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Clem

...oder für die not so der inglischen zunge mighty-gen:

Clemens ihm sein heisses Thema vonne Woche.

Ich bin trotz regen Interesses an Lack ab III (ist da eigentlich auch schon ein Remake in Planung?!), des Diskutierens über Equippemang ein wenig überdrüssig geworden.

Es muß doch mehr geben. Schon in Hinblick darauf, dass anscheinend Aliens unter uns weilen, die sich sicherlich freuen würden, auch mal mitzudiskutieren, über den Geschmack eines Germanium-Transistors aber nicht soviel beisteuren können.

Desholp gürz und gnaggisch:

Themenvorschlag:

Auftritte an Land ziehen.

Mein persönliches Ziel ist, wnigstens jede Woche einmal zu spielen und evtl. auch noch einen gewissen Unkostenbeitrag dabei abzugeifen.

Was machen?! Band ist vollzählig! Programm steht! Kontakte fehlen.

Please gimme all yo tips, right?!

Grüße, Clem

Nein, ich bin nicht plötzlich durchgeknallt - ich hab nur mal wieder Lust auf spannende Diskussionen ...

Re: Clem

Hi Clem,

das mit den Gigs an Land ziehen ist bestimmt für alle ein wichtiges Thema. Mein Wunsch ist es auch so ca 2 - 3x im Monat zu spielen - Unkostenbeitrag sollte nur in Ausnahmefällen entfallen! Es kommt natürlich darauf an welche Art von Musik Ihr spielt. Erfahrungsgemäß ist es leichter mit einer "Coverband" unterzukommen, als mit eigener Musik.

Also wir haben mit unserer Schlagerband folgende Erfahrungen gemacht:

1. Mund zu Mund Propaganda: Ist in IOHO (our statt my) bester Weg zum neuen Job - d.h. Ihr spielt irgendwo - jemand hört Euch - will ich auf meinem Fest auch haben - kommt will Karte und Demo CD - ruft an = neuer Gig = Idealfall. Nachteil: viele Schwätzer und CD Sammler - viele Sprüche und nix dahinter! Die herauszufiltern ist oft schwer, denn man will sich ja den evtl. neuen Job nicht von vorneherein vergeigen, also lieber eine CD mehr hergeben (könnte ja doch sein).

2. Noch 'n guter, wenn auch beschwerlicherer Weg - Klinkeputzen: Adressen sammeln, wo Veranstaltungen mit Live Bands sind (Zeitungen, Plakate etc..), Demo CD einpacken und dort hinfahren - nicht telefonieren hinfahren am Besten zu zweit. Es sollten die Bandmitglieder für solche Aktionen ausgewählt werden, die idealerweise auch noch ihre Schwiegermutter verkaufen könnten und den Veranstalter klar machen, wenn er Euch nicht engagiert verzichtet er auf einen Umsatz bla bla bla... muß Euch haben sonst bla bla ... Hilfreich ist in so einem Fall wenn Ihr einen "Fanclub" habt und den auch aktivieren könnt. Je mehr "Fans" von Euch gerade zu einem "neuen" Job kommen je größer ist die Chance wieder engagiert zu werden. Also es ist auch von Euch PR Arbeit erforderlich. = Laden voll - Umsatz gut - Stimmung gut - Veranstalter zufrieden = gute Band = muß ich wieder engagieren = idealerweise regelmäßige Spielmöglichkeit.

3. Schwieriger ist es bei Straßenfesten oder anderen unregelmäßigen Veranstaltungen den Organisator herauszufinden. Da hilft es, sich auf den Plakaten die Telfonnummer oder Adresse des Verantwortlichen aufzuschreiben und über den dann den Organisator herauszufinden, weiter dann wie unter 2 beschrieben.

