Aber egal,
weiter geht's,

Gruss,
WP


Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Sorry Satyr, aber was war das denn für 'ne Kindergartenveranstaltung von seiten der Tonmenschen? Bass über die DI kann ich ja noch nachvollziehen - aber die Gitarrenamps? Sorry, aber bei verzerrten Gitarrensounds kommt da i.A. Müll raus - zumindest, wenn es die handelsüblichen DI-Boxen sind, die die PA-Verleiher immer anschleppen. Und die Amps schön leise, damit sie nicht in die Gesangsmikros abstrahlen? Und was ist mit den Drums - die haben nicht gestrahlt? Also wenn ich nicht genau wüßte, daß Dezember ist, würde ich da 'nen Aprilscherz vermuten. Oder standen die Gesangsmikros ca. 2,5 cm neben den Gitarrenboxen? Ich bleib' bei meiner Behauptung von vorhin - die PA-Jungs hatten überhaupts keine Ahnung.

Gruß

Oly

P.S. Daß die Amps nicht so laut sein sollten, daß eine PA-Verstärkung nichts mehr bringt, setz ich hier mal als "weiß ich doch" voraus :-))

Differenzierung

Hallo Jochen!

"Oder war der Veranstaltungsort so groß wie die Kölnarena? Dann hab ich natürlich nix gesagt."

Ne, nicht ganz. Aber das wars gestern nicht. Ich hab da was falsch verstanden, gestern lags - vermute ich mal - an schlechten Gesangsmikros oder DI-Problemen.

UND:

Als ich da gespielt hab, hab ich meinen Amp, erhöht neben mir stehend, als Monitor genutzt. Gehört hab ich mich fast gar nicht (Nein, mein Gehör ist echt in Ordnung).
Die eigentlichen Monitore waren lauter als mein Amp.
Du hast ja die Problematik angesprochen, dass ein lauter Amp zu sehr aufs Publikum wirkt. Bei mir war das definitiv nicht der Fall, der Tonmann hatte wohl wirklich Schwierigkeiten, mich für sie PA weit genug runterzuregeln. Vielleicht gabs so eine Schaltung wie von Felix angesprochen - Normalstellung z.B. für Gesang und -20 dB für Abnahme von Gitarren oder Drums, und der Techniker wusste das einfach nicht...
Auf jeden Fall werd ich beim nächsten Mal die Arbeit des Technikers beim oder nach dem Soundcheck überprüfen.

MfG, Oli

Re: (Gitarre) Mikrophonierung

Hi - bisher war ich ja hoeflich, aber wenn Oly schon so direkt ist - die sollen sich die Ohren abschneiden, und nach Hause gehen. Echt, die sind dann dafuer verantwortlich, wenn ich mit Eiern beschmissen werde, bloss weil ich sage, ich bin TonI ¦¬]

Wie die allerdings mit DI-Box noch einen zu hohen Pegel hingekriegt haben, ist mir dann voellig unverstaendlich. Aber, wie schon gesagt, besorgt Euch einen eigenen Dreher, es ist es allemal wert - und wenn ihr lieb zu ihm seid, hilft er sogar Tragen...

gut Ton!
ullli