Re: (Rezept) Timing


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Beitrag von Oly vom Mai 29. 2006 um 14:30:33:

Als Antwort zu: Re: (Rezept) Timing geschrieben von Michael (Jacuzzi) am Mai 27. 2006 um 10:58:54:

Yeah - mein zweitliebstes Hass-Koffer Thema :-))))

: Es ist mir ein bisschen peinlich, weil ich das hier schon bestimmt 20 mal gepostet habe und auf jeder Session drei mal erzähle ("Opa erzählt aus dem Krieg"), aber wenn du schon frägst:
:
: Es geht nichts über ein Metronom, das auf die geraden (leichten) Zählzeiten läuft. Je nach Geschwindigkeit also entweder 2 und 4 oder auf die Achtel-Offbeats. Für die rhythmische Fitness ist das besser als jedes Training mit Klinsmann.

Danke mein lieber Michael,

und bitte sag es ruhig noch 20 mal und nimm meine 40 mal noch hinzu :-))))

Rockmusiker schmeissen Fernseher aus Hotelzimmerfenstern, versenken Limousinen im Pool, schwängern täglich zwei Blondinen, haben weder Ahnung von Musiktheorie noch kennen sie die Pentaton-Tonleiter und geübt wird auch nicht - selbst wenn diese Vorurteile nicht stimmen sollten - ein Gesetz scheint für immer und ewig zu gelten: Rockmusiker
müssen einen mindestens 2 km weiten Bogen um jedes Gerät machen, dass nur entfernt an ein Metronom erinnert :-))))

Im Ernst - ich kenne 'ne Menge Musiker, die das Metronom scheuen, wie der Teufel das Weihwasser - dabei ist es eines der billigsten Hilfsmittel, eine Band gleich um Klassen besser klingen zu lassen. Wie oft hat man (zumindest ging es mir so) sich gefragt, warum die eine Band, die man live gehört hat, richtig "fett" klingt und die andere Band, obwohl gute Instrumentalisten, irgendwie nicht so dolle ist.

Ich behaupte jetzt ganz frech - und bin mir auch recht sicher - dass es zu wenigstens 75% am Timing liegt. Klar - Metronom ist nicht gleich Timing - aber zumindest die Grundlage. Mit einem Metronom kann ich sowohl alleine als auch mit Band üben und kontrollieren genau auf den Punkt zu spielen, den Beat vorzuziehen, laid back zu spielen; kann Breaks und Fills genau setzen, usw., usw. Man kann sein eigenes Können und vor allem auch die Fortschritte viel besser kontrollieren - egal ob es das Tempo beim Solieren (auch bei langsamen Sachen) oder punktgenaue Akkordwechsel sind. Ich kann eigentlich fast jeder Band die es noch nicht gemacht hat empfehlen, jede Probe mal zumindest 'ne halbe Stunde mit Click zu spielen - ruhig auch mal ganz einfache Sachen wie Tonleitern und 'n einfachen Beat auf den Drums - ihr werdet ganz, ganz schnell merken, dass ihr "tighter" werdet.

So - das war mein Lobgesang auf den Click - aber man kanns nicht oft genug wiederholen :-)))

Gruß

Oly


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