Aussensaiter Forum

Diskussionen mit neuen Beiträgen

Hier darf jeder frei heraus seine Meinung sagen, solange niemand beleidigt wird. Auf Postings von Vollidioten sinnvollerweise gar nicht erst antworten.
Extrem unerwünscht sind reine Werbe-Beiträge. Danke.

(-) Header verbergen



Übersicht

3l-man hilf!

Lieber U3li!

habe gerade nochmals Deinen Artikel zum Thema Brummen (für Andy) im Grünen gelesen und mich sehr an Monster-Kabel erinnert gefühlt. Allerdings verstehe ich das Schema noch immer nicht. Vielleicht könntest Du mir ja helfen ...

Aufbau der Monsters: 2 Innenleiter (auf Tip und Ring) - 1 Aussenschirm, der allerdings nur einseitig verlötet ist. Diese eine Seite ist allerdings auf der Seite der Gitarre (Instrumentenkabel) verlötet. Verstärkerseitig ist der Schirm nicht auf Masse verlötet. Kannst Du Dir das irgendwie erklären

Außerdem: was heißt in Deinem letzen Posting zu diesem Thema (im Grünen): (in etwa): Rückwege erdfrei belassen (o.s.ä.).

Wahrscheinlich beides ein und dieselbe Erklärung

Grüße aus Berlin - kommst Du eigentlich zur Session?! - Clem

wollnwamavasuchen...

: Lieber U3li!

: habe gerade nochmals Deinen Artikel zum Thema Brummen (für Andy) im Grünen gelesen...
: Aufbau der Monsters: 2 Innenleiter (auf Tip und Ring) - 1 Aussenschirm, der allerdings nur einseitig verlötet ist. Diese eine Seite ist allerdings auf der Seite der Gitarre (Instrumentenkabel) verlötet. Verstärkerseitig ist der Schirm nicht auf Masse verlötet. Kannst Du Dir das irgendwie erklären

hm... bin ehrlich geagt dermassen durch, dass das denken wehtut. aber warum nicht - also, Du brauchst zwei Leiter, um ein signal zu transportieren, das tun die Innenleiter. Bei herkoemmlichen Buchsen greift der Massekontakt allerdings nicht am Ring, somit ist mir gerade schleierhaft, wie das funktionieren soll... bist Du ganz sicher, dass nicht der RING auf einer seite nicht verloetet ist oder so?
Naja, wuerde auch nicht viel mehr sinn machen.

Erstmal das andere Problem angehen...
: Außerdem: was heißt in Deinem letzen Posting zu diesem Thema (im Grünen): (in etwa): Rückwege erdfrei belassen (o.s.ä.).

Na, dann war mein "Andy"-Artikel wohl doch nicht so verstaendlich, hm? Also, man braucht zwei Leiter fuer ein Signal. Allerdings ist bei normalen Kabeln einer der Leiter gleichzeitig die Schirmung und liegt an Erde (oder in der Naehe, grins...) Wenn also, einfachster Fall, der Amp ueber Schutzleiter geerdet ist, die erde am Kabelschirm verbunden ist, Deine Gitarre ordungsgemaess verkabelt ist, dann besteht eine durchgehende Schirmung des Signals von der Klampfe bis zum Power-Amp-In. wenn nun ein Effekgeraet dazu kommt, dass paralel angeschlossen ist, also zwei Kabel zum gleichen Geraet fuehrt (Oder ueberhaupt von/zu Geraeten, die untereinander schon Masseverbindung haben) dann hast Du, zeichne es Dir mal auf, eine Masseschleife, und da man in einen Ring aus Metall ganz einfach eine Spannung induzieren kann,(und die boese Realitaet das denn auch meist beherzt tut!) hast Du also eine prima Antenne!