4. Blindwerbung: 'ne schöne Pressemappe entwerfen mit Bildern, Zeitungsausschnitten etc.., keine billigen, schlechten Kopien, feiner Umschlag (naja kostet was) und die an große Firmen schicken, damit Ihr auf deren Betriebsfest, Weihnachsfeier etc.. spielen könnt. Zugegeben da ist das Risiko dabei, daß es nicht in die "richtigen Hände" kommt; ein guter Adressat ist immer der Personalrat! Wir hatten das so bei Siemens, BMW, ADAC, Rodenstoch u.v.m. gemacht. Erfolg hatten wir damit nur beim ADAC. Vorteil: Man kann den "Unkostenbeitrag" etwas deftiger gestalten.

5. Selbst was aufziehen: Lokalität suchen (Kneipe, Bürgersaal, Kulturzentrum etc.. und dann auf Eintritt spielen. Nachteil: Wenn keine kräftige Werbung von Eurer Seite aus gemacht wird (siehe "Fanclub") - geringer Unkostenbeitrag, wenig Möglichkeit für eine Wiederholung. Vorteil: Ihr werdet bekannt und u.U. Möglichkeit "1."

Könnt' noch weiter schreiben aber ich denke für's Erste soll's mal genug sein.

Gruß aus München

Klaus

Re: "Chtotw" PARTY!!!!!

Hi Clem,

hier eine derzeit noch etwas exotische Form der Auftrittsaquise, die aber bei uns, zumindest gelegentlich, funktioniert:

Bietet eure Dienste doch auch einmal bei dem einen oder anderen Party-Service an (kein Scherz!). Unsere Schlagzeugerin betreibt so nebenbei einen Buffet-Service und bietet neben der Gestaltung kompletter Mahlzeiten gleich noch die passende musikalische Begleitung mit an.
In diesem Fall spanische Gitarre (solo) oder Jazzstandards (von Quartet bis Septett).
Das geht natürlich nur, wenn Eure Musik halbwegs zielgruppenkompatibel ist (Oldies, ?Soul?, Jazz, oder generell >i/i<;-)).

Meiner Meinung nach hat diese Art der Event-Gestaltung durchaus Zukunftschancen, setzt allerdings auch

a)einen aufgeschlossenen Party-Service und
b)dito Party-Veranstalter

voraus. Wer sich allerdings einen Event dieser Art leistet, sollte auch für die Band in die Tasche greifen können.

Vielleicht eine Möglichkeit für Euch?

Gruss, Juergen


Re: "Chtotw" PARTY!!!!! (Nachtrag, weil zu doof für HTML)

Hi Clem,

hier eine derzeit noch etwas exotische Form der Auftrittsaquise, die aber bei uns, zumindest gelegentlich, funktioniert:

Bietet eure Dienste doch auch einmal bei dem einen oder anderen Party-Service an (kein Scherz!). Unsere Schlagzeugerin betreibt so nebenbei einen Buffet-Service und bietet neben der Gestaltung kompletter Mahlzeiten gleich noch die passende musikalische Begleitung mit an.
In diesem Fall spanische Gitarre (solo) oder Jazzstandards (von Quartet bis Septett).
Das geht natürlich nur, wenn Eure Musik halbwegs zielgruppenkompatibel ist (Oldies, ?Soul?, Jazz, oder generell "wat mit Niveau".

Meiner Meinung nach hat diese Art der Event-Gestaltung durchaus Zukunftschancen, setzt allerdings auch

a)einen aufgeschlossenen Party-Service und
b)dito Party-Veranstalter

voraus. Wer sich allerdings einen Event dieser Art leistet, sollte auch für die Band in die Tasche greifen können.

Vielleicht eine Möglichkeit für Euch?

Gruss, Juergen


Re: Clem

Hi Clem!

: Was machen?! Band ist vollzählig! Programm steht! Kontakte fehlen.

Das kommt mir irgendwie bekannt vor!

Mein Vorschlag: Wenn man die Zeit dazu hat, viel an den Orten rumhängen, wo man auch auftreten könnte - versuchen mit den Leuten die es letztlich entscheiden, ins Gespräch zu kommen. Auf jeder Kneipentour ein Bandinfo und ein Demo in der Hinterhand haben.

