Aussensaiter Forum

Diskussionen mit neuen Beiträgen

Hier darf jeder frei heraus seine Meinung sagen, solange niemand beleidigt wird. Auf Postings von Vollidioten sinnvollerweise gar nicht erst antworten.
Extrem unerwünscht sind reine Werbe-Beiträge. Danke.

(-) Header verbergen



Übersicht

(Gitarre) Griffelprobleme

Hi!

Ich habe da vor ein paar Jahren mal "den" Song geschrieben, diesen Song, den man nur einmal im Leben schreibt (so ungefähr jedenfalls). Ist eine Halbballade. Nun wollte ich das gute Stück endlich mal neu in Top Qualität aufnehmen. Ich hatte mich davor immer drücken können, einerseits weil mir die passende Chorus/Kompressorkombination abhanden gekommen war und andererseits weil ich noch übern wollte.
Üben für di passage, in der ich Barrégriffe im 2. bis 5. Bund spiele. Hört sich profan an, ist es mit meinen Patschehändchen aber leider nicht. Es handelt sich im Prinzip "nur" um ein verschobenes A, Am und E. Ich MUSS die Akkorde so spielen, anders klingen sie nicht passend, es werden alle Saiten angeschlagen (verzerrt) und dann gewechselt. Also Schrammmmmmmmmm-schrammmmmmmmmmm-schrammmmmm-.....
Das PRoblem mit dem wenigen Platz für soviel Finger-Fleisch liess sich lösen. Nicht aber das mit dem Riesendaumen. Der verkrampft spätestens nach dem zweiten Durchgang. Und zwar weil ich ihn durchdrücken muss, anders bekomme ich ihn hinterm Griffbrett nicht untergerbracht. Andererseits brauche ich den Gegendruck um den Akkord sauber hinzubekommen. "Räumlich passen" würde es, wenn ich den Daumen am oberen Gelenk absägen würde, das möchte ich aber nicht. Und auf dem abeknickten Gelenk aufstüzen tut weh.
Ich habe sicherlich nicht die größten Hände. Da wären mindestens noch Rodi und Jochen. Und besonders von denen, aber auch allen anderen, erhoffe ich mir Tipppps, wobei mir bewusst ist, daß die beiden vermutlich sagen werden "Solche blöden Akkorde spielen wir eh' nich" ;-)

Am Üben kann's kaum liegen, ich spiel den Song seit Jahren alle paar Wochen bis Monate, habe ihn auch mal Tagelang jeden Tag geübt, und gerade diese Stelle spiel ich häufiger. Klappt nich' :-(

Oder kann es tatsächlich sein, daß Hände zu groß für Ketarrenhälse sein können? Muss ich etwa auf Bass umsatteln?

Rock'n'Roll!
Felix

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi Felix,

versuch mal, den Daumen zu entlasten, ihn zum Üben vielleich sogar weg zulassen.
Den nötigen Druck musst Du dann erzeugen, indem du den den Ellenbogen nach hinten unten ziehst.
Wenn Du den Daumen verkrampfst, kannst Du auch mit den anderen Fingern nicht locker spielen.

Stay tuned,
Woody

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi Hengst,


:
: Oder kann es tatsächlich sein, daß Hände zu groß für Ketarrenhälse sein können? Muss ich etwa auf Bass umsatteln?

Oh, mann hast Du Probleme :-)
Machs doch wie Hendrix einst und nimm den Daumen von oben hinzu um bis zur G-Saite den Barrè von oben her aufzufüllen.

Oder, falls Du den Knoten nicht mehr rauskriegst, nimm 2 Spuren auf, 1x nur den Powerchord bis zur D-Saite und dann seperat nur das geklimpere "Obenrum"

Oder den Daumen links hinter den Zeigefinger legen und dann die Zange zuschnappen lassen, da der Daumen dann hinter dem Zeigefinger ist stört er nicht mehr (wie beim Kapo).

Ich persönlich spiele kaum Barrè-Akkorde, weil sie mir einfach zu viel zumüllen.

Ich hoffe ein etwas kurzfingrigerer Gitarrero konnte Dir helfen.

Cheers
Lothy

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi Felix,

B.B. King hat noch größere Hände als ich (konnte mich vor einigen Jahren mal davon überzeugen) und bei ihm klappt das auch. ;-))

Ansonsten kann ich nur sagen, daß das wohl mit Haltung, Spieltechnik und Tagesform zusammenhängt. Daran mußt Du halt was arbeiten. Nix übertreiben usw. das hatten wir hier ja schon tausendfach, weißt sicher, was ich meine. :-)

Falls Du mehrere Gitarren mit unterschiedlichen Halsmaßen Dein Eigen nennst, dann kannste mal testen, ob Du mit nem anderen Halsprofil besser zurecht kommst. Flitzefingerhälse sind vielleicht nicht die Geeignesten für Barréorgien. Zu dick - wie bei meiner Warmoth-Strat (weiß nicht, ob Du die damals in Duisburg bei der Session mal in der Hand hattest)hilft aber auch nicht unbedingt weiter.