Daher gilt in solchen Faellen: Massekreislauf auftrennen. Viele Tontechniker sind beruehmt und einige in die Hoelle gekommen, weil sie ausgerechnet an der Steckdose versucht haben, eine Masseverbindung zu unterbrechen. solche Leute sollen wieder zur Schule gehen. Oder an der Steckdose lecken.
Der bessere Weg ist, an einem Stecker eines der Kabel die Masse zu kappen. Da es im "gruenen" letztens um Rackverkabelung ging, habe ich halt gleich gesagt, er soll die Rueckwege gar nicht erst anloeten. Rackgeraete haben naemlich gewoehnlich noch keine Probleme mit der eigenen Netzerde (bzw. haben gar keine, und dann muss ja unbedingt eine vom Kabel kommen) aber eine schleife bleibt eine Schleife. Um nun sicherzustellen, dass jedes Geraet mindestens eine aber auch hoechstens eine Schirmung kriegt, ist die einfachste Sache, erstmal grundsaetzlich die Rueckwege der Efekte massefrei zu halten. wenn es jetzt immer noch brummt, kann man ganz einfach durch ziehen der Kabel nacheinander herausfinden, wo die Troubles entstehen, und dann halt entweder, bei gesicherter Masseverbindung, noch eine kappen, oder, es gibt Faelle, da geht es wohl nicht anders (mir noch nie passiert, aber mittlerweile glaube ich's), dann muss die Masse ueber einen Trenntrafo verbunden werden.

Bei symmetrischen Leitungen ist das nun wieder ganz egal, weil die Signalleiter zu keiner Zeit mit Masse in Verbindung kommen (...sollten! wenn man schlau selbstgebastelte Adapter zwischensteckt, kann man sich die Sache natuerlich schenken, grins.). (Ich hatte nun immer angenommen, dass diese Monsterkabel symmetrisch seine, aber, das wuerde ich so bauen, dass Du zunaechst die Klampfe modifizierst, auf dass sie Saitenmasse und sonstige Schirmung auf den Kabelschirm gibt, und den Signalanteil auf die Innenleiter. Dann am anderen Ende die Schirmung nicht verbinden (damit ist dann der Gitarrist auch hinreichend vor ueblen Unfaellen geschuetzt, die eigentlich nie vorkommen), dafuer aber einen Signalleiter an die spitze, den anderen an den schaft. Kannst Du folgen? Muesste doch Sinn machen. Ueber das Monster werde ich mal meditieren, wenn die Hausarbeiten weg sind, und ich wieder gesund bin!

gut Ton!


ullli

Ich muss erst mal raffen worum es hier geht !

Tach Ullli !

Ich war eigentlich schon mitten im Korrekturlesen, aber ich glaube der Background der ganzen Geschichte fehlt mir noch'n wenig.

Ich würde getz vermuten,dass ihr auf die Idee kommt, eine Gitarre symmetrisch zu machen und überlegt jetzt wie das Kabel/die Elektrik auszusehen hat.

Is dass wohl richtich ???!!!

CU

Janni



aua, das ist deutlich (grins)

noe, eigentlich hatte ich nur im gruenen den liebgemeinten kommentar losgelassen, beim selberbauen von Rack-Patch-Kabeln gleich von vorneherein die Rueckwege an einem Stecker Massefrei zu lassen, da hat man dann schon viele Brummschleifen praeventiv erledigt. Dann kam Clem und meinte, er wuerde noch nicht ganz... und da hab ich die Sache halt gerne noch ein bisschen verkompliziert!Clem hat ein Monsterkabel, und wollte das halt in meine Theorie mit eingebaut haben...
Die Sache ist, dass ich noch nie ein Monsterkabel gesehen habe, aber so wie Clem eines beschrieben hat, geht mir einfach nicht auf, wie das funktioniert. Bin aber ja schliesslich auch gerade verschnupft und habe Abgabedruck...

bis bald
ullli

Zurück von der Fehlerkorrektur

: : habe gerade nochmals Deinen Artikel zum Thema Brummen (für Andy) im Grünen gelesen...
: : Aufbau der Monsters: 2 Innenleiter (auf Tip und Ring) - 1 Aussenschirm, der allerdings nur einseitig verlötet ist. Diese eine Seite ist allerdings auf der Seite der Gitarre (Instrumentenkabel) verlötet. Verstärkerseitig ist der Schirm nicht auf Masse verlötet. Kannst Du Dir das irgendwie erklären

Das klingt für mich wie ein einseitig geliftetes symmetrisches Kabel, das dann dementsprechend wohl kaum für unsymmetrische Einsätze verwendet werden kann. Aber wie gesagt: wenn's Signal symmetrisch ist macht das Kabel durchaus Sinn. (Ullli, wie kommst'n darauf dass die Masse am Ring sein soll ?)

