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(Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi alle,
hab' mich mal am AJ38 versucht.
Das Backing hatte mir groovetechnisch ziemlich gefallen, allerdings fand ich den toll gespielten Slapbass so dominant, dass ich ziemlich gerätselt habe, was man da noch musikalisch stimmiges beisteuern könnte.
Nach einigen Fehlstarts ist es nun ein zeimlich spontaner Dialog zwischen einer Gitarre und einem weiteren Bass geworden...

Verwendet habe ich dazu eine Ibanez AS-193 über meine J-Station mit Fender Twin Patch und einen Tobias 6-String Bass 'direkt'.
... und danke dass ihr fragt, die wackeligen und unsauber intonierten Stellen sind mir bewusst und würden im richtigen Leben sicher heile gemacht ;-)

So, hier also der Dialog zwischen zwei Hirnhäften


Viel Spaß beim Hören!

Grüße

E.




Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hallo Egghead,

die Idee mit gleichzeitig imrovisierenden Bass- und
Gitarrenstimmen finde ich ja schon interessant, allerdings
höre ich nirgendwo einen Dialog - von Anfang bis Ende laufen
beide Stimmen sehr gleichförmig nebeneinader her, Anfangs
stellenweise mehr oder weniger unisono. Bei einem Dialog
allerdings hört der eine dem anderen zu, und während er zu-
hört, "hält er selber die Klappe" - so aber kommt eben keine
Spannung auf, weil beide ständig "plappern" und es wird sehr
schnell langweilig. Soundmässig gefallen mir beide Instrumente
gut, vor allem die Gitarre klingt schön perlig.

Grüße,

Andreas

Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi alle,
vielen Dank für eure konstruktiven Anmerkungen!
Natürlich habt ihr alle Recht - das ist ist ja nun alles mögliche, nur kein Dialog ;-) (wer zum Geier ist nur auf die Idee gekommen, das Ding "Dialog" zu nennen...)
Der Ansatz ist aber tatsächlich interessant und nachdem ich jetzt auch hoffentlich den Groove kapiert und meine Bassmotorik wieder entrostet habe, werde davon nochmal eine Version machen.
Bin gespannt drauf!

Liebe Grüße

E.

Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hallo EggHead,

die Idee finde ich wirklich klasse, muß mich aber leider den anderen Jungs anschliessen, es ist kein Dialog geworden, wobei das aber auch wirklich nicht einfach ist und wenn man als Gitarrist Bass spielt macht es das auch nicht leichter, über seinen eigenen Schatten zu springen.

Somit ergeben sich einige sehr schöne, sehr melodische und stimmige parallele Geschichten, die mir wirklich gut gefallen, da das aber über die gesamte Länge parallel bleibt, verläuft es sich dann auch wieder.

Das klingt jetzt alles schlimmer als ich es meine. :-)

Viele Grüße

Jochen

Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi Jochen,
danke für die konstruktive Kritik.
Wie ich den andern schon gesagt hab' - ihr habt natürlich völlig Recht, das ist alles, nur kein Dialog ;-) - ich mach mal 'ne neue Version.
Was mich an der Idee reizt ist der Gedanke "als Bassist" ein musikalisches Statement aufzunehmen, auf das ich dann "als Gitarrist" reagiere (oder umgekehrt)
Ich spiel' schon ewig Bass *und* Gitarre und seh' das als zwei absolut unterschiedliche Aufgaben mit jeweils völlig anderer musikalischer Auffasung, etc. etc. - daher auch das mit den beiden 'Hirnhälften'.
Absolut abendfüllendes Thema, übrigens :-)


Viele Grüße
E.


Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi Johannes,
Stick ??? Yepp! im Prinzip absolut.
Hab' auch in den 80ern mal einen besessen, allerdings bin ich mit dem nie glücklich geworden. Nicht gefallen hatte mir der irre Aufwand, das Teil anders klingen zu lassen als ein Clavinet und auch die parallele Quinten- und Quartenstimmung hat sich für mich nicht wirklich gut angefühlt. Ich wollte ein Instrument, mit dem ich gleichzeitig eine Gitarrenbreitseite à la Belew über einem Rocco-mässigen Bass 'abfeueren' kann, aber vielleicht wird das ja irgendwann mal erfunden :-)

Grüße

E.


Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi Johannes,
Stick ??? Yepp! im Prinzip absolut.
Hab' auch in den 80ern mal einen besessen, allerdings bin ich mit dem nie glücklich geworden. Nicht gefallen hatte mir der irre Aufwand, das Teil anders klingen zu lassen als ein Clavinet und auch die parallele Quinten- und Quartenstimmung hat sich für mich nicht wirklich gut angefühlt. Ich wollte ein Instrument, mit dem ich gleichzeitig eine Gitarrenbreitseite à la Belew über einem Rocco-mässigen Bass 'abfeueren' kann, aber vielleicht wird das ja irgendwann mal erfunden :-)

Grüße

E.


Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hallo Egghead,

: Stick ??? Yepp! im Prinzip absolut.

