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(Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Hallo!

Wie so oft fand auch meine Band keinen Bassisten. Und da Paul McCartney nicht frei war, hat sich ein Kollege (bislang nicht in der Band) bereit erklärt, Bass zu lernen.

Er kann bislang die üblichen Lagerfeuer-Akkorde auf Gitarre, soweit ich weiss rudimentär Notenlesen und sucht nun ein Buch, um autodidaktisch das Bass-Spielen zu lernen.

Allerdings will er schon, wenn es geht, ein paar Stunden für den Einstieg bei einem Lehrer nehmen, um die Basis ordentlich anzugehen. Grundsätzlich sollte die Gitarren-Schule aber ohne Lehrer auskommen.

Könnt ihr da was empfehlen? Am Besten mit Begleit-CD, damit man hört, wie es klingen sollte. Kombination aus Noten und Tab wäre auch ganz gut.

Von der Musikfarbe sollte es sich im Blues/Rock Bereich tummeln.

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Auch hallo,

bei mir kam der Bass auch zur Gitarre dazu und wurde Erstinstrument.
Aber weil ICH wollte und nicht in der Band der Bass fehlte ... ;-)

Bücher gibt es so viele, ich könnte jedoch keines für sich empfehlen. Ich habe mir irgendwann über die Stadtbücherei alle möglichen Bände mitgenommen und mir die für mich wichtigsten Sachen rauskopiert.

Wesentlich mehr haben mir die Artikel auf www.justchords.com geholfen, der "Schwesters(a)ite" vom AS-Forum. Da ist für jede Könnenstufe was zu finden und vor allem die Theorie-Geschichten weitaus tiefgreifender und trotzdem verständlich dargestellt - und vor allem immer auf den Bass bezogen.

Einen Lehrer aufzusuchen finde ich ja immer noch die vernünftigste Lösung, gerade für den Anfang. Habe ich leider nicht gemacht (aus montären Gründen einfach nicht machbar - nein, ich bin kein Schüler, nein, ich bin kein Student, ja, ich kanns mir trotzdem nicht leisten ...). Ein Lehrer hätte mir zum Bespiel meine anfänglich schlechte Hand- und Körperhaltung gar nicht erst durchgehen lassen, die musste ich mir dann langwierig wieder umgewöhnen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, er würde sich erst mal ein paar Stunden bei Unterricht gönnen, in dem seine weitere Vorgehensweise berücksichtigt wird. Und für die Zeit danach gibt es ja auch die Möglichkeit Bass-Workshops zu besuchen.

Viel Spaß mit dem neuen Bassisten
wünscht Finn


Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht


: Aber weil ICH wollte und nicht in der Band der Bass fehlte ... ;-)

Die Story war etwas verkürzt wiedergegeben. Wir haben einen Gig gespielt ohen Bassisten, weil wir halt keinen gefunden haben. Nach dem Gig, ein paar Tage später, kam der Kollege und meinte, er hätte wohl Lust einzusteigen mit dem Bass, müsste den aber erst noch lernen.

Also ich denke, die echte Motivation ist da :-)

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Hallo!

Nimm meine Schule. Du kannst ihm diesen Beitrag ausdrucken:

1. Kauf dir einen Precision.
2. Spiele Bass in einer Band.
3. Fass nie wieder eine Gitarre an.
4. Fünfsaiter sind Teufelswerk, Sechssaiter die Vorstufe der Hölle.
5. Batterien gehören in die Taschenlampe nicht in den Bass.
6. Spiel erstmal Grundtöne oder kupfere fremde Basslinien ab.
7. Wenn du länger als ein Jahr Bass spielst und immer noch bei 6. bist, verkauf alles und spiel Schach.

Gruß

Matthias

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Hallo Chris,

wenn er die Möglichkeiten hat und das Geld auch investieren will, würde ich gerade für das erste Jahr oder auch gleich besser das zweite einen Lehrer empfehlen. Autodidaktisch geht, aber es ist immer ein wenig der mühsamere Weg. Selbst mit Büchern (das von Jack Bruce habe ich meinem Sohn geschenkt) kommen immer Fragen auf, ist die Wahl des Übungs-Materials schwierig oder man macht einfach kapitale Fehler weil man es nicht anders weiß. Oder eben überhaupt nicht weiß.

Wenn also möglich, dann mit Lehrer.

Grüße,

Rainer

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Tach Matthias!

Naja, wenn so Tips von einem Gitarristen kommen, muss ein hauptamtlicher Bassist doch leider in einigen Punkten widersprechen ...

: 1. Kauf dir einen Precision.

Oder einen Jazz Bass. Obwohl, da ist man schon wieder versucht, mit Sounds zu experimentieren, immerhin gibt's da zwei Pickups.

: 2. Spiele Bass in einer Band.

Oder mit einem Band, also zur CD :-)

: 3. Fass nie wieder eine Gitarre an.