Ich sag es mal so: wenn Du es locker genug angehst, klappt das mit jeder Gitarre, ist bestimmt ne unnötige Verkrampfung durch zuviel Druck und falsche Haltung.

Gruß Jochen

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi!
Mit Felix' Problem habe ich gelegentlich auch zu kämpfen - speziell bei meinem Lieblingsstück, wo ich als Bassist drei Saiten Barre greife und liegen lasse (na gut, 9ter Bund) und dann mit Ring- und kleinem Finger etwas umgreife, dass dann drei lange Strophen hindurch. Kann es sein, dass manche Leute einen weniger zurückklappbaren Daumen besitzen? Daumen ganz weglassen hilft nur bedingt, das beste ist bei mir eigentlich, den Hals in 45°-Winkel zu bringen (Ellbogen nach hinten unten?) und den Druck irgendwie verteilen.
Orthopädische Grüße, Rai(F)
Ach ja, dünne Saiten spielen sich natürlich leichter.

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Mahlzeit!

Barree tut weh? Warum um alles in der Welt erzähle ich in Darmstadt in epischer Breite was von "Gewicht statt Kraft"?

Erstens und vorab nochmal der guten Ordnung halber das Beispiel am Peter-Bursch-F-Dur-Akkord: 133211

Es ist völliger Blödsinn, da den Zeigefinger so durchzustrecken, dass auch A-, D- und g-Saite nur mit dem Zeigefinger sauber klingen würden, schließlich haben die anderen Furunkel auch noch zu tun.


: Andererseits brauche ich den Gegendruck um den Akkord sauber hinzubekommen.

Zweitens ist auch Quatsch. Hinsetzen, klassische Spielhaltung. Gitarre so anwinkeln, dass das Griffbrett ETWAS zu Dir gedreht wird. Akkord greifen, Schultern entspannen, linken Arm hängen lassen. Bei den dünnsaitigen Elektrogitarren müßte das Gewicht des Arms locker ausreichen, um genug Druck auf die Saiten zu bringen. Der Daumen fixiert lediglich die Hand.

Wenn Dein linker Arm zappelt, dann häng Dir einen Eimer in die Ellbogenbeuge. Kein Witz!

Ach, was rede ich, ich zeig Dir das in Düsburch....

Mahlzeit

Matthias

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi Matthias

: Erstens und vorab nochmal der guten Ordnung halber das Beispiel am Peter-Bursch-F-Dur-Akkord: 133211
:
: Es ist völliger Blödsinn, da den Zeigefinger so durchzustrecken, dass auch A-, D- und g-Saite nur mit dem Zeigefinger sauber klingen würden, schließlich haben die anderen Furunkel auch noch zu tun.
:
:
scnr: was, wenn ich allen Ernstes den (ich glaube, ebenfalls Peter-Bursch-kompatiblen) Fdur7 131211 oder 131241 greifen will? Zeigefinger ganz durchstrecken! Oder Fmoll7 131111 bzw. 131141 ? Ganz spaßig wird's, wenn man den Zeigefinger liegen lassen und mit anderen Finger umgreifen will.

grüße, R.F.

ok, ok: wann brauch man wirklich alle 6 Töne...

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi!

: scnr: was, wenn ich allen Ernstes den (ich glaube, ebenfalls Peter-Bursch-kompatiblen) Fdur7 131211 oder 131241 greifen will? Zeigefinger ganz durchstrecken! Oder Fmoll7 131111 bzw. 131141 ? Ganz spaßig wird's, wenn man den Zeigefinger liegen lassen und mit anderen Finger umgreifen will.
Zumindest beim Fm7 kannst Du den nun freien Mittelfinger zur Verstärkung auf den Zeigefinger legen. Klappt auch ganz gut. Dann aber bloß nicht zu fest drücken...

micha

Re: (Gitarre) Griffelprobleme

Hi Matthias!

Jajajajajajaaaaa. Hast ja recht. Mir ist beim weiteren 'rumprobieren auch aufgefallen, daß nicht der Griff selbst, sondern das schnelle und vor allem saubere Umgreifen die Probleme bereitet. Ich muss in Null Zeit den Griff wechseln (Reihenfolge Hm, G, D, A, aber eben alle als Barrée) und dabei Null Störgeräusch verursachen, dabei darf Null Ton durch einen unsauber zwischen zwei Bundstäbchen verstauten Finger verlorengehen. Das ist im Prinzip der Kern des Problems.

Rock'n'Roll!
Felix