Aussensaiter Forum

Diskussionen mit neuen Beiträgen

Hier darf jeder frei heraus seine Meinung sagen, solange niemand beleidigt wird. Auf Postings von Vollidioten sinnvollerweise gar nicht erst antworten.
Extrem unerwünscht sind reine Werbe-Beiträge. Danke.

(-) Header verbergen



Übersicht

(Rezept) Timing

Hallo Forum,

in der Band ists problemlos, da kommt mir ja einen Schlagzeuger zu Hilfe.

Spiele ich mal ganz allein was ein und wippe mit dem Fuß dazu, habe ich das Gefühl ich bin voll im Takt.
Wenn ich das dann mal aufnehme und anhöre kommt mir das kalte Grausen, so taktlos bin ich.

Habt Ihr ein paar Geheimrezepte in Sachen Timing üben, auf dass es auch mal ganz ohne Schlagzeuger oder Metronom hinhaut?

Gruß und Dank,
Diet

Re: (Rezept) Timing

hallo diet!

hey, mein thema! :-)

mein vorschlag:

wenn du ein sequenzer programm hast, spiele irgendein riff als midi-datei ein (z.b. 4 oder 8 takte).

da es ein midifile ist, kannst du nun das tempo variable einstellen.

vorne setzt du den linken locator, dann kopierst du das 4-taktige riff noch 2-mal dran, macht also insgesamt 12 takte.

nun lässt du 4 takte leer.

danach setzt du den rechten locator.

wenn du jetzt im cycle-modus dazu improvisierst (oder den riff weiter spielst), merkst du nach den 4 leeren takten sofort, ob du wieder auf die eins richtig einsteigen kannst.

wenn das gut läuft, kannst du die leeren takte nach belieben verlängern.

gruß martin

Re: (Rezept) Timing


Lieber Diet,


: Habt Ihr ein paar Geheimrezepte in Sachen Timing üben, auf dass es auch mal ganz ohne Schlagzeuger oder Metronom hinhaut?


Es ist mir ein bisschen peinlich, weil ich das hier schon bestimmt 20 mal gepostet habe und auf jeder Session drei mal erzähle ("Opa erzählt aus dem Krieg"), aber wenn du schon frägst:

Es geht nichts über ein Metronom, das auf die geraden (leichten) Zählzeiten läuft. Je nach Geschwindigkeit also entweder 2 und 4 oder auf die Achtel-Offbeats. Für die rhythmische Fitness ist das besser als jedes Training mit Klinsmann.

Herzlichen Gruß,

Michael

Re: (Rezept) Timing

: Es geht nichts über ein Metronom, das auf die geraden (leichten) Zählzeiten läuft. Je nach Geschwindigkeit also entweder 2 und 4 oder auf die Achtel-Offbeats. Für die rhythmische Fitness ist das besser als jedes Training mit Klinsmann.

Um die Hendrix-Nummern richtig zu spielen, sollte man lieber mal eine Trainingsstunde mit Christoph Daum einlegen.....

Ich hab gar kein Metronom... :-)

Cheers
Lothy


Re: (Rezept) Timing

Moin Diet,

genau wie Lothy war auch ich noch nie im Besitz eines Metronoms. Beim Üben tippe ich den Takt immer mit dem Fuß mit (was keine Garantie dafür ist, dass ich nicht mal geringfügig schneller oder langsamer werde - ich bin eben keine Maschine). Aber ich bin schon in der Lage bei Aufnahmen auch auf eine Klickspur zu spielen.

Wenn du arge Timingprobleme hast, kannst du dein Timing sicher gut mit einem Metronom, einem Drumprogramm oder einer Klickspur trainieren.

Grüße aus dem hohen Norden,
Kai-Peter

Re: (Rezept) Timing

Hi Kai Peter,

es geht nur um das solo spielen. Kein Solo :-), sondern völlig allein ohne jegliche Begleitung, da schwankts mir zu sehr. Ich habe gerade ein langsameres melodiöses Stück im 3/4 Takt am Wickel und wenn ich das aufnehme, ohne Klick eben so, wie ich das nachher spielen will, dann läuft es auf der Aufnahme nicht rund genug.
Wenn ich zum Klick spiele oder in unserem Trio ist alles kein Problem.

Gruß Diet

Re: (Rezept) Timing

Hallo Diet,

das ist einfach eine Frage eiserner Disziplin und wirklich nur mit einem Metronom zu üben. Wenn ich an unsere allererste CD zurückdenke, als Matthias und ich nach Klick spielen sollten, die Gitarren einzeln einspielen, war es eine Katastrohe. Wir konnten das einfach nicht. Also haben wir alles ohne Klick und in einem Zuge eingespielt. Das Ergebnis war, dass der "Hoochie Coochie Man" am Ende um mindestens 10 Takte schneller war, als am Anfang. Irgendeiner treibt immer. Das zu verhindern bedarf, vor allem wenn man ohne Rhytmusgruppe spielt, sehr viel Taktgefühl und Übung.

