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(Band) CD Verkauf und GEMA u.s.w.

Servus zusammen,
nun ist es soweit, unsere erste richtige CD ist im Presswerk. Anstrengende Studioarbeit ist abgeschlossen, selbst entworfenes Booklet fertig und nun ein paar Fragen:
Da gibts es wohl zwei unterschiedliche GEMA Gebühren. Die eine ist billiger aber man darf die CD nur als Demo verwenden - so die Auskunft sinngemäß vom Studiochef. Stimmt das und wer kann da evtl. dies näher begründen?
Wer die "billigere" GEMA Version nimmt, den dürfen die Rundfunksender nicht ausstrahlen - auch Aussage Studio.
Da wir größtenteils Covern, bzw. teilweise zu bestehenden Liedern neue Texte gemacht haben, muß man da den "Originalautor/-texter" angeben?
Muß auf die CD grundsätzlich so 'n Barcode drauf und wer vergibt den?
Gehen wir davon aus, daß wir die Billig GEMA Version nehmen, darf ich dann die CD öffenlich (z.B. Homepage oder Musikgeschäft) zum Verkauf anbieten?
Wie verkauft Ihr Eure CD?
Geht das nur bei den Auftritten oder gibt's da noch andere Quellen (Oma und Opa und andere Verwandte als potentielle Käufer sind schon erschlossen)?
Bringt das was, wenn man den "Stammveranstaltern" 'n 20er Pack in Kommision hinstellt?
Hilfreich wären weitere Erfahrungswerte und rechtliche Infos (Pepe!!!).
Dank im voraus
Gruß aus München
Klaus
PS: Wir haben erstmal 'ne 1.000 Stück Auflage

himmelhergottsakra, gibts denn keine Datenbank fuer sowas? tipptipptipp

Hallo Klaus, ich begreife nicht, dass nicht schon irgendwelche Musiker mal eine wirklich nuetzliche Page fuer solche allgemeingueltige Fragen gabut haben... vielleicht habe ich sie auch nur noch nicht gefunden??

also, aus meinem erfahrungssachtz kann ich folgendes sagen:
um weiniger Tippfehler zu machen, versuche ich meistens gar nicht, grossbuchstaben zu schreiben, entschuldige bitte, wenns schlecht zu lesen ist, aber der text wird wohl laenger, und, naja, eben...

als Hersteller von CD's musst du Gema loehnen. die Menge Kohle bemisst sich an dem Gema-Material in Minuten, in staffeln, weswegen einige Minutenangaben auf Covern nicht stimmen ;-))

wenn du eine CD herstellst, kannst Du behaupten, dass eine bestimmte Menge davon nur zu Promo-Zwecken ist, in der Regel werden aber nicht mehr als 200 stueck akzeptiert (was ein schlechter witz ist, aber dioe GEMA ist ueberahupt noch schlimmer als alle anderen schweineorganisationen zusammen, und darf daher leider unbegrenzt schlechte witze machen...)
Soweit ich weiss, waren das auch mal 20% maximum. evtl. hat sich das aber geaendert, und vielleicht duerft Ihr dann tatsaechlich 200 Promos machen, ohne zu loehnen...

Kleines Zwischenspiel: gecoverte Titel muessen natuerlich bezahlt werden, da bestimmt der Original-Urheber das zeuch bei der Gema angemeldet hat. Bei eigenen songs ist das wa anderes. aber da Ihr ja fuer Kohle spielt, seid Ihr ja bestimmt Mitglieder beid ere gema, also solltest Ihr die auch anmelden... mit den fremden Texten begebt Ihr euch auf sehr wackeliges Terrain! das Urheberrecht sagt, dass Du BEARBEITUNGEN nur mit schriftlicher einverstaendniserklaerung des Urhebers/der Urheber vervielfaeltigen darfst. Dann allerdings solltest du den cut auch als dein eigentum anmelden (also: komponiert getxtet von "Urheber", bearbeitet von "Dir"), dann kriegst du wenigstens ein paar Pfennig fuer die Bearbeitung...
In der regel sollte dir jeder urheber (sofern noch am Leben) die einverstaendniserklaerung geben - schliesslich ist er der Empfaenger von extra Money- soweit ich das behalten habe, muss er Dir nach ablauf einer Frist von zwei Jahren seit erscheinen des titels die Bearbeitung erlauben, ihn zu bearbeiten, wenn du ihn nicht laecherlich machst oder sonstwie schlechten einfluss auf sein Image haben koenntest.

hmm... Also, was auf dem cover und auf der CD stehen muss, ist streng reglementiert, und kein schwein haelt sich dran. wenn du sichergehen willst, solltest du aber alle fremden Urheber auflisten, und wenn du noch sicherer gehen willst (vor Plagiatoren naemlich) solltest Du natuerlich auch deine eigenen sachen listen!

der Barcode ist noetig, wenn Du deine CD im Vertrieb haben willst, weil viele grosse Ketten bis auf ausnahmen nur Kram in die regale stellen, den sie scannen koennen. Da ich aber zweifle, dass Ihr ueberhaupt einen Vertrieb findet - brauch nicht!

