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(Gitarre) Mapleneck, die zweite

Liebe Gemeinde!

Meine Diegostrat und ich - eine unendliche Geschichte? Hoffentlich!

Als ich vor längerer Zeit dringend eine E-Gitarre brauchte, dachte ich mir, dass eine Strat nicht falsch sein kann. Ich finde, dass eine schwarze Strat mit schwarzem Pickguard und Mapleneck einfach sehr ästhetisch ist. Leider gab und gibt es keine Diegos mit Mapleneck.
Okay, zu diesem Zeitpunkt brauchte ich schnell eine Elektrogitarre im Haus, daher konnte ich darauf keine Rücksicht nehmen.

Trotzdem war ich mit der Optik der Gitarre nicht zufrieden. Ein erster Versuch, einen Rockingerhals anzuschrauben führte dazu, dass die Gitarre einfach lausig klang. Ich hatte dann das Thema verschoben - bis vor einigen Tagen, da fand ich für knappe 80 Euro einen Mapleneck von Collins bei MusikProduktiv. Leider ohne alle weiteren Angaben, also griff ich zum Telefon. 9er Radius, 22 Mediumjumbobünde, 8,5er Mechanikenlöcher. Bestellt, Mechaniken dazu, Stringtree. Paket kam auch schnell.

Der Hals kam mit 10er Mechanikenlöchern, was ich erst merkte, als ich die Löcher für die Halsschrauben schon gebohrt hatte. Also wollte ich die 8,5er Mechaniken an MP zurückschicken und mir 10er bestellen. Kluson-Optik natürlich. Gibts bei MP nicht aber bei Rockinger. Der Beschreibungstext war allerdings komisch, also rief ich an und die Jungs erinnerten mich an Adapterhülsen. Hätte man ja auch selbst drauf kommen können. Bestellt, geliefert.

Zwischendurch hatte ich den Hals einmal ordentlich mit Zitronenöl aus dem Hause Clayton, geliefert von tone-toys, eingerieben und den Lappen todesmutig in der Mülltonne entsorgt, die wider Erwarten heute morgen geleert wurde, ohne vorher in Flammen aufzugehen. Ob die Müllkippe schon brennt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Montage verlief ohne besondere Vorkommnisse und der erste Test hinterlässt noch ein paar Zweifel. Das ist eine andere Gitarre als vorher. Die Rosewood-Diego war ein kratzbürstiges Biest. Sanft ging eigentlich gar nicht. Die Maple-Diego ist auf jeden Fall deutlich dynamischer, das geht von zart bis hart - wenn auch nicht so rotzig wie bei der Rosewood-Diego. Als Akustikgitarrist kam ich erst etwas später auf die nobelpreisverdächtige Idee, auch mal am Amp nachzuregeln: Für den Alltagsgebrauch ist durchaus genug Rotz da.

Ich denke, dass die Maple-Diego die flexiblere Gitarre ist, während die Rosewood-Diego in ihrem einen Segment - beißend - besser ist als die Maple. Von der speziellen Gitarre zur eierlegenden Wollmilchsau sozusagen.

Noch Fragen?

Gruß

Matthias



P.S. Falk hat einen wunderbaren Artikel über den Umgang mit Trollen geschrieben und dabei die einzige funktionsfähige Strategie empfohlen. Ob Ihr ihn nochmal lesen mögt? Ach was, ich mache es euch einfacher: Nicht mal ignorieren. So einfach. Am besten gar nicht lesen.

Re: (Gitarre) Mapleneck, die zweite



Hallo Matthias,

Falk hat einen wunderbaren Artikel über den Umgang mit Trollen geschrieben und dabei die einzige funktionsfähige Strategie empfohlen. Ob Ihr ihn nochmal lesen mögt? Ach was, ich mache es euch einfacher: Nicht mal ignorieren. So einfach. Am besten gar nicht lesen.

aber sowas von. Diese Scheiße geht immer gleich aus, nämlich mit der viel zu späten Resignation der Angepissten, weil das gegenüber einfach mit respektlosen Unverschämtheiten um sich wirft und sich selbstherrlich jeder Sachlogik verweigern (es gibt zwei Meinungen - meine und die falsche).

In jeder Kneipe gäb's dafür was auf's Maul. Auf jeder Session wohl auch, wenigstens mittelfristig. Das Netz hat nicht nur Vorteile.

Ich jedenfalls halt's seit Tagen mit Falk.


cu, ferdi

Re: (Gitarre) Mapleneck, die zweite

Servus DoppelT,

freu mich für Dich das Du anscheinend Deine Traumgitarre hast, auch bei mir steht die Diego selber hoch im Kurs, alelrdings mit Ash Body, Rosewood Neck und 2TSB...
Falls Du dem Steg noch etwas Biß verschaffen willst empfehle ich eine Stahlplatte unter dem PU, entweder selbst gefertigt oder aus Wintitsch-korrektem Callaham Edelstahl...

Gruß

Stefan

Re: (Gitarre) Mapleneck, die zweite

Guten Tag,

mal 'ne Anfängerfrage:
Gehe gerade mit dem Gedanken schwanger, mir eine Zweitgitarre aus dem Hause F (bzw. entsprechende Verwandtschaft) zuzulegen. Vom Klang (insbesondere Vielfalt) her eher Strat, vom Aussehen doch lieber Tele. Bei 'ner Strat ginge aussehensmäßig eigentlich auch nur schwarz mit Ahorn. Dachte bisher, dass das Halsmaterial nicht so entscheidenden Einfluss, wie von Dir beschrieben, auf den Klangcharakter hat.
Ist das generell so, z.B. wenn man die entsprechenden Fender-Schwestern mit dunklem und hellem Hals vergleicht?

Danke und Gruß,
Niels

..der nun gespannt ist, ob das Troll-Rate-Schwein voll ist

Re: (Gitarre) Mapleneck, die zweite

Hi,

Ist das generell so, z.B. wenn man die entsprechenden Fender-Schwestern mit dunklem und hellem Hals vergleicht?

es gibt immer Hälse, die aus dem Rahmen fallen, Holz ist ein organischer Werstoff und klingt so, wie es will.

Dennoch lassen sich folgende Eckpfeiler einschlagen:

einteiliger Ahornhals ("skunk stripe" auf der Rückseite) - stärkstes Attack, größte Dynamik, viel Präsenz, geringste Wärme. Die allermeisten Gitarristen emfinden den Dynamikumfang als unangenehm groß.

Ahornhals mit aufgeleimtem Griffbrett - sehr gesundes Attack, gute Dynamik, gute Präsenz. Wärmer als Einteiler.

Ahornhals mit aufgeleimtem Palisandergriffbrett - am wärmsten, vollsten klingend. Strats und Teles haben immer ausreichend starkes Attack und gute Dynamik, aber mit solchen Hälsen am wenigsten.

Über den generelln Klang von Holzarten kannst du dich auf der Warmoth-Seite schlau machen.

cu, ferdi