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(Meinung) Heureka - ich hab den Jazz entdeckt...

Hallo zusammen!
Nach langer Zeit melde ich mich jetzt auch mal wieder zu Wort - und direkt mit einer Geschmacks/Streitfrage bie der ich noch nicht einmal mitdiskutieren kann.
Ich habe nämlich nach meinen Zeiten des Blues jetzt auch den Jazz für mich entdeckt (vieleicht ein musikalischer Reifeprozess... wie auch immer..) mein Problem ist nun recht einfacher Natur: was/wen kann man sich als "Standarts" im Jazz nun einmal anhören? Bis jetzt hab' ich nur sporadisch diverse No-Name Bands gehört (die ohne Frage auch großartig waren - denn immerhin haben sie mich für den Jazz begeistert), was nun für mich direkt die Frage nach den wirklich "Großen" aufwirft - kurz gesagt ich brauche einfach Tipps.
Ich selber spiele Gitarre - Gitarrenjazz interessiert mich also in besonderem Maße. Ich bin aber auch sehr dankbar für Tipps und !!Geheimtipps!! mit z.B. Trompete oder Klavier.
Denn der Jazz interessiert mich ja nun nicht des Instrumentes, sondern der Harmonien wegen.
Gruß und Danke
Olli

Re: (Meinung) Heureka - ich hab den Jazz entdeckt...

Hi Olli,
Glückwunsch :-))
So an Namen für Gitarrenjazz könnte ich Dir nennen:

Charlie Christian (Swing to Bop, bei Dreyfus), Swing bis Bop eben, bis 1942

Wes Montgomery, diverse Platten, großartiger Improviseur, toller Sound,

Joe Pass, brillianter Techniker, Wahnwitziges Solospiel und Chord/Melody-Arrangements, besonders erwähnenswert ist die "Virtuoso"-Serie und die Platten mit Ella Fitzgerald

Django Reinhardt, Zigeunerjazz, Twobeat, auch hier gibt es einen schönen Dreyfus-Sampler,

Tal Farlow, Bebop, Wahnwitzige Tempi, dadurch allerdings leider z.T. technisch unsauber, tolle Chord/Melody-Sachen,

George Benson, modern Jazz, Wunderschöner Ton, geschmacklich manchmal echt fehlgeleitet :-)

Jim Hall (lebt der nicht sogar noch??), diverse Duo-Scheiben mit Ron Carter (Bass)

Pat Metheney moderner Jazz, viel sehr unterschiedliches, von Swing bis Free Jazz (im Mai auf Deutschland-Tournee),

Dann gibt es noch Leute wie Bill Frisell, John Scofield, John Aebercrombie, von denen ich jetzt aktuell nicht viel kenne.
Als deutsche Gitarristen sind vielleicht noch Coco Schumann und Frank Haunschild erwähnenswert, letzterer als Duo-Partner von Norbert Gottschalk, geschmacklich nicht immer trittsicher aber super-groovig und brilliant begleitend.

Als wirklich großes Album ohne Gitarre möchte ich hier noch meine Einstiegsdroge nennen "Kind of Blue" von Miles Davis.

So, das sollte erstmal langen.
stay tuned,
Woody

Re: (Meinung) Heureka - ich hab den Jazz entdeckt...

Hallo Olli

Sektion "Modern":

-John Scofield, "The Best Of John Scofield : The Blue Note Years"
-Miles Davis et al., "We want Miles"

Aus der Sektion "klassisches Zeug":

- Alles von Miles Davis (vor allem halt das alte Zeug)
- Besorg Dir eine gute Charlie Parker Compilation (z.B. "Charlie Parker - Now's The Time", Disques Dreyfus)
- Besorg Dir eine gute John Coltrane Compilation
- Alles von Wes Montgomery

Gruss
Silvio

Re: (Meinung) Heureka - ich hab den Jazz entdeckt...

Hi Silvio,
vielleicht sollte man noch einige Klassiker des Jazzrock erwähnen(falls es dich interessiert), als da wären:

- Miles Davis Bitches Brew - John Mclaughlin an der Gitarre
- Sowieso Mclaughlin, z. B. mit Mahavishnu Orchestra oder das berühmt berüchtigte
"Friday night in San Francisko" mit De Lucia und Al DiMeola.
Letzterer hat auch ein großartiges Jazzalbum namens "Kiss my axe" aufgenommen.
- Allan Holdsworth - toller Stilist
- United Jazz - und Rock - Ensemble - Volker Kriegel ist der Gitarrist. Die anderen sind ebenfalls Weltklasse, z.B. Eberhard Weber Bass(sabber)
- Sara K. - vierseitige Gitarre und tolle Stimme
- Esbjörn Svensson Trio - Beispiel für schrankenlosen Jazz mit Klavier, Bass und Drums.

Gruß
Harald