Wie vertreibt man CDs? das Problem sind die Vertriebe... Handel kauft meistens nur via Vertrieb, und die sind die Wahre mafia im Plattengeschaeft. solange du nicht beruehmt bist, haben die keinen Bock, dich in ihr Lager zu stellen, denn das kostet ja Geld... ausserdem diktieren Sie dir meistens den Preis, den sie dir zahlen muessen, und den Preis, den der Handel zu zahlen hat - keine einflussmoeglichkeiten... wenn du andererseits zu einem kleionen Vertrieb kommst, hat der wieder Probleme, von den grossen Laeden ueberhaupt respektiert zu werden.
das beste ist:
Verkaufen auf Konzerten, verkaufen in lokalen Plattenlaeden in den staedten wo ihr spielt.
wichtig ist die fan-Bindung: ein flyer in jede CD (oder gleich ins VBooklet einarbeiten) mit Mailorder-formular bzw. so aehnlich. Denn die fans wollt Ihr informieren, wenn die naechste CD kommt, oder ihr in ihrer stadt spielt! Ich habe so'n datenbankkram mal fuer eine beruehmte HHerin mit rauher stimme bearbeitet, und das ist sehr wertvolles Zeug, das!


Achja, das radio:

Die duerfen nix spielen, was nicht bei der GVL gelistet ist! Gewoehnlich landet man in der GVL Datenbank, wenn man sich bei der Gema anmeldet, aber vielleicht gibts da auch einen weg drumrum.
Ich habe nicht die zeit, zu erklaeren, was die GVL ist, aber als cover-Musiker weisst Du hoffentlich soweiso, was das ist. ansonsten einfach mal www.gvl.de probieren, sollte was drinstehen!

in aller hektik, viele Gruesse!
ullli

Re: (Band) CD Verkauf und GEMA u.s.w.

Hi Klaus - brisantes Thema.

Also - 'n paar Sachen weiß ich noch (falls sich in den letzten Jahren nix geändert hat):

Ersma - vonner 'billigen' Gema-Version hab ich noch nix gehört. Wo es Unterschiede gibt, is in den Mitgliedsbeiträgen - abhängig davon ob du ordentliches, angeschlossenes oder (fällt mir jetzt nich ein) Mitglied bist.

Für Demo- bzw. Musterversionen braucht man keine Gema bezahlen - allerdings is die Stückzahl m.W. beschränkt und die CD muß eindeutig als Demo oder Muster erkennbar sein, d.h. ihr dürft auch kein Geld dafür nehmen (wobei ich nicht weiß, wie das bei Cover-Versionen ist).

Von 'nem Ausstrahlverbot hab ich auch noch nix gehört - wohl aber vom Labelcode (meintest du das mit Barcode?) Ein Labelcode wird m.W. an Vertriebe vergeben und identifiziert eindeutig die CD. Da die Rundfunkhäuser nach Labelcode abrechnen, hat also eine CD ohne diesen Code praktisch keine Möglichkeit gesendet zu werden.

Wenn ihr Lieder covert, müßt ihr selbstverständlich Autor/Komponist angeben (auch in den Gema-Bögen der Veranstalter, wenn ihr live spielt - aber das macht ihr ja sicher ;-)).
Bei Textänderungen (und Musikänderungen) müßt ihr m.W. sogar die Erlaubnis der Autoren/Komponisten einholen (ist uns weder bei Lou Reed, Lynyrd Skynyrd noch bei Queen gelungen - angeblich sind unsere Texte zu schweinisch ;-))

Eigene Erfahrungen: Da wir ja auf unseren CDs nur selbstkomponierte Lieder haben, alle Gema-Mitglied sind, 'nen Schallplattenvertrag und demnach auch 'n Label haben, gab es da keine Schwierigkeiten.
Was das Verkaufen angeht: Bei Live-Auftritten haben wir die CDs zu hunderten verkauft (war 'n nettes Nebengeschäft) und das Hinstellen von 20er-Packs bei Stammveranstaltern hat sich auch gelohnt. Sollte man es zu 'ner lokalen Berühmtheit gebracht haben, lohnt es sich sogar mal in den heimischen Plattenläden anzuklopfen - mit etwas verkäuferischem Geschick bekommt man seine CDs sogar bei WOM oder Saturn unter.

So, das war mein 'veralteter' Wissenstand - bitte 'falsches' sofort korrigieren.

Gruß

Oly


Re: himmelhergottsakra, gibts denn keine Datenbank fuer sowas? tipptipptipp

: der Barcode ist noetig, wenn Du deine CD im Vertrieb haben willst, weil viele grosse Ketten bis auf ausnahmen nur Kram in die regale stellen, den sie scannen koennen. Da ich aber zweifle, dass Ihr ueberhaupt einen Vertrieb findet - brauch nicht!

Nicht unbedingt - die Band eines befreundeten Bassisten hat dieses Jahr eine CD aufgenommen (ich hatte die Ehre, da ein paar Töne auf der Geige beisteuern zu dürfen) und auf der CD ist kein Barcode drauf - zumindest auf meinem Exemplar, und das ist keine selbstgebrannte. Trotzdem steht die CD hier im WOM (hmmm, vielleicht doch kein so Scheißladen? Achso, falscher Thread). Es scheint also doch zu gehen.

Johannes

quetsch...

...hat er sich schon wieder falsch, bzw. ungenuegend ausgedrueckt: also, erstens , Ausnahmen bestaetigen den Regel (grins), vor allem aber, ich meinte generell den Verkauf ueber den "Remote-Handel", wo man eben Vertriebe fuer hat. lokal, wie das jemand anderes (call me Mr. alzheimer) schon tippte, ist das eine Frage von Bekanntheit und der Faehigkeit, jemanden zu ueberzeugen (schonwiedergrins)... Und ausserdem habe ich ja (in dem anderen Thread) auch zumindest den HHer WOM als gar nicht so doof dargestellt ...
Also, der Barcode ist natuerlich nur dann noetig, wenn man einen Vertrieb haben will, der stellt gewoehnlich auch den Code...


gut Ton!
ullli