Hallihallo ihr Aussensaiter !
Ich habe mal wieder eine der (un)geliebten Anfängerfragen. Also heute war ich bei einem Bekannten, der seit 14 Jahren klapmft. Also er hat schon einige Gitarrenriffs, Soli und Rythmus drauf . . aber wir konnten irgendwie kaum zusammen spielen . . . mir war´s mehr unangenehm, als lustig. Und als mir mein Gitarrenlehrer heute für den Anfang mit dem Blues (er war etwas bitter, weil ich auch verstehen soll, aber das geht so kurzfristig nicht) zwei siebener Akkorde zweigte, die ich erstmal flüssig spielen können sollte, bin ich ja noch fast verzweifelt.
Bin ich einfach noch nicht weit genug oder was ? Es kann doch nicht sien, ich brech mir die Finger an Fingerübungen, aber kann mich nicht mit jemandem hinsetzen und zusammen spielen . . . GNNNNN *schwitz*
Einen schönen Bluesabend wünsch ich euch !
Chicago
Übersicht
- (Band) ZUsammenspielen - gestartet von Chicago 4. Mai 2001 um 21:37h
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Pepe
am 5. Mai 2001 um 02:31
- Also ich denke ...
- von
Rainer
am 7. Mai 2001 um 11:42
- Also ich denke ...
- von
Rainer
am 7. Mai 2001 um 11:42
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Dominik
am 5. Mai 2001 um 01:21
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Der Felix
am 4. Mai 2001 um 21:46
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Chicago
am 5. Mai 2001 um 10:55
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Chicago
am 5. Mai 2001 um 10:55
- Re: (Band) ZUsammenspielen
- von
Pepe
am 5. Mai 2001 um 02:31
Haaaaaltmallangsam!!!
So schnell geht das auch nicht. Vorrausgesetzt Du bist kein Wunderkind dauert es natürlich eine gewisse Zeit bis Du eine "Sicherheit" an der Gitarre entwickelt hast. Ich kenn leute, die 8 Jahre zur Musikschulse gegangen sind und diese immer noch nicht hatten. Ganz einfach weil sie da immer stur nach Noten gespielt haben. Stur nach irgendwelchen Noten, die ihnen meist noch nichmal gefielen! Absolut unbrauchbar als Musiker, schon beinahe verdorben.
Diese Sicherheit entwickelt sich zum einen mit der Zeit, zum anderen beim Zusammenspiel mit anderen Musikern ODER (!!!!Ganz wichtiger Faktor!!!) im Zusammenspiel mit einem vernünftigen Drumcomputer. Ein Metronom ist imho nicht in der Lage, ein richtiges Gefühl rüberzubringen. Als ich mir damals einen Drumcomputer gekauft habe war das eine ganz andere Welt.
Wenn Du die Akkorde dann sicher schrammeln kannst kannst Du garantiert auch mit Deinem Kumpel was machen, sei es zum X-ten Mal "Knockin' on Heaven's Door" (Meiner Meinung nach sehr gut für Anfänger geeignet) Darüber kannst Du dann auch locker-leicht improvisieren.
Viel Spaß
Gruß
Felix
So schnell geht das auch nicht. Vorrausgesetzt Du bist kein Wunderkind dauert es natürlich eine gewisse Zeit bis Du eine "Sicherheit" an der Gitarre entwickelt hast. Ich kenn leute, die 8 Jahre zur Musikschulse gegangen sind und diese immer noch nicht hatten. Ganz einfach weil sie da immer stur nach Noten gespielt haben. Stur nach irgendwelchen Noten, die ihnen meist noch nichmal gefielen! Absolut unbrauchbar als Musiker, schon beinahe verdorben.
Diese Sicherheit entwickelt sich zum einen mit der Zeit, zum anderen beim Zusammenspiel mit anderen Musikern ODER (!!!!Ganz wichtiger Faktor!!!) im Zusammenspiel mit einem vernünftigen Drumcomputer. Ein Metronom ist imho nicht in der Lage, ein richtiges Gefühl rüberzubringen. Als ich mir damals einen Drumcomputer gekauft habe war das eine ganz andere Welt.