Bullshit, sorry. Da der Bassist in einer Band alles zusammenhalten sollte, muss er auch verstehen, wie die anderen Instrumente funktionieren. Das wiederum verstehen viele Gitarristen nicht, die sich denken "ach, mit zwei Saiten weniger ist das bestimmt viel einfacher". Ich kenne viele Gitarristen, die eine hervorragende Technik auf dem Bass haben, aber trotzdem beschissene Bassisten sind, weil sie das ... öhm ... interdisziplinäre (Mist, die Uni ist noch nicht lange genug zurück) nicht berücksichtigen.

: 4. Fünfsaiter sind Teufelswerk, Sechssaiter die Vorstufe der Hölle.

Stimmt (fast). Fünfsaiter braucht man eigentlich nicht. Manchmal ist so ein tiefes Wummern aber schon schön. Läßt sich aber auch mit vier Saiten bewerkstelligen. Wenn man dann mal so weit ist, dass man das auf vier Saiten ordentlich hinbekommt, darf man aber ruhig über einen Fünfsaiter nachdenken. Ab dem zehnten Nachdenken über den Fünfsaiter darf man dann auch über den Kauf eines Fünfsaiters nachdenken. Dann wieder 10x Fünfsaiter, dann Kauf. Das ganze zehnmal. Wie ein Rosenkranz. Wenn man dann noch nicht komplett bekloppt ist, darf man auch kaufen :-)

Ausserdem, Matthias, verwechselt du da was - nicht Sechssaiter sind die Vorstufe zur Hölle, sondern die Musikrichtungen, in denen Sechssaiter verlangt werden (ich sach' nur "Bass-Solo").

: 5. Batterien gehören in die Taschenlampe nicht in den Bass.

Uneingeschränkte Zustimmung :-)

: 6. Spiel erstmal Grundtöne oder kupfere fremde Basslinien ab.

Nix Grundtöne, gleich Linien. Wenn die Linie im speziellen Fall eines Stücks ausschließlich aus Grundton-Achteln besteht, dann ist das gut. Aber NIE Grundtöne als Prinzip.

Und natürlich hat man als Anfänger fremde Basslinien abzukupfern. Schließlich ist davon auszugehen, dass die Vorlagen von Leuten stammen, die wussten, was sie taten.

: 7. Wenn du länger als ein Jahr Bass spielst und immer noch bei 6. bist, verkauf alles und spiel Schach.

Gut, dass ich damals deine Bass-Schule nicht gelesen habe. Sonst würde ich nämlich jetzt Schach spielen, glaube ich. Die wirklich eigenen Basslinien kamen bei mir etwa zwei Jahre, nachdem ich angefangen habe. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich in meiner ersten Band nur gecovert habe, also nachgespielt.

Nos vemos en infierno, Pepe

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Hallo Pepe,

Bullshit, sorry. Da der Bassist in einer Band alles zusammenhalten sollte, muss er auch verstehen, wie die anderen Instrumente funktionieren. Das wiederum verstehen viele Gitarristen nicht, die sich denken "ach, mit zwei Saiten weniger ist das bestimmt viel einfacher". Ich kenne viele Gitarristen, die eine hervorragende Technik auf dem Bass haben, aber trotzdem beschissene Bassisten sind, weil sie das ... öhm ... interdisziplinäre (Mist, die Uni ist noch nicht lange genug zurück) nicht berücksichtigen.

Exakt das meine ich doch. Nun soll der Mensch, über den wir hier reden, von Gitarre auf Bass umsteigen - siehe Titel. Da würde ich ernsthaft und dringend raten, wirklich ein paar Monate lang keine Gitarre anzufassen und Bass denken zu lernen. Sonst bleibt der Mensch ein Bass spielender Gitarrist und wird nie ein Bassist.

Gruß

Matthias

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

Tach Matthias!

: Exakt das meine ich doch. Nun soll der Mensch, über den wir hier reden, von Gitarre auf Bass umsteigen - siehe Titel. Da würde ich ernsthaft und dringend raten, wirklich ein paar Monate lang keine Gitarre anzufassen und Bass denken zu lernen. Sonst bleibt der Mensch ein Bass spielender Gitarrist und wird nie ein Bassist.

Ah, ok, falsch verstanden. Hiermit erkläre ich öffentlich, dass ich nie behauptet habe, Matthias würde Unsinn oder gar Bullshit erzählen. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein gemeiner Lügner :-)

Nos vemos en infierno, Pepe

Re: (Bass) Schule (Buch) für Umsteiger gesucht

So hatte ich dich auch verstanden.

Obwohl miteinander verwand, sehe ich die Funktion von Bassund Gitarre in der Band auch grundverschieden.

Wobei nicht etwa der Bass unwichtiger ist. Aber seine Funktion ist nicht so offensichtlich wie die des auf den Knien shreddenden Gitarren-Spielers :-)

Sicherlich wird mein Kollege da umdenken müssen. Hat aber bislang gar keine band-erfahrung, deswegen kann er das ganz unverkrampft angehen, denke ich.