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play fair

Greetinx,

heute mal 1 Thema, welches jeden mal betreffen kann - zumindest die Bandspieler hier drin.

Wenn ein Bandmitglied freiwillig die Band verlässt und gemeinsame Anschaffungen da sind - bekoommt der Aussteiger dann seinen Anteil (Zeitwert) ausgezahlt ?

Müsste dann nicht der Nachfolger diesen Anteil übernehmen - sich quasi einkaufen - ansonsten müsste er ja Miete zahlen ?

Wie sind da Erfahrunen, Meinungen - jedenfalls sollte eine nachvollziehbare "Gerechtigkeit" daraus abzuleiten sein.

Ich danke schonaml für Ideen ...

GruZZ *


Re: play fair

Moin Lone*,

den Aussteiger auszuzahlen halte ich für gerecht. Falls kein Geld in der Kasse oder bei den Mitspielern vorhanden ist, einigt man sich halt darauf, dass der Aussteiger das Mischpult oder irgendein anderes Teil mitnehmen darf (welches den ungefähren Wert hat).

Ein neues Mitglied erst einkaufen zu lassen halte ich für utopisch. Ich selbst würde auch in keine Band einsteigen, bei der ich erst einmal Kohle auf den Tisch legen müsste!

Die ursprünglichen Mitglieder sollten sich einfach daran erfreuen, dass ihnen nun prozentual mehr vom Equipment gehört :-)

Vermeiden sollte man aber unbedingt, plötzlich so etwas wie eine Mietgebühr für die eigene PA-Anlage abzuziehen von der Gage. Wenn der neue nach dem Gig weniger Gage bekommt als die anderen Mitglieder ist er ruck zuck wieder weg...

Anders sieht es natürlich bei laufenden Kosten für Proberaummiete, Heizung, Strom, Bandbus etc. aus. Wenn der neue sich daran nicht beteiligen will, dann identifiziert er sich auch nicht mit der Band. Auf solche Konstellationen, wo zwei in der Band alles bezahlen und die anderen nach dem Gig nur die Hand am größten aufhalten habe ich keinen Bock mehr!

Bei der letzten richtig langfristig festen Band (12 Jahre dabei) in der ich gespielt habe, haben wir gar keine gemeinsamen Anschaffungen mehr gemacht. Wenn wir ein Mischpult brauchten, hat es eben der gekauft, der gerade am meisten Geld übrig hatte. Dem gehörte es auch, und wenn der aussteigen wollte war klar, dass er sein Mischpult mitnehmen wird.

Gruß Martin


Re: play fair

Moin  Martin,

bis "gestern" hatte ich es auch so wie Du gesehen.

Bis ein mir bekannter Musiker, der sehr viel "Personal" wechselt, neue Gedanken gebracht hat. Eben auch den Einkauf des Neuen - was ich aber wie Du für undurchführbar halte.

Er zahlt auch Aussteiger nicht aus.

Danke für Deinen Beitrag !!

GruZZ *


Re: play fair

Hi Lone*,

das ist ja ein super Geschäftsmodell: die neuen kaufen sich ein, und die Aussteiger werden nicht ausbezahlt.

Jo, dann gewinnt der Bandleader mit jedem Personalwechsel. Dann man happy Changing! Klingt bestimmt gut dann der Bandsound...

Gruß Martin


Re: play fair

Hi Lone*,

ich sehe das ähnlich wie Martin. Schaut euch mal in der Bucht um, damit ihr ein Gefühl bekommt was das gemeinsam angeschaffte Zeugs noch Wert ist, zahlt den Kollegen der aussteigen will anteilig aus und gut is.
Wenn der Kollege meint dass der Wert zu gering angesetzt ist, dann dreht den Spieß um - d.h. er soll den Wert schätzen und Euch ausbezahlen ;-) 

Als ich noch ein Jüngling war hatten wir auch mal gemeinsam z.B. ein Pult und ein Effektgerät angeschafft... die Band hielt nicht lange und das geeier ging los.
Meine (sehr kleine) Club PA hab ich mir dann anschließend selbst gekauft, seither hatte ich nie wieder Stress, - das war eine meiner besten Anschaffungen in Sachen Musik.

Im Gegensatz zu Martin finde ich es aber OK, wenn der Musiker der eine PA mit zum Gig bringt ein paar Latschos mehr an Gage bekommt, in meinem Fall war das aber für alle Beteiligte OK, denn die Leihgebühr bei einem PA Verleiher wäre viel höher gewesen. Wenn das Klima in der Band stimmt sollte das auch kein Problem sein, wenn das Klima nicht stimmt ist es eh die falsche Band ;-)

>>Müsste dann nicht der Nachfolger diesen Anteil übernehmen - sich quasi einkaufen - ansonsten müsste er ja Miete zahlen ?
ne ne, lasst das mal.
Wenn ihr nur ne kleine Club PA habt dann seid froh, dass ihr einen passenden Mitmusiker gefunden habt und gut. Das bisschen Proberaumanlage ist Mittel zum Zweck und Teil eures Hobbies. Kein Mensch würde auf die Idee kommen Sofamiete zu verlangen wenn man jemand auf ne Runde Skat einläd ;-)

Solltet Ihr einen LKW, PA, Licht usw. haben und somit einen kompletten PA Verleiher einsparen, dann setzt euch bei einem Bier zusammen, sorgt für klare Verhältnisse und legt fest wie hoch im Angebot an potentielle Veranstalter die PA-Gebühr ist und wie hoch die Gage ist. Wenn ihr dann mal einen Gig spielt bei dem die PA vom Veranstalter gestellt wird gibt es eben nur Gage und gut is.

