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(Bass) Elektronik...

Hallo Leute,

Ich habe ja als Dauerleihgabe von meinem besten Kumpel (klingt das nicht schön kindisch ;) ) seinen Bass bekommen. Dieser funktioniert leider nicht so optimal. Man musste damit er ein ordentliches Signal durchgibt mehrfach auf die Saiten schlagen...weil angeblich ein "überlastungsschutz" drin wär. Da habe ich zwar noch nie was von gehört aber egal.

Ich habe mir das Teil jetzt mal näher angesehen. Also Saiten ab und dann mal ins Fach geguckt. Also was sich da drinen verbirgt...da frag ich mich ernsthaft wer das Zusammengelötet hat. Der Bass selber ist von "Rockwood by Hohner" es macht Spaß ihn zu spielen aber die Elektronik Halleluja..Erstmal die Abschirmung ist teilweise Alu-Folie und ein kleines Stück von ca. 3-4m² ist mit Staniolpapier das um ein Schokoladenei drum war. Nun ja...dann zu den Potis, das ist das was ich nicht verstehe. Da sind insgesamt 3 Kondensatoren drin, der eine Kondensator ist mit einem Kontakt am linken Pin des Volumenpotis gelötet, der rechte Kontakt des Kondensators ist mit einem Kontakt eines anderen Kondensators verlötet. Diese Zweite Kondensator ist dann mit dem Tone-Poti verbunden. Also Quasi Volumen Poti-Kondensator-Kondensator-TonePoti. Dann sind die beiden Potis nochmal direkt mit einem Stück Kabel verbunden. Dann hängt am Volumenpoti nochmal ein ganz kleiner Kondensator. Der ist möglicherweise gegen Höhenverlust beim leiser drehen.
Ich verstehe es absolut nicht diese Elektronik, kann mir da einer Helfen bzw. mir sagen was das sein kann ?
Im Grunde ging es ja erstmal darum rauszubekommen was da Phase ist, weil ja kein Ton so richtig kommt. Das liegt womöglich daran das eine Ader die vom Tonabnehmer kommt nicht richtig angelötet ist bzw. sehr locker sitzt und dadurch ein Wackler drin ist. Kann auch sein das kalte Lötstellen drin sind.
dennoch kapiere ich diese Elektronik nicht...was hat es mit diesem omniösen "Überlastungsschutz" auf sich und mit dieser Maße an Kondensatoren...???

*confused*

Christian

Re: (Bass) Elektronik...

Hallo Christian,


"ein kleines Stück von ca. 3-4m²" *grins*

Also ich würde das ganze vielleicht ganz frech neu verdrahten, und zwar ca. so wie zum Beispiel bei der Rockinger-Workshopseite gezeigt wird ( http://www.rockinger.com/PublishedFiles/workshop/workprt12.htm ), und zwar entweder so wie beim Jazzbass (ganz unten auf der Seite), nur halt nur mit einem Vol.-Regler, oder vielleicht analog zu einer Tele-Schaltung. Ich verstehe Dich richtig dass Du einen Tonabnehmer, einmal Volume und einmal Ton hast?
Vielleicht würde ich auch das Stanniolpapier durch Alu ersetzen - bei der Abschirmung muss man halt soviel ich weiß darauf achten dass alle Teile davon gut miteinander verbunden sind weil sonst zusätzliche Störgeräusche entstehen könnten (hab da mal in einer Gitarre&Bass was über eine Fender Jaguar gelesen in der zwei Teile der Abschirmung nicht gut verbunden waren, dadurch der eine Teil als Kondensator gewirkt und irgendeine Sorte von "brizzeln" eingestreut hat...)

Ansonsten klingt diese Verdrahtung für mich so dass sie schon funktionieren könnte, auch wenn ich die zwei Kondensatoren hintereinander auch etwas unkonventionell finde. Also bleibt noch, wie Du schon anklingen hast lassen, mal die Lötstellen zu überprüfen.
Viel Erfolg und Spaß mit dem guten Stück!
Viele Grüße
ritchi

Re: (Bass) Elektronik...

