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(Geschichtsforschung) Swingin′ Pig

Moin - na, wer kennt dieses Bildchen?

Bootlegs hin oder her, und in meinen fruehen Jahren hiess es grundsaetzlich "HER!", die Jungs(Maedels?) von Swingin' Pig waren die Meister, unangefochten. Nicht nur eine unglaubliche Sammlung, auch die Pressqualitaet in aller Regel fein, und dann die Farben des Vinyls... Orange-durchsichtig fuer Hendrix in Stockholm, gekautes Kaugummi (meliert!) fuer die Stones in Altamont... Beide sind mir leider geklaut worden... ebenso wie die Doppel CD von Aerosmith, die mir so fehlt, aber darum gehts gar nicht. Ich habe heute mal ein bisschen ge-Suchmaschient. Und abgesehen von der unglaublichen Menge an veroeffentlichtem Material fiel mir der totale Mangel and Hinterundinformationen auf. Ist ja klar, wer in solchem Business rumtut, muss das nicht ueberall verbreiten. Nach meinen Informationen ist Swingin' Pig aber gar nicht mehr aktiv, und ich stelle mir jetzt nur vor, irgendein glucklicher Mensch hat in seinem Keller die Masterbaender aller dieser tollen Dinger. Der will natuerlich seine Ruhe haben. Ich hingegen wuesste einfach gerne mehr ueber die Zeit, als Bootlegs noch nicht Napster hiessen, sonder eine Kunst, ein business (und ein Delikt!) waren. Wuerde gerne mal einen Artikel ... warum nicht gleich ein Buch? ... schreiben.

Weiss jemand hier ein bisschen ueber die Geschichte und das treiben der swingenden Eber?

Liebe Gruesse & gut Ton!
ullli

Re: (Geschichtsforschung) Swingin′ Pig

: wie bist du denn früher an die platten herangekommen? so mit nachfragen unter dem ladentisch?

Hi Martin,

diese Platten waren damals, je nach Nerven oder Ausprägung des (Un)rechtsgefühls des Inhabers ganz normal im Fach der jeweiligen Künstler oder eben unter der Theke zu haben. Eine beliebte Quelle waren auch die paar Gebrauchtplattenläden die es gab oder Flohmärkte.

Was die Schwingenden Eber angeht: Pressqualität war o.k., die Klangqualität der (Live-)Mitschnitte allerdings oft eher zweifelhaft. Was aber auch verständlich ist, es gab in den 70ern kein state-of-the-art-recording-equipment für die Jackentasche. In jeder Hinsicht schöne Platten waren aber trotzdem genug dabei...

Jürgen
(Nostalgie Woche)


Re: (Geschichtsforschung) Swingin′ Pig

Hi Martin!

: schade, diese zeiten habe ich gar nicht mehr so richtig mitbekommen.
: wie bist du denn früher an die platten herangekommen? so mit nachfragen unter dem ladentisch?

Hihi, wenn mir nicht alles taeuscht, bist Du doch etwas aelter als ich. Ich bin doch hier der, der immer nix mitbekommen hat! ¦¬]

Ich habe die auf Plattenboersen gekriegt, wo es sie auch heute noch gibt, es sausen zwar auch immer mal Agenten auf Boersen rum, aber meine Guete.. :0) ist auch immer die Frage, was fuer Material da ueber die Theke ging - bei Hendrix hat sich kaum noch jemand beschwert, waere es ein hochklassiger aktueller Akt gewesen, haette man sicher mehrmals nachfragen muessen...

Mit der Rechtslage war das allerdings so ein Sache - bis zu dem von Phil Collins erstrittenen Urteil hatten viele Laeden solche und andere Boots im Regal stehen. Und nach der Collins-Aktion haben dann viele zielsicher erstmal nur europaeische Kuenstler aus den Regalen genommen, denn nur fuer die galt der Richtspruch. Daraufhin war Swingin'Pig aber dann bald weg vom Fenster.

Juergen hat recht, unter heutigen Gesichtspunkten war die Aufnahmequalitaet natuerlich nicht immer bombastisch, aber dann wieder ziemlich gut, verglichen mit anderem 60er und 70er Krams. Und wenn man den Herrn Hendrix mit Verve durch "Sgt. Pepper" fegen hoert, ist das ein bleibendes Erlebnis, egal was die Qualitaet ist :-)

gut Ton!
ullli

Irgendwie geht die Welt eben doch vor die Hunde - in England kriegt man auf Maerkten alles, jede im Laden erhaeltliche CD gibt es quasi auch als gebrannte mit fertigem Booklet undsoweiter. Die guten Stuecke, die einem Liebhaber andere (z.B. Live) Seiten aufzeigen, sind verschwunden. Ist ja im Sinne der Kuenstler wohl eher ertraeglich, Johannes hatte uns doch mal mit den Ansichten des KingCrimson Gitarristen versorgt...

ullli