Wenn Du die Akkorde dann sicher schrammeln kannst kannst Du garantiert auch mit Deinem Kumpel was machen, sei es zum X-ten Mal "Knockin' on Heaven's Door" (Meiner Meinung nach sehr gut für Anfänger geeignet) Darüber kannst Du dann auch locker-leicht improvisieren.
Viel Spaß
Gruß
Felix
Hi Chicago,
Eric Clapton (mein Held!) hat in einem Interview während der Rehearsals für die laufende Tour gesagt, dass das Wichtigste für einen guten Musiker das Zuhören ist.
Als ich nach knapp zwei Jahren gemerkt habe, dass ich immernoch nur die selben Licks spiele, die gleichen Akkordfolgen usw. habe ich mir mal ein paar andere Platten als die von meinem Held reingezogen, und nach ein paar Wochen kam viel mehr Abwechslung in mein Spiel.
Ich denke Du solltest von Dir selbst nicht zu viel erwarten, schön Deine Übungen machen (auch wenn sie Dich nach ein paar Wochen ankotzen :-) und Dir möglichst viele Platten von unterschiedlichen Bluesmen reinziehen. Und dann kommt es schon mit der Zeit...
Don't worry, blues on...
Dominik
Eric Clapton (mein Held!) hat in einem Interview während der Rehearsals für die laufende Tour gesagt, dass das Wichtigste für einen guten Musiker das Zuhören ist.
Als ich nach knapp zwei Jahren gemerkt habe, dass ich immernoch nur die selben Licks spiele, die gleichen Akkordfolgen usw. habe ich mir mal ein paar andere Platten als die von meinem Held reingezogen, und nach ein paar Wochen kam viel mehr Abwechslung in mein Spiel.
Ich denke Du solltest von Dir selbst nicht zu viel erwarten, schön Deine Übungen machen (auch wenn sie Dich nach ein paar Wochen ankotzen :-) und Dir möglichst viele Platten von unterschiedlichen Bluesmen reinziehen. Und dann kommt es schon mit der Zeit...
Don't worry, blues on...
Dominik
Tach Chicago!
Nich' verzweifeln, das kommt schon (bzw. sollte kommen). Ich bin selbst Autodidakt, soll heißen, das, was ich jetzt kann, hab' ich über's MITspielen gelernt. Ich schieße jetzt einfach mal in's Blaue - du hast mitgespielt und dir gedacht "ui, ich hab' Unterricht gehabt; versuch ich mal, das Gelernte anzubringen".
Das ist vom Prinzip her auch vollkommen richtig. Bloß - (verdammt, wie drück' ich das jetzt aus?) wenn du genau das spielst, was du gelernt hast, klappt's nicht. Wenn du abstrahierst und das spielst, was du über's Gitarrespielen gelernt hast, klappt's. Es reicht für den Anfang einfach, wenn du die Akkorde im Timing mitspielen kannst (das ist mehr, als manche Shredder nach 15 Jahren können).
Ich hab' mich in den zwei Jahren Aussensaiter wohl noch nie so undeutlich ausgedrückt ... hmmm ... entweder hast du ein Problem, das keins ist (vielleicht hat dein 14jähriger Kollege einfach nicht so gespielt, wie man mit Anfängern - nicht negativ gemeint - spielen sollte), oder ich hab' dich falsch verstanden.
Aber der Tip, einfach zu Platten oder zum Radio mitzuspielen (oder es zu versuchen), hat immer noch uneingeschränkte Gültigkeit. Irgendwann kommst du dann übers "bloße" Begleiten raus. Gute Rhythmusgitarristen sind selten. So.
Nos vemos en infierno, Pepe
Nich' verzweifeln, das kommt schon (bzw. sollte kommen). Ich bin selbst Autodidakt, soll heißen, das, was ich jetzt kann, hab' ich über's MITspielen gelernt. Ich schieße jetzt einfach mal in's Blaue - du hast mitgespielt und dir gedacht "ui, ich hab' Unterricht gehabt; versuch ich mal, das Gelernte anzubringen".
