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Verwirrung beimum PA-Kauf

Hallo erstmal,

nach dem großen Sommertheater beginnt nun wieder die Kneipensaison mit einigen Club-Gigs. Ich bin momentan schwer am überlegen, ob ich mir ne PA für meine Band zulege. Anstatt mir die x-te Gitarre zu kaufen, dachte ich mir, mal was für den Gesamtsound tun wäre auch nicht schlecht. So bin ich losgezogen, um mich in einigen Fachgeschäften zu erkundigen. Das Ergebnis war: Drei Geschäfte - drei Meinungen. Jetzt bin ich, gelinde ausgedrückt, etwas verunsichert.

Nun die Frage an die erfahrenen PA-Hasen unter euch: Was kann man Mixer- und Endstufenmäßig empfehlen?

Das Schlagzeug (Bassdrum, Snare), 3x Gesang, 2x Gitarren und 1x Bass sollen abgenommen werden. Preislage für den Mixer + Endstufe maximal 3.000 DM.

Oder weiterhin zum Verleiher gehen?

Was ist angesagt?
Alex

Re: Verwirrung beim PA-Kauf

Servus Alex,

so pauschal kann man da nicht sagen: nimm' das oder das.

Erstmal Club-Gigs (sind für mich bis ca. 200 Leute und kleiner Bühne) würde ich eine möglichst kompakte Anlage wählen. D.h. ein Powermixer und mögl. kleine Boxen aber mit gutem Sound.

Wir haben meist auch Club-Gigs und haben uns für so eine "Konfiguration" entschieden und sound- und schleppereimäßig gute Erfahrungen gemacht.

Also wir haben so'nen Dynacord Powermixer mit 8 Eingängen (leider, da wir manchmal schon ein-zwei mehr bräuchten) und zwei Turbo Sound Satelliten. Schon bald stellte sich aber heraus, daß die für manche Jobs nicht ausreichten und wir kauften noch zwei Turbo Sound Woofer dazu. Jetzt haben wir für unsere Begriffe die "fast" ideale Anlage.

Was fehlt oder besser gesagt nicht das Optimum ist:

1. Manchmal bräuchten wir mehr Eingänge z.B. wenn der Schlagzeuger in Deinem Fall noch ein Overhead bräuchte, einer Deiner Kollegen sich plötzlich eine Mandoline o.ä. sich einbildet.

2. Bei den meisten Powermixern ist keine Monitorendstufe dabei, d.h. wenn Ihr Monitore braucht ist auch noch 'ne Monitorendstufe zu kaufen und auch zu schleppen.

3. Das Ganze ist nur gebraucht mit 3.000,- DM zu finanzieren, neu wird die Geschichte teurer.

Vielleicht hab' ich Dir jetzt ein wenig weitergeholfen, zumindest soweit ob Du sagst klein und teuer oder groß und billig, "große" Anlagen mit extra Mixer, Endstufen, Rack, 15-3 Boxen etc.. bekommst Du aus "Bandauflösungen" relativ billig, hast aber dafür eine Riesenschlepperei und auf kleinen Bühnen ist das ganze oft nicht unterzubringen.

Auf ein glückliches Händchen bei der Auswahl

Gruß

Klaus



Re: Verwirrung beimum PA-Kauf

Hi Alex!

Du hast schon im G&B-Forum gepostet und keine Antwort erhalten. Ich bin jetzt kein alter PA-Hase, aber hab mal mit einer früheren Band eine Klein-PA angeschafft und erzähle mal was dazu.

Wir haben uns damals eine Endstufe von Yamaha zugelegt (P3200,-) und einen Mixer vom Mackie (CR1604). Das funktionierte einwandfrei, wobei wir auf die Abnahme von Drumset und Bass verzichtet haben (dazu später). Der Kram kostet heute neuwertig so um die 3.500,- DM (schau mal in den Musik-Produktiv-Katalog). Für Deine 3.000,- Mark bekommst zu aber z.B. einen brauchbaren Power-Mixer (Spirit Powerstation PS 600), wo dann noch ein Effektgerät gleich mit drin ist. Der hat allerdings nur 8 Mikrofoneingänge und reicht dann für den von Dir vorgesehenen Einsatz gerade mal aus. Es gibt noch einen mit 16 Eingängen, der kostet aber über 3.500,- DM.

Eigene PA oder Verleiher? Meines Erachtens ist ein Klein-PA für eine Band die häufiger auftritt sinnvoll. Man fährt dann jedoch meines Erachtens ganz gut, wenn man so eine Kleinanlage nicht auf die Wiedergabe von Drumset oder Bassounds auslegt. Das ist für die meisten Gigs in Kneipen oder kleinen Säalen nicht erforderlich. So kann man kleinere Endstufen und Mixer mit weniger Eingängen verwenden. Das Geld, das man dadurch spart, würde ich dann in gute Boxen investieren.

Heute auf der Probe, werde ich Deine Frage noch an unseren Drummer weitergeben, der (aus Liebhaberei - er zahlt dabei nur drauf) eine richtige PA betreibt und auch verleiht. Vielleicht hat der noch einen Tip für Dich.

Gruß
Bernd