:: Also, man braucht zwei Leiter fuer ein Signal. Allerdings ist bei normalen Kabeln einer der Leiter gleichzeitig die Schirmung und liegt an Erde (oder in der Naehe, grins...) Wenn also, einfachster Fall, der Amp ueber Schutzleiter geerdet ist, die erde am Kabelschirm verbunden ist, Deine Gitarre ordungsgemaess verkabelt ist, dann besteht eine durchgehende Schirmung des Signals von der Klampfe bis zum Power-Amp-In. wenn nun ein Effekgeraet dazu kommt, dass paralel angeschlossen ist, also zwei Kabel zum gleichen Geraet fuehrt (Oder ueberhaupt von/zu Geraeten, die untereinander schon Masseverbindung haben) dann hast Du, zeichne es Dir mal auf, eine Masseschleife, und da man in einen Ring aus Metall ganz einfach eine Spannung induzieren kann,(und die boese Realitaet das denn auch meist beherzt tut!) hast Du also eine prima Antenne!

Stimmt genau !

: Daher gilt in solchen Faellen: Massekreislauf auftrennen. Viele Tontechniker sind beruehmt und einige in die Hoelle gekommen, weil sie ausgerechnet an der Steckdose versucht haben, eine Masseverbindung zu unterbrechen. solche Leute sollen wieder zur Schule gehen. Oder an der Steckdose lecken.
: Der bessere Weg ist, an einem Stecker eines der Kabel die Masse zu kappen.

Hmm, getz erklär doch mal den Unterschied zu der bösen "Höllenlösung" der bösen Tontechniker - halt nur, dass man gaanz ausgewählte Geräte erdfrei macht ? Oder meinst Du nun die Signalerde PIN1 ?

:: Da es im "gruenen" letztens um Rackverkabelung ging, habe ich halt gleich gesagt, er soll die Rueckwege gar nicht erst anloeten. Rackgeraete haben naemlich gewoehnlich noch keine Probleme mit der eigenen Netzerde (bzw. haben gar keine, und dann muss ja unbedingt eine vom Kabel kommen) aber eine schleife bleibt eine Schleife. Um nun sicherzustellen, dass jedes Geraet mindestens eine aber auch hoechstens eine Schirmung kriegt, ist die einfachste Sache, erstmal grundsaetzlich die Rueckwege der Efekte massefrei zu halten. wenn es jetzt immer noch brummt, kann man ganz einfach durch ziehen der Kabel nacheinander herausfinden, wo die Troubles entstehen, und dann halt entweder, bei gesicherter Masseverbindung, noch eine kappen, oder, es gibt Faelle, da geht es wohl nicht anders (mir noch nie passiert, aber mittlerweile glaube ich's), dann muss die Masse ueber einen Trenntrafo verbunden werden.

Noch mal zusammengefasst: Jedes Gerät im Rack sollte genau 1 Masseverbindung haben, es sind aber maximal soviele möglich, wie NF-Anschlüsse + Schuko vorhanden sind - bei FX z.B. Schuko, FX-Send, FX-Ret. - genau hier könnte man den FX-Ret auf jeden Fall erdfrei machen, wenn das Gerät (z.B. wegen ext. Netzteil) keine Netzerde bekommt, haben wir dann als Erdverbindung PIN1 vom FX-Send -und alles wird gut.


: Bei symmetrischen Leitungen ist das nun wieder ganz egal, weil die Signalleiter zu keiner Zeit mit Masse in Verbindung kommen (...sollten!

Stooop ! 1. wir haben doch zuvor schon von symetrischen Kabeln gesprochen (?!) , sonst kann man sich die ganze Erdfrei-Geschichte doch eh schenken - ohne Erde kein Signal. Und eine symetrische Gitarre hab ich bisher auch noch nicht erlebt, oder sollte das etwa der Stein des Anstosses sein? Nee, wohl eher nicht! Mein Schluss zu der Sache (eigentlich hab ich auch keinen Bock mehr) : solange du’s mit unsymmetrischen Signalen (wie von der Gitarre) zu tun haben, kannste das mit erdfreier Signalübertragung vergessen.