Gruß
Stoffel


Re: play fair

: Greetinx,
: heute mal 1 Thema, welches jeden mal betreffen kann - zumindest die Bandspieler hier drin.
: Wenn ein Bandmitglied freiwillig die Band verlässt und gemeinsame Anschaffungen da sind - bekoommt der Aussteiger dann seinen Anteil (Zeitwert) ausgezahlt ?
: Müsste dann nicht der Nachfolger diesen Anteil übernehmen - sich quasi einkaufen - ansonsten müsste er ja Miete zahlen ?
: Wie sind da Erfahrunen, Meinungen - jedenfalls sollte eine nachvollziehbare "Gerechtigkeit" daraus abzuleiten sein.
: Ich danke schonaml für Ideen ...
: GruZZ *


Re: play fair

Hi,

wir haben den Fall auch gerade - und andererseits haben wir ihn nicht.

Unser Bassist steigt demnächst aus, muss beruflich bedingt in die Ferne ziehen, und ein Neuer ist bereits da. Guter Mann, übrigens.

Wir haben abgesehen von etwas Licht kein gemeinsames Eigentum. Das macht vieles einfacher. Wenn zB der Sänger ausstiege (was Gott verhindern möge) stünde der Rest ohne PA da. Der Einsteiger muss sich nicht finanziell beteiligen. Er bringt sein Erquickment mit und gut. Wäre zum Zeitpunkt des Einstiegs keine PA da, müsste halt jemand eine kaufen, das wäre das Einfachste.

Die angesparten Millionen aus den Gagen haben wir jetzt, wo der Bassistenwechsel ansteht, gefünftelt und (mit einer Pi mal Daumen angepassten Fahrtkostenpauschale) ausgezahlt, die Gagen der Übergangszeit werden gesechstelt und dem Austeiger sein Sechstel ausgezahlt, die neuen Gagen werden wieder angespart. Weder rechnen wir genau aus, wem wieviel zusteht, noch kann irgendjemand gesonderte Ansprüche geltend machen.

Diese Bandleader-Geschichte, die martin da ansprach, erfüllt mich mit Grausen.

Es gibt ja so Bands, da steckt sich zB der Sänger nach dem Gig (auf dem die Songs, die er allein ausgesucht hat, gespielt wurden) sein Mikro in die Jackentasche und fährt schon mal nach Hause, ums Abbauen sollen sich dann die anderen kümmern, wobei er aber wegen der Gig-Aquise doppelte Gage erhält. Da bin ich wirklich heilfroh, in einer funktionierenden basisdemokratischen Band zu spielen, die zudem keine musikalischen Kompromisse oder Anbiederungen macht. In keiner Situation seit 2005 hat jemals ein einzelner oder eine Teilgruppe versucht, seine/ihre Meinung gegen die anderen durchzusetzen.

Gruß, Ferdi


Re: play fair

... da habt iht Glück, wenn ein Neuer schon da ist !

Es geht bei uns auch nicht um eine riesen Summe - aber ich wollte trotzdem mal Hören was die Welt so denkt.

Und ja - Sänger die nicht mitarbeiten - das ist schon - äh - bitter.

Deswegen singe ich - zwar schlecht - aber selber ...

GruZZ *


Re: play fair

Hallo, liebe Gitarrengemeinde.

Ich sehe es ähnlich wie ferdi. Bei uns in der Band haben wir mal in grauer Vorzeit die PA und Zubehörkomponenten von den bis dahin erspielten "Reichtümern" angeschafft, jeder andere ist für seine Sachen selbst zuständig. Und dann gibt es bei uns ein Agreement, dass jeder, der die Band verlässt (aus welchen Gründen auch immer) ein 6tel vom zu diesem Zeitpunkt in der Bandkasse angehäuften Geldern bekommt. Der Drummer vor 7 Jahren bekam das so und der Basser im Sommer hat von sich aus verzichtet, weil es eben in so ener Band nicht um das Geld, sondern um den Spaß an der Musik gehen sollte. Außerdem verfressen/versaufen wir einmal im Jahr den Überschuss bei einem Bandessen!

Gruß. Marc

P.S.: unsere Vokalartisten sind für das Auf- und Abbauen der PA zuständig!  ;)


Re: play fair

Hi,

die kleine Gesangsanlage meiner Band gehört mir und somit gibt es keine Probleme und ich verlange auch von den anderen keinen extra Gagenanteil.

Falls das Teil mal im Rahmen eines Gigs abrauchen sollte, würde ich mir schon überlegen die Reparatur von der Gage zu bestreiten.

Bei meiner anderen Band bekommt der Eigentümer der Gesangsanlage einen Festbetrag pro Gig.

Gruß

Dan