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(Sonstiges) Aufurf an die Musiker Deutschlands

Liebe Musikfreunde,

Webradios in Deutschland promoten und fördern seit Jahren die deutschen Rock- und Pop-Musiker in ihren Programmen.

Die in Deutschland produzierenden Künstler werden regelmäßig in Specials, Interviews und Alben-Vorstellungen in den Internetradios massiv gefördert. Dadurch sind die Webradios mit Sicherheit nicht unerheblich an dem Erfolg deutscher Musiker im eigenen Land in den letzten beiden Jahren beteiligt.

Nun wird den Webradios genau diese Promotion ab 01.04.05 durch die GVL bzw. Labels verboten!

Sie verbietet den Webradios z.B. mehr als 2 Songs aus dem gleichen Album, bzw. 3 Songs des gleichen Künstlers innerhalb von 3 Stunden zu senden.

Hier ein Auszug:

"Der Webcaster darf innerhalb von drei Stunden seines Programms nicht übertragen:

(a) mehr als drei verschiedene Titel von einem bestimmten Album, davon nicht mehr als zwei Titel aufeinander folgend; oder

(b) mehr als vier verschiedene Titel eines bestimmten Künstlers oder einer Compilation von Musiktiteln, davon nicht mehr als drei aufeinander folgend."

Diese Vorschrift macht es deutschen Internetradios unmöglich jegliche Art von Interviews, Specials und Alben-vorstellungen ins Programm mit aufzunehmen.

Sie werden dadurch gezwungen, in Zukunft das gleiche Dudelradio zu präsentieren, wie es die UKW-Radios seit Jahren machen und nur noch die Hits rauf und runter zu spielen.

Die Webradios, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben, können aber weiterhin ihre Künstler fleißig promoten. Somit können diese Künstler weiterhin in Deutschland promotet werden, da die Webradios ja nicht an der deutschen Grenze enden.

Nach Rücksprache mit der GVL teilt diese uns mit, dass die Labels genau diese Vorschrift in den Wahrnehmungsverträgen verursacht haben, d.h. die Labels untersagen den Webradios dadurch die Promotion und Förderung der Künstler.

Wir fordern hiermit alle Musiker in Deutschland auf, die GVL und ihre Labels zu kontaktieren und aufzufordern diesen Passus aus den Nutzungs-Bedingungen zu streichen.

Mehr Info: http://www.gvl-protest.de/aufruf.htm


Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit !

Re: (Sonstiges) Aufruf an die Musiker Deutschlands

Hi.

Sie werden dadurch gezwungen, in Zukunft das gleiche Dudelradio zu präsentieren, wie es die UKW-Radios seit Jahren machen und nur noch die Hits rauf und runter zu spielen.

Nein. Sie werden nur daran gehindert, ein längeres Special über einen Künstler zu machen. Diese Verordnung ist schon widerwärtig genug.

Ein Notwendigkeit, deswegen zum Charts-Wiederkäuer zu werden, ergibt sich daraus aber nicht.


Gruß,
groby
*

Re: (Sonstiges) Aufurf an die Musiker Deutschlands

Moin,


: Nach Rücksprache mit der GVL teilt diese uns mit, dass die Labels genau diese Vorschrift in den Wahrnehmungsverträgen verursacht haben, d.h. die Labels untersagen den Webradios dadurch die Promotion und Förderung der Künstler.

Mal drüber nachgedacht? Die Labels verbieten die Promotion der ihrer eigenen Künstler. Also sollen sie doch auch dran verrecken. Wer jetzt agieren muss, sind die Künstler und nicht die Radios oder die Hörer und ausnahmsweise auch mal nicht die GEMA/GVL.

Wenn jeder Künstler jeden Drecksvertrag eines jeden Dreckslabels annimmt, dann zeugt auch das von Geldgier. Würde da jemand einen längerfristigen Streik organisieren, jetzt mal rein utopisch gedacht, würde das endlich zeigen, daß auch die Künstler _tatsächlich_ nicht mit der Labelpolitik einverstanden sind. Sind sie aber wohl, offensichtlich...

Da lob' ich mir die Offenen Kanäle.

Gruß,
Felix

Re: (Sonstiges) Aufurf an die Musiker Deutschlands

ich wette der eigendliche grund für dieses verbot ist die drohende raubkopiererei, wenn ein webradio innerhalb einer stunde ein ganzes album präsentiert, kann man sich doch ausdenken, wie viele von diesen durchschnittlichen radiohörern bei interesse eher mitschneiden als kaufen,
gut find ichs natürlich trotzdem nicht, die labels müssen nun mal liberalen gebrauch ihrer erzeugnisse akzeptieren!