Re: Session V


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Beitrag von Benjamin S. vom Oktober 14. 2001 um 14:24:53:

Als Antwort zu: Session V geschrieben von Waufel am Oktober 14. 2001 um 13:07:02:

Liebes Tagebuch... :-)

Hiermit soll nun mein Bericht folgen. Gerade eben habe ich Juergen und Friedlieb, nach einem ausgiebigen Frühstück aus meiner Wohnung rausgeschmissen. :-) Aber ich fange besser mal mit dem Anfang an:

Freitag Nachmittag kamen Friedlieb und Juergen wohlbehalten bei mir an. Ausgepackt und zum Session-Ort gedüst. Nach und nach sind dann auch alle Leute angetanzt die auch samstags da waren, leider kam niemand mehr nach. Lautstärke war diesmal nicht im geringsten ein Problem, da man immer auf das 'Bistro' ausweichen konnte. Wem die Elektrifizierung nicht passte flüchtete einfach dorthin. Seine Ruhe hatte man dort allerdings auch nicht wirklich, weil man dort zu einem großen Teil mit deutschem Schlager (akustisch eben) beschossen wurde, was so jemand wie ich erstma wegstecken muß... :-)
Freitags war auch Frängies Drummer anwesend, der mir übrigens sehr angenehm war, da er 'gescheite' Musik hört (schließlich konnte er mit mir zusammen kurz 'Pull me Under' von Dreamtheater anspielen)*g*. btw. Frängie, einen schönen Gruß meinerseits an Konrad, und er bekommt das mit seinem Ring auf jeden Fall besser hin als ich! :-). Abends spielte Pepe (Nos vem... ähhh... Ach, wir sehen uns in der Hölle *g*) auf dem vorhandenen Piano wie erwartet Bohiemian Rhapsody in sessionüblicher Qualität. Ich trauere um die Session, auf der Pepe dieses Stück nicht mehr spielen würde.
Stellenweise gab es sogar 3 Ecken an denen Musik gemacht wurde, nachdem einigen die elektrische zu stressig wurde und das Bistro keine wirkliche Erholung davon bot. So haben sich Tom, Frängie, Konrad, Auster und ich uns in eine Ecke gesetzt und etwas rumexperimentiert. So kam Auster mit der Stimmung DAGGAD auf seiner Akustik (eine mit Rhythm/Treble-Schalter und 4 Reglern, woher kennen wir das? *g*) an. Ich war ganz begeistert davon, weil man gar keine falschen Töne spielen konnte... Auster, Tom und Frängie spielten einwandfrei, obwohl sie die Stimmung noch nie in den Fingern hatten. Mein Kommentar:'Geil, da kann man sich ja nicht mehr verspielen!'. Also schnappe ich mir das Teil und spiele und erzeuge in weniger als 10 Sekunden die ersten falschen Töne... *ggg*
Da ich auch keinen Amp mitgebracht hatte, mußte ich 'zwangsweise' über einen freien Amp spielen, was in diesem Fall Guidos Amp war. Ich hasse Marshall ja eigentlich aus Prinzip, aber dieser Amp ist der geilste, den ich jemals in den Fingern hatte!!! :-)
So um kurz nach Mitternacht sind Friedlieb, Juergen und ich auch nach Hause, da der nächste Tag ereignisreich werden würde.
Die traurigen Nachrichten des Tages waren leider, daß Eric und bOOgie nicht kommen konnten. Mein ausgesprochenes Sorry nochmal an bOOgie, dem das Schicksal wirklich auf übelste Art und Weise den gestreckten Mittelfinger gezeigt hat.

Samstag:
Aufstehen um 10:00 - Gemütlich Frühstücken - Emil ruft an. Wir hatten einen Termin um 11:00 in seiner Wohnung bzw. seinem Laboratorium. Die Vorstellung war begeisternd und Emils Vorgehensweise ist so simpel und einfach, daß sie schon wieder genial ist! Dieser Meinung waren wir 3 uns eindeutig und ich würde uns eher als 'skeptische Wissenschaftler' anstelle von 'Esoterikern' bezeichnen. Weswegen wir nun für Emils Arbeit jede Lanze brechen, die nötig wäre.
Stressig wars aber leider schon, da wir um 13:00 schon wieder im Rodgau sein wollten. Schließlich hatten wir dort einen Werkstatt-Termin bei Nik Huber. Nik selber führte uns durch seine Werkstatt, die derzeit leider im Umbau ist (der Tag der offenen Tür ist der 17.November, reinschauen lohnt sich). Die Besichtigung selber war schön angenehm, da Nik auch einfach ein freundlicher, zugägnglicher Charakter ist, was man in dieser Branche wohl auch sein muß, um letztendlich auch Erfolg zu haben. Nach diesem Rundgang hatten wir den Eindruck, daß diese Session so einer Art Wellness-Wochenende gleich kam. Man sollte sich generell auf weiteren Sessions Gedanken zu einem kleinen Rahmenprogramm machen. Das erzeugt eine wundervolle und gemütliche Atmosphäre.
Um Richtung 16:00 waren dann wieder alle soweit im Darmstadt versammelt, um sich die beiden Workshops von Matthias und Emil anzuschauen. Matthias brachte größtenteils bekannte Standard-Tipps zum Akustikspielen, die aber für so elektrifizierte Warmduschensaitenspieler wie mich eine schöne Zusammenfassung war und die Motivation gab, sich wieder mal mit der A-Gitarre auseinanderzusetzen.
Emil ging sehr auf das Spielen als Rhythmus-Gitarrist ein. Sein markantester Merksatz war:'Man darf nicht hören, wenn Du spielst, sondern wenn Du aufhörst zu Spielen!'. Zum Schluß schickte er noch aus dem Stehgreif einen Standard mit Christoph zusammen durch die Luft, der so ziemlich uns allen die Kinnlade runterfallen lies.
Der Samstagabend selber war nicht mehr so spektakulär, da ja schon alle vom Vorabend anwesend waren, und damit auch der frische Wind fehlte...
Zum Thema 'De-Trolling' ist eine interessante Lösung zur Sprache gekommen, die von allen Angesprochenen eindeutig angenommen wurde. Friedlieb und ich spielten am Abend noch eine Version von 'For the Love of God' von Steve Vai die mich tief beeindruckt hatte, da ich eigentlich nur rumfuddelte und Friedlieb aus dem Stehgreif die Akkorde dazu hatte - Einfach schön (Guido hat den geilsten Amp auf diesen Planeten! *g*). Der eigentliche Session-Raum war etwas generell weniger frequentiert als das Bistro. Leider fehlte am Samstag auch jeglicher Schlagzeuger, was eben auch einiges an Feeling vermissen lies. Andererseits hatte man im Session-Raum auch nicht die gemütlichen Sitzmöglichkeiten, als wie im Bistro.
Aber um einen Tenor daraus zu bilden: Das Thema Lautstärke war komplett abgehakt, nur hatte man etwas den Eindruck, daß 2 unterschiedliche Sessions passierten, d.h. die 'Einheit' ging irgendwo ein bißchen verloren. Es war wieder einfach genial die ganzen Gesichter zu sehen - Der Session-Zauber hat wieder voll gewirkt!

In diesem Sinne verabschiede ich mich jetzt und mache auch Mittagsschläfchen! :-)

Gruß Benjamin


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