Da habe ich ja ins Schwarze getroffen :-)

: Hab' auch in den 80ern mal einen besessen, allerdings bin ich mit dem nie glücklich geworden. Nicht gefallen hatte mir der irre Aufwand, das Teil anders klingen zu lassen als ein Clavinet und auch die parallele Quinten- und Quartenstimmung hat sich für mich nicht wirklich gut angefühlt.

Hmm, das mit dem Klang ist natürlich Geschmackssache, mir gefällt der Sticksound wie er ist. Und ich finde, er bietet auch eine gute Basis, um ihn mit diversen Effekten zu verbiegen. Inzwischen gibt es ja auch andere Tonabnehmer für den Stick, mit denen eine größere Bandbreite an Grundsounds möglich ist (wobei ich in meinem den klassischen "Stickup" habe).
Was die Stimmung angeht: Daran habe ich mich inzwischen gewöhnt, aber ich spiele ja auch schon einige Jahre Stick.

Ich wollte ein Instrument, mit dem ich gleichzeitig eine Gitarrenbreitseite à la Belew über einem Rocco-mässigen Bass 'abfeueren' kann, aber vielleicht wird das ja irgendwann mal erfunden :-)

Wow, das ist ein ehrgeiziges Ziel :-)) Sag Bescheid, wenn Du es erreicht hast, dann kauf' ich mir Deine Platte. ;-)
Aber im Ernst, einer der das wohl bringen könnte, wäre wahrscheinlich Trey Gunn (Ex-King Crimson). Wobei der mit seiner Warr Guitar auch einen Gitarren- und Bass-ähnlicheren Sound hat.

Viele Grüße,
Johannes


Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hi Johannes,
heute ist es sicher einfacher und billiger als damals, 'nen Stick angemessen zu vertärken.
Als Gitarrenersatz ist er nicht so mein Ding, dazu verwende ich den "Jammerhaken" an meiner Strat zu gerne und zu häufig und stehe zu sehr auf Nile Rogers ;-)
Als Bass würd' ich ihn heute noch klasse finden, - evtl. kommt ja irgendwann doch noch mal ein Stickbass in's Haus - da gefällt mir das Konzept und damit lässt sich auch böse grooven ;-)
Auch Trey Gunn ist schon prima (seine Solosachen gefallen mir aber besser als seine KC-Beiträge), aber der Mann mit dem fettesten Groove am Stick ist eindeutig Tony L.
Das Ziel ist ok - aber derzeit ohne einen Extrasatz bionische Arme leider noch nicht zu verwirklichen :-)

Viele Grüße

E.

Re: (Aussenjam) Dialog zwischen zwei Hirnhäften

Hallo,

: heute ist es sicher einfacher und billiger als damals, 'nen Stick angemessen zu vertärken.

Das mag wohl sein...

: Als Gitarrenersatz ist er nicht so mein Ding, dazu verwende ich den "Jammerhaken" an meiner Strat zu gerne und zu häufig und stehe zu sehr auf Nile Rogers ;-)

Klar, ein Stick ist keine Gitarre und von daher auch ein schlechter Ersatz. Eine Geige ist ja auch kein Ersatz für ein Cello. Und mit dem Wimmerbügel an meiner Strat konnte ich auch nie viel anfangen, deshalb habe ich ihn irgendwann stillgelegt. Und wahrscheinlich spiele ich deshalb jetzt auch Stick ;-)

: Als Bass würd' ich ihn heute noch klasse finden, - evtl. kommt ja irgendwann doch noch mal ein Stickbass in's Haus - da gefällt mir das Konzept und damit lässt sich auch böse grooven ;-)

Ich hatte mal das Vergnügen, einen NS/Stick ausprobieren zu können, vielleicht wäre das ja auch was (auch wenn der Name hierzulande etwas komisch klingen mag). Klasse Sound mit Tapping und Zupfen. Nur hat er leider nicht das schicke Stick-Design.

: Auch Trey Gunn ist schon prima (seine Solosachen gefallen mir aber besser als seine KC-Beiträge), aber der Mann mit dem fettesten Groove am Stick ist eindeutig Tony L.

Da hast Du ja gleich die beiden meiner Helden zitiert, die mich zum Stick gebracht haben. :-))
TL hat kürzlich hier in der Nähe mit seiner Band gespielt, das war ein klasse Konzert (übrigens mit einem weiteren Stickspieler im Vorprogramm).

: Das Ziel ist ok - aber derzeit ohne einen Extrasatz bionische Arme leider noch nicht zu verwirklichen :-)
:


Endlich die Geschäftsidee, mit der ich mich selbständig machen kann - für mich als Biologe sollte das doch kein Problem sein... "Igor, fetch me an arm!!!"

Viele grüße,
Johannes

Re: Trey Gunn


Aber im Ernst, einer der das wohl bringen könnte, wäre wahrscheinlich Trey Gunn (Ex-King Crimson). Wobei der mit seiner Warr Guitar auch einen Gitarren- und Bass-ähnlicheren Sound hat.


Ja, da staune ich auch immer wieder, wenn ich das Video sehe.....


Viele Grüße,
Uli