Ich denke mittlerweile haben wir es ganz gut drauf. Routine!
Also üben! Mit Rhy-Gerät, Metronom oder sonst was.

Ich hab mir zum Beispiel so geholfen, das ich die Stücke mitlaufen lasse, die ich spielen will, aber so leise, dass ich mich anstrengen muß, sie neben meinem Spiel zu hören. Heißt also, ich bin lauter als das Original, zwischendrin spiele oder singe ich leiser, um zu hören ob ich noch drin bin. Hat mir sehr geholfen.

Gruß Waufel

Re: (Rezept) Timing

Yeah - mein zweitliebstes Hass-Koffer Thema :-))))

: Es ist mir ein bisschen peinlich, weil ich das hier schon bestimmt 20 mal gepostet habe und auf jeder Session drei mal erzähle ("Opa erzählt aus dem Krieg"), aber wenn du schon frägst:
:
: Es geht nichts über ein Metronom, das auf die geraden (leichten) Zählzeiten läuft. Je nach Geschwindigkeit also entweder 2 und 4 oder auf die Achtel-Offbeats. Für die rhythmische Fitness ist das besser als jedes Training mit Klinsmann.

Danke mein lieber Michael,

und bitte sag es ruhig noch 20 mal und nimm meine 40 mal noch hinzu :-))))

Rockmusiker schmeissen Fernseher aus Hotelzimmerfenstern, versenken Limousinen im Pool, schwängern täglich zwei Blondinen, haben weder Ahnung von Musiktheorie noch kennen sie die Pentaton-Tonleiter und geübt wird auch nicht - selbst wenn diese Vorurteile nicht stimmen sollten - ein Gesetz scheint für immer und ewig zu gelten: Rockmusiker
müssen einen mindestens 2 km weiten Bogen um jedes Gerät machen, dass nur entfernt an ein Metronom erinnert :-))))

Im Ernst - ich kenne 'ne Menge Musiker, die das Metronom scheuen, wie der Teufel das Weihwasser - dabei ist es eines der billigsten Hilfsmittel, eine Band gleich um Klassen besser klingen zu lassen. Wie oft hat man (zumindest ging es mir so) sich gefragt, warum die eine Band, die man live gehört hat, richtig "fett" klingt und die andere Band, obwohl gute Instrumentalisten, irgendwie nicht so dolle ist.

Ich behaupte jetzt ganz frech - und bin mir auch recht sicher - dass es zu wenigstens 75% am Timing liegt. Klar - Metronom ist nicht gleich Timing - aber zumindest die Grundlage. Mit einem Metronom kann ich sowohl alleine als auch mit Band üben und kontrollieren genau auf den Punkt zu spielen, den Beat vorzuziehen, laid back zu spielen; kann Breaks und Fills genau setzen, usw., usw. Man kann sein eigenes Können und vor allem auch die Fortschritte viel besser kontrollieren - egal ob es das Tempo beim Solieren (auch bei langsamen Sachen) oder punktgenaue Akkordwechsel sind. Ich kann eigentlich fast jeder Band die es noch nicht gemacht hat empfehlen, jede Probe mal zumindest 'ne halbe Stunde mit Click zu spielen - ruhig auch mal ganz einfache Sachen wie Tonleitern und 'n einfachen Beat auf den Drums - ihr werdet ganz, ganz schnell merken, dass ihr "tighter" werdet.

So - das war mein Lobgesang auf den Click - aber man kanns nicht oft genug wiederholen :-)))

Gruß

Oly

Re: (Rezept) Timing

Nochmal Hi Oly,

übrigens, schön von Dir zu lesen.

Ich gebs ja zu, ich kann mit Metronom auch nicht, obwohl es hier rumsteht und auf mich wartet.
Aber nichts destotrotz, ich gebe Dir absolut recht. Bei "Styc" wird das so gelöst, das unser Schlagzeuger, an sich schon ein exzellenter Musiker, bei Proben grundsätzlich mit Klick spielt. Bei Gigs verwendet er das Ding nur bei schwierigen Stücken. Dadurch sind wir eigentlich immer gut drin und können uns voll auf ihn verlassen.
Er war eine lange Zeit auch Drummer bei einer Tanzmucke-Band die bei Tanzsportturnieren gespielt hat. Ich nehme an Du weißt was das heißt, minimale Schwankungen im Tempo und man ist raus aus dem Geschäft.

Zuhause übe ich wie gesagt direkt zu den Stücken die gespielt werden sollen, nur lasse ich sie ganz leise mitlaufen, das funzt eigentlich sehr gut.

Gruß Waufel

PS.: Und ja, es geht aufwärts.