Mojn Uwe,

Das mit den Kondensatoren ist ja nicht so abwegig. Wenn ich einen bestimmten Wert welcher in keine E-Reihe vorhanden ist nicht habe, kann ich mir den Wert entweder aus Parallel oder Reihenschaltung zusammenbauen.

Trotzdem macht sowas bei einem Economy Bass keinen Sinn.

@ Chritian: Kannst Du mal eine Schaltplan aufmalen und mailen? Dann ist das vielleicht verständlicher.

ne schöne Jrooß, Mathias

Re: (Bass) Elektronik...

Hi Mathias,

Sinn oder Unsinn, weiss ich nicht. Es ist nur so, wenn ich meinetwegen einen Kondensator mit z.b. 16nF benötige, gibts den nicht.
Also 15nF//1nF = 16nF.
Brauche ich 11nF nehme ich 2x22nF in Reihe= 11nF.
Zb. werden in 3 und 4pole Filtern Kondensatorenwerte berechnet, welche du auch nur auf solche Weise realisieren kannst.
Einen 282pF Kondensator bekommste nicht gekauft.
Warum das ind dem Bass nun so ist, kann man auch nur anhand der Verdrahtung oder Schaltplan dann klären.

MfG Uwe

Re: (Bass) Elektronik...

Hi,

: Es ist nur so, wenn ich meinetwegen einen Kondensator mit z.b. 16nF benötige, gibts den nicht.
: Also 15nF//1nF = 16nF.
:

Du hast ja grundsätzlich recht aber in diesem Beispiel würde ich eher den 15nF nachmessen (vorausgesetzt man hat ne Messbrücke), da der evtl. 15,75nF hat - da kann ich mir den 1nF sparen (der evtl auch 1,1nF hat...)

Gruß
Der Nominator

Re: (Bass) Elektronik...

Mojn Uwe,

Sinn oder Unsinn, weiss ich nicht. Es ist nur so, wenn ich meinetwegen einen Kondensator mit z.b. 16nF benötige, gibts den nicht.
Also 15nF//1nF = 16nF.
Brauche ich 11nF nehme ich 2x22nF in Reihe= 11nF.
Zb. werden in 3 und 4pole Filtern Kondensatorenwerte berechnet, welche du auch nur auf solche Weise realisieren kannst.
Einen 282pF Kondensator bekommste nicht gekauft.
Warum das ind dem Bass nun so ist, kann man auch nur anhand der Verdrahtung oder Schaltplan dann klären.


Schönunjut, hab schon begriffen, was Du sagen wolltest. Und bei einem Edelbass, wo der Bassbauer die Volume/Klangregelung in eine ganz bestimmte Richtung tunen will, würde mir das ja einleuchten. Aber bei einem Pillich-Pass aus Kung-Fu-Country?

ne schöne Jrooß, Mathias

Re: (Bass) Elektronik...

Hallo Christian,

um Dir eine Antwort zu geben (und hoffentlich, ohne irgendetwas woanders im Thread schon geschriebenes zu wiederholen): allgemein bestimmt der Kondensator zwischen Volume und Ton-Poti mit, welche Höhenfrequenz mit dem Poti abgesenkt wird (wobei ich vergessen habe, in welche Richtung da was passiert). Vielleicht wollte ja der Vor-Bastler diese Frequenz verändern? Typisch für den Bass sind, wie ich gelernt habe, 47 pF, aber erlaubt ist ja was gefällt :-)

Weiterhin viel Spaß mit dem guten Stück wünscht
ritchi



Re: (Bass) Elektronik...

Hi Uwe,
das stimmt natürlich; ich war mir damit aber nicht so ganz sicher (parallel/seriell ist für mich ungefähr so wie für unsere Kanzlerin brutto/netto :-) ), deshalb hab ich diesen Zusammenhang rausgelassen um Verwirrung zu vermeiden.
Schönes Wochenende!
ritchi