Ich hab die Erfahrung gemacht, daß es wenig Zweck hat einfach anzurufen oder Leuten Demos zu schicken, die man noch nie gesehen hat. Wo man persönlich in Erinnerung ist (ob postiv oder negativ ist fast unerheblich) geht es leichter.

Ansonsten ist im Anfangstadium einer Band die sogenannte "Ochsentour" angesagt. Man muß halt spielen so oft es geht, wenn es sein muß für'n Appel und 'nen Ei und an Orten wo man vom Programm her eigentlich gar nicht hingehört. Man muß einen Namen kriegen, koste es was es wolle.

Wenn man auftritt, sollte man versuchen Lokalredakteure zum Konzert zu schaffen. Ein Zeitungsartikel in dem die Band gut wegkommt, den man als Kopie mit seinen Demos verschickt, bringt oft mehr als das ausgefeilteste Demo. Wenn da steht "die Bilan-Band hat im Dingsbums-Club ordentlich abgeräumt, der Wirt hatte doppelt so viel Umsatz als beim Gastspiel der Stones...." zieht das. ;-)))

Gruß
Bernd

Re: Clem

Tach Jungs,

'ne weitere Möglichkeit: Empfehlung durch andere Bands.

Soll heißen: Eine 'befreundete' Person spielt mit seiner Band, räumt gut ab, der Veranstalter is begeistert. In dieser Stimmung wird nun dem Veranstalter erzählt, wie toll doch die Band xxx ist und daß er die unbedingt engagieren muß. Zufälligerweise hat man dann natürlich 'n Demo und Kontaktmaterial im Auto ;-))

Natürlich ist dabei Vorsicht geboten - is so ähnlich, wie 'nem Freund 'nen Gebrauchtwagen zu verkaufen - man sollte es halt nur mit Bands machen, bei denen man weiß, daß man sich dadurch kein Eigentor schießt.

Ist natürlich kein Allgemeinrezept, aber wir haben durch sowas schon einige Gigs bekommen.

Gigs, ääähhh Gruß

Oly

Re: Clem

Hi Bernd!

: Wenn da steht "die Bilan-Band hat im Dingsbums-Club ordentlich abgeräumt, der Wirt hatte doppelt so viel Umsatz als beim Gastspiel der Stones...." zieht das. ;-)))

Good Point: Schöne Alliteration, vielleicht für mein nächstes eigenes Band-Projekt: Bilan-Band oder Bilan-Brothers.

Ansonsten: mit uns hat der Wirt eigentlich erstmal gar keinen Umsatz ... die Leute tanzen alle und kommen gar nicht zum Biertrinken. Hinterher wird natürlich doppelt soviel geso ... äh, wo war ich?!

Ansonsten heißen wir "Soul Syndikate" (das "k" ist Absicht, weil wir ja sooooo revolutionär anders sind. hä, hä)

Grüße, Soulbrother Clem

NP: - (aber gleich ...)

Re: Clem

: Tach Jungs,
Hi Oly,
: 'ne weitere Möglichkeit: Empfehlung durch andere Bands.
war bei uns auch schon der Fall. 'ne Rock 'n' Roll Band (ziemlich bekannt bei uns) vermittelt uns ab und zu Jobs und ist immer problemlos.

Da ich des Öfteren in anderen Bands aushelfe (andere Musikrichtung) kann man sich da und dort auch 'nen Job angeln, setzt natürlich voraus, daß das die "Gastband" akzeptiert. In unserem Fall auch problemlos, weil wir derzeit keine (zumindest uns bekannten) weitere Schlagerband im Umkreis haben.


Gruß

Klaus


Re: Clem

Hi Clem

: Ansonsten: mit uns hat der Wirt eigentlich erstmal gar keinen Umsatz ... die Leute tanzen alle und kommen gar nicht zum Biertrinken.

So eine Band hätte ich auch mal gerne. Jedesmal wenn ich eine neue Truppe suchte, wollte ich mal diese Art von Musik spielen und immer bin ich bei den Rockern gelandet.

Gruß
Bernd