Das ist vom Prinzip her auch vollkommen richtig. Bloß - (verdammt, wie drück' ich das jetzt aus?) wenn du genau das spielst, was du gelernt hast, klappt's nicht. Wenn du abstrahierst und das spielst, was du über's Gitarrespielen gelernt hast, klappt's. Es reicht für den Anfang einfach, wenn du die Akkorde im Timing mitspielen kannst (das ist mehr, als manche Shredder nach 15 Jahren können).
Ich hab' mich in den zwei Jahren Aussensaiter wohl noch nie so undeutlich ausgedrückt ... hmmm ... entweder hast du ein Problem, das keins ist (vielleicht hat dein 14jähriger Kollege einfach nicht so gespielt, wie man mit Anfängern - nicht negativ gemeint - spielen sollte), oder ich hab' dich falsch verstanden.
Aber der Tip, einfach zu Platten oder zum Radio mitzuspielen (oder es zu versuchen), hat immer noch uneingeschränkte Gültigkeit. Irgendwann kommst du dann übers "bloße" Begleiten raus. Gute Rhythmusgitarristen sind selten. So.
Nos vemos en infierno, Pepe
: Haaaaaltmallangsam!!!
Guten Morgen !
Erstmal schönen Dank wieder. Ist schön, wenn man irgendwie unsicher ist, oder nicht weiter weiß, dass dann verschiedene Leuten Bisschen Mut machen . . .
Ich spiel halt auch zunächst fast nur Fingerübungen. Ein Bisschen improvisieren mit Pentatonik geht schon, ist ja aber kein Rythmus.
Der vierzehnjährige Bekannte SPIELT übrigens seit vierzehn Jahren, und ist 23 . . . aber an ihm hab ich dann wieder den Vorteil von Unterricht gesehen. Der hat schön gespielt, auch komplizierte, schnelle Sachen. Aber alles irgendwie unsauber und . . hektisch, keine Ahnung, es sah einfach komisch aus (hat nicht schön "gerotzt" wie´s zumindest die Kasseler Hardrocker sagen würden)
Jetzt muss ich bis zur Session wenigstens mal Siebener Akkorde hinbekommen und ein Wenig Barrée spielen . . .
:
: Viel Spaß
: Gruß
Ich dank nochmal ganz herzlich, schönes Wochenende !
Chicago.
Guten Morgen !
Erstmal schönen Dank wieder. Ist schön, wenn man irgendwie unsicher ist, oder nicht weiter weiß, dass dann verschiedene Leuten Bisschen Mut machen . . .
Ich spiel halt auch zunächst fast nur Fingerübungen. Ein Bisschen improvisieren mit Pentatonik geht schon, ist ja aber kein Rythmus.
Der vierzehnjährige Bekannte SPIELT übrigens seit vierzehn Jahren, und ist 23 . . . aber an ihm hab ich dann wieder den Vorteil von Unterricht gesehen. Der hat schön gespielt, auch komplizierte, schnelle Sachen. Aber alles irgendwie unsauber und . . hektisch, keine Ahnung, es sah einfach komisch aus (hat nicht schön "gerotzt" wie´s zumindest die Kasseler Hardrocker sagen würden)
Jetzt muss ich bis zur Session wenigstens mal Siebener Akkorde hinbekommen und ein Wenig Barrée spielen . . .
:
: Viel Spaß
: Gruß
Ich dank nochmal ganz herzlich, schönes Wochenende !
Chicago.
... Pepe meint so etwas wie 'Ein Pfund Mehl und drei Eier kaufen heisst nicht, dass man Kuchen backen kann'. Oder so ähnlich jedenfalls.
Ich für meinen Teil habe an zwei Stationen viel gelernt: erstens Nachspielen, zweitens Band-Arbeit. Letzteres ist härter, weil man das ja nicht allein mitkriegt, was man alles nicht kann. Aber mach' Dir da keine Sorgen, auch die Profis verhauen sich noch manchmal göttlich.
Ich für meinen Teil habe an zwei Stationen viel gelernt: erstens Nachspielen, zweitens Band-Arbeit. Letzteres ist härter, weil man das ja nicht allein mitkriegt, was man alles nicht kann. Aber mach' Dir da keine Sorgen, auch die Profis verhauen sich noch manchmal göttlich.